Dachs-MSR2 Abgastemperaturfühler Motoraustritt/Fehler SC 104

  • Hallo,


    im März 2010 wurde mir vom Senertec-Kundendienst bei einer Wartung der Abgastemperaturfühler gegen eine neuere Version ausgetauscht. Seit Juli tritt mehrmals der Fehler 104 (Abgasfühler Motoraustritt/ Unterbrechung oder Kurzschluss) auf. Nachdem mein Dachspfleger einen neuen Fühler eingebaut hatte, trat der Fehler wieder mehrmals auf.


    An der Temperaturanzeige im Display habe ich folgendes festgestellt: Wenn die Motorabgastemperatur eine Minute nach dem Start nicht die normale Temperatur von ca. 500 Grad C erreicht geht der Dachs in den Wartezustand und versucht danach einen automatischen Neustart. Dieser gelingt meistens, ansonsten muß ich die Entstörtaste drücken.


    Vor einer Woche wurde die fällige große Wartung mit Russfilterwechsel durchgeführt. Seitdem ist der Fehler wieder zweimal mit einem automatischen Neustart aufgetreten.


    Welche Ursachen könnte der Fehler 104 haben?


    Gruß


    Bobbydachs

  • Hallo bobbydachs,

    Seit Juli tritt mehrmals der Fehler 104 (Abgasfühler Motoraustritt/ Unterbrechung oder Kurzschluss) auf.


    Ist schon einmal der Kabelbaum getauscht worden? Wenn nein, wie sieht der aus? (Die "älteren" Kabelbäume niegen dazu das nach ein paar Jahren die Isolierung wegbröselt, dann kann es schon einmal zu Kurzschlüssen kommen.

    Wenn die Motorabgastemperatur eine Minute nach dem Start nicht die normale Temperatur von ca. 500 Grad C erreicht geht der Dachs in den Wartezustand und versucht danach einen automatischen Neustart.


    Öhm 500 Grad sind eindeutig zuviel, bei sauberem Rußfilter nebst Abgaswärmetauscher dürften es so 380...410 Grad sein! Ab 480 Grad sollte der Regler schon die Leistung abregeln!

    Vor einer Woche wurde die fällige große Wartung mit Russfilterwechsel durchgeführt. Seitdem ist der Fehler wieder zweimal mit einem automatischen Neustart aufgetreten.


    Bei jeder Warung muß (sollte?) der Fühler abgezogen werden damit der Fühler entfernt werden kann, um an dessen Einbauöffnung den Abgasgegendruck messen zu können. Der Fühlerstecker ist ja im grunde genommen ein doppelter "Bananenstecker" evtl. mal die Steckerstifte mit einem Messer oder Schraubenzieher ein wenig aufweiten, damit der wieder besser in der Buchse "sitzt"! (Vorsicht, nicht zuviel, sonst brechen die einzelnen Segmente ab!)


    Ansonsten, mal ins Diagnosemenü schauen, hier sieht man sehr schön wie sich Fehlstarts, Motorabgastemp. usw. über einen längeren Zeitraum entwickelt haben!


    Gruß Dachsgärtner

  • Moin,
    ...und ist schonmal die Reglersoftware aktualisiert worden?
    Wenn ich das von meinem Pfleger richtig verstanden habe, gehört zum neuen Fühler unbedingt eine aktuelle Softwareversion!


    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Hallo AxelF,


    lt. Austauschanleitung Fühlertausch Version1 nach Version 2 ist die Softwareversion MSR-Komplett_015.muc Mindestvoraussetzung.Dieses Softwareupdate wurde im Okt. 2008 durchgeführt.Beim Tausch im März 2010 wurde der Fühlerparameter auf "06/08:SW 15 d=6 I=118" (Menüpunkt 11/8/16/01) eingestellt.


    Gruß


    bobbydachs

  • Hallo bobbydachs,
    ich hatte schon einen Wackelkontakt im Stecker des Fühlers. Die Abgastemperaturanzeige sprang hin und her, was ja physikalisch nicht sein kann. Ich habe Stecker und Kupplung überprüft und auf der Fühlerseite die Enden der Adern verzinnt und wieder angeklemmt. Seitdem waren die Probleme erledigt.

    Viele Grüße

    Hololoy


    Senertec Dachs HR 5,3 kW (2004), PV 1: 10 kWp (2008), PV 2: 5 kWp (2009), PV 3: 3,75 kWp mit Eigenstromnutzung (2013), PV 4: 7,5 kWp mit Eigenstromnutzung (2015), Speicherakku stationär: 24V, 10kWh brutto (2010), Zero SR: 13 kWh (mobiler Speicher, 2016), Opel Ampera: 16 kWh (mobiler Speicher mit Wärmeerzeuger, 2013)

  • Hallo,


    der Motorabgasfühler der vor ca. 4 Wochen von meinem Pfleger eingebaut wurde ist gestern durch den Senertec-Kundendienst ausgetauscht worden. Offensichtlich gibt es verschiedene Fühlerausführungen da die Steckerstifte am neuen Fühler dicker sind.Kabel waren O.K. Die Motorabgastemperatur betrug ca. 1 Std. nach dem Start 461 Grad. Hoffe das das Problem behoben ist.


    Gruß


    bobbydachs

  • Ich habe am 01.10. eine Wartung mit Rußfilterwechsel durchgeführt. Düsenhalter wurde ebenfalls erneuert. Danach hatt ich auch nach längerem Stillstand (meistens über Nach) die Fehlermeldung 104. Zweimal versuchte der Dachs selbst zu starten, danach ging er auf Störung. Die habe ich dann manuell entriegelt. Danach lief er meistens. Nun habe ich heute meinen Abgasfühler erneuert. Vorher war Version I verbaut, ich habe aber Version II montiert. Neue Werte in der MSR II eingestellt.. und siehe da er läuft. Die Abgastemperatur geht sehr schnell auf ca. 380 °C der alte Fühler blieb recht lange bei ca. 330 °C stehen. Ich denke er ist tasächlich defekt.


    Unterschied Fühler: Überwurfmutter Schlüsselweite 15 mm Länge ca 120 mm. Vorher SW.13 und Länge 95mm. Der Durchmesser vom Fühler ist ebenfalls grösser als bei Version eins.


    Viele Grüsse.

    Senertec Dachs HR mit MSRII Bj. 2006, 8700 Std, 1000 L Puffer, Brödje Solarröhren, Spitzenlastkessel, Wärmepumpe AxAir , EIB KNX und IP-Symcon Haussteuerung, Remeha EVita 25 mit 750 l Pufferspeicher mit Warmwasserbereitung.

  • Hallo liebe BHKW -Gemeinde,


    ich habe ab gestern auch diese Fehlermeldung.
    Nach manuellem entstören und beobachten der Motortemperatur fällt mir auf, dass diese sehr stark schwankt (innehalb von Sekunden). Wenn ich nach dem Steckkontakt (Fühlerseite) am Kabel wackle, bleit die Temperatur konstant.
    Bei wurde zu Beginn diesen Jahres der komplette Kabelbaum gewechselt. Nun weiß ich nicht, ob der Fühler auch mit getauscht wurde. Wenn ja, dann müsste auch ein Firmwareupdate geschehen sein, so wie ich das hier richtig gelesen habe.
    All diese Details sind mir leider nicht bekannt.


    Fazit: Der Dachs steht also erstmal still. :evil:
    Die Mitteilung der Servicecodes via SMS funktionierte auch nicht, sodass ich das Problem erst mitbekam, als ich mir heute morgen mit kaltem Wasser die Zähne putzen durfte. In der Vergangenheit habe ich das bereits öfter festgestellt, dass die Fehler mir und dem Wartungsbetrieb nicht mitgeteilt werden. Habe ich auch schon mehrfach angemängelt. Die Meldung im Dachsportal ist zu sehen, und angeblich wurden auch 2 SMS versandt, aber in welchem Telefon-Äther die verschwunden sind weiß ich nicht, bei mir kam zumindest wie immer nichts an. :thumbdown:
    Der Dachspfleger wurde auch schon informiert, er wollte mich zurückrufen. Auf den Rückruf warte ich nun schon etwas länger, aber das kenn ich von diesem "Verein" bereits schon, das sie nicht die schnellsten sind.


    Damit bin ich mit meinem Latinum erst ein mal am Ende und darf brav auf den Rückruf warten. :sleeping:


    Nachtrag: Ich nehme mal an, dass hier ein Kablebruch vorliegt, wobei ich auch diese blöde Steckverbindung nich besonders vertrauenserweckend finde.
    Ich kenne diese Schnellverbinder nur zu gut (siehe Foto). Das ist auch einer dieser Verbinder für einen PT100 für ein Gerät der Firma Licor. Damit habe ich schon seit Jahren so meine Probleme, dass die Verbindung nach einiger Zeit einen schlechten Kontakt aufweist. Diese made in USA Verbinder sind für derartigen Einsatz eben völlig ungeeignet.

  • Hat jemad eine Idee um welche Art von Fühler es sich hier handelt?
    Wenn es ein PT wäre, dann ist die Leitungsführung nicht gut gelöst. PT-Fühler sollten prizipiell immer mindestens mit einem 3 oder 4 Leitungs Verfahren angeschlossen werden, wenn die Leitung lang ist und Störspannungsfelder in der Nähe sind.
    Da hier nur zwei ungeschirmte Leitungen verbaut sind handelt es sich wohl vermutlich um ein Thermocouple Messfühler.
    Oder wer weiß was genaueres?http://www.omega.com/prodinfo/thermocouples.html

  • Die Frage ist nun schon etwas älter, aber vielleicht interessiert es doch noch jemand. Der Motoraustrittstfühler von Senertec für den MSR-1 ist ein PT100 Class B Fühler spezifiziert bis 500°C max, Messstrom 1 mA geregelt, und ist leider nur im 2 Leitungsverfahren mit mehr als 1 Meter ungeschirmtem Kabel, das zusätzlich einen 390 Ohm Widerstand eingeschleift hat, verbaut. Das ist jetzt keine elektrotechnische Meisterleistung, zumal der Temperaturkoeffizient des eingeschleiften Widerstandes sich in der Messgenauigkeit bemerkbar macht. Aber bei einer Messauflösung von +/- 3°C und einer Class B Ungenauigkeit von +/- 5°C + Widerstandsdrift des 390 Ohm Widerstand ist man schnell bei +/- 10°C Das erklärt auch die unterschiedlichen Austrittstemperaturen, die hier nach der Reinigung der AWT's und Russfilter bei HR Dachsen genannt wurden. Maro Buch

  • Die Frage ist nun schon etwas älter, aber vielleicht interessiert es doch noch jemand. Der Motoraustrittstfühler von Senertec für den MSR-1 ist ein PT100 Class B Fühler spezifiziert bis 500°C max, Messstrom 1 mA geregelt, und ist leider nur im 2 Leitungsverfahren mit mehr als 1 Meter ungeschirmtem Kabel, das zusätzlich einen 390 Ohm Widerstand eingeschleift hat, verbaut. Das ist jetzt keine elektrotechnische Meisterleistung, zumal der Temperaturkoeffizient des eingeschleiften Widerstandes sich in der Messgenauigkeit bemerkbar macht. Aber bei einer Messauflösung von +/- 3°C und einer Class B Ungenauigkeit von +/- 5°C + Widerstandsdrift des 390 Ohm Widerstand ist man schnell bei +/- 10°C Das erklärt auch die unterschiedlichen Austrittstemperaturen, die hier nach der Reinigung der AWT's und Russfilter bei HR Dachsen genannt wurden. Maro Buch


    Ja, das hatte ich schon vermutet...
    Schade eigentlich, dass hier, wenn man schon mit Qualität wirbt, keine Konsequens dahinter steckt. So ein kleines Kabel in der Länge hätten keine Unkosten verursacht, wenn man es richtig gemacht hätte. Da wird wieder mal an der falschen Stelle gespart.
    Ich denke der eigentliche Grund liegt am Messwandler selbst, der wird keine 3-4 Leiter Sensoren abgreifen können...


    Insgesamt finde ich die Kabelbaumlösung sowie so nicht besonders Langlebig. 3-5 Jahre und der Mantel fängt an zu sublimieren. Ordentliche Hochtemperaturleitungen hätten hier besser ihre Funktion übernommen.