Eigenbau: BHKW mit Wasserstoff - Wieviel brauch ich?

  • Hi zusammen,


    ich habe vor, den Kraftstoffverbrauch unseres BHKW´s zu senken, indem ich der Ansaugluft Knallgas zumische.


    Die Frage ist nur, wieviel ist gut? Wieviel brauch ich um eine spürbare Kraftstoffeinsparung zu haben?


    Als Motor haben wir einen S1100 Chinadiesel. Drehzahl 1500 U/min bei etwa 5-6 KW Dauerlast. Ich müsste den Diesel ja dann als Zündstrahldiesel betreiben. Ich habe schon gegoogelt aber nix gutes gefunden^^


    Gruß

  • Eine zu kurze Antwort bringt ihm wohl eher nix.


    Zu dem Thema ist hier im Forum jede Menge zu finden.
    Einfach mal die Suchfunktion benutzen.
    Der Tenor ist meistens, das dem erfolgreichen Nutzen das Energieerhaltungsgesetz entgegen steht.
    Die andere Gruppe schwört aber auf die Einsparungen, bleibt aber bis auf ein paar Nachweise aus Frankreich, belastbare Auswertungen an BHKW'S schuldig.

  • Dass die Beimischung von Knallgas oft gerne auch als HHO, Braungas, Brownsgas bezeichnet irgendwelche positive Einflüsse auf den Verbrennungvorgang in Motoren haben soll, entspringt nur der seltsamen Vorstellungswelt von esoterischen Phantasten!


    Ich habe nächtelang terabyteweise Videomaterial und Berichte von diesen "Entwicklern" konsumiert. Und ich muss sagen, ich war nahezu "baff" von dem was diese Spinner sich da teilweise ausgedacht haben.


    Bemerkenswert ist auf jeden Fall, mit welcher Raffinesse die "Entwickler"/Anbieter von HHO-Gasgeneratoren vorgehen, um sich vor peinlichen Rückfragen zu schützen, in Fall dass der Generator bzw. die Nachbauanleitung nicht das hält was sie versprochen haben.


    Der profane Vorgang der Elektrolyse (im übrigen eine Reaktion mit sehr schlechten Wirkungsgrad) wird esotherisch in eine "Resonanzreaktion" von "aufgeladenem Wasser" verwandelt. Ein simpler Timer-Baustein (NE 555) mutiert zur Wunderelektronik. Die Frequenz, mit der der NE555 die "Resonanz" in der Elektrolysezelle anregen soll, wird natürlich nirgends genau spezifiziert.


    Wenns nicht funktioniert sind dann "Magnetspulen" ganz offensichtlich nicht richtig gewickelt worden, bzw. noch hanebüchener: Die HHO-Zelle wurde nicht richtig "konditioniert".


    Beim Lesen mancher Bauanleitung bin ich vor Lachen fast erstickt. http://www.minotech.de/Dateien…utsche%20Uebersetzung.pdf :D


    Hier eine relativ verständliche Darstellung der Zündstrahltechnik. http://www.biogas-infoboard.de/pdf/H_Kampmann.pdf
    Ich hatte bis dato von dieser Technik auch noch nichts gehört.


    P.S.
    Ich selbst hatte als jugendlicher mal die Idee gehabt, mit einer zweiten Einspritzdüse nach der Zündung Wasser in den Brennraum zu spritzen, um die Wärmeengergie der Abgase noch zu nutzen.


    Dies ist tatsächlich sogar versucht worden: Einsparpotential: etwa 5%. Daher bislang nicht weiter verfolgt.

  • Hallo digitalpirat!


    Was an den "geet" und "Spad" Technologien dran ist, bin ich gerade am Untersuchen: Tatsache ist bis jetzt, "Geet" funktioniert, der Motor läuft erstaunlich rund. Verbrauchsmessungen sind in diesem Stadium noch zu früh, der Geruch bei der Benzinvariante des Abgases ist jedenfalls nicht angenehmer und spricht für keine saubere Verbrennung. Anders sieht es beim Ethanolbetrieb aus, der Motor ist im ZZP auf diesen Kraftstoff ausgelegt. Die Geruchsbelästigung ist aber auch hier höher als bei "normaler" Vergasung, aber wie gesagt, das ist ja erst der Anfang, da kann noch einiges optimiert werden. Alles von mir eingesehene Material zu dem Thema lässt jedenfalls nicht den Schluss zu, das bei diesen Systemen Wasserstoff gebildet wird, es gibt Untersuchungsergebnisse, die über so geringe Bildung von HHO berichten, dass davon keine Einsparung herrühren kann, vielmehr wird von einer Veränderung der Molekularstruktur des Kraftstoffwassergemisches (durch die Temperatur im Reaktor) ausgegangen :glaskugel: ...
    Ich denke, realistische Ergebnisse bei verschiedenen Versuchsaufbauten liegen frühestens in einigen Monaten vor, bis jetzt habe ich dafür auch keine Sponsoren und finanziere das Ganze aus eigener Tasche, das bedeutet auch viele Kompromisse und keine 100%igen Ergebnisse. Jedenfalls sehe ich ein gewisses Potenzial, die Technik ist relativ einfach, leider ranken sich zu viele Gerüchte und verwirrende Spielereien und Aussagen um dieses Thema.
    Über Aussagen zum Thema "Spad" , welches gerade in Frankreich ein fortgeschrittenes Stadium erreicht haben soll, bin ich vorsichtig: man sollte jedoch nicht einfach alles als Blödsinn abtun, insbes. wenn man sich selbst nicht davon überzeugt hat.
    |__|:-) Die Beimengung von Wasserstoff jedenfalls, gerade durch die Pseudotechnik für ein paarhundert Euro halte ich persönlich für den größten Quatsch, außerdem ist mir das alles zu gefährlich und sollte dringend einen höheren Sicherheitsstandard erfahren, selbst zum experimentieren.
    Mein "geet Reaktor" jedenfalss ist für alle Fälle mit mehreren Rückschlagventilen ausgerüstet, da "Fahre" ich mit bestem Gewissen meine Versuche :wissenschaftler:

  • Klingt ja ganz vernünftig.


    Ich reg mich halt nur auf, weil es so viele regelrecht professionelle "Spinner" gibt, die richtige Betrüger sind. Schillernster Vertreter: Mike Brady mit seinen Elektromagnetmotor betriebenen Generatoren. Sie haben ihn diesen April zu recht eingelocht. EIn ganz eiskalter Lügenbaron war das. Ich habe mich immer nur gewundert, dass keiner gemerkt hat (oder merken wollte?!??), dass alles was er erzählt oder auf seiner webseite angegeben hat, absoluter Humbug ist. Solche fiese Typen braucht die Welt wirklich nicht.

  • Immer wenn man meint die Sache wär (endlich) tot kommt dich wieder einer...


    • Es zweifelt niemand daran das man Wasserstoff erzeugen kann.
    • Es zweifelt niemand daran das man mit Wasserstoff fliegen kann.
    • Es zweifelt niemand daran das ein Motor mit Wasserstoff läuft.


    • Ich bezweifle aber das ein Motor mit den kleinen Mengen wirklich besser und sauberer läuft.
    • Ich bezweifle das sich große Mengen energetisch rechnen.
    • Und ich glaube das man mögliche positive Effekte aufs Abgas auch mit ordinärem Wasserdampf, einer Einspritzung oder Emulsion erreichen könnte (also einfacher und sicherer).


    Es ist wie mit jeder guten Geschichte: Ein fünkchen Wahrheit und alles sieht gleich viel glaubwürdiger aus.:pinch:



    mfg JAU

  • Ich sag dazu immer wieder das gleiche.
    Nich labern sondern machen!
    Also alle Überzeugten, bitte sucht euch ein durch Energiezähler vermessenes BHKW und installiert die Technik dort.
    Sobald die positiven Zahlen vorliegen lasse ich mich und bestimmt auch viele andere Überzeugen umzurüsten.


    Was mich stört ist halt immer das viel darüber geredet wird, das funktioniert und bringt was, aber keiner will oder kann es anhand von Praxistests belegen.

  • Hier eine Idee von den "Grossen Brüdern": http://de.mandiesel-greentechnology.com/category_000510.html


    Die Nachteile, wenn Wasser, in diesem Fall Feuchtigkeit zu der Öl-Verbrennung im Dieselmotor ergänzt wird, will ich gleich aus der der oben verlinkten Darstellung hier anführen:


    Zitat

    ...Doch auch die Nachteile sollte man nicht verschweigen: Der spezifische Kraftstoffverbrauch steigt durch HAM leicht an, ebenso der Rauchanteil im Abgas. Außerdem wird die Abwärmenutzung stark eingeschränkt....

    .


    Kostbaren Wasserstoff in einem, wie auch immer gearten, Verbrennungsmotor mit gekoppeltem Generator in elektrischen Strom zu konvertieren halte ICH für Wahnsinn.
    Dann doch bitte zumindestens mit einer Brenstoffzelle. Hier bitte: http://www.weltderphysik.de/de/1704.php
    Geht auch mit Faulgas: http://www.wiwo.de/technik-wis…-wertvoller-strom-254849/


    Bitte verwahrt euch vor "Erfindern" wie diesem hier: http://wassermotor.org/bestellen/


    Etwas offtopic jetz, aber es muss sein:


    Wer wirklich was kann, sich berufen fühlt und an Technologien von übermorgen mitforschen will, dem empfehle ich hier vorstellig zu werden:
    http://www.compact-dynamics.de…profil/jobs-karriere.html
    Umhauen tut mich gerade der Compact Dynamics Range Extender: http://www.compact-dynamics.de…-elektroantriebssyst.html
    Ein Wankelmotor getriebenes Gleichstrom-Stromaggregat mit 15KW, dem Formfaktor einer Autobatterie, das nur 8kg wiegen soll. War übrigens meine Idee gewesen, als ich vor ein paar Jahren noch Part of this company war.


    und NICHT etwa hier: http://www.transaltec.ch/facma/design.php?design=2

  • Hallo Sente,
    @:pille entschuldige, etwas wirr ist deine Schreibweise schon. Wie Bernd schon geschrieben hat: "nicht labern, sondern machen".
    Frage: glaubst du den Politikern auch alles, was die dir erzählen? Oder zeigt dir die Erfahrung, dass man nicht alles glauben darf, was einem erzählt wird?
    Nach wie vor kann darüber keiner Fakten, Zahlen und Erfahrungswerte vorweisen: es gibt jedoch ganz klare physikalische Gesetzmäßigkeiten und dazu jede Menge Erfahrungen.
    Wenn man nun nicht hinter Allem irgendwelche Verschwörungstheorien vermutet und bastelt, sondern einfach mal "nüchtern" nach Fakten sucht, bleiben Beweise grundsätzlich aus.


    Dann mach doch du den Anfang mit "HHO" und liefere Beweise dafür :rtfm: nach meinen Recherchen ist das der gleiche Quatsch wie mit den Magneten, die an Kraftstoffleitungen montiert für jede Menge Einsparung sorgen sollen... |__|:-)


    Ich bin gespannt auf deine Ergebnisse und werde dich dabei gerne unterstützen: zuerst solltest du mal dein Potenzial checken: wie sind deine Voraussetzungen, dieses Projekt durchzuführen?
    Werkstatt, Werkzeug, Material, finanzielle Mittel, Durchhaltevermögen.....


    Grüße und viel Erfolg

  • Dass ist doch (immer noch ?) absolute Grundlagenforschung, mit reinen Wasserstoff-Sauerstoffgemischen betriebene Verbrennungskraftmaschinen entwickeln zu wollen?!????


    http://en.wikipedia.org/wiki/Pulse_detonation_engine


    http://www.youtube.com/watch?v=rYxsilgRxi4&feature=related


    http://www.youtube.com/watch?v=l4xupg-Ec88


    Bin ja mal gespannt, ob sich hier jemand findet, der sich in der Thermodynamik so richtig gut auskennt.


    Ich selber kenne mich leidlich gut mit Regelungstechnik aus.
    Mein Steckenpferd in Sachen BHKW Technik ist die Qualität der erzeugten Spannung.
    "Mindestens genauso gut wie der Strom aus der Steckdose."
    Hier darf man mich auch löchern :)
    Weiter werde ICH mich aber nicht aus dem Fenster lehnen!