Dachs: MSR-2: ServiceCode 122 / Warncode 654

  • Seit Mitte Dezember 2009 meldete mein DACHS insgesamt 17 mal ServiceCode 122 (Kühlwassertemperatur: Austritt am Motor zu hoch (> 95°)). Kurz vor den Feiertagen erschien dann sogar der Warncode 654, der besagt, dass mehr als 250 Betriebsstunden mit einer Kühlwassertemperatur oberhalb 87° Celsius registriert wurden. Gemäß MSR-2 Handbuch sei dies auf eine Durchflussstörung, zu wenig Kühlwasser oder Kalkablagerungen zurück zu führen.


    Der Rückspülfilter zeigte aber klares Heizungswasser, weshalb die von meinem DACHS Pfleger vorgeschlagene Entkalkung mit Salzsäure(!) nicht ratsam erschien. Stattdessen tauschte dieser zunächst ein arg verrostetes Thermostatventil aus, was aber ohne nennenswerten Effekt blieb. Erst der eine Woche später durchgeführte Wechsel des ebenfalls stark mit Rost besetzten Verdrängerrings brachte den gewünschten Erfolg. Mal schau’n, ob das nach knapp drei Jahren Betrieb bzw. 10.500 Betriebsstunden noch auf Kulanz geht...


    Gruß, maxnicks

  • Hallo,

    Erst der eine Woche später durchgeführte Wechsel des ebenfalls stark mit Rost besetzten Verdrängerrings brachte den gewünschten Erfolg.


    Der hat bei mir (noch) keinen Ärger gemacht, aber da der Abgaswärmetauscher wegen Zylinder und Kolbentausch eh runter war wurde der mit getauscht. die Beschichtung sah ein wenig so aus, als hätte der Verdrängerring Windpocken! ^^|__|

    Mal schau’n, ob das nach knapp drei Jahren Betrieb bzw. 10.500 Betriebsstunden noch auf Kulanz geht...


    Soweit ich meinen Schrauber verstanden habe ja, aber inwieweit hier Material und Arbeitszeit übernimmen werden, weiß ich nicht, ich habe noch keine Rechnung!
    Mein Dachs ist auch 3 1/2 Jahre alt und hat so 11.000 Bth runter...
    ...und läuft mit dem neuen Motor wieder sehr gut! :musik:


    Gruß Dachsgärtner

  • ...ja, der Vergleich mit den Windpcoken kommt dem Bild meines (alten) Verdrängerrings sehr nahe. Und was den Sauerstoff angeht, hätte ich eher angenommen, dass die Maschine verkalkt, denn verrostet. Der Grund: Ein Leck in der Fussbodenheizung im Erdgeschoss, was dazu führte, dass wir über längere Zeit zweimal die Woche etwas Wasser nachfüllen mussten, bevor klar war, wo es feucht wird. Anstatt aber die teuren Fliesen runter zu reissen, haben wir den entsprechenden Heizkreis abgesperrt und vom Heizungsbauer reinigen lassen. Da kam eine Menge Schlamm raus. Danach hat der Experte so eine chemische Soße eingefüllt, die das Leck geschlossen hat. Anschließend wurde das Zeug wieder abgesaugt und der betreffende (vom DACHS abgeschottete) Heizkreislauf ordentlich durchgepustet. Nicht ganz billig, aber hält - zumindest bis heute. Ob der Sauerstoff von den (getrockneten) Resten dieser Chemie-Soße kommt, vermag ich nicht zu sagen.


    Gruß, maxnicks

  • Hallo,


    wie alt ist denn die Fußbodenheizung?


    Oder eher gesagt, sind die verlegten Rohre schon diffusionsdicht?


    Um Energie zu sparen, hat man im Gartenbau die Heizung häufig recht nah an die Pflanze gebracht, als sog. Vegetationsheizung.
    Dafür nimmt in der regel einfache PE-Rohre. Diese haben den Nachteil, das sie nicht 100% Gasdicht sind, der Luftsauerstoff diffuniert hindurch. Das nächstliegende Metallrohr wurde dadurch regelrecht "Weggefressen"! Deshalb macht man heute normalerweise mittels Wärmetauscher eine Systemtrennung.


    Ältere FB Heizungen haben diesen makel auch, neuere Materialien sind difussionsdicht.


    Gruß Dachsgärtner

  • ...unsere Fußbodenheizung wurde Mitte der 80er Jahre verlegt. Die Kunststoffschläuche sind sehr massiv (Hersteller "Polytherm"). Vielleicht habe ich mir ja mit der im Rahmen der Leckagedichtung eingebrachten Schutzschicht jetzt eine zusätzliche Sperre vor ungewolltem Sauerstoffeintritt "erkauft". Aber geschockt war ich schon, als ich sah, wie zugerostet das Thermostatventil und der Verdrängerring des DACHS nach nur drei Jahren Betrieb waren. Gibt es nicht irgendein Mittel, das man dem Heizkreislauf beigeben kann, welches das Rostwachstum eindämmt?


    Gruß, maxnicks

  • Hallo,

    Gibt es nicht irgendein Mittel, das man dem Heizkreislauf beigeben kann, welches das Rostwachstum eindämmt?


    Früher hat man dem Wasser Hydrazin zugesetzt, aber aus Gründen der Umweltverträglichkeit wird das heute nicht mehr gemacht....
    ...ich weiß ja nicht wie groß der Bereich mit der Fußbodenheizung ist, und ich denke das ein auswechseln der Rohre hier eher nicht in frage kommt, deshalb würde ich mal über eine Systemtrenung mittels Wärmetauscher nachdenken.


    Gruß Dachsgärtner

  • Moin Mannicks,


    Polytherm so so , wenn ich mich da richtig erinnere gab es dort eine Enpfehlung einen sogenannten Difustop zuverwenden. Das isr ein Wasserzusatz der in das Heizungwasser gemischt wurde als Nachweis für die korrekte Dosierung hat man den PH Wert genommen.


    Ich kann mir vorstellen das es auch mit einen guten chemischen Abdichtungsmittel funkzioniert.
    Aber Vorsicht mit den Mitteln Überdosierung verursachen enorme Schäden, fest sitzende Heizkreispumpen verklebte Ventile.


    Wer dann so sichtig übertreibt in der Dosierung schafft es das ganze Heizkreise sich für immer verschliesen.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • Also bitte unbedingt nachsehen welche Rohre genau verbaut wurden und beim Hersteller nachfragen ob die diffusionsdicht sind.
    Als schneller Hinweis zum Prüfen, wenn die keine Metalleinlage haben werden die Sauerstoff ins System eintragen.
    Gift für Metallrohre!
    Dann sollte eine Systemtrennung mittels Wärmetauscher gemacht werden!


    Alos bitte nachprüfen sonst wird das immer mehr Probleme bringen.

  • Hallo Jungs,


    herzlichen Dank für Eure Tipps. Zu GB1530: Die Leckagedichtung hat ein örtliches Heizungsbauunternehmen durchgeführt - mir war das Ganze zu heikel, schnell hat man da was vermurkst und dann ist das Geschrei groß. Was mich ärgert, ist die Tatsache, dass mein DACHS-Händler im Zusammenhang mit dem Verkauf der Anlage mich nicht über diesen Sachverhalt informiert hat. Immerhin hat er sich Ende 2005 einen halben Tag Zeit genommen, um sich in aller Ruhe meine alte Anlage anzuschauen und mir dann einen Kostenvoranschlag zu unterbreiten. Das Ding hat eine Stange Geld gekostet und verursachte (und verursacht noch immer) eine Menge Papierkram, weshalb ich - ausgestattet mit einem 5-Jahres-Wartungsvertrag - hoffte, mal für einige Zeit Ruhe zu haben. Was muss ich denn im Zweifelsfall bei 90 qm Fussbodenheizung für so einen Wärmetauscher veranschlagen?


    Gruß, maxnicks

  • ...habe heute erfahren, dass die DACHS-Schmiede ihre HKA's früher mit einem lackierten Verdrängerring ausgestattet hat, dessen Beschichtung sich aber nach und nach ablöst. Bei Reparaturen aufgrund Service Code 122 kommt dann ein Ersatzteil aus Edelstahl rein - und Ruhe ist. Der Einbau eines Wärmetauschers zur Versorgung der Fußbodenheizung wird nach Aussage meines Dachspflegers die Wämebilanz deutlich verschlechtern, weshalb er erst mal im Rahmen eines System-Checks den PH-Wert prüfen und ggf. korrigieren will.


    Gruß, maxnicks

  • Ist ja schön und gut das ein Wärmetauscher Verlsute hat.
    ABER, wenn dir dauernd Sauerstoff ins Heizungswasser eingetragen wird,
    wirst du über kurz oder lang andere weggefressene Metallteile haben.


    Am besten mal im Netz suchen nach Heizungschäden durch Sauerstoffeintrag.
    Da gibt es grausliche Bilderstrecken.


    Ich würde beim Hersteller nachfragen was das für Rohre sind, dann bist du schlauer, was gemacht werden muss.