Für und wider Privater Klein-BHKW

  • Da es mein Naturell ist, bevor ich was anfange erstmal gründlich zu nachzudenken, habe ich mich natürlich auch vor dem Kauf meines BHKW Bausatzes intensiv informiert. 8)


    Dabei bin ich bereits im Vorfeld zu der Erkenntnis gekommen, dass sich ein privat betriebenes BHKW, finanziell gesehen, in den meisten Fällen NICHT rentieren wird. Und wenn, dann nur aufgrund eines hohen Subventionsanteils.


    Im gewerblichen Bereich kann das anders sein, wenn es ein Betrieb ist, der einen hohen Strom- und einen hohen Wärmebedarf hat. :zitat:


    Gewerbebetriebe mit nur hohem Strombedarf wie Server-Farmen etc. sind sogar aus der BHKW Technik wegen finanzieller Unwirtschaftlichkeit wieder ausgestiegen. :thumbdown:


    Es ist nunmal so. Der Strom aus dem Netz ist zu billig und der Brennstoff für das BHKW und die BHKW-Bereitstellung zu teuer. |__|:-)


    Das hat mich aber nicht abgehalten es dennoch zu machen und ich strebe sogar die "grosse Lösung" an: vollständig netzunabhängiger Betrieb. Und das bittschön ohne Komforteinbussen. :imsohappy:


    Und mit einer mustergültig aufgebauten "Musterlösung" werde ich dann hausieren gehen und versuchen möglichst viele zu "missionieren". :thumbsup:


    Warum? Seht meine Signatur.

  • Um mir hier mal selbst zu antworten:


    Bei allen Immobilien Projekten, wo eine elektrisch betriebene Wärmepumpe zur Heizung eingesetzt werden soll, rate ich uneingeschränkt zu einem zusätzlichen BHKW, um in der Heizperiode den Strom selbst zu generieren und die dabei anfallende Wärme auch zu nutzen. Gas- oder Ölversorgung für den unabdingbaren Spitzenlastkessel muss man ja im Haus haben und den Kessel könnte man dann weglassen.


    Dies sollte sich dann auch rechnen. |__|:-)


    Warum ich kritisch bin? :pilot:


    Nunja, die mal auch von mir vertretene Auffassung, dass wenn man Öl oder Gas verbrennen muss, um zu heizen, man einen Zugewinn erhält, wenn man mittels BHKW nebenbei Strom erzeugt, musste ja in so manchem Fall revidiert werden. :hust:


    Sonst wäre die Energiebox, ein etwa ein Kubikmeter grosser Würfel, der vor ca. 30 Jahren das erste kommerzielle BHKW für den Privatier darstellte, auch ein Selbstläufer geworden.
    Das wurde sie nicht, denn die meisten blieben bereits nach wenigen Monaten stehen, soweit ich mich erinnern kann. :beta:

  • Jain, wo sich eine Wärmepumpe lohnt sind die Bedarfsmengen normalerweise so gering das sich ein BHKW nicht rechnet.
    Allerdings kann man in einer Umgebung wo sich ein BHKW lohnt, als Spitzenlastzuheizung eine Wärmepumpe dazunehmen.
    Allerdings keine LuftWP die ist wenn der Bedarf da ist zu ineffizient, da die Luft draussen auch kalt ist.
    Und eine Bohrung für Spitzenlast ist recht teuer.