BHKW schalltechnisch entkoppeln mit Sockel?

  • Ahoi :)


    Bei vielen Betreibern haben wir gesehen, dass das BHKW auf einem Betonsockel steht, der wiederum auf einer Trennschicht zur Entkopplung und Schallübertragungsreduktion steht.


    Unser erfahrene BHKW Lieferant empfiehlt einen normalen Kesselsockel aus Isoliermaterial mit Blech drüber, klingt auch gut und ist viel weniger Aufwand.


    Wie sind Eure Erfahrungen dazu?

  • Hmmmm



    Das kann gehen muß aber nicht, BHKW ist nicht gleich BHKW


    gibt 1 Zylindrige die gibts auch als Chinaware wo man das
    ganze gleich noch als Rüttelplatte verwenden kann oder mit Masseausgleich
    kann aber auch mehrzylindrig sein, bis zu 12 Zylindermotoren
    kann sogar noch mehr sein :pfeifen:


    Ich hab welche schon so auf den nackten Boden gestellt und das tut
    garnix, für andere hab ich 40 cbm Beton vergoßen, also nur zu schreiben
    BHKW ist in meinen Augen zu wenig, man sollte schon dazuschreiben um
    welchen Typ es sich handelt worauf sich die Erfahrungen beziehen.

  • Abend,


    nuja, Neuendörfer fällt in letzer Zeit schon mit vermehrten Postings auf in denen zu lesen war das ein Konrad Weigel verbaut werden soll.


    Ich plane für das Foren-Volks-BHKW jedenfalls einen ordentlichen, entkoppelten Betonsockel. Getreu dem Motto die Masse machts...
    Obs erforderlich ist ist aber echt eine Entscheidung die für jeden Einzelfall getrennt getroffen werden muss. Wenn du nachher übertragene Vibrationen hast wirst du dich Ärgern nicht gleich nen Sockel gegossen zu haben.



    mfg JAU

  • Hallo zusammen,


    im Schienenbau bei U -und S-Bahn sowie der DB wird der Schallausbreitung mit speziellen Gummimatten im Gleisbett zu Leibe gerückt!
    Weis da jemand genaueres und könnte das System nicht auch in einem BHKW-Fundament Anwendung finden? _()_


    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Hallo Neuendorfer,


    wie schon zu lesen war, ist die Schallproblematik mitunter recht komplex und eine 'saubere' Lösung kostet eben etwas.
    Im professionellen Bereich ruht der Maschinensockel bzw. das Maschinenfundament auf elastischen geachlossenzelligen PUR-Schaumgummistreifen oder Pads (Marken Sylomer, Regufoam u.a.). Falls der Sockel versenkt ist, müssen auch die Ränder entsprechend entkoppelt sein. Idealerweise hat der Sockel etwa das doppelte Maschinengewicht um eine maximale Dämpfung der kritischen Frequenzen zu erreichen. Alternativ gibt es auch Lösungen mit auf das Maschinengewicht abgestimmten Federn aus Gummi oder Stahl.


    In Eurem alten Gemäuer (oder wird der ganze Aufstellraum neu gebaut?) dürfte das aber nicht allzu kritisch sein. Aus Kostengründen habe ich mich für ein seitlich entkoppeltes Fundament auf Sandboden mit mehr als der doppelten Maschinenmasse entschieden und es nicht bereut (über 150 Jahre alter Gewölbekeller).
    Ist mit 'BHKW-Lieferant' der Hersteller gemeint? Ansonsten würde ich dort mit einer Beschreibung der Örtlichkeit mal anfragen was er empfiehlt.



    Denkmaler



    p.s. Was hat KayT gesagt?

  • Die sicherste und beste Lösung der Schalldämmung ist Masse, Masse, Masse,....


    Muß man natürlich genügend Platz dafür vorsehen!


    Also überdimensioniertes, vom Boden entkoppeltes (siehe Beispiele von Denkmaler), schweres Betonmaschinenfundament, massive BHKW-Einhausung aus Beton (auch mit Betonschalungssteinen) oder gemauert aus Kalksandsteinen, vieleicht auch eine zweischalige Wand, schallgedämmte, dichte und schwere Zugangstüren in Verbindung mit kompensierten Zuleitungen durch die Wände oder den Boden. Große Schalldämpfer für Abgas und Ansaugluft, sowie für die Zu- und Abluft des Raumes.


    Dann haben Schwingungen keine Chance Wände oder Böden nach draußen hörbar anzuregen.


    Die Selbstbau- Spanplatten-, Lochblech- und Steinwolledämmungen oder Blechkasten mit Schaumstoff innen beim BHKW sorgen nur für Frust, denn da hauen die Schwingungen doch einfach durch! |:-(


    Gruß B

  • Da ich mein Schlafzimmer direkt über dem BHKW-Aufstellraum im Keller zu liegen habe, war das natürlich für mich auch ein zu lösendes Problem.
    Vorweg: Meine Frau hört nix... - obwohl nicht schwerhörig, eher im Gegenteil... :wseufzer:
    Ich hab mich dann für eine Akustik-Dämmung an der Kellerdecke (100mm ca. 8qm, rd. 350 €) entschieden und drunter ein 400 kg-Fundament (80 x 120 cm, 25 cm dick bzw. hoch) auf eine - wie für Waschmaschinen ähnlich - ca. 2cm Elastomermatte (lag rein zufällig auf einer Baustelle verdreckt rum... :roflmao: ) entschieden. Immer wenn ich jetzt schlafen gehe, summt unter mir ganz leise der "Geldsegen" :blush2: und wiegt mich beruhigend in den Schlaf... (auch bei Volllast, hab noch keine sog. kritischen Drehzahlbereiche bezügl. Resonanz o.ä. bemerken können !)
    pamiru48 :D

  • Die ozilierende Masse des Kolbens braucht eine möglichst große
    Gegenmasse. Da ist das ecopower besser als der Dachs. Der
    ecopower-Motor ist in Höhe der Rotationsachse aufgehängt. Dadurch
    wirken auf den Schwingungsdämpfer nur Kräfte in der Senkrechten. Der
    Dachsmotor steht auf den Federn wie früher die ersten ecopower-Motoren
    (A-Serie). Das Gehäuse hat beim ecopower mehr Masse. Zusätzlich stehen
    die Füßen auf Dämpfungsplatten. Dies reicht normalerweise aus um eine
    Ausreichende Körperschalldämmung zu gewährleisten. Ein zusätzliches
    entkoppeltes Fundament beruhig nur die ganz empfindlichen. Denn hören
    tun die nix, die glauben es nur. Meine Erfahrung aus 11 Jahren BHKW-installation und bei einer Montage Anfang des Jahres wieder eindrucksvoll erlebt.




    Ein häufiges Problem ist der Schall aus dem Kamin, wenn die Abgasleitung nicht sauber verlegt ist.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
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  • Also überdimensioniertes, vom Boden entkoppeltes (siehe Beispiele von Denkmaler), schweres Betonmaschinenfundament, massive BHKW-Einhausung aus Beton (auch mit Betonschalungssteinen) oder gemauert aus Kalksandsteinen, vieleicht auch eine zweischalige Wand, schallgedämmte, dichte und schwere Zugangstüren in Verbindung mit kompensierten Zuleitungen durch die Wände oder den Boden. Große Schalldämpfer für Abgas und Ansaugluft, sowie für die Zu- und Abluft des Raumes.


    Zweischaltige Wand? Jetzt mal nicht übertreiben. 8)


    Zitat

    Die Selbstbau- Spanplatten-, Lochblech- und Steinwolledämmungen oder Blechkasten mit Schaumstoff innen beim BHKW sorgen nur für Frust, denn da hauen die Schwingungen doch einfach durch! |:-(


    Da möcht ich jetzt doch widersprechen.


    Es ist schon so das eine Schallisolierung besser funtioniert wenn sie schwerer ist. Und gerade die Schallschutzkabinen die wir auf Arbeit haben sind keine Leichtgewichte. Aber eben auch nix anderes als Blechboxen, verfüllt und einseitig mit Lochblech verschlossen. Das Problem ist dabei halt das Materal so zuwählen das es auch funtioniert. Man kennt ja die Problematik im Bau auch vom Trittschall, da ist es auch von Vorteil wenn man schwere Materialien wählt, eine Holzbalkendecke eben nicht mit Glaswolle füllt, sondern Isoflock oder gleich Sand verwendet...
    Im Bezug auf eine bewegliches Schallschuztgehäuse heißt das eben statt Schuamstoff oder Glaswolle z.B: Steinwolle für Trittschalldämmung (die ist deutlich dichter als das Zeug zur Wärmedämmung).


    Wichtig ist eben den Unterschied zwischen Luftschall und Körperschall zu erkennen und entsprechencde Maßnahmen einzuleiten, Beipiele wurden (auch von dir) genug genannt.



    mfg JAU