Dachs: Temperaturanstieg / Temperaturmesspunkte

  • Seit kurzer Zeit schaltet ein Lastgang geführter Dachs nach ca. 5-6 Betriebsstunden mit der Meldung „k. Wärmeanforderung“ ab, nach der Abschaltung betragen die abrufbaren Temperaturen:


    Eintrittstemperatur: 41 °C
    Austrittstemperatur: 77°C
    Rücklauftemperatur: 90°C
    Vorlauftemperatur: 93°C


    Ich habe einige Fragen auf die ich gerne Antworten erhalten würde.


    - An welchen Stellen im Dachs z.B. Generator, werden die oben aufgelisteten Temperaturen gemessen.- Wodurch steigt die Temperatur Punktuell so stark an, für mich liegt die Vermutung nah, dass im Dachs die Wärmeabgabe an das Heizungswasser gestört ist. Kann Verkalkung oder Kostablagerung die Ursache sein.
    - Wenn die Gehäuseabdeckung in dem das Thermostat untergebracht ist geöffnet wird, kann dann eine Abschätzung zu Verkalkung und Rostbildung getroffen werden.
    -
    Gibt es einen hydraulischen und elektrischen Schaltplan der mir zur Verfügung gestellt werden kann.


    Gruß und Dank für die Unterstützung


    CDLE80

  • Danke für die bisherigen Beiträge, die entstandenen Fragen versuche ich nachfolgend zu beantworten.

    -Der Dachs ist der einzige Wärmeerzeuger.
    -Der Dachs ist mit einem MSR1 Regler ausgestattet
    -In der Wertezeile 2 der Tastatur sind Ein- und Austrittstemperatur abrufbar.
    -Die Vorlauf und Rücklauftemperatur kann in der Fachpersonalebene unter Punkt 9 und 10 abgerufen werden.
    -Die Vorlauf und Rücklauftemperatur ist eine im Dachs gemessene Temperatur und nicht mit der Temperatur eines externen Fühlers der unter
    Punkt 12 und 13 angezeigt wird verwechselt worden.

    Ich würde mich über weitere problemlösende Antworten freuen

  • Hallo!


    Die Temp. unter Pkt. 9,10, 12, 13 sind keine im Dachs gemessene Temp. sondern eine von externen Fühlern, soweit angeschlossen. Die Temp. unter Pkt. 9, 10 sind Vor- und Rücklauftemperatur, die Temp. unter Pkt. 12 und 13 sind F1 und F2, wobei F2 nur eine Temperaturanzeige bzw. eine Lastgangfunktion je nach Reglereinstellung hat. Ebenso ist F1 nur bei Programm S mit RF, VF und AF aktiv, im Programm B ist nur RF, VF und AF aktiv und bei Programm A ist nur RF aktiv .


    Jetzt kommt es erst mal drauf an welches Programm eingestellt ist, um die Auswirkung der einzelnene Fühler auf den Programmablauf auswerten zu können. Sollte Programm A, was auch mit Puffer möglich wäre, eingestellt sein, hätten die Fühler RF, VF und AF (Außenfühler), auch wenn sie angeschlossen oder durch einen Wiederstand simuliert werden, keinen Einfluß.
    Bei Programm B und S ist es häufig so, daß der VF durch einen Wiederstand ersetzt wird, da dieser nur bei der Bivalenzumschaltung benötigt wird, was bei dir ohnehin nicht der Fall ist. Auch hätte der hohe Wert am VF erst mal keinen Einfluß das der Dachs nicht läuft, der RF hingegen schon.


    Also, erst mal prüfen welches Programm am Regler eingestellt ist, dann prüfen ob und welche Fühler wo angeschlossen sind und wo diese positioniert sind. Hilfreich währe eine Zeichnung, am besten gleich mit der bei dir vorhandenen Hydraulik. Alles andere ist nur stochern im Nebel. Übrigens scheint mir die Anzeige "keine Wärmeanforderung" auch darauf hinzudeuten, das kein Lastgang vorliegt und die Anlage aufgrund der hohen Temp. an RF abschaltet. Mir scheint auch die Temp. an RF unplausibel hoch, da diese vom Dachs alleine nicht erreicht werden könnte. IMHO ist der Fühler def. oder die Temp. wird durch einen Wiederstand simuliert.


    Wenn dein Dachs allerdings ausschließlich lastganggeführt betrieben wird kann eigentlich nur die fehlende Lastganganfordung das Problem sein.



    Viele Grüße
    Joachim

  • Nach dem die beschriebenen Probleme im Januar 2011 aufgefallen sind und hier im Forum um Rat gefragt wurde, ist der Dachs bis in die Sommerpause ohne Reparatur weiter betrieben worden. In der heizfreien Jahresperiode wurde der Dachs repariert. Zu erst sollte der Thermostat im Dachs überprüft werden, bei der Demontage der Schläuche im Dachs ist aufgefallen, dass diese fast vollständig verstopft sind. Aus diesem Grund wurden alle Schläuche ausgebaut und durch Edelstahlwellrohr wie es z.B. im Solaranlagenbau verwendet wird ersetzt. Die Ablagerungen in den Schläuchen sind mit Ölkohle in Farbe und Konsistenz vergleichbar. An den Metallischen Teilen des Dachs konnte keine Ablagerungen festgestellt werden. Die Entstehungsursachen für die Ablagerungen sind nicht bekannt, da das Heizsystem mit demineralisiertem Wasser gefüllt ist. Mit Austausch der Schläuche ist das Problem beseitigt und der Dachs läuft problemlos.