BHKW mit Wärmepumpe

  • Hallo zusammen,


    ich bin auf eine Firma aufmerksam geworden, die BHKW mit Wärmepumpen vertreibt. Bis jetzt habe ich nicht viel über die Kopplung eines BHKWs mit Wärmepumpe gehört. Bei diesem soll die Abwärme des BHKWs zusätzlicxh durch die Wärmepume genutzt werden. Die Wärmepumpe wird nicht mit dem vom BHKW erzeugten Strom angetrieben (dank Förderung zu wertvoll). Die Firma heißt WTS Energie http://wts-energie.com/index.php?a=daten


    Mich würde allgemein interessieren was ihr von BHKWs mit Wärmepumpe haltet und wie ihr das Angebot der Firma bewertet.


    Gruß

  • Die Seite ist schlampig gegoogelt und was ich über das BHKW les na ja

    Was bedeutet "ist schlampig gegoogelt"


    @ gargamel
    Vielleicht bin ich ja blind, aber ich hab da nichts von abgasgetriebener WP gesehen. Wo ich was von WP sehe, geht's schon um stromgetrieben. Dabei erscheinen mir die Zahlen auch nicht glaubwürdig (Leistungsziffer 6,1). Die würde ich selbst gerne nachmessen, denn bei so einer Zahl würde niemand anderer mehr eine WP verkaufen können. Die meisten bezweifeln es schon, wenn jemand behauptet, er könne 4,5.


    Ich selbst bin ja ein Anhänger von solchen Konzepten, weil höchste Energieeffizienz, aber da muss man schon mit spitzem Bleistift rechnen und ein stück weit Idealist sein. Vermutlich wird Die immer jemand vorrechnen, dass ein größeres BHKW rentabler ist, als eine Kombination aus kleinerem BHKW + WP.


    bluwi (meines Zeichens WP- Betreiber)

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.


  • Mich würde allgemein interessieren was ihr von BHKWs mit Wärmepumpe haltet und wie ihr das Angebot der Firma bewertet.


    Das ist prinzipiell ein gutes Konzept, welches allerdings flexibel zu betreiben ist - d.h. die Wärmepumpe muss man auch alleine betreiben können und umgekehrt, je nachdem wie die Preisrelationen von Strom zu Gas ist. Es stiftet mit zeitvariablen Tarifen der Zukunft sicherlich noch mehr sinnhaften Nutzen.


    In Groß gibt es das schon unter dem Namen Wärmetrans. Der Vorteil ist, dass die Wärmepumpe nicht nur die kalte Umweltwärme nutzen kann, sondern auch noch die nicht genutzte Abwärme des Motors (Strahlungswärme) sowie bei hohen RL-Temperaturen auch noch die Kondensationswärme aus dem Abgas herausholen kann. Das erhöht den Gesamtwirkungsgrad des Systems und die angehobene Temperatur des kalten Wärmereservoirs lassen auch hohe COPs zu.


    Gruß,
    Gunnar

  • Was bedeutet "ist schlampig gegoogelt"


    Da gibts nix zum zum Kopfkratzen


    siehe http://wts-energie.com/index.php?a=foerderung


    da kann ich nur sagen so eine dramhaperte Gesellschaft, auf die wenn Du
    Dich verlassen tätest na warst aber Verrazt :schimpf:


    Die Liste der Beispiele liese noch eine ganze weile Fortsetzen, aber :_:~


    Der Asynchrongenerator ist zum Beispiel so das eine solcher Wirkungsgrad
    mir nicht in das Haus kämme, gut das der Motor noch eine Wirbelkammer hat
    kann man mit etwas guten Willen ( andere kommen aber ohne aus ) dem
    Pflanzenöl Schulden.



    Der Kraftstoffverbrauch ist nicht Expliziet für Pflanzenöl angegeben so das sich der
    Wert wahrscheinlich auf Diesel/ Heizöl bezieht 4,65Liter bei 15 kW wären grob 32,5 %
    Elektrisch ist für 15 kW auch nicht ||_



    Und von der veralteten elektrischen Wärmepumperei halt ich sowieso nix, des ist Vorgestrig |__|:-)

  • Nennt man es nicht BHKW sondern Wärmepumpe mit Gasmotor, dann klingt das schon ganz vernünftig. An diesem Projekt arbeitete die Firma Fichtel und Sachs nach der ersten Ölkrise.


    Gesehen habe ich sowas neulich von Toyota/Aisin. Sieht profimäßig aus und soll sehr lange halten. Andere Hersteller arbeiten ebenfalls an solchen Projekten. Reizvoll ist es einen Niedertemperaturkreislauf für Fußbodenheizung mit der Wärmepumpe zu betreiben und einen Hochtemperaturkreislauf für Trinkwasser etc. mit der Abwärme des Motors. Aus einem kw Primärenergie (Erdgas) werden auf diese weise 2 kW Wärme.


    Wichtig ist nur, dass die Komponenten vertrauenserweckend sind. Bosch, Baxi, Viessmann, Toyota oder Honda sollte schon draufstehen.

  • Zitat

    Nennt man es nicht BHKW sondern Wärmepumpe mit Gasmotor, dann klingt das schon ganz vernünftig. An diesem Projekt arbeitete die Firma Fichtel und Sachs nach der ersten Ölkrise.


    In Japan werden die gasmotorischen Wärmepumpen (überwiegend zu Kühlen) seit Anfang der 80er Jahre eingesetzt. Das Gasnetz hatte Kapazitäten frei, das Stromnetz war ausgelastet. Daher wissen japanische Hersteller, wie man stationäre Gasmotoren im kleinen Leistungsbereich und langen Wartungszyklen baut und das mit über 25 Jahren Erfahrung.


    Gruß,
    Gunnar

  • Zitat

    Nennt man es nicht BHKW sondern Wärmepumpe mit Gasmotor, dann klingt das schon ganz vernünftig.


    Der Dachs war ursprünglich mal eine Wärmepumpe betrieben mit Verbrennungs-Motor. Die Wärmepumpe wurde aber später duch einen Generator ersetzt.


    Eine Wärmepumpe betrieben mit Verbrennungs-Motor ist meiner Meinung nach wesentlich sinnvoller als eine Elektro-Wärmepumpe |__|:-)

    -- Die Sonne ist die Quelle unserer Energie, die es richtig anzuzapfen gilt ! ---
    „Nicht alles, was zählt, ist zählbar!“ „Nicht alles, was zählbar ist, zählt!“ Albert Einstein

  • Nennt man es nicht BHKW sondern Wärmepumpe mit Gasmotor, dann klingt das schon ganz vernünftig. An diesem Projekt arbeitete die Firma Fichtel und Sachs nach der ersten Ölkrise.


    es ist ja nicht so das ich des alte zeugs net kenn, ich kenn etliches,
    manches ist so das man sagt, Sakelzemnt die Alten haten schon was drauf,
    maches ist so, das man halt sagen muß, verständlich allein sie haben es nicht besser gewußt.



    Wärmepumpe mit Gasmotor, ja und _()_


    Was soll des geben im Sommer Gasverbrauch um zu Kühlen wie Gunnar richtig schreibt.


    Ein Link aus dem Süden der BRD


    http://www.bhkw-infozentrum.de…uter/kwkk_grundlagen.html


    richtig gemacht eine Energieausbeute des Wärmeteils von umara 160%
    rechtlich eine längere Laufzeit des BHKWs und Energiesteuerersparnis.


    Tja und im Winter kann man bei einer Niedertemperaturheizung sogar den Spitzenlastkessel
    einsparen, das soll wieder Made in Germany werden, de Japankopirerei brignts doch
    hint und vorn nicht |__|:-)

  • Im Sommer sollte die ja auch nicht laufen. Nicht zum kühlen sondern zum heizen verwenden. :!: So wie es mit der Heizung über die Wärmepumpe gemacht wird.

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  • Im Sommer sollte die ja auch nicht laufen. Nicht zum kühlen sondern zum heizen verwenden


    Kühlen kann man viel, teils sogar im Winter


    und Kühle ich mit Wärme so ist die Wärme eine Laufzeitverlängerung in den Jahresbetriebsstunden
    also was spricht dagegen in Sommer mit Wärme zu Kühlen


    http://www.baulinks.com/webplu…5/i/1743-citrinsolar2.gif
    Quelle http://www.hausbau24.de/news/b…/webplugin/2006/0884.php4


    das links unten Neudeutsch :uebel: Backup-system ist das BHKW ( wenn man über 120°
    auskoppelt ist das ganze effizenter ) der Rückkühler oben in der Mitte ist im
    Winter ( Gratis wird nicht der BHKWwärme hinzugerechnet ) für die Niedertemperaturheizung


    alles was an Wärme aus den BHKW geht ist Kraftwärmekopplung keine
    Kondensationswärem auch wen für die Wärmepumpe ein Rückkühler vorhanden ist :popcorn:

  • Zitat

    Gesehen habe ich sowas neulich von Toyota/Aisin. Sieht profimäßig aus . .

    In Fernost ist das Stand der Technik nicht nur in Japan. Da gibt es etliche Hersteller. Soweit ich weiß hat Aisin alleine schon mehr als eine Million davon verkauft. Kann man auch bei uns kaufen. Es ist wie immer eine Frage der Kalkulation.


    Allerdings hat das, was ich kenne, nix mit einem BHKW zu tun, weil BHKW bedeutet, es kann auch Strom gemacht werden und das können die, die ich kenne, nicht.


    Aus Sicht der Primärenergie ist das besser al El. WP. , über die Abgase kann man diskutieren.


    Tja und im Winter kann man bei einer Niedertemperaturheizung sogar den Spitzenlastkessel
    einsparen, das soll wieder Made in Germany werden, de Japankopirerei brignts doch
    hint und vorn nicht |__|:-)

    Hört, hört !!

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  • Es ist aber um Klassen besser als wertvollen Strom, der mit vielen Verlusten produziert wird, mit einer elektrischen Wärmepumpe zu verheizen.


    Man kann damit zu einem Umweltwärme hinzugewinnen und außerdem die Abwärme vom Motor optimal nutzen :!: Man holt somit ein Optimum aus den Brennstoff aber es ist natürlich einen Übergangs-Technik bis es Lösungen ohne Verbrennung gibt.


    Klar man bekommt damit keinen Strom (ist ja nicht vorgesehen) aber muss man denn umbedingt auch Strom haben?
    Eigentlich geht es in vielen Fällen primär um die Heizung bei gleichzeitig geringem Strombedarf.

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  • Es ist aber um Klassen besser als wertvollen Strom, der mit vielen Verlusten produziert wird, mit einer elektrischen Wärmepumpe zu verheizen.

    So einfach ist die Welt nicht. Man kann das durchaus aus verschiedenen Perspektiven unterschiedlich bewerten. Also "um Klassen besser" sehe ich das nicht.


    Beispiel: Bisher kannst Du bei einem EFH weder so eine PEWP = "Primärenergie-Wärmepumpe" noch ein BHKW wirtschaftlich darstellen. Allenfalls diese Thermen mit Stirling, wo dann 8-10% Wirkungsgrad rauskommen. Dem gegenüber ist aber eine el. WP definitiv ökologisch voraus.


    Es hilft nicht, ein BHKW mit 20 kWel. el. als Vergleich zu nehmen. Du musst fragen, was geht für ein EFH oder ZFH. Jedenfalls kannst Du bei einer el. WP kleinere Wohneinheiten ausrüsten, als mit BHKW oder PEWP. Dort ist die Alternative also nur ein Heizkessel und da ist die el.WP besser.


    bluwi

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  • Wie immer gibt es zwei Seiten.
    Einerseite sits eine motorische WP effizienter, als erst Strom zu machn und damit eine StromWP anzutreiben.
    Wenn man aber sieht das man eine Stromproduktion als ertses für den sowieso vorhandenen Strombedarf nutzt und nur die Überproduktion in eine WP steckt,
    sieht das ganze wieder anders aus.
    Jetzt kommt wieder, man könne ja modulieren um den Strom an den Bedarf anzupassen.
    Sicher dat, aber auch damit haben wir evtl. Effizenzverluste.
    Grade in diesen extremtemperaturzeiten wird ein BHKW bestimmt mehr im Volllastbereich laufen und zusätzlich schon den Spitzenlastkessel nutzen,
    der dann anfallende Einspeisestrom kann man dann auch nutzen um ihn in eine WP zustecken.
    Steigert die Eigenstromnutzung.


    Ob sich das ganze dann rentabel darstellt steht auf einem anderen Blatt.