Technologische und energiepolitische Bewertung der Perspektiven von KWK in D

  • Höchstinteressant - und ernüchternd ... ?(


    Resümee :
    Mini-BHKW-Chancen stehen schlecht bis katastrophal. Wenn diese "Strategie" folgerichtig das BMU/BAFA erreicht, sind die Polemiken zu Förderzuschüssen geklärt - und diese gestrichen. Den angeführten Argumenten dort kann man sich kaum verschließen - wenn diese denn nun genau so zutreffend sein sollten, wie vordem die Argumente für den Ausbau der KWK-Konzepte. Das jedoch ist für den "Privat-Anwender" kaum durchschaubar. ;(


    Immerhin:
    Jetzt - also 2010 - installierten BHKW wird noch eine Berechtigung bis ca. 2020 gegeben. Das heißt, die Lebensdauer wäre zumindest ausgeschöpft und die Investition muß sich "rentiert" haben. Einer Folge-Investition mit gleicher (BHKW) Technik wird damit die Grundlage entzogen. Eine Kopplung mit PV wäre anzustreben (Winter/ Sommer)... Dabei ist jedoch ein - zumindest übergangsweiser - Parallel-Effekt zu beachten. Ab welchem Zeitpunkt wäre ein Abschalten eines BHKW zugunsten der PV optimal, ohne die betriebs-wirtschaftlich erforderlichen Voll-Laststunden ausschöpfen zu können ??? @:pille Es gibt demzufolge bestenfalls noch "Optimierungspotential" für bestehende BHKW !?!


    pamiru48

  • Moin


    Da fragt man sich wer diese Studie in Auftrag gegeben hat @:pille .


    Schon die anfängliche Betrachtung bezüglich Primärenergie halte ich für Augenwischerei!!
    Hier geht man vom "heutigen Stand der Technik" aus also vom technisch möglichen - aber welches unserer "bestands" AKW oder KKW ist schon auf diesem neuesten Stand ( GuD sind Vorzeigeprojekte und meist auch recht neu, deshalb sehr effizient ) ??
    Die Studie hackt auf den existierenden nachteilen von BHKW rum ohne das eigendliche Problem zu benennen.


    Unsere Infrastruktur ist einfach zu alt und unflexibel um die Mengen an erneuerbaren Energien venüftig aufzunehmen zu verteilen und zu koordinieren.


    |__|:-)

  • Zitat

    Eine erste Version des Projektberichts wurde auf einem RWE‐Fachgespräch am 26. März 2010
    in Berlin mit Experten diskutiert. Die Autoren bedanken sich bei den Teilnehmern für die vielen
    wertvollen Anregungen.

    Ach, ist doch immer dasselbe!!! RWE ist schon mal in dem Bericht erwähnt, dann hat der RWE Boss Großmann an der TU-Berlin promoviert, wennes da mal keine alten Seilschaften gibt usu…usw…
    Wenn man sich die Zeit nimmt und die Verbindungen der Verfasser dieses Berichtes ein wenig durchleuchtet, dann kommt garantiert noch weiter Zusammenhäge ans Tageslicht.


    Wie heißt es doch so schön trffend: Beiße nie die Hand, die dich füttert!


    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Danke Axel,
    das Sternchen viel mir auch gleich ins Auge
    und wie gut, dass diesmal das kleingedruckte gleich auf Seite 1 steht.


    Dennoch,
    kann man manch angesprochenes nicht von der Hand weisen
    doch deren Wichtung und Deutung ist doch wohl sehr zu hinterfragen.


    na als erstes die Datengrundlage
    - man nimmt die Szenarien einer RWE-Studie (na huch, nicht von ReWE?)
    - die Kritik an der Darstellung des KWK-Effekts,
    ist ja sicherlich grundsätzlich denkbar. Im Vergleich zu einem GuD sind die Potentiale geringer (doch selbst bei diesen Daten immernoch vorhanden !) Doch, was haben wir den in der Realität, also heute? Die Masse sind doch nicht hochmoderne GuDs, sonder veraltete Kohlemeiler. Und wie sieht es 2030 aus? Glaub kaum, dass die Ausbau-Pläne u.a. von RWE darauf schliessen lassen, dass wir die mini-KWK in Konkurrenz zu massenhaften GuD stehen, sondern eher zu den dann über 20 großen Kohlemeiler (oder planen DIE etw die nach 10 jähriger Betriebszeit die schon wieder vom Netz zu nehmen?)
    - übrigends zu GuD versus mini-KWK hab ich neulich einen Verweis zu einer anderen Untersuchung gelesen. Ergebnis: selbst bei nur 63%iger Wärmenutzung wäre mini-KWK zu GuD konkurrenzfähig.
    - der mini-KWK wird als teuerste KWK-Option zur Co2-Minderung dargestellt, das ist sicherlich richtig
    doch sind rund 50% der Wohneinheiten Deutschlands in 1 oder 2-Familienhäusern. Hier haben wir überhaupt nicht das Potential diese mit Fernwärme und GuD zu versorgen (selbst wenn man wollte)
    In Punkto CO2-Vermeidungskosten stehen die KWKs (und auch die mini-KWK) durchaus glänzend da und schlagen viele andere Varianten. Auch die in diesen Kreisen beworbene CCS ist nämlich auf deutlich höhere Kosten angewiesen.
    Weiterhin wird -sollte es doch hoffentich so kommen- überhaupt nciht berücksichtig, dass bei echter serienproduktion doch schon mit nennenswerten Kotensenkungen zu rechnen wäre
    - dann, wird auf das ähnliche Laufzeitverhalten von KWK und Wind verwiesen. Das ist sicherlich richtig
    und wo ist das Problem? wenn wie hier statt 50h im Jahr es zu 500h im Jahr mit Stromüberangebot kommt?
    Dann wird halt das bhkw abgeschaltet und der Spitzenlastbrenner übernimmt den Job, oder -eine Variante die hier auch nicht in Erwägung gezogen wurde- durch den Überschuss an erneuerbarer Energie wäre doch durchaus ein Heizen mit Strom denkbar. Ist in diesem Fall nämlich regeneratives Heizen und noch mehr zubegrüßen als KWK-Wärme. In nichtmal 10% des Jahres doch eine denkbare Variante, oder?
    Das man auch mehr Speilraum hätte duch ein smart-grid (was doch hoffentlich bis 2030 steht) und wir hier gezoelt BHKWs ins Stromlastmanagment einsetzen könnten...nee nee, ist für die Herren wohl undenkbar.
    Aber schon klar -und für den geneigeten Leser wohl nachvollziehbar- dass man hier versucht, 450 Stunden wo theoretisch KWK und Wind in Konkurrenz stehen könnten, herranzuziehen um eine Begründung zu suchen, warum die restlichen 8.200 h eines Jahres nicht der KWK-Strom ins Netz gehört um sich das eigene Kohlegeschäft zu vermiesen.
    - und letzlich, ist es doch auch nicht schlimm, wenn in 2030 wir die mini-bhkws wieder rausreissen. 20Jahre erscheinen mir ein angemessener Zeitraum für eine Heizungserneuerung....ist wohl einfacher zu gewährleisten, als die dicken Kohlemeiler mit typischen Laufzeiten von 50 oder 60Jahren jetzt bauen zu wollen.


    Ist ja toll,
    dass hier angeblich versucht wurde KWK und Energiemarkt etwas ganzheitlicher zu betrachten. SEHR GUT, wenn man es denn wirklich macht und auch andere Entwicklungen berücksichtigt, was hier m.E. überhaupt nciht gemacht wurde.


    PS: einen wie ich finde wichtigen Teil hab ich nochmal fett markiert. auch auf dem parlamentarischen Abend, hatte ich zeitweilig das Gefühl, dass versucht wird die regenerativen und die KWK gegeneinander Auszuspielen. VERGESST ES, uns (zumindest ich) bin damit nicht zu ködern. Das habt ihr schon mit Atom und EEs versucht (die könnten ja die Entwicklung bezahlen) und seid dort gescheitert und auch bei den KWK-ler werdet ihr Ecuh blutige Nasen holen. Zeigt sich ja schon bei den Stadtwerken (potentielle Fernweärme-KWK) die gegen die Laufzeitverlängerung der Atomwirtschaft mobil machen.
    Und bei den Klein-KWK-lern bin ich mir fast sicher, dass die alle kein Problem damit haben bei 100% EEs im netz den Hammer rauszuholen um sich dann eine elektrische Heizung (z.B. DANN sinnvolle Wärmepumpe) reinzustellen...aber bitte erst mit 100% EEs im Stromnetz und schon erfolgter Elektrifizierung des Verkehrs

  • Fire, du sprichst mir aus der Seele!! :hutab:


    Schön das du immer so klare Worte für diese DUMMPLAKATIV Gutachten hast,
    aber leider werden genau diese Pamphlete bei den Politikern verteilt wie Smarties,
    damit bloß kein anderer Gedanke bei denen wachsen kann.


    Unsere Vertretung sollte deine Texte kopieren und in deren Mail- und Postverteiler an jeden versenden!
    So lange bis es den Politikern aus den Ohren wächst.
    Dann wird es evtl. bei denen im Hirn angekommen sein.

  • huch,
    aber diesmal waren wir ja langsam


    Gab schon eine Stellungnahme der Grünen zu dem Thema am 26.März


    [Quelle: http://www.umweltruf.de/news/111/news0.php3?nummer=37460]


  • - übrigends zu GuD versus mini-KWK hab ich neulich einen Verweis zu einer anderen Untersuchung gelesen. Ergebnis: selbst bei nur 63%iger Wärmenutzung wäre mini-KWK zu GuD konkurrenzfähig.
    - der mini-KWK wird als teuerste KWK-Option zur Co2-Minderung dargestellt, das ist sicherlich richtig
    doch sind rund 50% der Wohneinheiten Deutschlands in 1 oder 2-Familienhäusern. Hier haben wir überhaupt nicht das Potential diese mit Fernwärme und GuD zu versorgen (selbst wenn man wollte)

    Da wird aber etliches sehr Locker dargestellt


    1. auch hier im BHKWforum akpzetiert man noch Zahlen die so nicht Stimmen


    Normale Kraftwerke haben untern Strich kein 33% an Wirkungsgrad


    http://www.ag-energiebilanzen.…&mimetype=application/pdf


    Strom beim Endkunden 1.480.198 Terajoule
    Brennstoffmenge 5.616.028 Terajoule


    ergibt 26,4% Wirkungsgrad



    2. Ein GUD das Fernwärme auskoppelt fällt auch auf 40% Elektrisch ab und ein
    Propaganda GUD Kraftwerk von über 60% Elektrisch ist bei genauer hinsehen
    etliches davon entfernt


    http://www.ffe.de/download/lan…g_Strombereitstellung.pdf


    auf Seite 315 kann man folgendes Nachlesen


    "4.1 Betriebsweise


    Die ins öffentliche Netz eingespeiste Energiemenge über die gesamte Betriebszeit errechnet
    sich zu 73 TWh.


    4.2 Brennstoff


    Über die veranschlagte 30 jährige Nutzungsdauer ergibt sich bei konstantem Verbrauch
    ein Erdgasbedarf von 10,5 Mio. t oder primärenergetisch bewertet von 530.000 TJ."



    ich bin ja nur ein alter einfacher Handwerker, aber 60% Wirkungsgrad kommen
    da nicht raus, wohlwolllend kann man darüber Diskutieren das man Aufgerundet ein
    5 Hinschreiben kann.



    p.s. im letzten Beitrag aus Berlin wurden die Grünen zitiert ( sicher mein * Freund * H.J. Fell dabei
    der hats noch nie so mit den rechnen gehabt )


    "Auch ein drohender Systemkonflikt mit den Erneuerbaren entspricht nicht
    den Tatsachen.
    KWK ist mit dem heutigen Stand der Technik flexibel
    genug, um auf schwankende Stromeinspeisung
    aus Wind und Sonne zu
    reagieren. Statt nach den Erneuerbaren nun die KWK zu bekämpfen,
    sollte
    RWE auch in diese dezentrale und klimafreundliche Technologie
    investieren."



    kWK hat jetzt die absolute Arschkarte gezogen ist doch nach derzeitiger Rechtssprechung die
    EEG Umlage sogar in einen Hausnetz fällig, da die Kunden nicht gern mehr bezahlen wollen
    gehts also vom Ertrag ab :hutab:

  • Ich hatte zu dem Thema auch an anderer Stelle mal nachgehakt


    Ergebnis
    - Die TU Berlin hatte in Kooperation mit dem BDI zu einem Fachgespräch eingeladen zum Thema "Ist das Ziel von 25 Prozent KWK klimapolitisch noch sinnvoll?" eingeladen.
    Das Fachgespräch fand statt am Freitag, den 26.3.2009 im DBB Tagungszentrum Berlin.
    - Teilnehmer waren ca. 40 geladene Gäste, überwiegend Mitarbeiter der TU-Berlin, der RWE sowie Interessenvertreter der Energiewirtschaft, der Industrie u.a.
    - Die Veranstaltung wurde durch Prof. Dr. Georg Erdmann eröffnet und moderiert. Sie umfasste zunächst eine Vorstellung von Herrn Dipl.‐Wirtsch.‐Ing. Lars Dittmar, inhaltlich verantwortlich für die Studie bei Prof. Dr. Georg Erdmann. Anschließend hat Herr Prof. Traube (Anm. d.Red: KWK-Urgestein) - kurzfristig für Herrn Eickmeier eingesprungen - einen Gegenvortrag gehalten. Im zweiten Teil wurde die Studie von Herrn Dr. Matthias Dümpelmann (8KU, Berlin) kritisch kommentiert, worauf sich anschließend eine längere und lebhafte Diskussion mit den Zuhörern entwickelte.
    - Insgesamt wurde die von RWE finanzierte Studie "Technologische und energiepolitische Bewertung der Perspektiven von Kraft-Wärme-Kopplung in Deutschland" der TU-Berlin von den Zuhörern überwiegend kritisch aufgenommen. Herr Prof. Erdmann berichtete, dass inzwischen selbst innerhalb der RWE die Studie auf Kritik gestoßen ist. Zu den wichtigen zu kritisierenden Punkten zählen die Annahmen bezüglich der Effizienz gekoppelter und ungekoppelter Technologie, welche Energieträger (bzw. Energieträgermix) als relevante Referenz herangezogen werden und welche Kraftwerke verdrängt werden.
    - von der TU Berlin wurde inzwischen eine veränderte Kurzfassung sowie eine Langfassung veröffentlicht
    http://www.prognoseforum.de/wo…s_26_03_10/KWK-Studie.pdf
    http://www.prognoseforum.de/wo…0/KWK-Zusammenfassung.pdf



    Falls es im anderne Post untergegangen ist
    von RWE finanziert....und damit erhärtet sich der Anfangsverdacht, dass man bei sowas wohl ganz besonders kritisch gucken muss
    Schon erstaunlich, geht denen (insbesondere RWE) so die Muffe????
    Vergeht ja kaum ein Tag, wo nicht irgendein Kommentar, Studie oder sonstwas von deren Haus-Institut RWI (<- bei der Namenswahl wird der Zusammenhang schneller kalr) gegen EEs und co zu lesen ist....nun also auch Studien von anderen Häusern, die man dort im Auftrag gibt.

  • kWK hat jetzt die absolute Arschkarte gezogen ist doch nach derzeitiger Rechtssprechung die
    EEG Umlage sogar in einen Hausnetz fällig, da die Kunden nicht gern mehr bezahlen wollen
    gehts also vom Ertrag ab :hutab:

    Moment mal, diese Betrachtung trifft nur auf Contraktoren zu - die klassische Eigenerzeugung mit dem Hauseigentümer/Vermieter als BHKW Besitzer wird nicht berührt!!
    (man kann sich also aussuchen ob man lieber mit dem FA wegen Vorsteuer oder mit dem VNB wegen EEG Umlage streiten möchte ^^|__| )


    PS.nicht das Kleingedruckte lesen, es schadet Ihren Augen!!


  • die klassische Eigenerzeugung mit dem Hauseigentümer/Vermieter als BHKW Besitzer wird nicht berührt!!
    (man kann sich also aussuchen ob man lieber mit dem FA wegen Vorsteuer oder mit dem VNB wegen EEG Umlage streiten möchte ^^|__| )

    Tja eigentlich müßten also alle die Beliefert werden Eigentümer sein :pfeifen:


    Ein RaiffeisenBHKW _()_ obwohl Raiffeisen war Beamter so gesehn kann das keine Gute Idee sein
    von den kommt in der Regel nix Gscheites, aber zu jeder Regel gibts eine Ausnahme


    http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wilhelm_Raiffeisen