Ecopower 3.0 erweitern mit Spitzenlasttherme

  • Seit Feb 2010 läuft nun unser ecopower 3.0 recht zufriedenstellend in userem EFH. In absehbarer Zeit wird sich unser Heizverhalten ändern bzw. es hat sich teilsweise schon geändert durch Nachwuchs. Wir mussten bereits feststellen, dass das BHKW im Winter einfach nicht mehr die nötige Wärmemenge bereitstellen kann. Heute früh am Morgen lag die Temperatur in unserem Pufferspeicher (ca 750l) oben bei 77 GradC, Mitte 58 GadC. In der Mitte geht der Heizungsvorlauf ab, oben Warmwasser (über ein separates Innenrohr im Puffer mittels Gegenstom über eine Ladepume erwärmt). Tagsüber bei Sonne schafft das BHKW (läuft derzeit immer Vollast) auch in der Mitte des Puffers über 70 GradC, so dass die Heizung auch sinnvoll heizen kann. Wir heizen über Flächenheizkörper an der Wand (200cm x 70cm) und in der Küche über Fußbodenheizung. Die Flächenheizkörper haben einen hohen Stahlungsanteil und deshalb brauchen sie auch hohe Vorlauftemperatur, sonst wird das nix. Die Heizungsrohre laufen alle mitten im Haus hoch ins OG und sind in der Mauer nicht isoliert damit heizen sie zwar auch das Haus, aber die Vorlauftemp. im OG sinkt nochmals ab auf (heute morgen) knapp 50 GradC. Damit bringen die Heizkörper nur noch (zu) wenig Heizleistung. Im demnächst zu beziehenden Kinderzimmer liegen wir bei 17 Grad - zu wenig für den Kleinen.
    Also denken wir über einen Spitzenlastkessel nach - nur welcher ? Und wie soll er bestenfalls eingebunden werden ? Der Kessel soll wegen Platzmangel an der Wand neben dem BHKW im Keller montiert werden. Ich denke an eine Leistung von ca 15kW - ist das sinnvoll ? Gibt es regelbare Gasthermen die z.B. 2 Heizstufen (z.B. 7,5kW und 15kW) haben ? Dann müsste der Kessel auf kleiner Stufe im Winter nicht so viel takten und könnte notfalls (bei Ausfall des BHKW zusammen mit dem 9kW Heizstab im Puffer) das ganze Haus beheizen.
    Eckdaten: EFH (wegen Denkmalschutz undämmbare, massive Ziegelmauer) mit 2 Etagen; ca 110qm beheizte Wohnfläche, Flachdach. Dazu soll im kommenden Jahr der Keller (Hochkeller; nur ca 1m steckt in der Erde) ausgebaut werden was nochmal ca 40qm beheizte Fläche bedeutet. Für das BHKW (ecopower 3.0 mit 3kw el/8kw therm.) hatten wir den Schornstein mit einem doppelwandigen Kunststoffrohr für Brennwerttechnik nachrüsten lassen (Luftzufuhr und Abgas), also müsste eigentlich eine Brennwerttherme machbar sein ? Welche Kessel kann das ecopower steuern ? Oder soll der Kessel gar nicht über das BHKW laufen sondern einfach über den Fühler auf Höhe des Vorlaufs im Puffer gesteuert werden (z.B. unter 65 GradC -> Kessel starten; 75 GradC -> Kessel stoppen) ?
    Was gibt es sonst noch zu beachten ? Brauchen wir z.B. einen eigenen Gaszähler für den Kessel (um die Steuer für das vom BHKW verbrauchte Gas weiterhin erstattet zu bekommen) ? Kann der Kondensatablauf, der Frischluftzulauf (über Schornstein Außenrohr) und die Abgasleitung (Schornstein Innenrohr) vom Kessel mitbenutzt werden ? Was sagt der Schonsteinfeger dazu ?


    Fragen über Fragen...für Denkanstöße, Fakten und Erfahrungsberichte/Meinungen sind wir dankbar.

  • Hallo,

    Also denken wir über einen Spitzenlastkessel nach - nur welcher ? Und wie soll er bestenfalls eingebunden werden ?


    Kommt sich auch darauf an, wie oft er gebraucht wird. Mein alter Ölkessel kommt wenn es richtig kalt ist mal für ein paar Stunden zum einsatz. Der quirlt mir immer den gesammten Pufferinhalt durch, aber da dies nur ein bis zwei mal pro Jahr passiert, kann ich damit genauso leben, wie mit der "Handsteuerung"

    Welche Kessel kann das ecopower steuern ?

    Ich kenne mich beim Ecopower nicht so aus, aber wenn der wie der Dachs einen pottenialfreien Relaiskontakt hat, dann kann der so gut wie alles anfordern.

    Oder soll der Kessel gar nicht über das BHKW laufen sondern einfach über den Fühler auf Höhe des Vorlaufs im Puffer gesteuert werden (z.B. unter 65 GradC -> Kessel starten; 75 GradC -> Kessel stoppen) ?


    jein, so funzt auch meine Ölkesselanforderung im Betrieb, aber wenn es milde ist, dann läßt man den Puffer ja auch stärker "leerlaufen" womit man bei hohen Aussentemp. ja auch klarkommt, hier müßte noch einen Außentemperaturkomponente mit in die Regelung rein! |__|:-)

    Brauchen wir z.B. einen eigenen Gaszähler für den Kessel (um die Steuer für das vom BHKW verbrauchte Gas weiterhin erstattet zu bekommen)


    Hmm, _()_ Beim Dachs bräuchte man das nicht, hier gibt es ein Gutachten wonach man einfach Bth X Verbrauch/Stunde nehmen darf, ich weiß nicht ob der ECO-power das auch hat!

    Kann der Kondensatablauf, der Frischluftzulauf (über Schornstein Außenrohr) und die Abgasleitung (Schornstein Innenrohr) vom Kessel mitbenutzt werden ? Was sagt der Schonsteinfeger dazu ?


    Beim Dachs geht es nur mit der hauseigenen Therme, wenn kein anderer gestört wird, dann kann zumindest hier in NRW der Schorni meines wissens auch noch ein Aussenwandgerät genehmigen, wäre das eine Option?


    Auf jedem Fall kann ich dir bei der entscheidung für eine unabhängigen Wärmeerzeuger nur zuraten, ohne den alten Ölkessel hätten wir letztes Jahre ein paar wochen lang im kalten gesessen! |:-(


    Gruß Dachsgärtner

  • Zitat

    Kommt sich auch darauf an, wie oft er gebraucht wird. Mein alter Ölkessel kommt wenn es richtig kalt ist mal für ein paar Stunden zum einsatz.

    Bei uns wäre es eher die Regel, dass der Zuheizer mitläuft. Das BHKW läuft schon seit Oktober im wesentlichen auf voller Last. Ich kann die Temperatur im Vorlauf seitdem immer schön schwanken sehen - je nachdem wie kalt es draußen ist oder wie die Sonne auf dem Haus steht. Nachdem wir den Keller in Zukunft zusätzlich heizen wollen ist also mit ca 4 Monaten Zuheiterbetrieb zu rechnen. Daher soll der Zuheiter von seiner Leistung natürlich so klein wie möglich und so groß wie nötig ausfallen (oder mehrere Leistungsstufen haben), denn das BHKW soll natürlich weiterhin bei Vollast arbeiten und nicht heruntermodulieren.


    Zitat

    Der quirlt mir immer den gesammten Pufferinhalt durch, aber da dies nur ein bis zwei mal pro Jahr passiert, kann ich damit genauso leben, wie mit der "Handsteuerung"

    Wie dass ? Ist dein Kessel anders eingebunden ? Ich würde mir vorstellen, dass die Spitzenlasttherme einfach über T-Stücke in den bestehenden BHKW-Kreislauf eingebunden wird. Also Zulauf zur Therme von ganz unten aus dem Puffer (dort wo auch das BHKW sein "kaltes" Wasser holt) und Einspeisung des heissen Wassers auf ca 3/4 Höhe des Puffers (dort wo auch das BHKW sein heisses Wasser einspeist).


    Zitat

    Hmm, _()_ Beim Dachs bräuchte man das nicht, hier gibt es ein Gutachten wonach man einfach Bth X Verbrauch/Stunde nehmen darf, ich weiß nicht ob der ECO-power das auch hat!

    Das wäre denkbar, aber das Ecopower moduliert. da müsste man also auf Vollbenutzungsstunden zurückrechnen...und ob der Zoll sich wohl damit befassen möchte ? Gibt es separate, geeichte (?) Gaszähler nach dem Hausanschuss Druckregler überhaupt ? Oder hat die Therme sowas evtl. schon eingebaut ?

  • Hier habe ich mich mal an einem Heizschema versucht....Anbindung der Therme wäre gestrichelt.


    Zitat

    ...dann kann zumindest hier in NRW der Schorni meines wissens auch noch ein Aussenwandgerät genehmigen, wäre das eine Option?

    Das wäre für uns nichts, denn für einen Wanddurchbruch nach außen wäre seitens des Denkmalamtes vermutlich keine Genehmigung zu bekommen. Könnte ich sogar verstehen, denn das Loch käme gut sichtbar genau neben der Eingangstreppe heraus.

  • Hallo,


    erstmal solltet Ihr auch prüfen, wie warm der Rücklauf ist. Normalerweise ist der Sinn von Fußbodenheizung und Flächenheizkörpern, niedrige VL und niedrige RL Temperaturen fahren zu können. Denn nur bei niedrigen RL Temperaturen funktioniert Brennwerttechnik.


    Weiterhin solltet Ihr den Spitzenlaskessel nicht zu groß dimensionieren. Sonst kommt der ins Takten, was die Effizienz stark beeinträchtigt. Leider hat Vaillant nichts unter 14 kW im Angebot soweit ich weiß. Vielleicht gibt es ja noch andere Anbieter im Bereich 8-9 kW - das sollte genügen. Die Pumpe für die Therme sollte auch geregelt sein, so dass der Speicher nicht durchmischt wird. Einige Thermen können wie ein BHKW mit fester VL-Temp arbeiten und regeln Ihre interne Pumpe entsprechend.


    Die Einbindung sieht soweit gut aus, wenn die Therme Brennwert wird. Vielleicht lässt sich der VL zu den Heizkörpern auch weiter oben abgreifen. Die Hälfte des Puffers ungenutzt zu lassen finde ich recht viel. Wenn Ihr das macht, nehmt in T-Stück ins Rohr und Kugelhähne auf den alten und den weiter oben liegenden Anschluss. Wenn das WW zu kalt wird könnt ihr mit zwei Handgriffen wieder alles wie vorher haben, Mehrkosten sind nur etwa 20 Euro.

  • puh,
    nen weites Thema


    na erstmal,
    kommt mir Euer Bedarf ein kleine wenig zu hoch vor..


    und als Thermen
    z.B. die elcothision kann richtig modulieren...aber 1,irgendwas kW



    Nur die Frage,
    ob sinnvoll...wenn extern angesteuert
    udn bei echten Spitzen, ist villeicht eh wenig mit Brennwert?
    da könnt es auch was recht schnödes sein, was auf den Puffer raufarbeitet und so eh seltener ins takten kommt

  • Moin,


    auch schnöde Thermen können Modulieren, meist von (30)40-100% . Die bekommt man mit 15KW schon für 1300-1500Teuro im www. Bei den meisten Modellen kannst Du die einfachste Regelung ordern und dann über externes Signal (potentialfrei) Ein/Aus anfordern. Bei einigen Modellen ist es auch möglich über ein 0-10Volt Signal einen Raumtemperaturfühler zu imitieren und somit die Therme zum modulieren zu bewegen - das geht sonst nur über VL/RL Temperatur.
    Ganz wichtig ist vorab das ok des Schornis zu holen.
    Ihr habt ein Eco da ist doch bestimmt ein Technaflon LAS verbaut?? Dann würde es am wenigsten Ärger machen eine Vaillant Therme zu setzen - hier wäre auch eine Kummunikation zwischen beiden Geräten möglich.


    mfg

  • Also ich habe ein modulierendes Brennwertgerät von Vaillant mit 18 kw. Funzt hervorragend. Moduliert auch.


    Das Gerät kann mit in den Abgasstrang vom ecopower eingebunden werden. Sollte aber zwischen Schornstein und BHKW angeschlossen sein. Wenn es hinter dem BHKW liegt, muß eine Rückschlagklappe verbaut werden.


    Habe bei mir 2 Gasuhren. Über den Hauptzähler vom EVU läuft der Spitzenlastkessel. An der Hauptleitung wurde ein Abzweig gesetzt, daran ist meine eigene Gasuhr angeschlossen (spart zweite Grundgebühr, gell Pamiru :D ) und daran hängt dann das BHKW. Differenz Hauptzähler minus BHKW-Zähler ergibt Verbrauch vom Spitzenlastkessel.


    Empfehle auf jeden Fall einen Spitzenlastkessel, denn was passiert wenn bei den jetzigen Temperaturen das BHKW nur für ein oder zwei Tage wegen Def. ausfällt? @:pille

  • Folgende Empfehlung: ecopower mit der Option "Spitzenlastkessel Vaillant" nachrüsten. Dazu ein Gasbrennwertgerät Vaillant VC126/3--5.
    Dann arbeitet das Brennwertgerät vom ecopower gesteuert modulierend. Es wird keine weitere Steuerung oder Fühler benötigt und das ganze arbeitet einwandfrei ohne weiteres Getrickse.


    Preise:
    VC126/3-5 1650,-€
    Option ecopower SLK 453,- €
    T-Stück Abgasleitung Technaflon 56,-€
    Rüchschlagklappe Vaillant 123,-€
    Anschluß-Set VC126 126,-€
    Anschlußset Abgas VC126 223,-€


    Alle Preise zzgl. MWSt. und Versand

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Habe in meiner Anlage Versorgergaszähler danach T-Stück , zwei Thermowächter eine Leitung zum Spitzenlastkessel . Andere Leitung mit eigener Gasuhr (geeicht und plombiert G4 Preis ca.250,00€)fürs BHKW somit extra Zollabrechnung. Vaillant atmoTEC exclusiv VC / VCW 8-20 KW lassen sich als Spitzenlasttherme ohne WW-bereitung mit an den BHKW Schornstein anbinden. Dein Pufferspeicher wird dann keine Rücklauftemperatur unter 40° bei Spitzenlastthermenbetrieb fürs BHKW mehr liefern, weil die Abstände RL zu VL zu gering sind. Wenn der Platz für einen 500l Schichtspeicher vohanden ist,würde ich den in den Rücklauf einbinden. Aus dem vorhandenen Speicher RL für SPT und für BHKW den RL aus neuem 500L Rücklaufspeicher entnehmen.

  • Zitat

    erstmal solltet Ihr auch prüfen, wie warm der Rücklauf ist. Normalerweise ist der Sinn von Fußbodenheizung und Flächenheizkörpern, niedrige VL und niedrige RL Temperaturen fahren zu können. Denn nur bei niedrigen RL Temperaturen funktioniert Brennwerttechnik.

    Das mag sein, aber Flächenheizungen funktionieren eigentlich besser, wenn die Temperatur höher ist. ich habe unten mal einen Ausschnitt aus dem Herstellerprospekt angehängt. Beim untersten Heizkörper mit 200cm x 70,5cm haben wir im OG eine Vl Temp von (heute morgen) 52Grad. Rücklauf 48Grad. Beide Messwerte sind mit sehr einfachen Klemmthermometern direkt außen an den Anschlüssen des Heizkörpers gemessen. Wassertemperatur VL könnte also sicher 5 Grad höher sein. VL unten an der elektronisch gesteuerten Heizkreispumpe ist zu diesem Zeitpunkt 66Grad. Der Rest sind Verluste durch nicht isolierte Rohre in der Wand. Da es sich um eine Innenwand handelt ist das in Summe eigentlich egal, denn damit werden andere Räume geheizt, aber die Wärme kommt eben nicht mehr oben an, wo sie sein sollte. Daher würde ich gerne die VL Temp erhöhen. Max 75Grad gibt das BHKW her (und eine Therme vielleicht 90 Grad) ? Damit komme ich auf vielleicht 75Grad VL am Heizkörper im OG und das verdoppelt die Wärmeabgabe des Heizkörpers von ca 800Watt auf ca 1600 Watt. Alles nur überschagene Werte....


    Zitat

    Vielleicht lässt sich der VL zu den Heizkörpern auch weiter oben abgreifen. Die Hälfte des Puffers ungenutzt zu lassen finde ich recht viel. Wenn Ihr das macht, nehmt in T-Stück ins Rohr und Kugelhähne auf den alten und den weiter oben liegenden Anschluss. Wenn das WW zu kalt wird könnt ihr mit zwei Handgriffen wieder alles wie vorher haben, Mehrkosten sind nur etwa 20 Euro.

    Leider nicht; da ist kein Anschluss mehr frei. Aber so wie ich das Prinzip verstehe drückt doch das heisse Wasser von oben runter. wenn ich unten zu viel heisses Wasser entnehme und der Wärmeerzeuger (BHKW) nicht mehr nachkommt, dann sinkt die Temperatur an der Entnehmestelle - egal wo die nun ist ? Ich speichere einfach weniger Wärmemenge im Puffer, wenn ich weiter oben abgreife, aber mehr Wärme habe ich dadurch eigentlich nicht zur Verfügung. Nur die Abstrahverluste des Puffers sind etwas geringer.


    Zitat

    na erstmal,
    kommt mir Euer Bedarf ein kleine wenig zu hoch vor..

    Das ist richtig, aber es entspricht erstaunlich genau der Berechnung des Energieberaters, die wir vorab haben machen lassen. es war eine sehr detaillierte Berechnung - nicht nur so ein grün-roter Energiepass. Das Haus ist einzelstehend und annährend Würfelförmig. Außerdem eben komplett ungedämmt, BJ 1930 und der Keller ist auch nur zur Hälfte in der Erde. Die fenster sind bauzeitliche 2-Scheiben Verbundfenster in mäßigem Zustand (sind wir gerade an der Überarbeitung). Eisblumen an der äußeren Scheibe sind bei der derzeitigen Witterung normal. Der hohe Energiebedarf war also zu erwarten - daher BHKW.


    Zitat

    Ganz wichtig ist vorab das ok des Schornis zu holen. Ihr habt ein Eco da ist doch bestimmt ein Technaflon LAS verbaut??

    OK, den Schorni setzte ich mal drauf an. Ja, wir haben dieses braune Technaflonrohr.


    Zitat

    Folgende Empfehlung: ecopower mit der Option "Spitzenlastkessel Vaillant" nachrüsten.

    Wow ! Das ist mal eine detaillierte Empfehlung - vielen Dank!


    Zitat

    Dein Pufferspeicher wird dann keine Rücklauftemperatur unter 40° bei Spitzenlastthermenbetrieb fürs BHKW mehr liefern, weil die Abstände RL zu VL zu gering sind. Wenn der Platz für einen 500l Schichtspeicher vohanden ist,würde ich den in den Rücklauf einbinden. Aus dem vorhandenen Speicher RL für SPT und für BHKW den RL aus neuem 500L Rücklaufspeicher entnehmen.

    Unser Puffer hat ganz unten meistens über 40 Grad. Das BHKW mischt seine Eingangstemperatur (ist das der Rücklauf des BHKW ?) selbstständig auf ca. 60 Grad hoch mit der Rücklauftemperaturhochhaltegruppe. Daher funktioniert der Ecopower Kondenser sowieso nicht allzu gut, denn diese 60 Grad laufen auch durch die "Kühlung" des Kondensers (auf Rückmeldung von PowerPlus zu diesem Thema warte ich bis heute).


    Unten habe ich nochmal unser Heizungsschema aktualisiert. Die Fussbodenheizung ist jetzt mit eingezeichnet. Die Regelung dieser Heizung ist ein wenig seltsam; jedenfalls ist es eine manuelle Mischung. Ich kümmere mich selten darum, denn es funktioniert. Der Thermostat steht meist auf 40Grad (gemessen über das Spiralkabel) und das fünktioniert recht gut. Im Sommer schalte ich sie dann sowieso irgendwann ganz aus.

  • Ah, wenn ich das richtig sehe habt Ihr keine Flächenheizung sondern einfache Heizkörper in Bauweise Planheizwand. Die brauchen natürlich einen etwas höheren VL. Dennoch bleibe ich bei dem Befund, dass Ihr zu wenig Heizkörperleistung (Fläche) habt und deswegen viel hohe VL Temperaturen benötigt werden. Sicher eine Auslegungsfrage aber das ist sparen am falschen Ende. Man sieht es lleider häufig, das "Planer" eine Brennwertheizung planen und dann von 75/55 Systemtemperaturen ausgehen :cursing:


    Zum Vergleich eine gute Fußbodenheizung aus meiner Erfahrung hat 25-35°C (je nach Dämmung) Wasser im Heizkreislauf und beheizt die Wohnung damit auf 22-23°C. Nur ganz alte Systeme mit zu wenig Rohrfläche brauchen höhere Temperaturen bis 55°C. Naja wie dem auch sei, Ihr solltet über mehr Heizfläche oder schnellen Austausch der Fenster nachdenken. Da kann man auch im Denkmalschutzbereich was machen - es gibt z.B. Innenfenster die die äußere Erscheinung nicht beeinträchtigen. Oder außen auf alt gemachte Fenster mit Top Dämmwert.


    Eine hohe Systemtemperatur bedingt auch hohe Abgasverluste - Brennwert mit 90/55 kann man vergessen. Also Heizkörperfläche erhöhen damit ein Vorlauf von ca. 50°C ausreicht und der Rücklauf kühler wird, denn sonst ist Essig mit Brennwert. Die ungenutzte Pufferkapazität verursacht hohe Pufferverluste und ein zu geringer Puffer sorgt dafür, dass Tagsüber die Wärme nicht reicht und nachts heißes Wasser im Wärmeerzeugerkreis rotiert was bei einer Therme wie gesagt dazu führt, dass die Wärme durch den Schornstein geht. Wenn der Wärmeerzeuger nachts voll durchläuft hilft auch ein größeres Puffervolumen natürlich nicht.


    Bei dem fehlenden Anschluss oben am Puffer hilft ggf. auch ein T-Stück ;)

  • Zitat

    Aber so wie ich das Prinzip verstehe drückt doch das heisse Wasser von oben runter. wenn ich unten zu viel heisses Wasser entnehme und der Wärmeerzeuger (BHKW) nicht mehr nachkommt, dann sinkt die Temperatur an der Entnehmestelle - egal wo die nun ist ? Ich speichere einfach weniger Wärmemenge im Puffer, wenn ich weiter oben abgreife, aber mehr Wärme habe ich dadurch eigentlich nicht zur Verfügung. Nur die Abstrahverluste des Puffers sind etwas geringer.


    Ich zeig dir mal meinen Puffer.
    Dort kannst du schön sehen wie schnell sich die Temperaturen schichten.
    Jetzt hast du einen Hygienespeicher mit internem Wärmetausche für Brauchwasser.
    Deshalb brauchst du oben die heissesten Bereich, damit die Tauscherleistung immer gewährleistet ist.
    Das Problem bei den Speicher ist aber leider, das dadurch immer viel Pufferwasser heiß gehalten werden muss, und für die Heizung nur der untere Bereich des Puffer zur Verfügung steht.
    Wenn du also einen 700 LiterPuffer hast bleibt dir zum Heizen nur kanpp 350 Liter übrig, bei deiner Spreizung ist das nicht viel an Energie die da gepuffert werden kann.


    Das T-Stück ist eine Lösung, hat aber den Stolperstein, das evtl. zu viel Energie oben abfliesst und bei einer hohen Warmwasseranforderung der WAF stark sinken kann....
    Die beste Lösung ist erstmal versuchen die VL Temp der Heizung senken zu können.
    Hydraulikeinstellung des Heizkreises wäre da so mein Gedanke.

  • Es gab von EWFE ( Geminox) mal den MZ 5-25. Der hat eine Schieberklappe am Gebläse die geschlossen 5 kW liefert und geöffnet 25 kW macht. So ein Teil hab ich bei mir eingebaut. Stecker vom Schiebermotor gezogen und er macht immer nur 5 KW.Reicht mit der ecopower-Leistung zusammen auch für größere Objekte. Der zweipolige Ausgang beim ecopower ist potentialfrei und schaltet den EWFE.
    Diese Geräte gibts billig im Internet. Ersatzteile kann ich entsprechend besorgen oder per PN den Zulieferer nennen. Habe 250 dieser Geräte im Kundenstamm und bin auch in der Lage, telefonisch Störungen zu orten und teilweise auf diesem Weg zu beheben. Die Kessel sind extrem lange haltbar. Mein ältester ist jetzt 22 Jahre am laufen.
    Kann nur zuraten, solche Geräte über ebay oder so anzuschaffen. Dürfte die billigste Methode sein, Spitzenlast zu erzeugen.

  • Abend,


    aber Flächenheizungen funktionieren eigentlich besser, wenn die Temperatur höher ist.


    Naja, alle Heizelemete funktionieren "besser" wenn die Vorlauftemperatur höher ist. Das siehst du in dem Prospekt-Ausschnitt ja selbst wie stark die Leistung runter geht wenn der VL reduziert wird.
    Bei dem was man heute als Flächenheizung bezeichnet geht man halt her und kompensiert die geringe m²-Leistung bei niedriger VL-Temperatur einfach durch mehr Fläche. Das bei warmen Böden und Wänden ein "Wohlfühlklima" schon bei 1-2° weniger Raumtemperatur erreicht wird nimmt man als extra gerne mit...


    Vl Temp von (heute morgen) 52Grad. Rücklauf 48Grad.


    Die Spreizung ist aber auch ein entscheidender Punkt für die Leistung des Heizelements. Bei nur 4° erreichst du die Nennleistung auch nicht.
    Da wärs aber wichtig zu Wissen ob das nur an dem einen Heizelemt auftritt oder sich durchs ganze Haus zieht. Im ersten Fall stimmt der Abgleich nicht, im zweiten würd ich mal versuchen die Pumpe langsamer zu stellen. Ist ja ein elektronisches Modell, sollte also kein Problem darstellen.



    mfg JAU