1. Betriebsjahr Ecopower 4.7 in MFH mit EV

  • Nach IB am 29.01.2010 nun mal für Interessenten zwecks evtl. Vergleich die Ergebnisse :


    Es werden hier rein techn. Zahlenwerte dargestellt, keine Erlöse und/oder Kosten. Wer sich damit auskennt, möge das selbst für sich berechnen. Ich für meinen Teil bin nur teilweise zufrieden, da (auch wenn die Zahlen beim ersten Hinsehen eigentlich so schlecht nicht aussehen ! ^^ )
    - 5 Störungseinsätze im Zeitraum der ersten 10 Monate erforderlich waren (Gewährleistungen);
    - das BHKW erst zu dem gemacht werden mußte, für das es gekauft wurde - nämlich "stromerzeugende Heizung ohne Eigenbedarfsdeckung" ( # Eigenverbrauch ist Strom im Gebäude !);
    - durch o.g. Störungen ständiger Gasüberschuss verbunden mit ca. 10% Lesitungseinbusse bezogen auf die Jahreserzeugung eintrat;
    - die Prognosewerte der dem Einsatz vorangegangenen Wirtschaftlichkeitsberechnung beim Gasverbrauch weit überschritten (Kosten !!!) wurden;
    - durch die eingetretenen Leistungsminderungen (der "Soll-Wert" von 24.000 kWh hätte erreicht und u.U. sogar überschritten werden können, da nur 6.100 Bh erwartet waren !) ist der Fremdbezug mit über 30 % überschritten worden (Kosten !!!); :diablo:
    - somit konnte der Gebäudebedarf durch das BHKW ( 21.730 - 7.898 ) nur mit 13.832 kWh = 59% im Eigenverbrauch gedeckt werden, was sich in der Wirtschaftlichkeit zum Stromverkauf stark negativ bemerkbar darstellt ---> Aufzählung bürgt nicht für Vollständikeit... :whistling:


    Es sind noch nicht alle Zahlen zu 100% exakt, kommen der "Wahrheit" aber zu ca. 99% nahe... :wissenschaftler:
    Es werden noch gemeinsam mit dem Planer betriebswirtschaftliche Bewertungen folgen, wo auch die steuerliche Seite einfliessen wird. Es läßt sich jedoch vorab die Einschätzung so formulieren : Die Investition war richtig, es müssen jedoch noch die Rahmenbedingungen dem Einsatzzweck verbessernd angepaßt werden - auch in technischer Hinsicht. Es ist ohne Zweifel noch Potential nach oben vorhanden. :lokomotive:
    Besonders erschwerend war der "Kundenservice" seitens ecopower, der den Endkunden zu sehr auf sich selbst gestellt läßt ! :thumbdown:
    Zusammengefasst : Ich habe trotz aller Widrigkeiten meine Entscheidung (bisher...!)nicht bereut ! :-)@@(-:
    Ich möchte mich an dieser Stelle bei Allen bedanken, die mir durch Tips, Ratschläge, Hinweise und handwerklicher Hilfe dieses Ergebnis möglich gemacht haben !!! :applaus: (Die Liste ist zu lang, um Alle einzeln aufführen zu können ! :freunde: )
    Es bleiben die Aus-/Einwirkung der PV-Anlage im Sommer abzuwarten, ging erst 09/2010 in Betrieb. Der Jahreszeit geschuldet war von da noch nicht viel zu erwarten (erzeugt 533 kWh), deshalb sind diese nicht in den Übersichten eingearbeitet.
    Wer detailliertere Informationen zu der Tabelle/Grafik (im Anhang) wünscht, bitte anfragen.
    Gruß, pamiru48

  • Hallo pamiru,


    Zitat


    - die Prognosewerte der dem Einsatz vorangegangenen Wirtschaftlichkeitsberechnung beim Gasverbrauch weit überschritten (Kosten !!!) wurden;


    ich habs Dir letztes Jahr berichtet,
    dass es einen starken peak in Richtung mehrverbrauch gab


    ...und auch dieses Jahr
    wwird nicht besser ausfallen.


    Wir werden hier allein aus Wettergründen ordentlich Mehrverbräuiche haben.
    ...auch nicht BHKW-Betreiber werden dass mitbekommen

  • Wenn es sich denn auch an einer adäquaten Leistungssteigerung erkennen ließe, wäre ich mit dieser Aussage einverstanden...
    Das Teil solle bei 4,7 kW max. 1,9 cbm/h "schlucken, da ist dem die Außentemperatur egal - schneller als 3.400 U/min kann(soll) es aber nun mal nicht drehen !?! :-(|__|
    Oder gibt es da noch einen "Heiznebeneffekt mit höherem Gasverbrauch" der noch nicht bekannt ist ??? @:pille

  • Hallo pamiru,


    ist eine klasse Übersicht. Ich hab mir die für Daten von meinem Dachs eine ähnliche Zusammenstellung gebastelt. Ist aber momentan noch wenig aussagekräftig, weil erst 3 Monate am Netz. Wenn's soweit ist vergleichen wir. Trotzdem drei Fragen:


    Was verstehst du unter "Eigenbedarf"?


    Wie kriegst Du die Verbrauchswerte vom SPK? (Für meinen SEplus krieg ich nur die Bh und weil der moduliert kann ich nur vage schätzen)


    Wie machst Du das mit dem Stromverkauf an Mieter? (wird ja hier im Forum oft gefragt und teilweise kontrovers diskutiert)

    Die dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :thumbsup:


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  • Eigenbedarf = interner Stromverbrauch der"stromerzeugenden Heizanlage" als in sich geschlossenes System, d.h. Elektronik/Ölpumpe - mehr ist (auch den ecopower-Technikern !) nicht bekannt !?!
    Eine konventionelle Heizung hat gleichfalls "Betriebsstrom" (siehe Heizkostenumlageverordnung) - es würde niemand auf die Idee kommen, diesem dem Kessel zuzuordnen !?! Nun produziert das BHKW durch den Motor vordergründig Abwärme = Kesselleistung. Zur"Verarbeitung" der Wärme werden die gleichen "Nebenaggregate" gebraucht, wie bei der üblichen Heizung. Weshalb sollen diese nun plötzlich zum BHKW gehören und - von diesem mit Strom direkt versorgt - als Eigenbedarf deklariert werden ??? Damit wird die möglich zu erzeugende Leistung von vornherein herabgesetzt, denn die "Nebenaggregate" bleiben im wortwörtlichen Sinne Baugruppen der Heizanlage - nicht des BHKW, gehören auch nicht zu dessen Lieferumfang. Also sind diese nach wie vor vom Allgemeinstrom zu versorgen - wenn auch vom BHKW angesteuert (macht der Kessel ohne BHKW auch !!!).
    Versorge ich diese nun vom BHKW direkt, entfällt der sonst erforderliche "Heizungsbetriebsstrom" - die Heiznebenkosten werden verschleiert und der Allgemeinstrom sinkt. Jedoch fällt im gleichem Maße die Erzeugung des BHKW - zu dem mir jedoch beim Kauf eine Nennstromerzeugung lt. Datenblatt zugesichert wurde ! Ich kann in keinem Prospekt o.ä. Verkaufsunterlagen eine Angabe zu einem Eigenbedarf entdecken, um welchen für vorausgehende Wirtschaftlichkeitsberechnungen die zu erzeugende Strommenge zu senken ist !!!
    Lediglich Abweichungen +/- 5% (nicht einmal dafür gibt es irgendeine Begründung), sowie die Aufstellung abhängig von Höhe ü.NN. wegen Luftdruck...


    Eigenverbrauch ist der Teil, der vom BHKW erzeugten Strommenge, welcher nicht in's Netz eingespeist und/oder im Gebäude verbraucht wird (siehe auch Fotovoltaik). Der Gesetzgeber hat dafür eine technisch unzulässige Definition eingebaut, indem er die "Nebenaggregate" eines Heizungssystems schlicht dem BHKW zuordnet. Die Heizkreispumpe hat mit dem BHKW ebensowenig zu tun, wie die Speicherlade- bzw. Zirkulationspumpe... Dann gibt es noch die "BHKW"-Pumpe der Rücklauftemperaturhochhaltegruppe, über deren Zuordnung kann man fachsimpeln - eine RLHHG ist nicht zwingend für jeden BHKW-Betrieb erforderlich - nur bei bestimmten Einsatzbedingungen VL-/RL-Temperaturen !?!


    Ich habe am Buderus-SpK eine Betriebsstundenzähler jeweils für die 1. und 2. Brennerstufe. Die 2. Brennerstufe wurde (bereits vor BHKW-Einsatz) wegen Überdimensionierung des Kessels (73 kW) außer Betrieb genommen, so daß das BHKW nun auch nur die 1. Stufe ansteuern kann. Ob dieser Stundenzähler eine genügende "Feinfühligkeit" besitzt, um auch nur kurze Zusatzheizzeiten korrekt erfassen zu können, kann ich nicht beurteilen. Die bisherige Laufzeit des Kessels als ebend Spitzenzusatzheizung (parallel zum BHKW) von rd. 450 Std. seit BHKW-IB-Nahme respektive einem Betriebsjahr läßt keinen eindeutigen Schluß darauf zu... Ich habe auch keine Angabe, wieviel der Kessel mit nur der 1. Brennerstufe an kW leisten kann. Dazu muß ich noch tiefergehende Beobachtungen machen (Kesselbetrieb/Gasverbrauch während dessen).


    Mieterstromverkauf
    Zum erforderlichen Zeitpunkt (Abrechnungszeitraum) alle Zähler ablesen - bei mir nehmen alle Mieter den BHKW-Strom ab -, Strommenge mal den vereinbarten Nettopreis Cent/kWh - wenn vereinbart zzgl. Grundpreis - MwSt. 19% (an das FA abzuführen) drauf - Rechnung schreiben. Im Vorfeld wurden Abschlagszahlungen vereinbart, diese werden einfach gegengerechnet. Den zusätzlichen Fremdbezug muß ich davon aus meiner Tasche (Brutto !) bezahlen. Den Mietern ist's ja am Zähler egal, von welchem Strom (BHKW oder Netz) der Zähler in Gang gesetzt wird... Deshalb schmerzen mich ja diese nur 59% Eigenverbrauchsdeckung wegen den 10.500 kWh Fremdbezug x 0,22 = 2.310 € so..


    Der im Gebäude verbrauchte Strom errechnet sich ja aus Erzeugung./. Einspeisung + Fremdbezug. Nun weist der BHKW-interne Zähler einen anderen Wert auf, als der EVU-Zähler. Also ist der EVU-Zähler maßgebend (s.o. Eigenbedarf !!!) für die Erzeugung - ebendso wie der 2-Wegezähler für Einspeisung/Bezug. Durch die (zulässigen) Toleranzen der Zähler (bei mir dann 3 x am/für/von BHKW + die 13 Nutzerzähler) treten natürlich auch dort wieder Differenzen auf... Diesen muß ich nach Art und Höhe auch noch detaillierter auf die Spur kommen. Im Ausschlußverfahren habe ich deshalb am 20.01. den Erzeugungs- und 2-Wegezähler zwecks Prüfung wechseln lassen. Siehe da, der neue 2-Wegezähler kommt nun von einem anderen Hersteller (Itron) und hat den Aufdruck "Klasse A", der ausgebaute von "Actaris" (beide jedoch ACE3000) hatte den Aufdruck "Kl.2" !?! Es ist noch offen, ob der Zählereinsatz für BHKW dem "Haushaltszähler-" oder "gewerblichen" Bereich zuzuordnen ist. Zwischen beiden gibt es einen Unterschied in den Genauigkeitsklassen :
    Haushalt 5%, Gewerbe 1...2% ?!? D.h. bei (m)einer Strommenge von rd. 24.000 kWh p.a. ein Unterschied bis zu (1.200 bei HH/240 bei Gew.) 1.000 kWh p.a. ... ---> zzgl. eingangs geschilderter Umverdrahtung (Senkung um ca. 1.800 kWh) sowie der demzufolge Ungenauigkeiten der 13 HH-Zähler wäre hier mit Differenzen von bis zu 3.000 kWh aus rein meß-technischen Gründen zu rechnen/leben. In EURO ausgedrückt : 3.000 x 0,0511 = 153,11 € beginnend bis zum Fremdbezug 3.000 x 0,22 = 660 € - alles irgendwo dazwischen oder gar kolateral liegend möglich... Man bewegt sich also bei (evtl. erforderlich exakter) Nachweisführung auf sehr, sehr dünnem Eise... @:pille --> unternehmerisches Risiko ???


    Gruß, pamiru48