Eigenbau: Ölverbrauch bei BHKW pro Stunde / Kwh elektrisch

  • Hallo Zusammen,


    seit ein paar Wochen habe ich meinen Eigenbau fertig und befinde mich in der Erprobungsphase. Die Anlage wird betrieben mit einem 1,6 Liter 54 PS Fiesta Diesel, einem 6 Kw Drehstrom Windgenerator incl. SMA Technik und einem 1000 Liter Pufferspeicher für die Heizungs-einbindung. Die Drehzahlen liegen bei 720 U/Min. Der Generator dreht bei 520 Volt zur Zeit 4500 Watt/h. Der Heizölverbrauch liegt bei 460 ml / kwh el. (2,07 L/h). Über die Wärmeleistung habe ich keine Zahlen. Das Ding ist nach 20 Minuten bei einem Vorlauf von 96 Grad. Vielleicht könnt ihr mir sagen was für eine thermische Leistung die Anlage hat ?


    Dies zu meiner Technik. Mich interessiert aber brennend wie die Treibstoffverbräuche Eurer Anlagen sind. Als ich dieses Auto noch gefahren bin verbrauchte das Gerät übrigens 3,5 l / 100 km/h ...


    Gruß Grafenwald

  • Hi, also der Dachs RS sollte bei einer Leistung von 5.0kW etwa 1.8 Liter Pflanzenöl verbrauchen. Laut Senertec sollens 1,71 Liter sein aber die Rechnung Laufzeit / Ölverbrauch bis der Tank fast leer ist ergibt bei mir 1,8 Liter.


    Also 0,36 Liter pro kW el.

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Naja,


    ich will ja nicht meckern aber 720U/min sind für nen PKW Diesel jenseits aller aller vorgesehenen Lastzustände!! Das ist ja gerademal Leerlauf!
    Kannst Du das teil nicht höher drehen - nahe max. Drehmoment ist der Verbrauch am geringsten!!


    Mein Chinaböller benötigt 0,41 Liter Pöl (*,92kWh/Liter = 0,3772L Heizöl ) / kWh elt. - der läuft aber auch nicht auf optimaler Drehzahl und hat noch Verluste wegen Riementrieb.


    Also Dein PKW Motor läuft augenscheinlich suboptimal.


    mfg

  • Mit den Drehzahlen ist natürlich richtig. War auch geplant bei mindestens 1000 U/Min die Maschine laufen zu lassen. Der entscheidende Punkt ist aber die elektrische Anlage. Das SMA Teil schafft max. 600 VDC / 6000 Watt/h. Bei 570 V schaltet mein Steuerschrank ab. Hatte das Ding bei 550 Volt laufen, das waren etwa 800 U/Min, brachte aber vom Ergebnis nicht viel. Viel Spielraum habe ich hier ohne Getriebe nicht.


    Gruß Grafenwald

  • Also ich kenn mich mit Windgeneratoren nicht so dolle aus. Aber kannst Du da nix einstellen/verändern?? Ist das ein synchron?? fremd oder eigenerregt?? Gibts ne bezeichnung zu dem teil??


    mfg

  • Der Generator ist ein Permanentmagnetgenerator mit NdFeBo-Magnete und erzeugt 3-Phasen-Drehstrom. Bezeichnet man das als Synchrongenerator ? Sorry, bin kein Spezialist in dieser Sache.


    Eine Bezeichnung dafür gibt es nicht. Das Ding ist kein Serienprodukt, und wurde für mich angefertigt. Habe mal ein Bild beigefügt, hoffe es hat funktioniert.


    Einstellen kann man da nix. Die einzige Möglichkeit wäre eine Dreieckschaltung der Phasen. Aber da traue ich mich noch nicht so richtig ran. Der Generatorhersteller, mit dem ich im regen Informationsaustausch stehe sagte das das technisch möglich wäre. Wie der Generator dann rundläuft weiß bislang noch niemand ..., käme auf einen Versuch an.

  • Bezeichnet man das als Synchrongenerator ?


    Nein.


    Zitat

    Die einzige Möglichkeit wäre eine Dreieckschaltung der Phasen.


    Wenn der Hersteller das freigegeben hat und vom Typenschild her schlüssig ist würd ichs versuchen. Glaube aber kaum das du über 1000U/min rauskommst, da dürfte vorher die max. Leistung des Umrichters erreicht sein.


    Zitat

    Das Ding ist kein Serienprodukt, und wurde für mich angefertigt.


    Schade, den selbst die von dir angepeilten 1000 halte ich bei PKW-Diesel für zu gering.



    mfg JAU

  • Hallo Jau,


    Nein.

    wieso nicht? Bisher dachte ich immer, das Permanentmagnetgeneratoren immer Synchrongeneratoren sind. Asynchron sind sie jedenfalls nicht, oder?!?



    Hallo Grafenwald,


    na da hast Du ja ordentlich in den Geldbeutel gegriffen, aber warum so kompliziert?
    Kanntest Du die einfache Möglichkeit mit einem Drehstrommotor nicht?
    Hat Dein Aufbau irgendwelche weiteren Zwecke oder Vorteile gegenüber der Asynchronvariante?
    Bei der SMA wird wohl auch Verlust entstehen.


    Mach doch einfach einen Asynchrongenerator an den Motor, der bei 1500 oder 3000 UpM dreht und schon hast Du auch das Problem mit der Drehzahl nicht mehr. Die SMA brauchst Du auch nicht mehr dafür aber einen Elektriker, der Dir die Anschlüsse legt.


    Ins Detail kann ich auch nicht gehen, weil ich davon noch zu wenig Ahnung habe, aber ich überlegte auch mal über Synchrongenerator und Einspeiserichter. Davon bin ich aber ziemlich schnell abgekommen.


    Grüße
    Lars

  • "Morgen",


    Bisher dachte ich immer, das Permanentmagnetgeneratoren immer Synchrongeneratoren sind. Asynchron sind sie jedenfalls nicht, oder?!?


    Du hast recht, permanenterregte sind Synchron, die Frequenz entspricht immer der Drehzahl. Direkt ans Netz kann man mit dem Generator aber nicht, keinerlei Möglichkeit zu regeln...
    Deswegen halte ich es für gefährlich die Frage mit Ja zu beantworten.


    Vorteil der SMA ist halt das alles fertig zu bekommen ist. Die Regelung hat die nötigen Funktionen und ist abgenommen und fertig betriebsbereit. Wer von dem Kram keine Ahnung oder einen geeigenten Elektriker hat fährt auf der Schiene ziemlich sicher.
    Fehler in Konstruktion und Dimensionierung drücken dann aber auch entsprechend auf den Geldbeutel. :pinch:



    mfg JAU

  • Hallo Lars,


    meine Anlage hat eine Historie, ich wollte ursprünglich eine Kleinwindkraftanlage bauen. Bin aber an der Gemeinde gescheitert. Begründung war hier, man will es einfacht nicht. Sachliche Gründe kamen nicht. Als das Ganze dann zu Gericht gehen sollte, habe ich gekniffen. Gegen die komme ich nicht an. Das ist Umweltschutz in Plemplem-Deutschland.


    Okay, die Generatortechnik hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon und etwas für die Umwelt wollte ich auch tun. Und so fing es an. Du hast vollkommen recht mit dem Geldbeutel. Und da ich diese Investition nicht in die Tonne hauen möchte entwickle ich dieses BHKW mit dem vorhandenen Material weiter.


    Die Anlage funktioniert, und in meinen Augen auch gut. Inzwischen weiß ich ja das es noch besser geht und da arbeite ich dran. Mit meinen 2,07 L/h liege ich nicht so extrem schlecht. Deswegen auch die Frage zum Ursprungsthema von mir. Ich würde wissen wollen wo ich im Moment stehe.


    Vielleicht haben ja noch mehr BHKW Betreiber Info´s zum Thema Spritverbrauch und Optimierung. Zu diesem Punkt habe ich heute noch etwas vor zu basteln.


    Danke jedenfalls an alle die sich an diesem Dialog beteiligt haben oder noch beteiligen werden.


    Gruß Grafenwald