Dimensionierung Musterhaus

  • Hallo!


    ich suche informationen, die es mir erlauben herauszufinden,
    wie groß ein Mikro-Blockheizkraftwerk für ein KfW 40 haus mit
    2 stockwerken zu je 120 qm für 4 personen dimensioniert sein
    sollte und welche dimensionen eine Anlage haben sollte für eine
    DHH mit 2 stockwerken zu je 80qm und einem dachgeschos zu je 40qm.


    beide musterhäuser sollen mit der anlage nur zur warmwassererzeugung
    und heizung benutzt werden.


    ich studiere management erneuerbarer energien und benötige diese
    angaben für eine projektarbeit.
    ich wäre für jegliche hilfe sehr dankbar!


    ein rechenweg dazu wäre nicht schlecht, würde ja gerne wissen
    was ich mache:)


    oder nur der rechenweg - das wäre auch schon was:)



    vielen danke für eure hilfe!

  • Hallo
    und Herzlich Willkommen im Forum



    erstmal...Respekt,
    dass sich doch immer öfters Studierende hier melden
    Nein, nicht weil manche den einfachn Weg der Hilfe suchen(damit mein ich nun nicht den thread-ersteller)
    ...allein schon, dass das Thema BHKW an scheinbar immer mehr Uni's auf der Tagesordnung steht (oder zumindest in Projekten) finde isch eine sehr schöne Entwicklung


    Nun zu Deinen Fragen
    puh...das Thema Dimensionierung ist leider recht komplex..erst recht wenn mans genau beleuchten möchte


    drum erstmal
    Wie genau brauchst Du es...EE-Managment klingt ja eher so, als dass es ein Randgebiet für Dich wär.


    Die erste Frage,
    soll es ein BHKW nach EE-Gesetz sein, oder nach KWK-G
    zweitere sind ja fossil betrieben, auch wenn sie eine ähnlich gute Ökobilanz wie manch EE aufweisen


    dann grundsätzliches
    Beides...sowohl der thermische, als auch der elektrische Bedarf sind von Bedeutung
    Den thermischen Bedarf kannst Du hoffentlich errechnen (Hast Du evt. nähere Angaben?)...zur Not einfach aus der KfW-Klasse
    Da die Personenanzahl, bzw auch explizit Warmwasser und Heizung genannt wurde,
    könnte man den Wärmebedarf auch nach Heizung und WW aufschlüsseln.
    Hierraus sollte sich ein thermisches Lastprofil übers Jahr entwickeln lassen


    Bei EEG-BHKWs
    wäre grundsätzlich auch ein monovaltener Betrieb denkbar (BHKW macht sämtliche Wärme)
    ...dennoch oftmals auch nur im Grundlastbetrieb betrieben


    Bei KWKG-BHKWs
    lässt man es meist nur die Grundlast leifern...damit erreicht man hohe Laufzeiten (sieh z.B. extra-Bafa-Förderung die 5.000h im Jahr als Zielgröße sieht), wodurch man den erzeugten Strom oft selber nutzen kann (was deutlich lukrativer als die Einspeisung ist)
    Die restliche Wärme kommt dann von einem Spitzenlastbrenner


    Also,
    anhand des thermischen Lastprofils versuchen ein BHKW mit der thermischen Leistung zu finden, was grob in der Region landet.


    Dann das ganze rückwärts gucken,
    ob der erzeugte Strom (hier gibts synthetische Lastprofile für Haushaltskunden) auch gut selber genutzt werden kann



    ...oder Du machst es mit einer grob überschlägigen Rechnung ;)
    aus einer Heizlastberechnung...oder sogar aus dem geschätzten Jahresbedarf durch 3000 ("schweizer Überschlagsformel") die ungefähre Spitzenlast errechnen. BHKW auf Größenordnung 30-60% der thermischen Leistung auswählen (hier spielt auch elektrischer Bedarf eine Rolle)