Eigenbau: Baumarktgenerator ans Netz

  • Hallo, Frage an die Elektriker unter Euch, reines brainstorming, diese bitte nicht zu Ernst nehmen:


    Falls ich hier was richtig verstanden habe, werden bei einfachen Stromerzeugern bevorzugt Asynch. Generatoren eingebaut. Da die Maschinchen wohl keine Permanentmagnete haben wird für die "erste" Erregung :blush2: wohl eine irgendwie geartete Kondensatorschlatung eingesetzt. Hierzu zwei Fragen


    1) Kann jemand von Euch diese ominöse Kondensatorschaltung mit ein paar einfachen Worten erhellen?


    2) Angeblich wäre diese Schaltung der Hauptgrund, warum man einen solchen Generator nicht an Netz hängen sollte *versuch* ?


    Jetzt wieder zum Brainstorming, könnten man die die Schaltung nicht wegschalten, den Generator auf 50 Hz bringen, ENS und das ganze Gedöns, und dann das Ding ans Netz bringen?


    Gruss, KWK

  • Radio Eriwan: im Prizip ja. Wenn es wirklich ein Asynchrongenerator ist. Wenn nicht macht es richtig bum. Für weitere Erklärungen ist mir jetzt zu spät. Mach ich morgen oder ein anderer kann vielleicht was schreiben. Gib ja immer welche die nicht schlafen können.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Morgen,


    Falls ich hier was richtig verstanden habe, werden bei einfachen (Baumarkt ) Stromerzeugern bevorzugt Asynch. Generatoren eingebaut


    Nein. Hab mal eben bei Güde und Einhell geschaut die praktisch* nur synchrone Notstromer (*: Bei Einhell war einer mit Inverter dabei und einer dessen Generator nicht näher spezifiziert wurde).
    Es gibt zwar asynchrone Notstromer, sind aber selten.


    Kann jemand von Euch diese ominöse Kondensatorschaltung mit ein paar einfachen Worten erhellen?


    Ist kein Hexenwerk: Sternschaltung (oder Dreieck?) dreier Kondensatoren die auf Generator und Last ausgelegt sind.



    Das Problem beim Zuschalten ist halt das die Phasen von Generator und Netz übereinstimmen müssen . D.h. wenn dein z.B. L1 grad auf oberer Spitze und derL1 des Netzes auf unterster Spitze daherkommt hast du in dem Augenblick knappe 700V Differenz! Deswegen müssen die vorm Zuschalten mit dem Netz synchronisiert werden (gilt meiner Meinung auch für einen kondensatorerregten Assy).


    Ist halt imer die Frage wie komplex das es sein "darf". ;)

    • Asynchron für Netzparalell: Keine Regelung notwendig.


    • Asynchron für Insel: 1 Regelung *1

      • Spannung über Drehzahl


    • Synchron für reine Insel: 2 Regelungen

      • Frequenz über Drehzahl
      • Spannung über Ständererregung


    • Synchron für Insel und Netzparalell: 3 Regelungen

      • Frequenz über Drehzahl
      • Spannung über Ständererregung
      • Synchonisierung über Drehzahl *2


    *1) Die einfache Regelung des Inselassy hat den Nachteil das er nur eingeschränkt für Induktive und wechselnde Lasten geeignet ist.
    *2) Die Synchronisierung erfolgt innerhalb der Toleranzen für die Frequenz.



    mfg JAU

  • 1) Kann jemand von Euch diese ominöse Kondensatorschaltung mit ein paar einfachen Worten erhellen?



    Bildquelle und Erläuterung http://de.wikipedia.org/wiki/A…regter_Asynchrongenerator


    in der Regel sind aber bei Asynchrongeneratoren aber Kondensatoren in der Blindstromkompensation vorhanden,
    aber die meisten Regler sind nicht so ohne weiteres geeignet Asynchrongeneratoren im Inselbetrieb zu regeln.


    Und auch das ist im Wiki Text erwähnt


    Zitat

    Ist keine Remanenz mehr vorhanden, muss das Rotoreisen über eine Batterie vormagnetisiert werden. Hierzu wird eine entsprechende Leistungselektronik benötigt.


    ich |__|:-) denke man sollte schon sich sowas mal durch den Kopf gehen lassen



    Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/A…richter_mit_Zwischenkreis


    Textauszug


    Zitat

    Durch einen vierten Pulswechselrichter-Brückenzweig ist es möglich, ein Vierleiternetz mit Neutralleiter zu erzeugen. Dabei wird der Wechselrichter so geregelt, dass die Strangspannungen ein symmetrisches Dreiphasensystem bilden. Durch einen Mikrocontroller gesteuerten IGBT-Umrichter lässt sich der Betriebsbereich der Anlage am Netz erweitern. Außerdem lässt sich auch ein hochwertiger Inselbetrieb erwirken


    was in den Bild nicht gezeichnet ist, ist das es möglich ist aus den Zwischenkreis ( Gleichstrom ) einen Gleichstromspeicher ( Akku oder VRB)
    zu versorgen oder bei Leistungsspitzen aus diesen die Abzudecken, eventuell auch BHKW abzustellen und eine
    Zeitlang ( z.B. Nachts ) aus den Speicher die Insel zu versorgen und dann bevor der Speicher leer, Rechtzeitg über den
    Asynchrongenrator zu Starten, ohne das die Sicherungen fliegen :hust: da das dann ganz Sanft geht

  • KWK
    Meine Antwort spar ich mir. Ist ja viel geschrieben worden. Ich hoffe deine Frage ist damit beantwortet. :tanz:

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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  • Meine Antwort spar ich mir. Ist ja viel geschrieben worden



    ok. Stoff für eine erste Auseinandersetzung mit dem Thema sollte vorerst genug da sein. Insbesondere den "ASYNCHRONGENERATOR IM KLEINKRAFTWERK" von T. Fladerer scheint sehr gute Beschreibungen zu enthalten, z.B. "Selbsterregung tritt auf, wenn die Kondensatorgerade die Magnetisierungskennlinie schneidet." aha!...


    Z.Thema Baumarkt/Einfachgenerator. Bei mir steht ein noch ein alter Briggs&Stratton mit stehenden Ventilen im Keller. Das Teil ist absolut schlank aufgebaut. Man findet wirlich nichts was auf eine Inverterschaltung oder Erregerkondensatoren schließen läßt. Ausserdem meine ich, dass die Ausgangsfrequenz von der Motordrehzahl abhängt. Falls das so ist, müsste das Maschinchen defintiv permanet erregt sein?


    Mich würde es reizen, das ecopower-Konzept mit dieser alten Mühle (Briggs&Stratton (BTW als 2-Zyl. auch im neuen Kirsch)) mal hobbymässig voll auszureizen. Über meine elektronischen Stromzähler habe ich eine exzellente Lastgangerfassung. Wir liegen lange Zeit unter 1000W. Eigentlich genau die Kragenweite des Briggs&Straton allerdings bei niedrigerer Drehzahl. Den Briggs&Statton an die Leine zu nehmen (d.h. mech. Luftfähnchen-Regel-Drosselklappen-Klapperatismus raus, geeignete einfache Last-/Zündsteuerung, Gemischregelung rein) ist mein Handwerk. Leistungselektrisch bin ich noch relativ unerfahren. Allerdings drängt sich mir der Gedanke auf Gleichrichten und Umrichten auf. Ihr sprecht hier wohl immer von einem Inverter? Kann man einen netzfähigen Inverter (in Anlehnung an einen PV-Umrichter) selber konfigurieren und sich z.B. aus Massenware (vergl. ibäh 12V/220V Wandler 3kW schlappe 120 Euronen) zusammenstellen? Sicherlich ein Frage der Sinus-/AC-Qualität und die Spannungsniveaus richtig anzupassen etc. Vielleicht wäre das mal ein alternatives Volks-BKHW-Projekt mit Schwerpunkt auf Innovoation durch wirkunggrad- u. bedarfsgerechter Motorsteuerung und intelligentem Inverterbau? Sollten wir zu dem Thema Gleichrichten und netzfähig Umrichten mal einen Thread laufen lassen?


    Gruss, KWK



  • Ausserdem meine ich, dass die Ausgangsfrequenz von der Motordrehzahl abhängt.


    Ja natürlich, immer.


    Aber schau doch mal ob dein Briggs nicht vielleicht irgendwo ein Satz Kohlen versteckt hat, dann wärs einer zum Regeln. Permanenterreger Ständer (Magnete) wär doch eher ungewöhnlich.



    mfg *gleichwiederineinerReishauerZahnradschleifmaschineuntertauchweilmeinSchlosserzugroßistundnichtrankommt*

  • *1) Die einfache Regelung des Inselassy hat den Nachteil das er nur eingeschränkt für Induktive und wechselnde Lasten geeignet ist.

    Vielleicht zur Vervollständigung: die Regelung ist "einfach", weil man praktisch nicht viel regeln kann und die Ergebnisse (Ausgangsspannung, Spannungsstabilität und Frequenz ) vergleichsweise miserabel sind. Wie beim Seifenkistenrennen, die Technik ist einfach aber auch in der Funktion eingeschränkt. Du kannst entweder die Spannung ausregeln, dann ergibt sich halt "irgendeine" Drehzahl, die von den 50 Hz weit weg liegen kann, oder Du regelst die Frequenz, dann ergibts sich "irgendeine" Spannung. Insbesondere ist dieser Zustand, wo sich das einpendelt, davon abhängig, was an Last dranhängt. Bei Frequenzregelung kann die Spannung auch richtig nach oben durchgehen. Ebenso bei Lastveränderungen. (Nach unten auch, das ist aber nicht so gefährlich). Real kannst Du eigentlich nur die Spannung ausregeln und musst mit stark schwankenden Frequenzen leben.


    "Selbsterregung tritt auf, wenn die Kondensatorgerade die Magnetisierungskennlinie schneidet." aha!...

    Das ist ein bisschen Fachchinesisch, aber eben auch der zentrale Zusammenhang. Das Problem ist, dass beide Kennlinien durch äußere Einflüsse (Last + Temperatur) verschoben werden, was zu den oben beschriebenen Auswirkungen führt. In einem anderen Thread wurde auch schon diskutiert, ob ein kleiner, leer mitlaufender SG in der lage wäre, einen großen ASG dahingehend zu stabilisieren. Mit dem kleinen SG läßt sich nämlich die oben genannten "Kondensatorgerade" zu einer geregelten (in gewissen Bereichen) Kurve verwandeln. Theoretisch müsste sich das dann insgesamt wie ein SG regeln lassen. Hat aber hier scheint noch niemand versucht ~:-)


    Aber schau doch mal ob dein Briggs nicht vielleicht irgendwo ein Satz Kohlen versteckt hat, dann wärs einer zum Regeln.

    Wäre natürlich schon wichtig zu wissen, obs ein SG oder ein ASG ist.

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.