Eigenbau: Problem mit Kondensat und Auspuffgasen

  • Hi,


    ich habe nun hinter dem Rohrbündelwärmetauscher meines BHKW´s den Kondensatablauf angeschlossen.


    Der besteht aus HT-Rohr 50mm. Vom Wärmetauscher gehts richtung Kamin sowie richtung Abfluss. In Richtung Abfluss mit einem Bogen 10cm runter, dann 3 Meter Rohr bis zum Abfluss selbst, dort wieder die 10cm hoch und dann hinein. Praktisch ein großer Siphon. Insgesamt gehen etwa 6 Liter wasser rein.


    Gut ich hab das Teil gefüllt, den Motor angeworfen und nach etwa 5-6 sekunden hat der Motor das komplette Wasser aus dem Siphon rausgedrück und bläst seine Abgase in die Kanalisation!


    Das hab ich nicht erwatet. Daher meine frage wie so etwas bei "richtigen" BHKW´s gelöst ist, dass der Abgasdruck nicht das Wasser rausdrückt. Einfach mehr Wasser im Siphon?


    LG

  • hi,


    hmm das wird schwierig weil ich jetzt schon aufm Boden bin... müsste ich den Wärmetauscher höher schweissen damit ich unten drunter mehr luft bekomme...


    hilfe was ein aufwand -.-^^


    was denkt ihr wieviel Wassersäule ich brauche? Motor ist ein S1100.



    Ich habe folgende Rohrleitungen und Komponenten in richtung Kamin:


    1 Meter 40er HT in den ersten Schalldämpfer, dann 2 Meter 50er HT bis in den Kamin. Dann gehts auf 70mm etwa 9 Meter den Kamin hinauf. Oben auf dem Dach haben wir noch den Original Schalldämpfer vom Motor drauf. Hat bis jetzt prima geklappt (nur ohne den Ablauf).


    LG

  • Ich denke der Schalldämpfer bringt ordentlich Gegendruck. Mein s1100 hat mit 6KW gut 11,5cm Wassersäule gedrückt.
    Also mit 20-30cm soltest Du auf der sicheren Seite sein, wenns in der höhe nicht passt kannst Du doch auch in die breite bauen - also Siphon an Siphon ???


    mfg

  • ... bingt die Reihenschaltung wirklich was? Ich glaube Du kannst immer nur in einem Siphon die einseitige Gassäule bekommen. Daher ist imho ausschließlich die Höhe zwischen unterem Bogen und Ablauf massgeblich.


    VG, KWK

  • ... ok, man muss also bei den Syphons nur drauf achten, dass keiner in der Reihe z.B. der Erste leer läuft, also vermutlich einfach die Rohrquerschnitte nicht zu klein wählen. Damit sprudelt es durch den ersten ohne Wasserverdrängung im Steigrohr durch und baut im folgenden Druck auf - aha + usw - die sich dann letztendlich summieren, KWK

  • Das mit der Reihenschaltung funktioniert. Mit zwei Wassersäulen hast du auch zwei Massen, die sich in dem Fall addieren.

    Jo, so dachte ich auch war aber nicht ganz sicher. ;-_


    "Sprudeln" sollte es eigendlich nicht, das nachfliesende Kondenswasser sollte einfach als Rinnsaal von einem zum nächsten Siphon fließen. Ob es dabei dienlich ist Luft im oberen Umlenkbogen zu lassen ist auch noch zu klären. Konstruktiv wäre es ja sicher möglich den letzten Bogen etwas höher auszufüren dann kann das ganze Konstrukt geflutet werden.



    mfg

  • ... sprudeln :pfeifen: natürlich nur so lange bis die anderen ihre Gassäule haben. Wenn man es nicht richtig macht übermannt es den ersten bevor die hinteren überhaupt Gas bekommen.

  • Hi,


    ist dann auch die Wassermenge in den einzelnen Siphons wichtig? Also kann ich meine 3 Meter in zwei 1,5 Meter Siphons teilen oder lieber zweimal 3 Meter Siphon´s bauen?


    Der Bogen in der mitte zwischen den beiden Siphons, sollte der Luftleer sein?


    Gruß

  • hmm ok dann werde ich nun erstmal auf zwei Siphons umbauen, dafür ich hab ich noch genug Teile da. Und wenn das nichts hilft, dann auf drei =)


    Und wenn alles nichts bringt heisst es wohl Kühl-Wasser raus, schläuche ab Wärmetauscher ausbauen und umschweissen...


    Danke für eure hilfe ;-)

  • Tach,


    mein Vorschlag: Unterschiedliche Durchmesser.
    Abgas-seitig klein und Abwasser-seitig möglichst groß. Das bringt mehr Gegendruck und weniger Bewegung auf der Abwasserseite. Sollte den gleichen Zweck erfüllen wie eine hohe Wassersäule.


    Und die korrekte Entlüftung des Abwassers muß gewährleistet sein, sonst zieht Unterdruck im Rohrnetz den Siphon leer.


    mfg JAU