Mini-BHKW XRGI 15G-TO Erfahrungen gesucht

  • Hallo hier meldet sich der XRGI-Fan zum 1. Mal in diesem Forum.


    Wir haben eine Niedrigenergie-Reihenhaus-Anlage mit 20 Häusern 1x Gas-Normal-Kessel 120 kW,
    2x 500 L Warmwasserspeicher, Nahwärmenetz.


    Weitere Daten:


    Gasverbrauch pro Jahr: 220.000 kWh
    Gesamte Wohnfläche: 2400 m²
    Wärmeverbrauch pro Jahr: 600 m³
    Stromverbrauch pro Jahr: 62.000 kWh

    Dazu planen wir das Mini-BHKW XRGI 15G-TO von EC-Power mit 8.500 Stunden Wartungsintervall und einem Motoraustausch nach 40.000 Stunden.


    Aber ich erfahre hier in diesem Forum wenig über das XRGI 15G-TO darüber.
    Sind diese Daten realistisch?


    Mit freundlichen Grüßen :rolleyes:

  • Zitat

    Aber ich erfahre hier in diesem Forum wenig über das XRGI 15G-TO darüber.


    Von den EC-Power Maschinen hört man relativ wenig. Das ist an sich ein gutes Zeichen hier im Forum, ich würde das so interpretieren, dass sie zuverlässig laufen und daher wenig Anlass bieten hier im Forum Hilfe zu suchen. Es mag auch daran liegen, dass sie nicht ganz so verbreitet sind wie die kleineren Dachse und Ecopower.


    Gruß,
    Gunnar

  • Moin,


    jo wie geschrieben, die Teile laufen halt einfach und es gibt kaum Beanstandungen (ist ja auch ein Toyota Motor drin) :thumbsup: ;)


    Gruß
    Tom

  • Hallo


    wie meine Vorredner schon feststellten,
    hat man grundsätzlich 2 Erklärungen, warum man wenig über ein bestimmtes Gerät in einem Forum hört
    1. die Dinger werden kaum verkauft...ergo wenig Nutzererfahrungen, oder
    2. die Teile laufen so gut, dass man nicht darüber berichtet
    (das Weitergeben negativer Erfahrungen ist deutlich populärer, als die Verkündung positiver)


    Zum EC power
    Stimmt schon, dass die nicht an Verkaufszahlen von senertec rankommen
    ...im Vergleich zu ecopower wäre ich mir nciht ganz sicher..vermutlich nicht ganz,
    aber es gehen doch mehrere hundert Geräte im Jahr ans Netz
    was im Bereich BHKW (wo wir einen Anteil von grob 6.000 Anlagen p.a. im Heizungsmarkt haben)
    gar nicht mal übel ist...und die haben auch aktuell nur eine Leistungsklasse im angebot.
    In der Leistungsklasse 10...20kw el dürften sie Marktführer sein.


    Da ich seit kurzem in einer Fa. tätig bin,
    die auch EC power vertreiben wird...kannst Du natürlich meine Angaben mit vorsicht genießen.
    Ich kümmer mich seit Jahren um KWK und BHKWs
    und hätte bestimmt nciht den Weg zu einer Fa. genommen, wenn ich nicht von der Qualität überzeugt wäre.


    Das Gerät ist wirklich ausgesprochen gut und läuft sehr zuverlässig...und die 8.500h sind der Hammer (bei den meisten machen die Kerzen schon nach der Hälfte der Zeit schlapp). Der Motorwechsel nach 40tsd ist auch kein muss...gibt durchaus schon welche die über 50tsd liegen.
    Übers gerät würd ich mir wirklich keine Sorgen machen.


    ...nur nen deutlich kräftigeren Puffer würd ich für Euren Bedarf in Erwägung ziehen.
    Da kannst du dann mit den verschiednen schon vorhandenen Betriebsmodi die Eigenstromnutzung in die Höhe treiben.

  • Hallo firestarter,


    danke für Deine und den Anderen für die Antworten, ich habe das XRGI in Gütersloh live gesehen und gehört, es macht auf Anhieb einen ordentlichen Eindruck und ist relative leise dabei.


    Das mit dem Speichervolumen von 2.000 Liter habe ich in der Wirtschaftlichkeit von BHKW in der Objektversorgung und innovative Ansätze von Prof. Dr. Ing. Bernd Thomas, Hochschule Reutlingen / Maschinenbau gelesen.


    Uns liegt mittlerweile ein Angebot für das BHKW vor, das einen guten Eindruck hinterlassen hat und plausibel erscheint.


    Nun gilt es für mich, in unserer Wohnanlage für das BHKW zuüberzeugen.


    Dabei tauchte eine Frage auf, ob das BHKW tatsächlich nur mit der Rücklaufwärme soweit gekühlt werden kann, das der Motor nicht zu heiß wird oder wird Kaltwasser zusätzlich zur Kühlung verwendet. Eben so wie bei einem Schiffsdiesel. Ich war sprachlos. Was meint Ihr dazu, danke im voraus, der XRGI-Fan


  • Das mit dem Speichervolumen von 2.000 Liter habe ich in der Wirtschaftlichkeit von BHKW in der Objektversorgung und innovative Ansätze von Prof. Dr. Ing. Bernd Thomas, Hochschule Reutlingen / Maschinenbau gelesen.


    Kein Speicher ist ganz schlecht, aber irgendwann bringt es nicht mehr wirklich viel, noch zusätzliche Speichervolumina aufzustellen. Im dümmsten Fall erhöht man nur die Abstrahlungsverluste ohne zusätzlichen Mehrwert. Da muss man auch schauen, wieviel Platz im Heizungsraum ist.


    Wenn ihr schon zwei 500 Trinkwasserspeicher installiert habt, würde ich darüber nachdenken, die rauszuschmeissen und anstelle dessen eine Frischwasserstation (genügend groß, kann man auch kaskadieren) zu installieren. Vielleicht kann man die bestehenden Speicher dann auch als reine Heizungspuffer weiterbetreiben. Die Plattenwärmetauscher der Frischwasserstation ergeben sehr niedrige Rücklauftemperaturen, sofern Wasser gezapft wird und das bringt dann merkbare Einsparungen bei einem Brennwertwärmetauscher. Den auf jeden Fall mitordern!


    Gruß,
    Gunnar

  • Das Rücklaufwasser reicht zum Kühlen des Motors.
    Allerdings hätte man auch Schwierigkeiten eine Bafazulasasung zu bekommen wenn man das Kühlwasser einfach so in den Gulli verklappen würde.
    Naja, die Tiere in der Kanalisation würden sich über die Sommergefühle schon freuen ^^|__|

  • Hallo XRGI !


    Wir betreiben in einem Hotelbetrieb ein XRGI-13 To. Anlage läuft seit dem ersten Tag ohne Probleme. Wartungskosten übersichtlich, Kundendienst hat bei denen nicht viel zu tun. Kaufen, sparen - wohlfühlen !!!



    Gruß

  • Hallo Gunnar, ich habe in der Dokumentation bei EC-Power gesehen, dass es einen Wärmeverteiler Q-40 zum XRGI-15G bekommt und in diesem ist ein Plattenwärmetauscher von Danfoss drin.


    Im Anhang habe ich ein PDF vom Technischen Datenblatt des Q-40. Kannst Du was damit anfangen und ist dieser Q-40 mit dem Brennwertwärmetauscher, welche Du beschrieben hast vergleichbar?


    Übrigens vielen Dank für Eure Antworten, der XRGI-Fan.

  • Zitat

    Kannst Du was damit anfangen und ist dieser Q-40 mit dem Brennwertwärmetauscher, welche Du beschrieben hast vergleichbar?


    Der Plattenwärmetauscher in dem Q40-Wärmeverteiler trennt zwei Wasser-Kreisläufe: Ich bin mit der EC Power Anlage nicht so vertraut, wie der Fachberater der Fa. Brockbals, aber das könnte zum einen sein, dass der Motorkühlkreis vom Heizungswasser getrennt wird. Einen Plattenwärmetauscher, der Heizungswasser von Warmwasser (Trinkwasser) trennt, bräuchte man noch dazu. Das ist IMHO besser als ein großer Warmwasserspeicher. Der Plattenwärmetauscher gibt die kalten Zulauftemperaturen des Trinkwassers mit sehr geringer Grädigkeit weiter. Das Heizungswasser, was aus dem Plattenwärmetauscher zur Trinkwassererwärmung kommt ist sehr weit abgekühlt und kann dann einen hohen Brennwerteffekt erzielen.


    Den Abgaswärmetauscher mit Brennwerteffekt (Abgas zu Heizungswasser bzw. Motorwasser) braucht man noch extra. Der funktioniert umso besser, je niedriger das Temperaturnieveau des Energie aufnehmenden Wassers ist, weil dann viel Wasserdampf im Abgas auskondensiert und somit die Kondensationswärme noch zusätzlich eingefangen werden kann und nicht über den Schornstein das Haus verlässt. Der Brennwertwärmetauscher ist manchmal eingebaut und manchmal ein separates Bauteil, da er z.B. mit der entstehenden Feuchte in flüssiger Form (Korrosionsgefahr) klarkommen muss.


    Gruß,
    Gunnar



    PS. Dass das Kürzel XRGI auf das Wort Exergie anspielen soll, ist mir erst diese Woche nahegelegt worden. Ich habe das für ein kryptisches Technikerkürzel gehalten. Gibt's Vorschläge aus der Runde, wie man dem Teil einen Tiernamen geben kann? Vorschläge bitte an Herrn Barsties.

  • edit: da war Gunnar diesmal schneller
    lass es dennoch stehn...vll liegt einem die eine, und jemand anderen die andere Erklärung besser



    Hi XRGI-Fan.


    ich beantwort das mal.


    Nein,
    der integrierte Plattenwärmetauscher in der Q40
    hat nichts mit einem Brennwertwärmetauscher gemein.


    im XRGI sind verschiedene Wärmetauscher
    Öl, Wasser (auch den Motorblock könnte man als Wärmetauscher bezeichnen) und halt Abgaswärmetauscher
    Der Abgaswärmetauscher kühlt halt das Abgas noch nen bissl ab.
    Das ganze läuft in einem Kreislauf zum PWT im Q40


    Brennwertnutzung (Nutzung der Wärme des kondensierenden Abgases) tritt allerdings erst bei Temperaturen unter 60°C (je nach Wetterlage) auf,
    so dass sich hier ein weiterer, dann externer, Abgaswärmetauscher lohnen könnte.
    Um halt so niedrige Rücklauftemperaturen zu erhalten, muss das Heizwasser recht kühl sein (je kälter desto besser)
    Nun kommt man mit der Heizung nicht beliebig weit runter,
    ABER Trinkwasser was wir erwärmen kommt sehr kühl ins Haus.
    In einem von Gunnar angesprochen Frischwasserspeicher (oder auch Kombi-Hygienespeicher) wird das Trinkwasser im Durchlaufprinzip in einem Puffer erwärmt. Das führt zu niedrigen Temperaturen untem im Puffer und ist der Brennwertnutzung (falls zusätzlicher Abgaswärmetauscher vorhanden) sehr zuträglich.

  • Hallo XRGI-Fan,


    um auf die Frage aus dem Anfangspost zurückzukommen, die Prospektangaben sind schon realistisch. Die EC-Power haben eine große Verbreitung in Dänemark, wo der KWK-Anteil bei der Stromerzeugung viel höher als in Deutschland ist. In Deutschland ist das Vertriebs- und Servicenetz allerdings noch lückenhaft.
    Nach 40.000 Stunden wird nicht nur der Motor sondern das komplette Modul getauscht. Laut Netto-Preisliste 2009 kostet das BHKW knapp 30.000 EUR (incl. Steuerung & Q40 Wärmeverteiler), das neue Austauschmodul aber nur knapp 19.000 EUR. Vollwartungsverträge gibt es bis 40.000 Stunden (ohne Modultausch) oder auf 10 Jahre incl. regeneriertem Austauschmodul. Dann liegt der Vollwartungspreis bei ca. 50ct pro Betriebsstunde. Das Wartungspaket für Einzelwartung liegt bei knapp 500 EUR.


    Nach überschlägiger Analyse der angegebenen Verbrauchsdaten passt das EC-Power gut zu der Reihenhausanlage (Wärme- und Strombedarfsdeckung 60 .. 70%). Was ist aber mit 'Wärmeverbrauch pro Jahr: 600m³' gemeint - Warmwasser?
    Die Größe des Pufferspeichers und die Rentabilität einer Brennwertnutzung sollte genauer geplant werden.
    Wo stehen die beiden WW-Speicher in der Reihenhausanlage?
    Gibt es eine WW-Zirkulationsleitung?
    Eine Umstellung auf WW-Bereitung im Durchlaufprinzip (Hygienespeicher oder Frischwasserstation) ist nicht immer möglich bzw. kann mit erheblichen Kosten einhergehen.
    Über die Kühlung des EC-Power brauchst Du Dir bei Niedrigenergiebauweise keine Sorgen zu machen (Fußbodenheizung?). Der Q40 Wärmeverteiler ist für 75°C Rücklauftemperatur ausgelegt.


    Was soll die BHKW-Installation lt. Angebot denn kosten und was ist darin enthalten?



    Denkmaler



    p.s. @fire: Gunnar meinte eine Frischwasserstation, keinen Speicher.

  • Zitat

    Eine Umstellung auf WW-Bereitung im Durchlaufprinzip (Hygienespeicher oder Frischwasserstation) ist nicht immer möglich bzw. kann mit erheblichen Kosten einhergehen.


    Ein Punkt, der ggf. dagegen spricht, ist ein sehr kalkhaltiges Wasser. Man muss abwägen, ob man regelmäßige Entkalkungsaktionen durchführt - normalerweise im Verbund mit der BHKW-Wartung, was je nach Kalkgehalt eventuell sogar häufiger notwenig ist - oder ob man einen Vorratsspeicher nimmt, der aber nicht die Vorteile der niedrigen Temperaturen für den BW-Abgaswärmetauscher aufweist. Von der Leistung her im Vergleich zum WW-Speicher können auch Kaskaden von Frischwasserstationen eine Vielzahl von Zapfstellen abdecken.


    Gruß,
    Gunnar