Dachs: Service-Code 129?

  • Hallo,


    manchmal zeigte mein Dachs in seinem bisherigen Leben schon den Code 129 an. Meistens morgens, wenn das Erwachen aus der abgekühlten Nachtruhe erfolgte - aber selten.


    In den letzten Tagen häufen sich aber diese Meldungen, auch wenn der Dachs tagsüber aus dem Warmzustand starten wollte - teilweise fast bei jedem Start.


    Wenn das Stromnetz meines EVUs ein mit konstantem Tempo auf der Autobahn fahrender LKW wäre und mein Dachs ein vorausfahrendes Fahrzeug ist, das seine Kraft mit einem Abschleppseil (Generator) auf den LKW überträgt, dann sollte das Seil immer straff gespannt sein. Wenn das vorausfahrende Auto keine ausreichende Kraft aufbringen kann, das Seil plötzlich durchhängt und der LKW droht, hinten aufzufahren, wird der Vorgang abgebrochen - so wie bei der Rückleistung und dem Code 129.


    Habe ich das soweit richtig verstanden?


    Woran kann das denn liegen, daß der Motor den Generator beim Zuschalten nicht ausreichend antreibt? Zündung? Luftfilter?


    Da diese Meldung bisher nicht oder nur selten bei kaltem Motor aufgetreten ist und jetzt fast jeder Start mit Code 129 abgebrochen wird und nach einer Wartezeit der Startvorgang wiederholt werden muß, verschiebt das ja zu Lasten des Anlassers mein BH/Start-Verhältnis in deutlich ungünstigere Bereiche und strapaziert den Anlasser ja mehr als notwendig.


    Mein Tierpfleger sagte als erste Reaktion nur: Ist nur eine Warnmeldung, er kommt, wenn's eine Störmeldung gibt. Ursache? Egal, ist ja nur eine Warnmeldung... ;(


    Wenn nach dem Start abgebrochen wird, wird als letzter Abschaltgrund FFEF protokolliert. Und das heißt laut Bedien- und Einstellanleitung ja STÖRUNG :rtfm:


    Woran könnte das liegen? Soll ich auf Beseitigung der Ursache drängen?


    Danke für Eure Einschätzung


    André

  • Hallo,

    Wenn das Stromnetz meines EVUs ein mit konstantem Tempo auf der Autobahn fahrender LKW wäre und mein Dachs ein vorausfahrendes Fahrzeug ist, das seine Kraft mit einem Abschleppseil (Generator) auf den LKW überträgt, dann sollte das Seil immer straff gespannt sein. Wenn das vorausfahrende Auto keine ausreichende Kraft aufbringen kann, das Seil plötzlich durchhängt und der LKW droht, hinten aufzufahren, wird der Vorgang abgebrochen - so wie bei der Rückleistung und dem Code 129.


    Habe ich das soweit richtig verstanden?


    Ich würde das Abschleppseil durch eine Abschleppstange ersetzen, und der LKW würde nicht Auffahren, sondern den PKW Schieben! ^^|__| ))))


    Aber im Ernst, diese Rückleistungsrelais bzw. die Funktion des Dachsreglers sollen verhindern, das der Generator zum Motor wird, und dann den (defekten, ohne Brennstoff etc) Verbrennungsmotor weiter dreht.

    Woran kann das denn liegen, daß der Motor den Generator beim Zuschalten nicht ausreichend antreibt? Zündung? Luftfilter?


    Ich habe einen Öler, bei mir lag es meist an der Brennstoffpumpe.


    Ich würde auch die Gasversorgung/Gasregelstrecke mal überprüfen, gibt es da einen Schmutzfänger?


    Gruß Dachsgärtner

  • Interressant wäre die Drehzahl, die der Verbrennungsmotor erreicht wenn die Kiste in SC 129 geht.


    Hallo,


    eben stand ich mal daneben. Der Dachs springt an, beschleunigt auf ca. 2440 U/min, reduziert dann sogleich nach Erreichen dieser Drehzahl innerhalb von 2-3 Sekunden auf 2430, 2420 und geht dann wieder aus - SC 129


    André

  • Hallo,


    dann muß der Pfleger das mit dem Gas wohl mal kontollieren.


    Das komische ist nur, daß es nach einigen Minuten Wartezeit bei der nächsten automatischen Startwiederholung dann klappt. Zumindest ist diese Meldung bisher noch nie 2x hintereinander aufgetreten.


    Wenn ich nach dem Starten mal testweise den Absperrhahn in der Gaszuleitung langsam schließe, läßt sich diese Meldung aber nicht provozieren. Der Dachs geht dann zwar auch aus, aber mit der Meldung zu geringen Gasdrucks. Aber das hat ja sicher nichts zu sagen, da das Gas dabei ja dabei vor dem Druckminderer abgedreht wird.


    Maßgeblich ist ja sicher die Mengeregulierung nach dem Druckminderer.


    Komisch ist beim Auftreten des SC129 v.a., daß direkt beim Ausgehen nach einem Start mit Wärmeanforderung dann gleich der 2. Wärmeerzeuger angefordert wird und dann auch für dessen Mindestlaufzeit angefordert bleibt. Und das, obwohl ich dem Heizstab in den Einstellungen eine Sperre bei WW + Störung verpasst habe.


    Warum wird dann der Heizstab hier angefordert, ohne das Verstreichen der Bivalent-Umschaltzeit abzuwarten? Gelten die Sperren für einen el. Heizstab als 2. Wärmeerzeuger nicht?


    André

  • Hallo,


    Bei Störung wird der zweite WE ohne Abwarten der Bivalenzzeit freigegeben. Ist zumindest beim MSR 1 so.


    Müsste beim MSR2 eigentlich auch so sein, denn die Biv.-Umschaltzeit gilt nur für Heizwärme- bzw. WW-Anforderung.


    Beim MSR2 gibt es aber lt. Anleitung den folgenden Konfigurationspunkt, bei dem man Sperren für den 2. WE vergeben kann:



    Zum Testen steht diese Einstellung bei mir auf 'Wärmeanforderung WW + Störung DACHS', somit dürfte sich der Heizstab eigentlich bei einer Störung nicht einschalten.


    Es sei denn, die Sperren gelten nicht für einen Heizstab und entsprechend dem Hydr.-Code ist diese Menüfunktion außer Kraft, ohne daß es irgendwo beschrieben wird...


    Kann mir jemand vielleicht hierzu näheres sagen?


    André

  • Hi Doc,


    hast du schon mal nachgesehen wie sich die Gasmengenregelung verhält ?(
    Die findest du wenn du vorne die Schallkapsel öffnest ganz unten (da wo der dicke schwarze Schlauch ist).
    Dahinter ist ein Kästchen. An diesem Kästchen ist ein Drehantrieb. Da ist auch eine Nase zu sehen und die sollte in etwa 11 Uhr Position einnehmen.
    Hab keine Gasdachs hab das aber noch so ungefähr in Erinnerung (scheiss Alzheimer) :S


    Gruß
    Tom

  • Moin,


    Zitat

    Bei laufendem Dachs? Oder im Stillstand?

    wenn er läuft ;)


    Gruß
    Tom

  • Hallo Tom,

    Da ist auch eine Nase zu sehen und die sollte in etwa 11 Uhr Position einnehmen.


    ich habe mir diese Nase eben mal bei laufendem Dachs angeschaut - und mir dabei fast die eigene Nase verbrannt. Teuflisch heiß, das Ding... :diablo:


    Die Nase kann sich in der Position nicht verschieben, die ist oben fest an der Halterung angebracht. Also 12:00Uhr.


    In der 'ANLEITUNG ZUR AUFSTELLUNG, MONTAGE, INBETRIEBNAHME UND BEDIENUNG DER HEIZKRAFTANLAGE' steht:

    Zitat


    12.2 Einstellen der Gasmengenregelung
    (Dachs G/F)
    Bei betriebswarmer Anlage hat der Stellmotor die Gasmengenregelung in die Betriebsstellung eingestellt. Kontrollieren Sie, ob sich die Gasmengenregelung noch in der Mitte ihres möglichen Stellbereiches befi ndet, um zukünftige Schwankungen der Gaszusammensetzung ausgleichen zu können. (siehe Bild 12-4)
    An der Antriebswelle des Stellmotors (1) sehen Sie die Markierung (2), auf die in der Sollposition eine Nase am Gehäuse (3) zeigt. Prüfen Sie ob diese Sollposi tion erreicht ist.
    Für den Fall, dass die Sollposition nicht erreicht ist, müssen Sie diese mit der Einstellschraube am Gasmischer wie im folgenden Punkt beschrieben einstellen.


    Und so, wie es bei mir aussieht, ist die Nase nicht mehr innerhalb des als Keil dargestellten Regelbereichs, sondern deutlich rechts daneben (s. beiliegendes Foto).


    Also wird wohl am Gasmischer ein bißchen nachgestellt werden müssen - oder?


    André

  • Hi André,


    ich vermute, dass Du bereits den neuen, ovalen Gasmischer auf Deiner Maschine hast (der alte war ja rund). Wenn das so ist, bekommt die Maschine beim Start zu viel Gas, weil der neue Mischer keinen Druckminderer mehr enthält und wahrscheinlich der Gasdruck im Netz höher ist als gefordert.


    Prüfe mal folgendes:
    Dort, wo Du das Foto gemacht hast, befindet sich rechts vorne eine dünne Metalleitung mit einer Verschraubung- das ist die Startgasleitung. Löse diese Verbindung, halte die Leitungsöffnung mit dem Daumen zu und mache einen Startversuch. Springt die Maschine an, dann setze die Leitung wieder ein und verschraube die Verbindung.


    Gruß Dietrich

  • ich vermute, dass Du bereits den neuen, ovalen Gasmischer auf Deiner Maschine hast

    Ja.


    [...] zu viel Gas

    Und warum steht dann die Gasmengenregelung mit der Nase rechts vom Maximum des Regelbereichs? Das hieße doch eher, daß der Dachs gerne mehr Gas haben möchte, dieses aber nicht bekommt und deshalb den Mengenregler - auch über den Regelbereich hinaus - aufdreht. Oder habe ich da was falsch verstanden? :S


    befindet sich rechts vorne eine dünne Metalleitung mit einer Verschraubung

    Ich habe mal aus der Montage- und Inbetriebnahme-Anleitung ein Bild angefügt. Meinst du die mit dem Fragezeichen markierte Leitung?


    Löse diese Verbindung, halte die Leitungsöffnung mit dem Daumen zu und mache einen Startversuch.

    Oh je - an Gasleitungen rumfummeln? Da habe ich aber einen gehörigen Respekt und auch ein wänziges Bisschen Angst...


    Springt die Maschine an, dann setze die Leitung wieder ein und verschraube die Verbindung.

    Und was kann ich damit Testen bzw. was sagt mir das Testergebnis?


    André

  • Hi again,


    ja genau diese Leitung soll gelöst werden. Es ist die Startgasleitung, durch die bei der Starteinleitung zusätzlich Gas zugeführt wird. Wenn nun der Hauptgasweg über die Regelung infolge eines höheren Gasdruckes zuviel Gas bekommt, ist das Gemisch überfettet und infolge Sauerstoffmangel nicht mehr zündfähig.


    Die Startgasleitung steht nur während der Startphase unter dem Netzgasdruck und wird dann wieder durch das Magnetventil geschlossen, wenn die Maschine fixierte Drehzahlbereiche durchläuft. Die Startgasleitung kann dann während des Laufens wieder montiert werden.


    Ist der Fehler dieser Überfettung zuzuordnen, so muss der Netzgasdruck auf den von SenerTec vorgegebenen Wert reduziert werden.


    Gruß Dietrich