Eigenbau: Chinaböller R180

  • Bin eigentlich schon länger dabei, doch habe ich mich nicht so richtig durchlesen können.


    Seit 1.5 Jahren baue ich schon an meinem BHKW,so manches mal wollte ich alles einfach nur hinschmeissen.


    Kennt Ihr ja sicher auch.Jetzt möchte ich Euch um Hilfe bitten, und gleichzeitig werde ich meine Erfahrungen mit einbringen.


    Mein Chinaböller ist fast fertig, ist ein R180 mit 5,5KW Asy.


    Soll in Netzparallel und Insel laufen.


    Die Steuerung kommt von Dagego, und da kann ich Geschichten schreiben uuufff. :-)_:-)


    Letzte Woche habe ich die Kondensatoren verbaut und anschliessend getestet. :pfeifen:


    Lief Super an, nach anpassung der Hysterese belastete ich mit drei schaltbaren Heizungen und der Motor gleicht mühelos aus.


    Aber leider scheinen die Kondensatoren falsch berechnet zu sein, da ich nur an 40Hz komme. :crygirl:


    Also habe ich die Spannung schon, bevor die Richtige Drehzahl erreicht wird, und der Diesel begrenzt auf 230V.


    Hat jemand Werte für mich, zum vergleichen :?: Meine Kondensatoren haben 40 micro Fahrad in Dreieck.


    Danke Euch schon mal für Euren Tollen austausch hier im Forum.

  • Hallo Tanaka,
    die Geschichten von der Dagegosteuerung würd ich gerne hören,habe selbst so ein "Wunderwerk " der Technik.Mit dem Inselbetrieb habe ich allerdings wenig Erfahrung,da ich nur Netzparallel fahre.

  • Hallo.
    welche Drehzahl hat der Asynchgenerator?


    bei 5,5Kw 400V und 3000 U/min 2,0 kvar geteilt durch 3 ist 1 Stück
    bei 5,5Kw 400V und 1500 U/min 2,2 kvar
    laut einer Tabelle Motor Kompensation (Blindleistung)
    wär hat deine Kondensatoren berechnet?


    mfg fluss

  • Die Nenndrehzahl ist 1545t min.


    Ich bin Mechaniker, und kann deshalb nicht so richtig folgen was Du meinst?


    Deshalb habe ich die Kondensatoren ja liefern lassen, bräuchte aber um es verstehen zu können, vergleichswerte in µF.


    Danke für Eure Hilfe

  • Hallo,
    ich bin Betriebsschlosser hab mich aber mit der Materie schon durch das inet geschlagen!
    am Anfang nur sehr wenig gefunden aber dann wurde es Licht!


    also bei 5,5kw 400V 1500 U/min 77,7 mikrofarad also 80 mikrofarad und nicht wie bei dir 40 mikrofarad!
    würde aber noch einen Elekrofachmann fragen ob das mit deinen 40Hz das pro plem verursacht!
    hier noch eine hilfestellung!
    µF ist mikrofarad
    http://www.heinrich-kleyer-sch…ads/media/kondensator.pdf
    mfg fluss

  • also bei 5,5kw 400V 1500 U/min 77,7 mikrofarad also 80 mikrofarad und nicht wie bei dir 40 mikrofarad!
    würde aber noch einen Elekrofachmann fragen ob das mit deinen 40Hz das pro plem verursacht!

    Leider habe ich gerade nicht genug Zeit, um dazu die alten Bücher zu wälzen (das gurggeln können andere sowieso besser), aber mir erscheint die Tendent verkehrt. Größere Kondensatoren verschieben die Resonanzfrequenz nach unten, die ist aber schon zu niedrig.


    @ tanaka: warum muss das denn ein asy.G sein. Wir hatten hier schon in anderen threads, dass das ein heißes Thema ist, wo keiner recht weiß, wie's geht. Das wird nämlich erst richtig blöd, wenn Du induktive Lasten schaltest und das ist nun wieder jedes Gerät, wo ein Trafo drin ist.

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Danke für Eure Antworten.


    Also berechnet hat es ein Techniker.


    Werde es heute testen, und dann hier berichten wie alles mit 80 microfarad funktioniert hat.


    Asynchron weil im Netzparallelbetrieb einfacher, es funktioniert ja mit einer Last von 3 KW Tadellos, und ein abruptes abschalten von 1,5 KW fängt die Regelung ohne murren auf, nur eben mit 40 Hz.

  • Hallo Tanaka,


    hast Du schon mal probiert, was mit der Frequenz passiert, wenn Du einen alten Staubsauger anschließt?


    Gruß
    Technikfreak



    Hallo,


    anstelle des Staubsauger habe ich einen Hallogenstrahler angeschlossen der Selbstverständlich flackerte bei 40 Hz. ~:-)

  • Leider habe ich gerade nicht genug Zeit, um dazu die alten Bücher zu wälzen (das gurggeln können andere sowieso besser), aber mir erscheint die Tendent verkehrt. Größere Kondensatoren verschieben die Resonanzfrequenz nach unten, die ist aber schon zu niedrig.


    @ tanaka: warum muss das denn ein asy.G sein. Wir hatten hier schon in anderen threads, dass das ein heißes Thema ist, wo keiner recht weiß, wie's geht. Das wird nämlich erst richtig blöd, wenn Du induktive Lasten schaltest und das ist nun wieder jedes Gerät, wo ein Trafo drin ist.


    Das mit den 80 micro war ein Schuss in den Ofen.


    Drehzahl 1043 tm, Frequenz 0, Spannung 350v.


    Also ab in die andere Richtung, werde mich am Montag damit befassen.


    Man lernt eben jeden Tag hinzu. :thumbsup:

  • Drehzahl 1043 tm, Frequenz 0, Spannung 350v

    Frequenz 0 kann aber fast nicht sein


    Wenn ich mal davon ausgehe, dass Du probieren willst, was im "echten Leben" auch auftreten kann, dann solltest Du alle später mal vorgesehenen Verbraucher versuchen. Strahler und Heizgeräte sind unkritisch, die Frage ist, wie reagiert das ganze auf Motoren, Traffos und ähnliches.


    Wie sieht das eigentlich aus beim Übergang vom Netzbetrieb in den Inselbetrieb (wenn das Netz ausfällt ?


    bluwi

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  • Ja sicher da hast Du Recht.


    Ich werde mich hüten, solange die Frequenz nicht Stimmt überhaupt etwas Elektronisches anzuschliessen.


    Ich habe hier im Forum eine Excel Tabelle gefunden die leider defekt war, habe sie teilweise wieder herstellen können.


    Jedoch fehlen sicher einige angaben zur anschlussweise der Kondensatoren.


    Also falls jemand sich auskennt, wäre schön.


    Hänge sie einfach mal hier dran.


  • Mein Chinaböller ist fast fertig, ist ein R180 mit 5,5KW Asy.
    Soll in Netzparallel und Insel laufen.


    Was steht denn auf dem Asynchrongenerator drauf? cos phi?


    Damit sollte sich doch bei Nennleistung ein Kompensationskondensator dimensionieren lassen.


    Aus dem Verschiebungsfaktor cos phi lässt sich der Wirk- und Blindleistungsanteil der Scheinleistung herauslesen.
    P = U*I * cos phi
    Q = U*I * sin phi


    Zur Kompensation wählt man einen Kondensator, der genausoviel Blindleistung liefert wie die Spulen des Asynchrongenerators brauchen.
    Bei 5 kW Nennleistung und cos phi = 0,9 wären das 2,2 kVAr. Diese Blindleistung muss nun von Kondensatoren im Stern oder Dreieck bereitgestellt werden.
    Also rund 0,7 kVAr pro Kondensator. U/I = 1/(j w C) -> C = I / (j w U) Jetzt muss man sich noch entscheiden, ob man lieber im Stern (230V) oder im Dreieck (400V) anschließt. Bei Sternschaltung käme man auf ca 3 A Blindstrom, ein Kondensator wäre dann C = 3A / (2 pi 50Hz 230V) = 41,5 10^-6 F Passt doch mit den 40 Microfarad...


    Gruß,
    Gunnar

  • Ich werde mich hüten, solange die Frequenz nicht Stimmt überhaupt etwas Elektronisches anzuschliessen.

    Elektronische würde ich nicht für kritisch halten. Ein Problem wären Geräte über Trafos mit größerer Leistung (z. B. > 50 W), aber auch nur, wenn die länger am Netz hängen. Wenn Du die nur kurz zum Test anschaltest, hätte ich nie bedenken. Evtl. für den Test die Spannung um 25% reduzieren.


    - Du könntest z. B auch nur einen Trafo mir 100 - 300 W (im Leerlauf) kurz anschalten und schauen.
    - Eine interessante Anschaltung wäre auch eine Lampe mit Dimmer, was dabei rauskommt.


    Frage: Verstehe ich das richtig, dass Du die Spannung nicht direkt regelst, nur die Drehzahl ?



    Versuchs mal mit je 40 Micro-Farad im Stern oder mit 40/Wurzel 3 = 23 müF im Dreieck.

    Es wäre natürlich eine logische Erklärung, wenn die 40 myF im Dreieck statt im Stern geschaltet sind. Dann wäre der Kondensator zu groß und als Folge eine zu niedrige Frequenz.


    bluwi


    p.s. wo wohnst Du denn ? wäre daran interessiert, das mal real zu sehen :-)

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