Welche Heizung denn nun??...fragt ratsuchender Mühlenbesitzer

  • Hallo allerseits,
    bin neu hier, zeiltich etwas im Zugzwang und hätte mal einige Fragen.
    Ich habe ein großes, zum größten Teil renoviertes Anwesen -3 idyllische Mühlen-. Die 27 Jahre alte Ölheizung macht schlapp und ich hatte darauf spekuliert -als alter Grüner- sie durch eine sunmachine zu ersetzen. Hier im Ort wurde bereits eine eingebaut, ich habe engen Kontakt zum Gebietsbetreuer und mit ihm ausgemacht, dass ich der nächste "sunmachinist" bin.....falls die funktioniert. Deswegen habe ich mich nicht groß mit Alternativen beschäftigt. So, jetzt wird das ja nix mit dieser Pellet-Stirling-Heizung, meine Heizung muckt immer mehr und ich habe gerade die Qual der Wahl, was für ein System ich einbaue. Pellets, BHKW, Lichtlick-BHKW.....oder was auch immer.
    Ich schildere Euch mal meine ungefähren Parameter: Ca 550 qm Wohnfläche (nicht nach neuestem Stand isoliert, aber ganz passabel. Die Vorbesitzen hatten viel mit Rigipsplatten mit Styropor von innen isoliert....ich weiß, baubiologisch und feuchtigkeitstechnisch nicht ideal, aber ich hatte diesbezüglich in 30 Jahren nie Probleme). Von 550 qm je 2 riesige Ferienwohnungn drin mit je ca 175 qm, die quasi mal garnicht, mal vollbelegt sind. 200 qm benutze ich privat (aber nicht voll bewohnt, da Kinder aus dem Haus). So insgesamt verbrauche ich ca 5000-6000l Heizöl, aber wie gesagt....mal alles leer, mal alles voll mit ev 24 Feriengästen bei ev 15 Grad Minus. Also schwankende Verbräuche. (Sommer eher durchgehend belegt, aber da brauche ich nur ca 600 l Öl für´s ganze Warmwasser). Ich erzeuge selber mit der Wasserkraft Strom, ca 30 Kilowatt in der Stunde. Der wird verkauft. Ich verbrauche insgesamt 12000 kwh im Jahr davon selber. Da der Strom mit 9,2 Cent vergütet wird, würde ich mir mit BHKW also nicht soviel Strom sparen, wie ein "Netzbezieher". Ich werde eine schöne, große Sauna einbauen, was die Feriengästefrequenz in der kalten Zeit erhöht und meinen Stromverbrauch auf ca 14000 kWh erhöht (und den Warmwasserverbrauch auch). Ich lasse mir auch gerad einen Pelletsheizung-Kostenvoranschlag machen. Ich habe keine Feriengäste angenommen bis ca. Anfang März 2011, da ich keine Nerven mehr für meine alte Ölheizung übrig habe. Alle paar Monate kommt der Monteur, weil sie stehenbleibt. Falls diese nämlich im Sommer ihren Geist aufgibt und die Hütte grad mit Gästen voll ist....hab ich geloost!!. Das heißt, ich brauche eine Lösung innerhalb der nächsten Wochen.
    Ich war so froh mit der sunmachine für mich das Ideal gefunden zu haben....und jetzt komm ich doch in eine Hektik bei so einer schwierigen Entscheidung, die man für die nächsten Jahrzehnte trifft! P.S.: Ich wohne ca 30 km von Schweinfurt weg! Ich danke Euch jetzt bereits für Eure Meinungen!
    Und schöne Tage noch! Mühleändmore [Blockierte Grafik: http://www.kwk-forum.de/wcf/images/smilies/icon_dankeschoen.gif]

  • Hallo,


    also, da dein Verbrauch schon recht ordentlich ist, würd sich hier wirklich ein BHKW lohnen.


    Du sprichst von einer Mühle ? Bestimmt wird hier auch Treibgut angeschwemmt?? Vllt einen Ofen einbauen in dein Wohnzimmer =?


    Zu deiner Heizung


    Welche Auslegungstemperatur hat dein jetziges System.
    Welche Warmwasserboilerkapazität hast du?


    Bei dem Objekt deiner Größe wird es auch ein Bi (Tri) Valtentes System hinauslaufen.


    Da du Ja jetzt schon (billigen) Wasserstrom produzierst wäre eine Wämepumpe + BHKW eine Interressante Lösung.


    Ist bei euch Zufällig eine Erdgasversorgung möglich=?


    Gasbhkws sind Wartungsärmer als Heizölbhkws.


    Und über eine Solaranlage nachgedacht?
    Muss ja nicht heute sein, kann bei einer Dachsanierung? in 10-15Jahren auch noch nachgerüstet werden.


    Grüße Tux

    Hallo, RWE,EON, Vattenfall und EnBW
    ich habe jetzt meinen eigenen Meiler im Keller(MUHAHAHAHAHAAH)

  • P.S.: Ich wohne ca 30 km von Schweinfurt weg!
    Und schöne Tage noch! Mühleändmore [Blockierte Grafik: http://www.kwk-forum.de/wcf/images/smilies/icon_dankeschoen.gif]


    willst Du damit sagen, dass Du ein Dachs empfohlen bekommen willst :-)_:-)


    Generell wird es bei wenig Eigenstromnutzung schwierig mit der Rentabilität von fossil betriebenen BHKWs, User Fire wird da sicher sein Berechnungstool anwerfen und näheres sagen können, was da passt. Aber bei der Gelegenheit taucht bestimmt auch die Frage auf, ob die Mühle einen Gasanschluss hat oder Gas in der Nähe liegt, dass sie angeschlossen werden kann. Ah und noch eins, Du sprichst von nicht allzuschlechter Dämmung, wie sind dazu die Heizkörper ausgelegt, kommt man mit denen in der Rücklauftemperatur einigermaßen runter, dass der Brennwerteffekt genutzt werden kann?


    LG


    Bruno

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  • Hallo und Danke für Eure Antworten,
    laufen lassen wollte ich ein BHKW eigentlich mit Gas (hab´n Gasanschluss im Heizungskeller legen lassen, als die Stadt das mal anbot). Geh mir weiter mit Holz!!! Meinen privaten Teil der Mühlen heize ich seit 4 Wintern nur mit einem 11 Kilowatt Kaminofen mit Außenluftfütterung, Wasserführung und 800 l Pufferspeicher. Im Moment nur so, ich will mich aber dann an die neue, große Anlage andocken können (das habe ich bei den 550 qm etc. aber schon reingerechnet) Da bei mir immer Anschwemmholz kommt -aus dem Fluss- mache ich das und verheize es. Ok, kost nix, macht aber eine irre Arbeit und das Pappel- und Weidenholz hat bei Minusgraden wie jetzt einfach zuwenig Heizwert. Außerdem produziert es sehr viel Asche und kriegt dann wenig Luft, da es im Aschebett liegt. Ich habe jetzt kurzerhand Eichenholz dazugekauft. Das Hauptproblem bei mir ist, dass ich immer mal Hochwasser um die Hütten habe. Da muss ich mit´m Boot aus dem Haus fahren. Ich bin´s zwar gewohnt, aber es ist deshalb saublöd mit dem Holz lagern und auch mit dem das-Holz-zur-erhöhten-Heizung-bringen.....Also, wenn Holz, dann nur Pellets, da auch Hackschnitzel nicht in den Lagerraum im ersten Stock eingeblasen werden können, oder?


    Bei saukalten Zeiten, kann ich meinen privaten Teil ja dennoch wieder mit Holz befeuern, sozusagen als Spitzenlast. In der einen Ferienwohnung ist auch ein 8 kw (ohne Heizkreislaufeinbindung) Kaminofen. Der wäre auch als Zusatz geeignet, da müsste ich die Gäste aber zwingen den immer anzuschmeißen. Kann ich ja auch nicht machen.


    Da die Vorbesitzer das ganze Heizungssystem in den 70ern einbauten, sind die Heizkörper eigentlich fast alle großzügig ausgelegt. Okay, für Niedertemperatur reicht´s wahrscheinlich nicht ganz....aber sind schon große alte Rippenheizkörper. Im Moment fahre ich mit ca 65 Grad Vorlauftemperatur. Ich kann mir aber schon vorstellen, das man die etwas runtersetzen kann.


    Prinzipiell klingt das schon plausibel mit 2 Heizsystemen, aber ist das nicht irre teuer??? Kann ich nicht auch einfach 4 x 1000 l Pufferspeicher aufstellen und dann das BHKW die alle aufheizen lassen? Oder auch den BHKW erzeugten Strom nehmen und mitzuheizen? Oder eventuell sogar zuheizen mit meinem "Wasserstrom"? (Bei Hochwasser steh aber alles still. Ich habe also nicht immer, aber fast immer selbst erzeugten Strom) Kann ich mir da nicht einen Spitzenlastkessel sparen? Noch dazu weil ich doch ca ein Viertel mit Holz beheizen kann.


    Langfristig will ich schon Stück für Stück dämmen, neue Fenster einbauen...etc. aber das das Objekt so riesig ist (ca 40 Fenster), könnte ich das jetzt einfach noch nicht. Aber die Heizung muss JETZT rein.....besser isolierte Fenster halt dann nach und nach.
    Nochwas......Solar ist bei mir in vielerlei Hinsicht schlecht zu realisieren (Dachausrichtung schlecht und das richtige Dach ist irgendwie 20 m entfernt. Außerdem wird das eventuell später mal interessant, wenn ich die Dächer mal saniere. Das fällt schon in ca 5 - 15 Jahren an und vorher baue ich keine teure Anlage drauf, die dann wieder umgebaut werden muss).


    Dass ich bei Schweinfurt wohne, muss nicht heißen, dass es ein Dachs sein muss. Dachte nur, dass es ev doch ein Faktor sein könnte.


    Danke für Eure Hinweise!!

  • huhu


    bin gerad auf dem Sprung,
    aber der empfindlichste Punkt dürfte wohl der Strom"bezugs"preis in dem Fall sein.
    Wenn ich mit nem BHKW Strom substituere, der gerad mal 9-komma-irgendwas kostet,
    sieht es wohl recht mau mit der Rentabilität aus.


    Ich guck später nochmal drauf
    doch für nen ersten Blick halt nicht so prall
    (Auch wenn die restlichen Daten eigentlich gut aussehn)

  • Hallo,
    im Moment sind es 9,2 Cent "Wasserstrom", aber da wir hier in nächster Zeit eine "ökologische Maßnahme" am Fluss/Mühlgraben machen, bekommen wir dann 11,2 Cent für´s Kilowatt Mühlenstrom. Bei ca 14000 kWh Verbrauch im Jahr würde ich dann 1570 Euro/Jahr an Stromeinnahmen verlieren. Ist halt alles ein Rechenexempel. Was mich halt nervös macht, wäre die Abhängigkeit von den Pellets. Weiß jemand wie das ausschaut, wenn halb Deutschland in den nächsten Jahren Pelletheizungen einbaut. Würde der deutsche Forst das beliefern können? Oder werden dann Pellets aus Norwegen mit fossilem Benzin hierher gefahren? Na Klasse!
    Ich will aber in den nächsten Jahren ein Elektroauto und das dann mit BHKW-Strom füttern. Würde das nicht Sinn machen? Obwohl ich garnicht so viel fahre.....nur so 9.000 km im Jahr.
    Zur Rentabilität......ein BHKW ist zwar teurer als eine Pelletheizung mit allem Drum und Dran, aber nicht sooooooviel teurer. Oder täusche ich mich da? Ist denn die Wartung so teuer? Oder ist Gas sooooviel teurer als Pellets? Also, ich ärgere mich gerade echt, dass ich so ein Info-Defizit habe. Ich Dappl dachte mit meinem sunmachine-Einbau bin ich alle Entscheidungsfindungsprobleme los.
    Garnet so einfach, alle Faktoren zu beachten! :S


  • im Moment sind es 9,2 Cent "Wasserstrom", aber da wir hier in nächster Zeit eine "ökologische Maßnahme" am Fluss/Mühlgraben machen, bekommen wir dann 11,2 Cent für´s Kilowatt Mühlenstrom. Bei ca 14000 kWh Verbrauch im Jahr würde ich dann 1570 Euro/Jahr an Stromeinnahmen verlieren.


    Zur Rentabilität......ein BHKW ist zwar teurer als eine Pelletheizung mit allem Drum und Dran, aber nicht sooooooviel teurer. Oder täusche ich mich da? Ist denn die Wartung so teuer? Oder ist Gas sooooviel teurer als Pellets? Also, ich ärgere mich gerade echt, dass ich so ein Info-Defizit habe. Ich Dappl dachte mit meinem sunmachine-Einbau bin ich alle Entscheidungsfindungsprobleme los.


    Mal eine abwegige Idee, die aber nur etwas bei sorgfältiger Planung was bringt:
    Gas-BHKW mit BioMethan betreiben. Dann würde die Einspeisung genauso wie Deine Mühle nach EEG erfolgen und Du müsstest nicht mit dem anderen eigenerzeugten Strom konkurrieren (der ist scheinbar bei 30 kW installierter Mühlenleistung reichlich vorhanden). Das BHKW würde dann den Strom volleinspeisen (je nach Nawaro-Bonus, etc) allerdings kostet der Bezug von Biogas deutlich mehr, so ca. 9 ct/kWh. Das ist normalerweise für kleinere Blockheizkraftwerke nicht sehr attraktiv, da ein relativ grosser Teil des Biogases in anspruchslose Wärme gewandelt wird.


    Ein Vorteil hat das Ganze aber, da auf diese Weise ein EnEV-Gutachten mit niedrigem Primärenergiefaktoren erstellt werden kann. Daher müsste man für diesen Fall mal bei der KfW oder einem Energieberater nachfragen, welche Vorteile man dann bei der Finanzierung erhält. Ggf. kann man dann in das Gesamtpaket noch die neuen Fenster oder die Dachdämmung reinpacken. Ich weiss aber nicht im Detail, inwieweit Einzelmassnahmen auch zulässig sind, wenn Du das finanziell erst in Tranchen stemmen willst. Die BioGas-Geschichte ist IMHO nur dann attraktiv, wenn sich Dank des Primärenergiefaktors von Null ein Benefit bei den Finanzierungskonditionen herausarbeiten lassen.


    Gruss,
    Gunnar

  • Klingt sehr interessant! Guter Gedankengang!
    Jetzt aber mal eine doofe Frage.....(aber die gibt´s ja angeblich garnet!)......Muss man dann für Biogas einen Tank haben, oder ist das nur "virtuell" vertraglich so betitelt und kommt dennoch aus dem Erdgasnetz....ähnlich grüner Strombezug/Anbieter und alles kommt eh aus einer Leitung?
    Wen ich meine Öltanks rausschmeiße -muss ich ja eh- hätte ich viel Platz für einen Tank.
    ?(

  • Das mit dem Biogas ist genauso wie mit grünem Strom. Alles nur Virtuell. Der Gasanbieter muss nur gewährleisten, dass die Menge, die er an Biogas verkauft auch an Biogas an anderer Stelle in sein Netz eingespeist wird.


    LG


    Bruno

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  • Wen ich meine Öltanks rausschmeiße -muss ich ja eh- hätte ich viel Platz für einen Tank.


    Sind die Oeltanks aus Plastik oder aus Stahl?
    Gründlich reinigen, Dämmung drumherum und fertig ist der Wärmespeicher.


    Wo lagerst Du das Oel, wenn an dem Mühlenstandort regelmässig alles unter Wasser steht? Auf dem Dachboden ;-)


    Gruss
    Gunnar

  • Also, ich bin ja echt beeindruckt von Euch!
    Ich habe ja bei den Renovierarbeiten und Umbauten in bald 30 Jahren viele kreative, unkonventionelle Lösungen eingearbeitet, wo schon so manch Fachmann sagte: "Ui, des is abba ma ä gute Idee!".......aber die Öltanks in Wärmespeicher umbauen? Toll!!
    Ihr müsst Euch das so vorstellen, dass meine 3 Häuser/Mühlen alle sozusagen "aufgebockt" sind. Die Keller sind von der Raumhöhe ca 1/3 im Boden, dann kann man praktisch die Kellerhöhen zu 2/3 sehen und zu allen Hauseingängen/Erdgeschossen (u.a. Heizungsraum + Tankraum) geht man halt so 10-12 Stufen hoch (interessant, ich wohne ca 30 Jahre hier und wüsste nicht genau wieviele Stufen ich schon Millionen Male hochgelaufen bin!!) Also, garnicht so spektakulär, aber zum Heiz- und Tankraum muss man eben auch einige Stufen hoch und an einer Stelle mal leicht gebückt unter der Speisekammerdecke durch.....also zum Scheitholzschüren echt Sch....!! Bei mir privat ist das Schüren mit meinem wassergeführten Kaminofen deswegen schon blöd. Da muss ich zwar nicht gebückt hin -die Hauptheizung um die es hier geht ist eben drüben in der beschriebenen Situation- aber ständig diese Treppen vollbeladen mit Holz ist anstrengend. Ich habe zwar mit meinem Vater ein großes, schweres Förderband vom Schrottplatz geholt und repariert. Das zerren wir einmal im Jahr rum und befördern das Fluss- Anschwemm-Kaminholz hoch in die Scheune, dann renne ich halt 5-10 x am Tag von meinem Erdgeschoss auf ebenem Weg zum Holzlagerplatz in der Scheune (ohne Treppen). Im Moment habe ich ja Eichenholz dazu gekauft, welches unten in der Scheune liegt....da renn ich wieder vollbeladen verschneite Treppen hoch. Aber ehrlich, ich habe die Schnauze voll davon! Ich will endlich wieder nur am Thermostat drehen wie "normale" Menschen! Hiermit ist es offziell: Ich bin ein Weichei!!! X(

  • huhu


    ich nochmal.


    Also ich find's ja gut,
    dass soviele Anregungen kommen
    ...aber ich bleib skeptisch.


    Hier muss ein BHKW nicht mit dem Netzstrom+alternatives Heizsystem konkurrieren,
    sondern mit alternativen Heizsystem und 9,2 ode rmeinetwegen auch 11,x cent/kwh
    ...und da die Substitution teuren Bezugstrmes ein wesentliches Kriterium für BHKW ist, seh ich hier klare Grenzen.


    Ich geb zu, ich habs jetzt nicht gerechnet...doch der Bauch sagt nee.


    Die Idee mit Biogas
    ist ja auch nciht schlecht, meines Erachtens zur Zeit aber nicht machbar. BHKW und durchgeleitetes Bioerdgas(Anagen nach EEG) liegen bei aktuellen rahmenbedingungen (günstig Erdgas, teuer Bioerdgas, elektrische Wrikugnsgrade klein-BHKW) in der Wirtschaftlichkeit hinter den KWK-Anlagen zurück...und auch bei dene ist es ja manchmal eng.


    Das ganze ist ja hier recht vertrackt
    - günstig Strom
    - hohe Vorlauftemperatur
    - eingeschränkte Nutzung des Fliesswassers
    - günstig, aber aufwändiges Holz
    - Begrenzte/anspruchsvollere LAgermöglichkeit (Flussnähe und co)
    - Ökogedanken solten auch erfüllt sein
    ...und und und


    Also ganz nüchtern betrachtet erscheint eine Stromoption gar nciht so abwegig
    auch wenn die Ökobilanz da nicht so prall ist,
    dass es selber grüner, selbsterzeugter ist...fein, aber volkswirtschaftlich gesehn fehlt er dem Netz (ich hätt ja auch gern da mal ne kwh ab ;) ).


    Nun ja,
    - ich würd da erstmal (das gilt generell) die Wärmeverteilung auf Vordermann bringen
    ...also hydraulischer Abgleich, Effizienzpumpen und co.
    Das spart erstmal Energie, ist recht preiswert zu machen...und wer weiss, ob Du nicht doch mit den VL (und RL!) Temperaturen nen Stück weit runterkommst.
    Vielleicht das ganze auch kurzfristig angehen, die aktuellen Temperaturen eigenen sich hierfür sehr gut.
    - dann, nochmal nachhacken, ob man nicht doch Flusswasser für Wärmeentzug nutzen könnte
    falls man mit den Temoeraturen in der Verteilung nen bissl runterkommt vielleicht auch ne elektrische Wärmepumpe
    - Die Holzoptionen (auch wenns Arbeit macht) würd ich mir auf jedenfall offen halten
    Vielleicht nur als Kaminvarianten...oder doch als "irgend ein ollen" Feststoffkessel, der die Heizung an kalten Tagen unterstützt
    ggf. externe Lagermöglichkeiten (2 Jahren dürften es m.E. schon sein) schaffen
    - für Spitzenlasten kann auch eine direkt-elektrische Unterstützung machbar sein...falls eine der Optionen an die Grenzen stößt.



    Tja
    und recht praktisch (komfort) sind natürlich auch einfache Gasvarianten
    - Gastherme für den Komfort
    - "einfache" Brauchwasserlösungen (hier auf größere Volumen für "Hotelbetrieb achten") für Sommer und Übergang
    daran zur Unterstützung e-patrone und/oder Zentrale Gas
    - Feststoff nach bedarf unterstüzend


    ...aber -um auch hier den Ökogedanken vorran zu bringen-,
    möcht ich mal noch was ganz anderes ins Spiel bringen (soviel zu "unkonventionelle Lösungen hier im Forum ;) )
    ...eine Wärmepumpe auf Gasabsorbtionsbasis
    http://international.robur.com…t-absorptionswaermepumpe/
    Von den Leistungswerten müsst es für Euch passen,
    falls Flusswasser nutzbar, halt die Wasserbetriebene, falls Aussenluft dann halt die Luftvariante. Vorteil bei den Dingern, dass die Leistung nciht so extrem mit der Aussentemperatur einbricht.
    Die Luftvariante wäre noch ein geeigneter Aufstellort zu suchen...denn ist eine Aussenaufstellung(und damit nicht für den Überschewemmbereich gedacht) und hier ist auch mit nen bissl Geräuschen zu rechnen (wie auch elektrischer Luftpumpe)
    Auf jedenfall eine etwas "andere" Lösung, die auch den wichtigen Perönchen um Hans-Josef herrum mal andere Wege für Energieeffizienz zeigen könnte.


  • ".......aber die Öltanks in Wärmespeicher umbauen? Toll!!


    Hallo Mühleändmore,
    die Speicher müssten dann aber als drucklose Pufferspeicher eingebunden werden, das wiederum bedeutet: Sauerstoff ist im Wasser und fördert den Rost im System!


    Das mit dem Holzschleppen kann ich verstehen, aber so ganz davon weg _()_ ! Gibt es nicht eine Möglichkeit zentral - z.B. in der Scheune- einen Holzkessel mit großem Pufferspeicher zu plazieren??? (Holzlager direkt daneben)an diesen könnte ein BHKW angeschlossen werden und für die Spitzenlast eine 0815 Gastherme ohne viel Schnickschnack, die schnell für die "frierenden Engländer ;-_ ° was nachschiebt!?


    Ich selbst habe zwei Öldachse und einen HDG 50kw-Holzkessel, ebenerdig in einer alten Scheune mit einem 5000l Pufferspeicher installiert; was soll ich sagen? bin voll zufrieden!
    Wenn es mal mit dem Holzheizen nicht hinhaut sprigt der alte Ölkessel zusätzlich ein.


    Grüße
    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Hallo Hallo.....
    grad nur kurz, da heute 2 Gruppen Silvester-Feriengäste anreisen und ich dementsprechend noch am Rödeln bin.....
    Vielen, vielen Dank erstmal für die ganze tolle Mitdenkerei!! Ich bin echt gerührt und fühle mich unterstützt!!!


    Euch Mitdenkern erstmal einen geschmeidigen, warmen -dank BHKW o.ä.- Rutsch in´s hoffentlich
    prallvolle 2011!!!......(die Tage mehr!) :D

  • Ich geb zu, ich habs jetzt nicht gerechnet...doch der Bauch sagt nee.

    Hallo Firestarter, ich bin begeistert ! Mit soviel Offenheit hatte ich hier nicht mehr gerechnet. Ich hab mich gar nicht mehr groß was sagen trauen. Aber nach Deinen so offen geäußerten Gedanken trau ich mich mal, sozusagen aus erster Hand, was dazu zu sagen.
    Mein Status:

    • Alte Mühle umgebaut
    • Wohnraum ca. 450 m²
    • Bewohner nur Familie (mehrere)
    • Isolation nicht ganz schlecht, aber auch nicht besonders gut
    • Strom aus Wasser ca. 6 kW (nicht im Sommer)
    • Basisheizung Wärmepumpe
    • Zusatzheizung Scheitholz
    • WW mit Hygienespeicher, Heizlanze und E-Heizpatrone

    Die WP wird aus einem Brunnen versorgt mit 18m Tiefe. Hat damals (mit Senke) 2.300 DM gekostet.
    Das Wasser wird von der WP auf ca. 6°C abgekühlt. Das ist besser als Bodenkollektoren oder Flusswasser.
    Ein gewisses Thema ist das Filtern des Wassers. Das sieht zwar sauber aus, bringt aber nach wie vor einen roten Belag mit sich, der die Filter verstopft. (vermutlich Eisen). Da kann ich einige Tipps abgeben.
    Mit BHKW beschäftige ich mich aus anderen Gründen. Überlegungen in diese Richtung für die Mühle habe ich sehr schnell verworfen und würde bei aktueller Bewertung meine Lösung auch im Nachhinein als Optimum ansehen.



    Vorschläge für Mühleändmore
    Firestarter hat (glaube ich) alle sinnvollen Varianten angesprochen. Soweit ich Deine Situation von Außen bewerten kann würde ich aus diesen Vorschlägen das Optimum bei folgender Konstellation vermuten:


    Basisheizung wäre eine WP

    • Auch ohne Heizkörperumbauten, (vielleicht nur für eine Übergangszeit bis die einzelnen bereiche nachgerüstet sind) wäre ein Vorlauf von 45 – 50° den größten Teil des Jahres ausreichend. Wenn es kalt wird sollte bei 55° noch eine Heizzahl > 2 gegeben sein. Bei kalter Witterung würde (nur tagsüber) durch eine Zusatzheizung die Temperatur angehoben. Wo das Optimum zwischen Heizzahl (Vorlauftemperatur) und Zusatzheizung liegt, müsste man ermitteln..



    • Zu bevorzugen wären Heizleisten in den Räumen als Ergänzung oder Ersatz zu den Heizkörpern. Die gehen bei mir rings herum in den Räumen. Sind nicht sehr teuer, leicht und schnell zu verlegen, ausgehend vom Heizkörper auf beide Seiten bis zur Tür. Nur wenn zwei Türen da sind, und der Zwischenraum auch genutzt werden soll, müssen Rohre unter der Türschwelle durch. (Hab ich dann den Handwerker machen lassen). Die meiste Zeit des Jahres beträgt mein Vorlauf 35 -40 °C (kleiner 35° kann ich nicht einstellen) bei einer Raumtemperatur um 22°C



    • Das ergibt eine sehr angenehme Wärme, weil die Wand durch die aufsteigende Luft ringsrum warm ist. Es ist keine Luftzirkulation zu spüren und die Wohlfühltemperatur liegt insgesamt ca. 1-2 Grad niedriger als bei Radiatoren.



    • Damit sollte der Vorlauf nur ca. 4 Wochen pro Jahr über 45 ° steigen müssen. (Ich habe dieser Tage bis zu 44°) Da sinkt dann die Heizzahl etwas ab, ist aber trotzdem doppelt bis dreimal so hoch, wie bei direkt heizen oder dem mechanischen Wirbeldings.



    • Schränke, Betten und so werden, wie bei normalen Randleisten, einfach davorgestellt. Die Heizleisten sind nur 10 cm höher.



    • In jedem Fall wichtig: Nachfragen, wie der Vorauf in der Temperatur geregelt wird. Wenn die WP eine feste Temperatur im Puffer einbringt und die Heizkreise auf niedrigeren Vorlauf HERUNTERGEMISCHT werden, gleich ein paar Backpfeifen und wenn er fragt warum, gleich noch eine. Irrwitziger weise war das früher üblich und ist auch heute noch nicht ausgestorben.

    Als Zusatzheizung würde ich einen Vergaserkessel vorsehen, in dem das Treibholz in großen Stücken verfeuert werden kann. Das Wasser kommt aus der WP in den Holzkessel, solange der befeuert ist ( Abgas Überwachung), ansonsten direkt in den Puffer. Parallelbetrieb über den Pufferspeicher ist üblich, aber nach meiner Meinung ein Schmarren.
    Für die „Faulen Tage“ evtl. eine el. Nachheizung im Pufferspeicher.
    Insgesamt macht ein etwas aufwändigeres Regelgewerke mit selbst kontrollierter Steuerung Sinn. Messen, beobachten, bisschen Umbauen. Es ist nie so einfach, wie die "Experten" das darstellen.


    Gruss
    bluwi

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    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.