• Hallo,
    habe diesen Dachs bei Ebay gesehn und frage mich ob er noch 5000€ wert ist. Da kommen ja noch Spedition und installation etc dazu was mir alles noch etwas unklar ist. Ich betreibe ein kleines Altenheim und würde gerne so ein BHKW für uns haben. Was sagen Fachmänner zu diesen Gerät bei dem der Motor erneuert wurde? Installationsförderung würde ich ja nicht mehr bekommen kann sich das Ding trotzdem amortisieren? Wir haben aktuell eine relativ gute Heizung die ich gerne weiter Nutzen würde um die Leistungspeaks abzudecken. Ist die Installation sehr aufwendig?
    Danke vorab für die Antworten

  • Ich betreibe ein kleines Altenheim und würde gerne so ein BHKW für uns haben.


    Altenheim ist immer gut für ein BHKW , ähnlich wie ein Hotel nur mit besserer Belegungsquote. Sowas lohnt sich (fast) immer, auch mit einem neuen Aggregat. Ein mir bekannter BHKW-Vertriebler hat gerne "Tupperparties" bei seinen AH-Betreibern veranstaltet: der hat ein paar Kollegen eingeladen und sie haben dann gemeinsam über die Vorteile gesprochen. Das waren effiziente Verkaufsveranstaltungen, weil die Anwesenden die Dinger richtig gut gebrauchen konnten - den musste nichts zeitraubend aufgeschwätzt werden.


    Wie groß ist das Altenheim, gemessen in Gas und Stromverbrauch?


    Gruß,
    Gunnar

  • Hallo coquinho,


    Von diesem Ebay-Angebot speziell würde ich die Finger lassen, da der Dachs in der Schweiz (keine EU) steht! Da gibt es bestimmt Zollformalitäten, die die Kosten nochmals erhöhen!


    Sonst ist ein BHKW für ein Altenheim ja schon fast ein "Muss"


    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Also wir haben im letzten jahr 55000 l Heizöl verbraten. Gas liegt aber an da wäre der Installationsaufwand relativ gering. Der Import der Maschine aus der Schweiz würde als ersatzteilspender relativ geringe Verzollungsgebühren haben das würde denk ich gehen. Ich rechne mit Spedition, dass ich so bei ca. 7500€ liege.
    Alles weitere was Installation und Wartung usw. angeht ist mir völlig unklar. Installationsförderung würde ich ja dann auch nicht bekommen aber alles andere oder irre ich mich da?
    Ich höre allerdings so raus, dass ihr insgesamt von diesem Dachs abratet oder verstehe ich das falsch? Falls die Maschine nämlich an und für sich in Ordnung ist ist das Angebot bzw. der Preis doch sehr gut oder?
    Danke nochmal
    Fabian

  • So wie sich das liest ist der schon gute 10 Jahre alt.
    Für den wird man keine Förderung mehr bekommen, je nachdem wie alt der wirklich ist.
    Also Bafa 5.11 etc. kann man sich dann abschminken.


    Warte bis ein möglichst neues BHKW angheboten wird, wenn es den unbedingt ein gebrauchtes sein soll.
    Damit du wenigstens die restzeit zu den 10 Förderjahren erhälst.

  • Hallo coquinho,


    und herzlich Willkommen im Forum


    Wie meine Vorredner schon sagten,
    Altenheime eignen sich meist recht gut für ein BHKw, da auch erhöhter WW Bedarf


    Zitat

    Also wir haben im letzten jahr 55000 l Heizöl verbraten.


    ???
    bitte nochmal bestätigen....fünf-unf-funfzig-tausend???


    Puh,
    dann vergiss mal gleich irgend ein Gebraucht-Gerätchen
    ...bei dem Wärmeumsatz, sollte schon was größeres und auch neueres sich lohnen
    sich auf JEDENFALL lohnen !!!


    Verrat uns doch auchmal Euren Stromverbrauch, und dessen Kosten

  • hallo coquinho,


    bei einem Heizölbedarf von 55.000 Liter ca. 550.000 kWh Wärmebedarf ist der Dachs schon eher zu klein da darf es ruhig größer sein ca. 10-15 kW elektr. passt da schon besser und bekommt man auch schon gebraucht.


    Ich würde da mal an deiner Stelle eine Kostengegenüberstellung machen. Wenn man das Impulsprogramm sich ansieht und den KWK Zuschlag ist das schon ein Vorteil. Die Zuschläge finanzieren fast das ganze BHKW und auf einem neues Gerät hast du auch die volle Garantie.


    Ich würde an deiner Stelle eher zum Neugerät tendieren auch die Banken finanzieren mittler Weile die BHKW Module zu vernünftigen Konditionen.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • Ok also 55000l war schon richtig....bei uns duschen die leute gerne heiss :rolleyes:
    nun ja stromverbrauch pfff...kann ich ausm kopf nich sagen ca...wenn nicht noch doppelt...keine Ahnung müsst ich mal ausrechnen lassen, da hier 3 kleine Häuser aufm Hof stehen und alle unabhängige Stromrechnungen kriegen aber an einem Heizungskreislauf hängen. Ich tu mir mit der Invest insgesamt eben schwer, wenn ich da 50 T€ Ausgebe ist das für uns kein Pappenstiel. Wo kann ich mir denn mal jemand holen der mich hier umfassend zu allem beraten kann... Wir liegen nördlich vor den Toren Berlins....? Gibt es da einen Tip?

  • Hi,


    melde dich mal bei unserem User Firestarter, der wohnt ja quasi gleich ums Eck ;)


    Gruß
    Tom

  • Hallo Tom,


    da muß ich mich wohl durch mehr Beiträge wieder in Erinnerung bringen! - Ich bin noch viel näher dran als firestarter.
    Wenn sich coquinho meldet, werde ich mir die Heizanlage und Hauselektrik bald anschauen können.


    coquinho


    Ein kleines BHKW 'rechnet' sich nur über die staatlich garantierten Subventionen und die gibt es in voller Höhe nur für Neugeräte. Das hätte bei entsprechendem Vorlauf zum Beispiel mit diesem ebää-Dachs (150401414050) für 10350 EUR klappen können.
    Wenn man die Kosten minimieren will, ist der erste Schritt eine Grobplanung mit Simulationsrechnung + Kostenvoranschlag und der Beantragung des BAFA-Zuschusses. Bis zur Förderzusage können schon einige Monate ins Land gehen. Beginnen kann man natürlich bereits nach der Eingangsbestätigung von der BAFA .


    Wie schon zu lesen war, wäre ein Dachs bei diesem Wärmebedarf hoffnungslos überfordert. Da passt besser ein BHKW mit über 50kW thermisch. Das kostet dann aber wirklich über 50TEUR und wird sich bei optimaler Auslegung aber auch in 3 bis 5 Jahren amortisieren können. Da sollte dann auch die Finanzierung kein Problem mehr sein.
    Was ich dabei noch nicht berücksichtigen konnte, ist der elektrische Zusammenschluß der 3 Häuser. Da kommt man wohl nicht ohne Tiefbauarbeiten aus, oder kann man die Heizungstrassen dafür nutzen?
    Wie sieht die Heizzentrale aus? Sind da noch ein paar Quadratmeter Platz? Ist noch ein Schornsteinzug frei?
    Welche Leistung hat der Ölbrenner? Wie wird das Trinkwasser erwärmt (zentral/dezentral//Speicher/Frischwasserstationen)?


    In Bernau gibt es auch ein Fernwärmenetz mit entsprechend rigider Satzung. Ich hoffe, dass der Standort weit genug außerhalb davon liegt.



    Denkmaler

  • PM ist schon unterwegs um einen Besichtigungstermin zu vereinbaren.
    Für alle interssierten:


    " Wenn man die Kosten minimieren will, ist der erste Schritt eine Grobplanung mit Simulationsrechnung + Kostenvoranschlag und der Beantragung des BAFA-Zuschusses."
    -> Ok...dann schau ich mir mal im vorraus schonmal das wenigstens grob an



    "mit über 50kW thermisch. Das kostet dann aber wirklich über 50TEUR und wird sich bei optimaler Auslegung aber auch in 3 bis 5 Jahren amortisieren können. Da sollte dann auch die Finanzierung kein Problem mehr sein."
    -> ein grosses Ding also....na gut why not! ich bin auch für Klotzen statt Kleckern


    "Was ich dabei noch nicht berücksichtigen konnte, ist der elektrische Zusammenschluß der 3 Häuser. Da kommt man wohl nicht ohne Tiefbauarbeiten aus, oder kann man die Heizungstrassen dafür nutzen? "
    -> also wir haben grade Kabelkanäle auch selbst verlegt wie das mit elektrischen Leitungen ist weiss ich nicht. Würde man den Strom nicht sowieso einspeisen? bzw. aus welchem Grund werden denn die Häuser zusammengeschlossen?


    "Wie sieht die Heizzentrale aus? Sind da noch ein paar Quadratmeter Platz? Ist noch ein Schornsteinzug frei?
    Welche Leistung hat der Ölbrenner? Wie wird das Trinkwasser erwärmt (zentral/dezentral//Speicher/Frischwasserstationen)?"
    Platz ist Schornstein weiss ich nicht aber klären wir vor ort. Dito Brennerleistung. Trinkwasser wird Zentral erwärmt und auf zwei speichen in zwei Häusern verteilt. Das dritte Haus muss da noch angeschlossen werden da ist noch ein 30 Jahre alter gasbrenner für das Wasser zuständig, bzw. wir haben noch eine Werkstatt die mit Holz geheizt wird die würde ich ebenfalls gerne anschliessen. Platz im Heizungsraum ist mehr als genug.


    "In Bernau gibt es auch ein Fernwärmenetz mit entsprechend rigider Satzung. Ich hoffe, dass der Standort weit genug außerhalb davon liegt."
    -> Fernwärme hat mir noch niemand angeboten von daher gehe ich davon aus wir sind ausserhalb


    Grüsse
    Coquinho

  • Hi,


    melde dich mal bei unserem User Firestarter, der wohnt ja quasi gleich ums Eck ;)


    Gruß
    Tom


    joar,
    um's Eck ist relativ...aber wenn man bedenkt, dass wir ja Forum im deutschsprachigem raum sind,
    sind die 2 Autobahnabfahrten wirklich nicht weit weg ;)



    Zitat

    da muß ich mich wohl durch mehr Beiträge wieder in Erinnerung bringen! - Ich bin noch viel näher dran als firestarter.


    jepp...denkmaler kann mich da noch toppen
    Wie gehts Dir überhaupt? Nach dem Forentreffen ist es ja recht ruhig um Dich geworden.


    Zitat


    Ein kleines BHKW 'rechnet' sich nur über die staatlich garantierten Subventionen...


    Hier müssen wir alle mal langsam an den Synthax arbeiten, denn genau genommen ist es ja keine Subvention
    ...und das "nur" ist auch relativ...klar, macht es dadurch in vielen Objekten den Einsatz interessanter, aber genau genommen braucht man für einen wirtschaftlichen betrieb eine hohe Stromeigennutzung...wenn die Gegeben ist, dann würde es in manchen Objekten auch ohne gehn


    ...aber lassen wir mal den Kleinkram


    Zitat


    Wo kann ich mir denn mal jemand holen der mich hier umfassend zu allem beraten kann... Wir liegen nördlich vor den Toren Berlins....? Gibt es da einen Tip?


    umfassend zu allem, und dann noch rechtssicher,
    ja da müsste dann gleich ein Planungsbüro ran


    aber, man kanns auch anders deichseln...im Grunde hast Du mehrere Möglichkeiten
    - Du machst alles in Eigenregie
    da müsstest Du Dich in die Materie etwas reinarbeiten
    Hier können wir im Forum Dir sehr gut behilflich sein
    eine grobe Abschätzung mit rund 25kw elektrisch, bzw 50kw thermisch haben ja schon einige gemacht. Das bekommen wir auch noch genauer hin. Wir verraten Dir, was so in Frage kommt, worauf Du achten musst usw usw
    ...aber ranklotzen (also in die Materie einsteigen) musst Du schon wollen...Das Thema BHKW ist sehr komplex
    Vorteil: Der Gewinn beleibt in Deiner Kasse...aber auch das Risiko trägst Du selbst
    - Du holst Dir nen Planer
    der sich um den ganzen Kram kümmert
    Der müsste ggf. dafür gerade stehen....
    doch der will natürlich auch seinen Anteil
    - Du sparst Dir die Investition...und lässt einen Dritten ein BHKW dahin stellen
    Vorteil: Du bist aus allem raus
    Nachteil: Der muss ja die Anlage bezahlen und trägt das Risiko...da muss nen ordentliches Stück vom Kuchen bei ihm hängen bleiben.


    Zitat

    also wir haben grade Kabelkanäle auch selbst verlegt wie das mit elektrischen Leitungen ist weiss ich nicht. Würde man den Strom nicht sowieso einspeisen? bzw. aus welchem Grund werden denn die Häuser zusammengeschlossen?


    Nein,
    im Vergleich zum EEG (also PV, Wind und co.) ist ein BHKW (in der Regel nach KWK-Gesetz) nicht lohnen bei der Stromeinspeisung. Deshalb versucht man es so zu diemensionieren, dass es möglichst lange läuft und man so viel vom erzeugten Strom selber nutzen kann.
    Ansonsten könnte man Dir gleich irgendwas in Größenordnung 200kw thermisch ranhängen (Ich tipp mal Dein bisheriger Kessel liegt deutlich höher...weil generell die Heizis überdimensionieren)


    Zitat

    Platz ist Schornstein weiss ich nicht aber klären wir vor ort. Dito Brennerleistung. Trinkwasser wird Zentral erwärmt und auf zwei speichen in zwei Häusern verteilt. Das dritte Haus muss da noch angeschlossen werden da ist noch ein 30 Jahre alter gasbrenner für das Wasser zuständig, bzw. wir haben noch eine Werkstatt die mit Holz geheizt wird die würde ich ebenfalls gerne anschliessen. Platz im Heizungsraum ist mehr als genug.


    a-ha,
    also gibts wohl -abseits vom reinen Wärmeerzeuger- druchaus noch etwas optimierungspotential
    anschluss WW ans dritte und auch weiterer Wärmeabnhemer (Garage)


    BHKW ist wirklich gut in Deiner Umgebung,
    aber auf jedenfall auch ruhig etwas in der Wärmeverteilung optimieren...


    Vielleicht kannst Du ja schonmal für eine grobe Abschätzung uns sagen, wieviel m² das/die Objekte zusammen haben?
    Wieviel verbraucht der Gasbrenner
    Wieviel Bewohner haben die Objekte
    Wie alt sind die Objekte...wurde schon saniert (insbesondere Dämmung?)


    ...nur um mal zu schaun, ob die Verbrauchswerte halbwegs plausibel sind (und nciht irgendwo noch schwere Versäumnisse auftauchen)

  • Also ich les mich jetzt mal ein und such die relevanten Daten raus....klar mach ich das allein bzw. mit meinem Techniker. Ist doch auch ein riesenspass. Meld mich nächste Woche wieder
    Mfg
    Coquinho