Finanzamt Umsatzsteuer

  • Hallo Leute!


    also ich hab nen gebrauchten Dachs gekauft und seit November 204 in Betrieb. Der Apparat versorgt ein Mehrfamilienhaus mit Büroanbau mit insgesamt ca 500qm.


    Soweit alles im Lot. Nun kann ich ja mich als Kleinunternehmer ansehen und in diesem Zusammenhang zur Umsatzsteuerveranlagung optieren. Das hätte zur Folge das ich die Vorsteuer aus der Anfangsinvestition erst mal wieder vom FA (Finanzamt) zurückerstattet bekomme. Das wären immerhin ca 1800 Euro.
    Allerdings muss ich ja beim Stromverkauf dann auf die Stromrechnung Mehrwertsteuer draufhauen und dann ans FA abführen.
    Soweit wäre die Rechnung ja erst mal in Ordnung.


    Nun war heute die Tante vom FA da und hat sich die Sache mal vor Ort angeschaut. Es ist wohl leider so, dass das BHKW ja in erster Linie da ist um Wärme zu erzeugen. Somit muss ich die Abgabe der Wärme auch steuerrechtlich behandeln. Ich habe nun folgende Möglichkeiten:


    a) ich lass es wies ist, d.h. keine Veranlagung zur Umsatzsteuer. Ich stell die Rechnungen an den Stromabnehmer ohne MwSt. Meinen Eigenverbrauch im Haus (Strom und Wärme) sowie der Verbrauch meiner Mieter bleibt umsatzsteuerfrei.


    b) ich optiere zur Umsatzsteuer und muss dann aber meinen Eigenverbrauch rausrechnen. Die Rechnung sieht dann z.B. so aus:
    Das BHKW hat im Jahr 2004 21.000 kWh gemacht. Davon sind 6471 kWh erzeugte elektr. Energie. Die ganze Wärme ist sozusagen Eigenverbrauch im Umsatzsteuerrechtlichen Sinne. Weil die Nebenkosten und die Miete für meine paar Mieter pauschal und ohne MwSt berechnet werden. Lediglich auf den verkauften Strom haue ich dann MwSt drauf. Allerdings kann ich auch nur von den anteiligen Anschaffungskosten dann Vorsteuer geltend machen. Das wären etwa 150 Euro...


    c) ich vermiete in Zukunft an meine Mieter mit MwST. und zwar Miete und Nebenkosten mit MwSt, anders gehts ned. Und ich kann doch ned meine Mieter mit ner 16%igen Erhöhung belasten für nix und wieder nix?


    Knackpunkt für das FA ist wohl wie man das BHKW ansieht. Liefert es in der Hauptsache Strom und ist die Wärme Abfallprodukt, oder ist es in erster Linie als Heizung gedacht und liefert als "Abfallprodukt" Strom. das FA sieht es als Heizung an.


    Wie macht Ihr das? Kennt Ihr Entscheidungen der Oberfinanzddirektionen?

  • Hallo Hanswurst,


    ich habe Dir (und auch anderen) im Downloadbereich eine Datei eingestellt, die Dir in Sachen Finanzamt vielleicht helfen könnte ;) .
    Bei mir hat es geholfen :D .
    Der Finanzbeamte der uns Besuchte hat sich für die Wärme überhaupt nicht interessiert. Ich berücksichtige jetzt aber trotzdem den Eigenverbrauch des Stroms und der Wärme (schreibe mir eine Rechnung mit MWST wegen Gewinnerzielungsabsicht). Dafür kann ich alle Kosten ansetzen incl. Abschreibung (20 Jahre).


    Gruß
    Thomas

  • Moin Dietrich,


    das Problem ist nur das die Finanzämter das so handhaben wie sie es meinen :( . Unseres wollte unbedingt 20 Jahre Abschreibedauer @:Pille . Ich habe aber keinen Nerv mehr gehabt mich auch noch mit den Finanzämtern herumzustreiten, mir haben die 2 Jahre "Kampf" mit unserem Energieversorger gereicht :-| .


    Gruß
    Thomas


  • und wo finde ich den downloadbereich?

  • ... findest du im Mitgliedsbereich auf dieser Seite ganz links ganz unten.


    Voraussetzung ist allerdings, daß du dich eingeloggt hast.



    mfg Andy

    ... denn die Freude an der richtigen Entscheidung währt länger als die Freude am billigen Einkauf!

  • Hallo Thomas,
    das ging ja super schnell, bin mal gespannt wie der Chat angenommen wird! Ich bin in einem Kroatien-Chat (Urlaub, Campingplätze u.ä.) dort treffen sich einige immer so/ab gegen 20:00 Uhr. Ist manchmal sehr chaotisch, wenn viele sich Room befinden, kann aber auch sehr lustig sein:-)!
    Jetzt aber etwas ganz anderes:
    Die Geschichte mit dem Finanzamt beschäftigt mich, seit ich hier im Forum darüber gelesen habe.
    Ich weiß das ich meine PV-Anlage (wird im Januar aufgebaut) anmelden muß/darf (Kleingewerbe) und entsprechend die MwSt und auch andere Kosten wie Wartung oder Abschreibung wieder bekomme. Aber als ich hier las, daß das FA auch diese Kosten für den Dachs anerkennt (immer?) bin ich fast vom Stuhl gefallen. Ich denke dies ist eine Sache die hier im Forum viel mehr angesprochen werden muß!!! Ich habe versucht im Downloadbereich die Datei mit den Info's FA herunterzuladen, dies ging aber nicht, weil eine Datei beschädigt ist.
    Gibt es noch mehr Forum-Mitglieder die vom FA die Kosten erstattet bekommen haben oder wo das Fa dies ablehnte?
    Bitte liebe Dachsianer meldet Euch(y)


    Grüße
    Aloisius

  • Also, bei mir ist das momentan so.
    Alles gekauft und Steuernummer beantragt.
    kredit schon ohne MWst. erhalten
    Mest. direkt nach der Eingang der rechnung vom Finanzamt zurückerhalten.
    Ich habe bei mir unter meiner Steuernummer 2 Dachse laufen,
    Beim ersten wird ein Mietshaus versorgt, volle Einspeisung, die Wärme wird entsprechend an die Mieter anhand der Brennstoffkosten berechnet.
    Die Einnahmen für den Strom werden zuzüglich Mwst. an das EVU berechnet
    Beim zweiten ist mein Wohnhaus und ein Nachbarhaus angeschlossen.
    Dort wird am Jahresende eine Rechnung an alle Verbraucher und Quartalsweise an das EVU anhand der entsprechenden Zähler gestellt, natürlich immer mit Mwst. Zu den Verbrauchern gehöre natürlich auch ich.


    Solange ich immer schön meine Quartalsabrechnungen an mein Finanzamt sende und dort brav alle Ein- und Ausgaben abrechne wir der Dachsbetrieb wie ein anderes Kleinunternehmen behandelt.


    Meiner Ansicht ist es einfach wichtig alle Bewegungen um den Dachs wie eine Firma zu sehen und sämtliche Kosten und natürlich auch Einnahmen dementsprechend weiterzuberechnen.
    An wen ist eigentlich Nebensache, Wärmecontracting ist da das Schlagwort.
    Gegenüber dem Finanzamt ist natürlich ein verkauf an einen Dritte ein schlagendes Argument.
    Bei alleiniger Selbstversorgung kommt man glaube ich schon in Erklärungnöte.
    Obwohl es ja auch Firmen gibt die den Dachs einsetzten und die haben kein Problem mit dem Finanzamt..
    Mein Dritter Dachs ist so einer er versorgt meine Betrieb, und da gibts auch kein Problem.


    Am besten hat man mehr als einen Annehmer, hilft dann schon bei der Argumentation.


    Wir sollten dazu mal Ausagen der Finanzämter sammeln und diese miteinander zu einem aussagekräftigen Dokument zusammenfassen.
    Evtl. gibt es ja so etwas schon?
    Liest ein Händler mit der dazu fachgerecht Auskunft geben kann?
    So das man damit auch zum Finanzamt gehen kann und seine Ausführungen untermauern kann.


    bernd

  • Normal kann man alles was geht,
    Anfahrten, am Schreibtisch sitzen, Nachdenken ;-)
    Es kommt ein bischen darauf an welche Summen überbleiben.
    Man muss ja immer etwas Gewinn machen.
    Sonst kommen die schnell mit Hobby, wobei ich momentan mehr Gewinn mit meinem Dachs mache als mit meiner Firma
    :-|
    Irgendwie arbeitet der Dachs besser als ich, hab ich so langsam das Gefühl. 8-|


    Bernd

  • Mudu noch meer Dachse kaufen, kannst Du mehr auf der faulen Haut liegen:o


    Noch ein Tipp degresive AfA erhöht den Gewinn in den ersten Jahren, dann kommt die Erhöhung der Einspeisevergütung und kompensiert. ;)

  • Hallo Thomas,


    ich kann leider keinen Downloadbereich finden. Kannst du mir die Datei mal zumailen? Ich kann mir vorstellen, dass mir diese sehr helfen wird.


    Vielen Dank schon mal im Voraus!


    dmeyer


  • Hast Du extra für den Dachs eine Steurnummer beantragt - normalerweise bekommt eine Person -egal wie viele Betriebe - nur eine Steuernummer??


    Grüße