Spannungsregler, Syncrongenerator, Erfahrung mit Selbstbau?

  • Hallo auch,


    wollte mal nachfragen ob es jemanden im Forum gibt der sich seinen Spannungsregler für den Syncrongenerator selber gebaut hat bzw. fundierte Kenntnisse zu diesem Thema hat. Mein 5KW Chinese hat zwar einen Regler aber ein selbst gebauter den ich auch individuell in der Spannung variieren kann wäre mir lieber (muß sein!). Hatte an eine Taktung der Erregung gedacht, ein Kollege hatte allerdings den Einwand gebracht, daß er Bedenken bezüglich der generierten Oberwellen auf der "Nutzspannung" hätte.


    Frage:


    - Welche Erregerströme sind bei einem 5KW Generator bei Nennspannung zirka zu erwarten?
    - Wie ist das übliche Vorgehen zur Regelung?
    1. Wird der Strom "längs" zugeschnürt und weggebraten oder
    2. Wird die Erregerspule getaktet? Wenn ja in welchem Frequenzbereich?


    Vielen Dank euch!


    P.S. Nein Danke! Ich möchte nicht wissen wo man fertige Spannungsregler kaufen kann, möchte nicht über den Sinn/Unsinn einer variierenden Spannung diskutieren und möchte definitiv keine Sprüche in der Art: "Zu kompliziert" lesen!

  • Hi Gunnar,


    sieht auf den ersten Blick sehr interessant aus. Werde ich mir heute Abend mal zu Gemüte führen.


    Brauchst Du das für einen geplanten Inselnetzbetrieb? S. 163f:

    Möchte gleichgerichtet gegen einen Wechselrichter fahren! Also quasi Inselbetrieb.. ;-)


    Selber gebaut hast Du nun aber auch noch keinen, oder?


    Gruß Butze


  • Möchte gleichgerichtet gegen einen Wechselrichter fahren! Also quasi Inselbetrieb.. ;-)


    Dazu nutzt man normalerweise einen Asynchrongenerator oder eine permanenterrregte Synchronmaschine. Der Wechselrichter kann auf der Maschinenseite die Drehzahl und Spannung einstellen, auf der Netzseite Wirk- und Blindleistung. Die Fähigkeit einer Synchronmaschine, die Spannung zu regeln, wird in diesem Fall nicht gebraucht.


    Zitat

    Selber gebaut hast Du nun aber auch noch keinen, oder?


    Ich habe zwei linke Daumen, die nicht elektroschockfest sind.


    Gruß,
    Gunnar



  • Nun auch wen ich es auf Borisch hinschreiben würde so würde es dem Sinne nach
    das gleiche Sein was Gunnar meint.


    Für so einen Anwendung einen Spannungsregulierten Generator verwenden ist durch
    das Knie in die Brust _()_


    Eventuell noch einen Gleichstromgenerator der Spannungsmäßig darauf ausgelegt ist
    einen Solarumformer Gleichstromseitig zu versorgen und Parallel dazu eine Batteriebank
    ( vorzugsweise auf die Spannung ausgelegt ) die ein zuviel abschöpft und bei BHKW Stillstand
    die Lichter nicht ausgehen läst |__|:-)

  • Dazu nutzt man normalerweise einen Asynchrongenerator oder eine permanenterrregte Synchronmaschine. Der Wechselrichter kann auf der Maschinenseite die Drehzahl und Spannung einstellen, auf der Netzseite Wirk- und Blindleistung. Die Fähigkeit einer Synchronmaschine, die Spannung zu regeln, wird in diesem Fall nicht gebraucht.

    Habe das praktisch noch nie ausprobiert aber wenn ich mir vorstelle einen Asynchrongenerator gegen einen Solarwechselrichter zu schalten dann würde ich vermuten, daß der Asyncrongenerator wegen fehlender Erregung recht leblos ist.


    Sollte ich mich da so gewaltig täuschen?



    .



  • Habe das praktisch noch nie ausprobiert aber wenn ich mir vorstelle einen Asynchrongenerator gegen einen Solarwechselrichter


    .


    Ob selbiges geht hätt ich auch mein Zweifel da ein Solarwechselrichter Gleichstrom will


    http://www.e-technik.uni-rosto…MA/uni_hro_publ_ema53.pdf


    Ein Beispiel ( Akademischer Natur ) für Asynchron Wechselrichter Inselbetrieb das BHKW
    ist allerdings Wasserkraft :pfeifen:

  • Ob selbiges geht hätt ich auch mein Zweifel da ein Solarwechselrichter Gleichstrom will

    Da wären wir wieder mal beim Kondensator kompensierten ASG, für den es hier recht unterschiedliche Meinungen gibt :-). Wie sich der an einem Gleichrichter verhält ????


    Zitat

    wollte mal nachfragen ob es jemanden im Forum gibt der sich seinen Spannungsregler für den Syncrongenerator selber gebaut hat bzw. fundierte Kenntnisse zu diesem Thema hat.

    Hallo Butze,
    für einen Synchrongenerator nein, allgemein solche Regler für Strom und Spannung ja ; fundierte Kenntnisse: na ja, kann man sich vermutlich streiten :-)



    Frage:
    - Welche Erregerströme sind bei einem 5KW Generator bei Nennspannung zirka zu erwarten?

    Es geht da mehr um die Erregerleistung. Man kann die Wicklung für kleine Spannungen mit mehr Strom oder hohe Spannunge mit entsprechend weniger Strom auslegen. Da ist schnell mal Faktor 20 dazwischen. Da habe ich keine Erfahrungen, aber spekulieren hilft da sowieso nicht, da müssen reale Daten her, ob aus dem Datenblatt oder aus einer Messung.


    Wie ist das übliche Vorgehen zur Regelung?
    1. Wird der Strom "längs" zugeschnürt und weggebraten oder
    2. Wird die Erregerspule getaktet? Wenn ja in welchem Frequenzbereich?

    • Wegbraten ist Müll, deshalb sollte das eine getaktete Regelung sein. Da die Induktivität verhältnismäßig groß sein dürfte, könnte man auch mit relativ niedrigen Frequenzen takten, man geht aber üblicherweise bei solchen Regelungen über die Hörfrequenz auf ca. 20. kHz.
      Ein nennenswertes Übersprechen auf die erzeugte Spannung würde ich ausschließen.

    Bevor Du versuchst, den Regler selbst zu dimmensionieren, solltest Du dir alle (wesentlichen) Eigenschaften des Gesamtsystems klar darlegen. Insbesondere worauf es Dir wirklich ankommt und was nth ("nice to have") ist. Wenn alles nth bzw. Hobby ist, dann solltest Du Dir über bestimmte Aufwände klar werden und dann priorisieren.


    Z. B. ist es wirklich erforderlich, die Spannung zu regeln oder reicht es, sie zu steuern, sprich "einzustellen". So ein "Einstellen" kann ein einfacher Timer mit einem variablen Tastverhältnis übernehmen, oder, wenn programiert werden muss, kann man dafür einfachste Steuerungen mit PWM nehmen.


    Es wäre vielleicht hilfreich, wenn Du mal für Dich selbst aufschreibst, was Dir wichtig ist. Allzu waage Vorstellungen bringen Dich an kein Ziel.

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.


  • Für so einen Anwendung einen spannungsregulierten Generator verwenden ist durch das Knie in die Brust


    Das wollte Butze aber nicht hören;)


    Der ASG+WR wird genutzt weil die Asynchronmaschine so schön günstig ist und die Kombination in der Antriebstechnik sehr verbreitet ist. Der permanenterregte Synchrongenerator ist teurer, hat aber einen Wirkungsgradvorteil (keine Verluste im Kurzschlusskäfig). Ich bin davon ausgegangen, dass er sich keinen neuen Generator kauft, sondern noch einen gebrauchten SG zur Verfügung hat - Synchrongeneratoren mit Erregerwicklung hinter einem WR zu verstecken ist unüblich, da diese Generatoren recht teuer sind im Vergleich zu den Asynchronmaschinen.


    Als Wechselrichter nimmt man dann auch keinen Solarwechselrichter, der eine DC-Seite hat und dort den MPP sucht, sondern einen rückspeisefähigen Antriebsumrichter, der drehende Elektromaschinen ansteuern kann.


    Gruß,
    Gunnar



  • sondern einen rückspeisefähigen Antriebsumrichter, der drehende Elektromaschinen ansteuern kann.


    Hmmm kann man nehmen war aber im der Angebotsabgabe deutlich teurer als



    http://www.kimo.de/index.php?f…html&menu=6&nav=1&lang=DE


    bei 30 kW unter 100€ das kW frei Haus plus MWST


    Aber eben darauf Achten das in der Beschreibung steht 100% Rückspeisefähig


    [Blockierte Grafik: http://kimodrive.net/public/anwend/vdma/2007/images/kimo_vdma_bild2_vergleich_treiben_bremsen.jpg]


    Quelle http://kimodrive.net/index.php…ffizienz2007.html&lang=EN


    in den Fall gehts um Asynchronmotoren im BHKW Fall sollte man schon auf Dauer einen
    Asynchrongenerator spendieren, da ist Wirkungsgradmäßig nicht viel num und rum zum Synchrongenerator :blush2:

  • Zitat

    Der ASG+WR wird genutzt weil die Asynchronmaschine so schön günstig ist und die Kombination in der Antriebstechnik sehr verbreitet ist.

    Wenn das Ziel ein Netzbetrieb mit drehzahlmoduliertem BHKW ist, dann ist das die vermutlich einfachste Variante. Aber können wir davon ausgehen ?


    Ich habe eher den Eindruck, dass Butze eine Regelungstechnische Aufgabe sucht, die aber auch einen praktischen Sinn haben soll. Es kommt ihm (Spekulation ) vermutlich nicht darauf an, den einfachsten Weg zu gehen, sondern einen anspruchsvollen, der ihm auf seinen Interessensgebieten was abfordert und damit auch weiterbringt, nach der fernöstlichen Weisheit "der Weg ist das Ziel". Vermutlich soll es auch nicht viel Geld kosten. Früher war es üblich, dass Männer jahrelang an Modelleisenbahnen gebaut und im Laufe dieser Jahre unendlich Geld investiert haben, um das ganze dann in den Dachboden zu räumen, wenn es nach 35 Jahren fertig war.


    Aber rumspekulieren bringt nicht wirklich was. Deshalb mein Vorschlag an Butze, mal sich selbst bewusst zu machen, was das Ziel ist, bzw. worauf es ankommt. Dann lassen sich spezifischere Fragen formulieren und auch zielführende Vorschläge machen.

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.


  • Früher war es üblich, dass Männer jahrelang an Modelleisenbahnen gebaut und im Laufe
    dieser Jahre unendlich Geld investiert haben, um das ganze dann in den Dachboden zu
    räumen, wenn es nach 35 Jahren fertig war.


    :offtopic:


    Ob Du Dir mit sollen Thesen unbedingt :freunde: machst :glaskugel:


    Außerdem räumt man keine Gartenbahn auf den Speicher


    http://www.youtube.com/watch?v=H_gkAvEKRmI


    wär ja auch garkein Platz stehen die ganzen Flugmodelle rum :walklike:

  • Hallo an alle,


    betreibe mein BHKW auch mit Asynchron und Umrichter , läuft bis jetzt besser als des was ich mal neu gekauft hatte !
    Problem ist noch eine schöne Steuerung zu finden !


    Gruß selbstbastler

  • Wenn das Ziel ein Netzbetrieb mit drehzahlmoduliertem BHKW ist, dann ist das die vermutlich einfachste Variante. Aber können wir davon ausgehen ?




    Ich habe eher den Eindruck, dass Butze eine Regelungstechnische Aufgabe sucht, die aber auch einen praktischen Sinn haben soll. Es kommt ihm (Spekulation ) vermutlich nicht darauf an, den einfachsten Weg zu gehen, sondern einen anspruchsvollen, der ihm auf seinen Interessensgebieten was abfordert und damit auch weiterbringt, nach der fernöstlichen Weisheit "der Weg ist das Ziel". Vermutlich soll es auch nicht viel Geld kosten. Früher war es üblich, dass Männer jahrelang an Modelleisenbahnen gebaut und im Laufe dieser Jahre unendlich Geld investiert haben, um das ganze dann in den Dachboden zu räumen, wenn es nach 35 Jahren fertig war.

    Ja ihr könnt davon ausgehen daß das Hauptziel ein drehzahlmodulierter Netzparallelbetrieb sein soll.


    Ob ich eine regelungstechnische Aufgabe suche mag ich nicht definitiv mit Ja oder Nein beantworten wollen. Aber vielleicht weiß das ja, bei den vielen Orakeln hier, jemand besser als ich! ;-)


    Fakt ist, daß ich das SO machen möchte hat seine Gründe. Ob das nun technische Gründe sind oder einfach nur weil es mir so mehr Spaß macht hatte ich nie zur Debatte gestellt. An Anfang stand eine klar definierte Frage und die daraus resultierende Diskussion hat nichts mehr damit zu tun. _()_


    Ist schon ein bischen nervig, daß man hier sobald man eine Frage stellt bekehrt werden muß!


    Gruß


    Butze


  • Hmmm kann man nehmen war aber im der Angebotsabgabe deutlich teurer als
    http://www.kimo.de/index.php?f…html&menu=6&nav=1&lang=DE
    bei 30 kW unter 100€ das kW frei Haus plus MWST
    Aber eben darauf Achten das in der Beschreibung steht 100% Rückspeisefähig


    Rückspeisefähige Antriebsumrichter gibt's bei verschiedensten Anbietern, Siemens, ABB und wie sie alle heissen. Bei den Massenherstellern fällt das als Schüttgut vom Band und ist dementsprechend günstig zu haben, wenn man ein paar Stückzahlen abnimmt. Bei dem KEB-Konzept hat mir gefallen, dass da scheinbar auch die ganze (übergeordnete) Motorregelung mit im Paket ist. Das erleichtert die Inbetriebnahme ungemein.


    Zitat

    in den Fall gehts um Asynchronmotoren im BHKW Fall sollte man schon auf Dauer einen Asynchrongenerator spendieren, da ist Wirkungsgradmäßig nicht viel num und rum zum Synchrongenerator

    Die Asynchronmaschine ist einfach das gute und günstige Arbeitspferd in der Antriebstechnik und per feldorientierter Regelung auch gut zu beherrschen. Der permanenterregte Synchrongenerator ist teurer, hat aber weder die Käfigverluste des ASG noch die Erregerverluste der fremderregten Synchronmaschine. Das bringt Vorteile im Teillastbetrieb. Powertherm geht diesen Weg.


    Gruß,
    Gunnar