Lohnt ein BHKW / versch. Aussagen sagen alle was anderes.

  • Hallo an Alle und einen schönen Abend allerseits,
    wie natürlich alle in diesem Teil des Forums, welches im Übrigen eine hervorragende Anlaufstelle für BHKW Interessenten ist, hätte auch ich eine Frage bezüglich eines BHKW’s.
    Nach mehrfachem aufsuchen der städtischen Energieberatung, welche wohl nicht begeistert zu sein scheint wenn Ihre Kunden den Strom selber produzieren möchten und einer
    groben Anfrage an ein Sennertec Center bin ich nun mehr als verwirrt. Die Aussagen der Stadtwerke gehen in Richtung „problematisch… ob sich das lohnt … eher genau Prüfen … etc“
    bis zur Aussage Senndertec : „Kein Problem“. Jetzt bin ich für’s erste mit meinem Latein am Ende und würde hier gerne mal in die Runde der erfahrenen Dachser & Co. fragen wie hier
    die Meinungen dazu lauten:
    Unsere Daten bisher :
    Heizkessel ( ÖL ) : Verbrauch ca. 5000-5500 Liter Jahr ( allerdings werden nicht alle Zimmer beheizt )
    Strom : Ca 10.000 bis 12.000 KW


    Beheizte Fläche ( BJ 1984 ) Gesamt sind ca. 420qm ( +kleines Schwimmbad im Moment nicht beheizt)
    Meines Erachtens, auch nach einlesen hier im Forum, sollte sich hier z.B. ein Dachs BHKW doch wirtschaftlich betreiben lassen.
    Der Kessel ist Baujahr 2002 und hat Spitzenleistung von 80KW ( was sicher überdimensioniert ist ? ).
    Ein Gasanschluss ist nicht vorhanden, so dass nur ein ÖL-BHKW in Frage kommt.
    Ein weiterer Punkt ist die Brennwert Nutzung. Auch hier habe ich nun 2 völlig verschiedene Aussagen: Stadt => kein Brennwert nutzen, da sonst noch erstens eine Kaminsanierung durchgeführt
    werden müsse ( Kosten) und man den Aufpreis für den Kondensor ewig nicht reinholen würde und man benötigt den Kessel für die Spitzenlasten.
    Aussagen Sennertec: Der Dachs allein reicht für alles ( „alte Heizung soll komplett raus“) und gut.
    So, das wäre fürs erste alles an Fragen, aber da ich so viele verschiedene Antworten bekomme die auch nicht in eine Richtung gehen weiß ich nicht so richtig weiter,
    denn so ein BHKW kostet ja auch ne Kleinigkeit und sollte sich schon rechnen, daher würde mich auf Meinungen hier aus der Runde außerordentlich freuen.

  • Hallo swatchmatic
    und Herzlich Willkommen im Forum :thumbsup:


    tjo
    das ist nen bissl schwer abzuschätzen


    Du sagtes
    - nicht alle Räume beheizt
    - Schwimmbad im Augenblick nicht beheizt


    Wie ist denn die zukünftige Planung?
    Wie war es bei dem aktuellen Verbrauch...war da Schwimmbad mal temporär dran?


    aber erstmal der Knaller

    Zitat

    Beheizte Fläche ( BJ 1984 ) Gesamt sind ca. 420qm ( +kleines Schwimmbad im Moment nicht beheizt)
    Meines Erachtens, auch nach einlesen hier im Forum, sollte sich hier z.B. ein Dachs BHKW doch wirtschaftlich betreiben lassen.
    Der Kessel ist Baujahr 2002 und hat Spitzenleistung von 80KW ( was sicher überdimensioniert ist ? ).


    80 kw ???
    da hat aber einen nen ganz dicken Daumen gehabt und wohl gleich eingerechnet, dass man ja bei -20°C auf die Idee kommen könnte 3mal am Tag das Schwimmbad komplett neu zu befüllen und es zwischendurch auf 28°C zu heizen
    ...hut ab :hutab:



    für eine genauere Betrachtung wäre schon der künftige Wärmebedarf von Nöten


    Den Kessel rauszufeuern und den ÖL(!)-Dachs im alleinbetriehb ist so ne Sache
    die Öler sind etwas emfindlicher als gasmaschinen und da wäre mir ein backup schon lieber.
    Wenn eh Kondensor mit rankommt und noch ein Kaminschacht frei, dann sollte das nicht die Welt kosten (geht dann mit Kunststoffrohren recht preiswert.
    auch die PSitzenlast könnte -je nachdem wie der tatsächliche Wärmebedarf ist- etwas knapp ausfallen, also selbst für den vermutlich geplanten Heizstab


    von der Stromseite ist Dein Verbrauch schon höher...wohl durchs Schwimmbad,
    aber nun auch nicht so hoch, dass man hier sensationell viel von den 20.000-25.000 selbst erzeugten kwh nutzen könnte


    na gib mal erstmal bissl Futter...zu meinen Fragen des Wärmebedarfs

  • Fire wird dir sicher gleich noch Zahlen sagen.
    Aber ein Kondenser ist sicherlich sinnvoll, die Kaminsanierung ist beim Brennwert ein einfaches Einziehen eins Kunststoffrohres.
    Sollte sich durch die Einsparung an Heizöl über die Lebensdauer immer rechnen lassen.
    Heizöl ist auch kein Schnäppchen mehr.
    Den alten Brenner immer! stehen lassen Platz vorhanden.
    1. Spitzenlastkessel falls es mal richtig kalt wird.
    2. Backup wenn mal ein Schaden am BHKW ensteht der nicht innerhalb von 6 Std. behebbar ist, alles schon gehabt. Suchfunktion!


    Wodurch ensteht dieser hohe Strombedarf?


    Ach noch was da haben die Energieversorger völlig Recht, immer alles 3x nachrechnen und hinterfragen.
    Aber da bist du schon mal einen Schritt weiter hier!

  • Wow,
    erstmal vielen Dank für die Super-schnelle Reaktion. :thankyou:
    Erstmal die gewünschten Infos welche ich mitteilen kann:
    1. Warum 80 KW ? Ehrlich gesagt keine Ahnung. Der Kessel wurde vom Vorbesitzer eingebaut, wir haben das so übernommen. Wie bereits angesprochen sicher viel zu viel Leistung.
    2. Wie soll die zukünftige Nutzung aussehen: Ja das Schwimmbad soll natürlich beheizt werden, genau dies ist aus Kosten / bzw. Effizienzgründen im Augenblick nicht der Fall. Daher kam überhaupt die Idee mit dem BHKW auf. Denn hier könnte man prima die Wärme nutzen ( so habe ich es auf jeden Fall verstanden ). Evtl. auch als Puffer im Sommer um auch dort die Laufzeiten zu erhöhen.Mann müsste es ja nicht bei -10 Außentemperatur aufheizen wenn man die Wärme im Winter für die Räume benötigt. Die anderen Räume müssten nicht unbedingt beheizt werden, da sie nicht wirklich genutzt werden, allerdings könnte man Heizen wenn man aufgrund einer längeren Laufzeit des BHKW's noch Wäre abführen müsste.
    Schwimmbad ist bei aktuellem Verbrauch nicht dabei ( Öl ) aber bei Strom - die Pumpen laufen wg. Wasserqualität teilweise. Hier sind bei Vollbetrieb sicher noch 1500-2000 KW mehr zu erwarten.
    3. Das mit dem Kamin ist so ne Sache. Es gibt nur einen Zug. Also wenn BHKW mit Kondensor dann kann ich ja den Kessel nicht dranhängen ? ( Da gibt es doch wesentlich höhere Abgastemperaturen ?? und das passt doch dann nicht wirklich ). Meine Idee hierzu: Wenn die Heizung evtl.defekt ist könnte man dies doch auch Nachrüsten, weil dann gibt's ja den Kessel nicht mehr )

  • Grummel


    alter Mann..... :crygirl:


    brille vergessen?
    toller Mann TOLLER...toler Hecht meint ich :D



    Zitat

    . Wie soll die zukünftige Nutzung aussehen: Ja das Schwimmbad soll natürlich beheizt werden, genau dies ist aus Kosten / bzw. Effizienzgründen im Augenblick nicht der Fall. Daher kam überhaupt die Idee mit dem BHKW auf. Denn hier könnte man prima die Wärme nutzen ( so habe ich es auf jeden Fall verstanden ). Evtl. auch als Puffer im Sommer um auch dort die Laufzeiten zu erhöhen.Mann müsste es ja nicht bei -10 Außentemperatur aufheizen wenn man die Wärme im Winter für die Räume benötigt. Die anderen Räume müssten nicht unbedingt beheizt werden, da sie nicht wirklich genutzt werden, allerdings könnte man Heizen wenn man aufgrund einer längeren Laufzeit des BHKW's noch Wäre abführen müsste.
    Schwimmbad ist bei aktuellem Verbrauch nicht dabei ( Öl ) aber bei Strom - die Pumpen laufen wg. Wasserqualität teilweise. Hier sind bei Vollbetrieb sicher noch 1500-2000 KW mehr zu erwarten.


    ähm
    ich möcht an dieser Stelle nochmals deutlich darauf hinweisen, dass ein BHKW durchaus in vielen Bereichen Sinn macht
    ...wenn man aber glaubt durch gezielte Wärmeabnehmer die Wirtschaftlichkeit zu steigern ist man auf dem Holzweg
    weder eine beheizung leerer Räume, noch eines Schwimmabdes ohne Not macht sinn, da auch beim BHKW-Betrieb die Wärme "ihren Wert" hat...also bezahlt werden muss.
    Wie groß ist das Schwimmbad? Oberfläche?
    Ist es ein offenes, oder wird die Oberfläche abgedeckt?
    Pumpen laufen, aber ich nehm an Entfeuchter noch nicht?


    Zitat

    . Das mit dem Kamin ist so ne Sache. Es gibt nur einen Zug. Also wenn BHKW mit Kondensor dann kann ich ja den Kessel nicht dranhängen ? ( Da gibt es doch wesentlich höhere Abgastemperaturen ?? und das passt doch dann nicht wirklich ). Meine Idee hierzu: Wenn die Heizung evtl.defekt ist könnte man dies doch auch Nachrüsten, weil dann gibt's ja den Kessel nicht mehr )


    Wenn Heizung defekt, was nachrüsten?...da ist doch dann an dem einen Kamin der Dachs dran
    Du könntest auch -kann das mal jemand anders bestätigen- auch ohne Kondensor und den Kessel mit dran, zumindest bei Gasmaschinen geht das..auch bei Ölern?...bitte mal bestätigen

  • Evtl. habe ich mich da falsch ausgedrückt : Das Schwimmbad ist bisher nicht beheizt da die Pumpe defekt war (und leider über längere Zeit da kein Ersatz beschaffbar war). Diese wurde ersetzt und nun ( auch wg. Winter ) möchte ich dieses nicht bei der momentanen Kälte hoch heizen ( Winter ). Generell soll es ja natürlich schon beheizt werden und natürlich auch genutzt werden, sonnst macht das ganze ja keinen Sinn. Wie gesagt, daher kam die Idee mit dem BHKW auf.


    Größe ca. 6m X 4m. Kann nicht abgedeckt werden. Entfeuchter läuft mit, ist also im Stromverbrauch enthalten. Wie gesagt nur, Pumpen kommen hinzu.




    Die leeren Räume müssen natürlich nicht beheizt werden. Allerdings muss ich bei Temperaturen wie zur Zeit vorherrschen dort die Heizung trotzdem anmachen, da es sonst zu kalt in den Räumen wird. Ist jetzt allerdings seit wir in dem Haus sind der erste Winter wo dies nötig ist da es dieses Jahr besonders lange besonders kalt ist. Und dies muss ja auch jetzt schon bezahlt werden. Ich möchte natürlich nicht das ganze Jahr dort 30 Grad haben, aber unter 0 Grad sollten es auch nicht sein wenn ich nicht heize ;). "Überschlagen" im Winter wäre ok.


    Wenn die Heizung mal defekt ist, dann die Abgaswärme ( ist der Kondensor so wie ich es verstanden habe ) nachrüsten. Und solange ohne arbeiten und den Schornstein unverändert lassen => zusammen mit dem Heizkessel .Dies müsste ja so möglich sein ?