Wo soll ich anfangen zu rechnen?

  • Hallo!


    Ich bin hier brandneu (habe mich gerade erst registriert, nachdem ich einige Zeit hier rumgelesen habe und nun völlig verunsichert bin).


    Wir planen den Neubau eines Doppelhauses (190qm Eigennutzung und 150qm Vermietung, also insgesamt 340qm).


    Derzeit haben wir in unserer Familie einen Gasverbrauch von 1900kWh/a. Für das Doppelhaus gehen wir von 3000 kWh/a aus (die Zahl haben wir uns ausgedacht, keine Ahnung, ob die realistisch ist). Unser Stromverbrauch beträgt zur Zeit 37000kWh/a. Für das Doppelhaus gehen wir von 6000kWh/a (keine Ahnung, ob das realistisch ist.) Die Männerwelt hier um mich herum besteht auf einem BHKW. Der Heizungsbauer hat uns nun den ecopower angeboten, das sind Investitionskosten von ca. 40.000€. Über Wartungsverträge haben wir hier noch gar nicht gesprochen.


    So, und nun weiß ich nicht, wie ich eine vernünftige Berechnung angehen soll.


    Gefühlt ist das für mich alles überdimensioniert und nur teuer. Und gestern warnte mich jemand, dass die Laufzeit dieser Mikro-BHKW´s bei max. 15 Jahren liegt. Weil sie ja ständig laufen sollen. Weiß da noch jemand was dazu?


    Verzweifelte Grüße von der Hausfrau

  • Die Männerwelt hier um mich herum besteht auf einem BHKW.


    Man muß den Mehrwert der Anlage sehen, Männer die mit einen BHKW beschäftigt sind,
    haben wenig Zeit für andere Hobbys ( z.B. junge Madel ) und Ökologisch ist es auch, ob
    immer Logisch :pfeifen:


    Was wär den der Hausfrau lieber um die Gegenrechnung aufzumachen :wissenschaftler:


  • Hallo Hausfrau,


    willkommen hier im Forum. Hier bist Du genau richtig, denn hier werden sie geholfen. Ich sprech aus da aus eigener Erfahrung.


    Nur solltest zum "rechnen" auch tatsächliche Zahlen nehmen. Beim Einkaufen machst des ja auch.


    (die Zahl haben wir uns ausgedacht, keine Ahnung, ob die realistisch ist).


    ...des bringt garnix. Die Zahlen die in Beitrag (ausser der W-Flächenangabe) stehen sind total daneben.


    Such doch Deine letzten Gas-/Strom-Rechnungen her, da steht doch schon einges drauf.



    Mit neuen Zahlen einen zweiten Versuch, wirst sehen .... des wird :thumbup:

    Die dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :thumbsup:


    und der Spenden-Button für unser Forum ist auf der Portal-Seite rechts :!:

  • Die Zahlen sind völlig wirr und passen nicht zusammen. Ein paar nullen vergessen? Selbst dann ist der Verbrauch für einen Neubau viel viel zu hoch! Das wäre ja Baustandard von vor 30 Jahren :cursing:


    Wenn Ihr neu baut, investiert mehr Geld in eine gute Dämmung. Denn nicht verbrauchte Energie ist allemal besser als viel günstige Energie. Zumal die Energiepreise immer weiter steigen werden - und das Haus baut man für ca. 50 Jahre, oder wollt Ihr in 10 Jahren eine Styroporfassede vor das scheene neue Haus hängen? @:pille


    Auf KfW-Effizienzhaus 55 (EnEV 2009) oder besser gleich KfW-Effizienzhaus 40 (EnEV 2009) sollten es schon sein. Das bedeutet für mich viel Dämmung, konsequente Vermeidung von Kältebrücken, 3-fach-Isolierverglasung, kontrollierte Wohnraumlüftung mit Energierückgewinnung. Die Mehrkosten beim Bau sind meist nicht so hoch wie die Baufirma behauptet (die wollen Absahnen), da ist gute Information und Verhandlung gefragt! Zumal es auch staatliche Förderung gibt und sich diese Maßnahme über viele Jahre rechnet und auch für eine angenehmes Wohnklima sorgt.



    Was das BHKW angeht, sollte es wenn dann ein ecopower 1.0 sein! Und das wird irgendwas bei 13.000 Euro kosten. Die großen Ecopower passen bei einem so kleinen Neubau garnicht, wenn der nicht völlig verkorkst ist. Also das kleine ecopower mit Brennwert Spitzenlasttherme, Pufferspeicher und großem WW-Speicher, damit nicht bei jedem Vollbad die Therme ran muss. Auf Solarthermie würde ich verzichten, das schmälert nur die Stromerzeugung im Sommer und rechnet sich somit nicht! Photovoltaik hingegen kann man bei der Hausplanung gleich einplanen (Ausrichtung, Neigung) und entsprechend Kabelkanal vom Dach in den Keller sowie Zählerplätze vorsehen.



    |__|:-)

  • zu der Frage

    Zitat

    Gefühlt ist das für mich alles überdimensioniert und nur teuer. Und gestern warnte mich jemand, dass die Laufzeit dieser Mikro-BHKW´s bei max. 15 Jahren liegt. Weil sie ja ständig laufen sollen. Weiß da noch jemand was dazu?


    Stimmt schon,
    die erwartete Lebensdauer liegt unter denen von normalen Kesseln


    drum ist man auch bestrebt, ein System so gut auszulegen, dass die Mehrausgaben in einem überschaubaren Zeitraum wieder eingespielt werden.
    Also eine Amortisation innerhalb von 10 Jahren (bei kleinanlagen) ist anzustreben,
    dann ist es ja wurscht, ob dann ein neues, ein anderes oder wer weiss, was dann energetisch/preislich am sinnvollsten ist
    System zum Einsatz kommt.


    Das sich überhaupt eine Amortisation ergeben kann
    ist schon ein erstaunlicher Unterscheid zu Systemen, die immer nur Geld kosten ;)

  • Als erstes bitte sinnvolle Zahlen besorgen.


    Als zweites.
    Ein Neubau mit knapp 340 m2, wie Neuendorfer schon schrieb.
    Die Chance nutzen und 10% mehr in den Bau investieren.
    Spart aber soviel bei den Betirebskosten das sich das schnell rechnen sollte.
    Eine Gastherme oder Wärmepumpe, Solar als Wärmeünterstützung und evtl. einen kleinen schönen Pelletkessel mit Warmwassernachluss als Wohnzimmerschmuck, damit sollte sich ohne viel Betriebsmittel die Bude warm halten lassen.
    Für einen solch "kleinen" Neubau in modernster Spartechnik. lohnt sich leider kein BHKW.
    Ausnahmen mögen die ganz neuen 1 KW Maschinen sein, aber die müssen dann wirklich wie Faust auf Auge passen, bei den Invest und geringen Erlösen die mit denen machbar sind.


    Mach deien Männer schlau das auch ein Haus mit Regelungstechnik etc. genügend Speilberfridigung schaffen kann.
    Sparoptimierungen sind auch ein Hobby.


    Eine Alternative wenn es doche in BHKW werden muss, der Zusamemnschluß mit NAchbarn zu einem Nahversorgungsnetz.
    Das spart dann wirklich, schon alleine an den ganzen Zählergrundkosten.

  • lohnt sich leider kein BHKW


    Der Bernd meint wohl ein Dachs. Der ist definitiv zu groß. Aber wie der Neuendorfer schon geschrieben hat könnte ein ecopower1.0 passen. Dass das ecopower1.0 13.000 € kostet kann ich noch nicht bestätigen. Die Preise wurden noch nicht festgelegt. Aber vielleicht weiß der Neuendorfer mehr wie ich. Die Auslieferung beginnt erst Mitte 2011. Von dem Motor sind aber in Japan und USA bereits 100.000 Stück installiert worden. Die Anlage musste wegen der Zulassung auf EU-Vorschriften angepasst werden.

    Das sich überhaupt eine Amortisation ergeben kann
    ist schon ein erstaunlicher Unterschied zu Systemen, die immer nur Geld kosten


    Das ist der entscheidende Unterschied. Die Investitionskosten für Solarthermie, Pelletkessel, Wärmepumpe, Micro-BHKW usw. bewegen sich alle in etwa der gleichen Größenordnung. Das BHKW gilt als Ersatzsystem nach der EnEV für die regenerativen Heizsysteme. Die sind für ein Neubau zwingend erforderlich, wenn man kein BHKW nimmt oder kein 0-Energiehaus baut (rate ich von ab, selbst die dann erforderliche Lüftungsanlage benötigt Strom und das Raumklima ist ohne Lüftungsanlage miserabel).
    Ich bin dabei für das ecopower1.0 ein Schema für eine Wirtschaftlichkeitsberechnung zu erstellen. Wenn gewünscht mache ich kostenlos eine Wirtschaftlichkeitsberechnung. eMail mit der Wärmebedarfsberechnung (Übersicht) genügt.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Das BHKW gilt als Ersatzsystem nach der EnEV für die regenerativen Heizsysteme.
    Die sind für ein Neubau zwingend erforderlich, wenn man kein BHKW nimmt ...




    Brille Putz bei Bernd nachlesen


    einen kleinen schönen Pelletkessel mit Warmwassernachluss als Wohnzimmerschmuck,...


    mit Glasscheibe ( Feurerungstechnisch schon etwas Suboptimal ) um auf den Eisbärfell
    im Schein des Feuers zu räckeln und was war da noch gleich _()_


    Dass das ecopower1.0 13.000 € kostet kann ich noch nicht bestätigen.


    kommt eben drauf ob man mit oder ohne MWST rechnet


    eine Ansicht von von Romantischen Wohnzimmern


    http://www.youtube.com/watch?v=pO9O5_hwjT4&feature=related


    bei Pellets hat Mann mehr Zeit weil Er sich weniger um das Feuer kümmern .....

  • Unser Doppelhaus wird ein KfW-70-Haus.


    Der eine Heizungsbauer schlägt uns den ecoPOWER 3.0 vor (vom anderen Heizungsbauer erwarten wir noch ein Angebot) . Hierfür ist ein Gesamtwärmebedarf von 25 bis 45 MWh angegeben. Wenn ich wohlwollend 75kWh pro qm mit 340 qm Wohlfläche multipliziere, komme ich auf die 25 MWh und bin damit erst an der unteren Grenze. Aber hier geht es doch um eine Gesamtwärme für das ganze Jahr - Sommer und Winter. Aber im Sommer schaltet der sich ja ab, wenn der Warmwasserspeicher voll ist. Schaltet der dann jedesmal wieder an, wenn der Warmwasserspeicher erneut erhitzt werden muss?


    Und wie muss ich mir das mit den <50dB in 2m Abstand vorstellen, wenn darüber unser Erdgeschoss ist und das Büro nicht weit?


    Zum ecopower 1.0. Der soll Mitte 2011 ausgeliefert werden? Wir wollen aber im April mit dem Bau anfangen. Bekommt man da bei Vaillant direkt eine zuverlässige Auskunft? _()_

  • Wie gesagt, der Wärmebedarf passt nicht zum ecopower 3.0 - und wenn der Bedarf passen würde, wurde beim Bau Mist gebaut.


    Denkt nochmal drüber nach ob es sinnig ist nur ein 70er Haus zu bauen... denkt nur mal wo die Energiepreise in 15 Jahren liegen bei ca. 8% mehr im Jahr ;-_


    Ansonsten nochmal die bisherigen Beiträge lesen... ist denke ich soweit alles gesagt ;)

  • Zum ecopower 1.0. Der soll Mitte 2011 ausgeliefert werden? Wir wollen aber im April mit dem Bau anfangen.


    Wenn man mit dem Bauen anfängt ist das Haus nicht Mitte 2011 fertig. Ein normaler Heizkessel wird meistens auch erst zum Schluss eingebaut. Wichtig wäre der Bauzeitenplan vom Architekten oder Bauleiter. Dann kann man abschätzen wann das Gerät benötigt wird. Also alles nicht so wild. :imsohappy:


    Aber im Sommer schaltet der sich ja ab, wenn der Warmwasserspeicher voll ist. Schaltet der dann jedesmal wieder an, wenn der Warmwasserspeicher erneut erhitzt werden muss?


    Die Steuerung erledigt das vollautomatisch. Braucht man sich nicht drum kümmern. Das 3.0 regelt (moduliert) erst runter mit der Leistung. Wenn das nicht mehr ausreicht fängt das Gerät an zu takten d.h. es schaltet ein und aus. Man kann noch festlegen zu welchen Tageszeiten das Gerät dann einschaltet. Bei 25.000 kWh wird das 9 Monate im Jahr passieren. Wobei die Einschaltzeit ca. 6 - 12 Std. beträgt außer in den 3 Sommermonate.
    Das 1.0 wird etwa 7 Monate im Jahr durchlaufen und nur in den 5 Sommermonate takten wobei es 3 Monate weniger als 12 Std. pro Tag läuft.


    Und wie muss ich mir das mit den <50dB in 2m Abstand vorstellen, wenn darüber unser Erdgeschoss ist und das Büro nicht weit?


    Im Büro wird man sicherlich nichts wahrnehmen. Ein normales Gespräch hat eine Lautstärke von ca. 60 bis 65 dB. Ich spreche aus Erfahrung. Bei mir steht das BHKW im Nebenraum zum Büro und man hört nichts. :sehrgut:


    Bekommt man da bei Vaillant direkt eine zuverlässige Auskunft?


    Sollte der gewünschte Liefertemin beim 3.0 nicht klappen, so bekommen meine Kunden solange ein Brennwertgerät als kostenloses Leihgerät. Wie das andere halten kann ich nicht beurteilen. Beim 1.0 ist sowieso bei 25.000 kWh Jahresverbrauch ein Brennwertgerät dabei sodass es hier nicht zu Problemen kommen wird. :imsohappy:

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Guten Morgen!


    Wenn es hier heute auch neblig ist, so lichtet sich wenigstens der Nebel in meinem Kopf. Ein wunderbares Gefühl.


    Ihr habt mir hier schon richtig geholfen. Vielen Dank!!! :!:


    Nun muss ich für mein Umfeld alle Infos aufbereiten und Zahlen liefern. Frage: ist für mich der Heizungsbauer der richtige Ansprechpartner? Kann der mir alles durchrechnen, damit ich hier Zahlen auf den Tisch bekomme, wie überdimensioniert der ecopower 3.0 ist?

  • Zitat

    Der Bernd meint wohl ein Dachs.

    Bitte erst richtig lesen lieber Ecopowerprofi....


    Dann wirst du auch lesen das ein "Verdienst" mit den geringen Erzeugungsmengen schon kritisch gesehen werden muss,
    bei den momentan umherschwirrenden Verkaufspreisen.


    Wie auch immer ein 3.0er ist eh zu groß, ein 1.0 ist momentan nicht verfügbar und in einer Betriebskostenplanung eine Unbekannte,
    dazu nach meiner Meinung bei dem geringen Heizbedarf auch nicht nötig.
    Das Geld lieber in ein 40er Haus stecken und die Betriebmittelkosten einsparen,
    hat auch den Vorteil nach einer BHKWlebensdauer weiter Geld zu sparen und braucht meistens keine weitere Wartungs- oder Neuanschaffungskosten.
    Nachteil der Heizungsbauer verdient nichts daran.


    Ich kann nur nochmals betonen, bei dem bereits jetzt bekannten geringen Heizbedarf:
    Eher in Solarthermie und/oder Solarstrom investieren.
    Einen besseren Wärmedämmstatus des Hauses.
    Eine vernünftige Lüftungsswärmerückgewinnungsanlage.
    Einen schönen günstigen Pelletofen fürs Wohnzimmer.
    Schlußendlich einen zusätzlichen großen Installationskanal durch Haus, damit spätere Erweiterungen machbar sind.


    Im Endeffekt wird das genausoviel kosten wie ein auch immer geartetes BHKW,
    hat daber nicht dessen Betriebsmittelkosten.
    Wir reden hier ja immer von einem Neubau, bei dem man die Möglichkeit hat für die Zukunft zu planen.


    BHKW bin ich immer dabei, auch in Neubauten mit KFW40 Standart,
    dann aber bitte unbedingt als Nahversorgungsgebiet, mit genügend Bezugsmenge, damit sich ein BHKW auch wohlfühlen kann.
    Unbedingt ein Micro/MicroBHKw in jedes Neubauprojekt zu stopfen finde ich der Sache BHKW nicht dienlich.

  • Wenn es unbedingt BHKW sein soll, kommen auch noch Dachs Stirling oder Whispergen in Frage... nur bei deren geringer elektrischer Effizienz wage ich eine Wirtschaftlichkeit zu bezweifeln.


    Und der Heizungsbauer will verkaufen - am besten das beste und teuerste... also ein ecopower 3.0 :-)_:-)

  • An den Dachsgebeutelten Bernd:


    Installationskanal klingt interessant. Wie sieht das aus? Läuft der vom Heizraum in einem Strang hoch zum Dach oder vom Heizraum zum Garagendach oder durch die Decken der einzelnen Geschosse? An was denkst Du da? :?: