Funtioniert ein 25 A / 230 V Hausanschluss mit einem BHKW u.A. um Stromspitzen abzudecken?

  • Liebe Experten,


    wir haben den Bau eines 2 Familienhaus mit 300 qm geplant. Das Grundstück befindet sich in Alleinlage und hat alte Hausanschlüsse. Der Stromsnschluß soll nur 25 A bei 230 Volt liefern können. Der nächste Anschlußpunkt der Eon liegt 700 m entfernt und ein neuer Anschluß soll 28.000 € kosten, die wir nicht eingeplant haben.


    Zur Zeit stellen wir folgende Überlegung an, das geplante Wärmepumpensystem nicht zu nehmen. Und eine Lösung rund um den bestehenden Anschluß zu planen und alle Verbraucher mit über 230 V zu ersetzen wie z.B. den Elektro herd gegen einen Gasherd und den fehlenden Strom durch ein BHKW zu produzieren.


    Hat jemand mit einer solchen Themenstellung Erfahrung und kann weiterhelfen?


    Oder gibt sogar noch eine bessere / auch bezahlbare Lösung?


    Vielen Dank schon jetzt und viele Grüße aus Hamburg


    Stefan

  • Hallo
    und herzlich Willkommen im Forum


    naja...hier gibts ja auch echte Elektriker und damit in dem Gebiet bessere "Experten",
    aber erstmal so paar grundsätzliche Dinge


    25A...Netzausbau teuer
    Hier wäre erstmal die Frage, wie der Energeieversorger darauf kommt.
    War da echt einer vor Ort, oder schaute einer per Tel. mal in Ihre Tabellen...meinten es sind 25A eingetragen und wenns mehr sein soll, dann halt teurer Ausbau?
    Ich hab mal irgendwo gelesen -frag mich jetzt nicht wo- da hatte einer ein ähnliches Problem, aber nachdem sich das mal einer anschaute, konnte dann doch eine etwas größere Sicherung in den Anschlusskasten.


    ...falls die Leitung es aushält und es ggf. "nur" auf die Leistungsverluste (die in irgendeiner Norm liegen solln) drauf ankommt, wäre es denkbar, dass man auch einen geringenfügig höhere Abweichung als Kunde akzeptiert
    Kann sein, dass ich jetzt quatsch erzähle,
    glaub aber auch gehört zu haben, dass ein Kunde X (in diesem Fall Einspeiser) nicht angeschlossen werden sollte, da die Leitungsverluste zu hoch. Deshlab würden beim Versorger weniger Strom ankommen, als er lt. Einspeisezähler bezahlt. (hier gibts irgendwelche %-Abweichungen, die tolerierbar sind). Nah Verzicht (des Kunden, oder sogar des Versorgers) auf diese enge %-Angabe, bzw ein "Aufrechnen" der Verluste, war es dann doch möglich den Anschluss zu nutzen und eine höhere Leistung zu ziehn.
    Worauf ich hinaus will,
    wenn der Versorger hier nicht eine größere Sicherung in euren Hausanschluss reinschrauben möchte, könnte es ja auch sein, dass er es nicht macht...weil er auf -ich sag mal- 4% der Übertragungsverluste in dieser schwächeren Leitung sitzen bleiben könnte. Wenn man sich hier ggf. einigt, dass die von Euch zu tragen wären, wäre es vielleicht dennoch machbar.


    soviel von meiner Laien-Elektro-Theorie


    ----------



    nun mal zum Objekt, falls hier nicht mehr Strom zur Verfügung steht (besser gesagt Leistung)
    Ein bHKW könnte tatsächlich Euren Strombedarf senken,
    allerdings ist für ein wirtschaftlichen BHKW-Betrieb eine Abdeckung der Grundlast sinnvoll. Ich sga mal bei Euch -wenn überhaupt- kleine Geräte, die 1-3 kw bringen dürften. Echte Lastspitzen kann man damit nur zum Teil abfedern.
    und man muss auch aufpassen, denn das BHKW wird ja nicht immer (zumindest nicht im Sommer) laufen...so dass Großverbraucher wie Waschmaschine etc auch nur dann laufen sollten, wenn z.B. der Warmwasserboiler geladen wird.


    Denkbar ist es dennoch...1-3kw sind ja schon was
    Wenn Du uns noch den erwarteten Jahreswärmebedarf Eures Projektes verraten könntest, dann schaun wir mal, was für ein BHKW in Frage käme


    Für echte Lastspitzen, könnte auch ein Notstromer ran....aber hier wirds wohl auch kribbelig mit einem Netzparallelbetrieb, da kann sich mal ein anderer zu auslassen.


    Grundsätzlich sind Eure Überlegungne aber schon gut
    - Gas, statt e-herd ist ne feine Sache...klar, ceranfelder und co machen was her, aber mit Gas kochen ist einfach klasse...schnell auf touren und dann auch noch echt preiswert (Gas ksotet nur 1/4tel von strom)
    - waschmaschine könnte man über ein Vorschaltgerät...bzw. gibt es auch noch 2 Geräte am Markt (einmal Miele, einmal Bosch) mit Warmwasseranschluss...mit Warmwasser versorgen...dann zieht die kaum noch Strom. Geschirrspüler sollte eh WW bekommen (hier schaun, wie der Trocknet, bei Kondensern wieder nicht so gut)
    Bei zwei Familien evt absprechen, oder gleich gemeinsame Waschküche betreiben, so dass immer nur eine Maschine läuft
    - Energiesparseme Geräte, sollten heut abseits Eurer Problematik eh eine Selbstverständlichkeit sein.
    - Wasserkocher, Haartrockner und co...nun ja, da machts vielleicht auch Geräte, die nicht ganz Spitzenklasse sind...also nicht gleich 2kw+x ziehn, sonder viellciht nur 1,5...kdauerts halt ne Moment länger...obwohl bei Gasherd es eh günstiger wär hier sein Wasser zu erwärmen bzw Eier zu kochen.



    Wenn man ein wenig rücksicht nimmt, sollte man durchaus mit den 25A hinkommen
    Bei meinen Eltern war vor einigen Jahren das Haus noch mit 10A abgesichert (ein Kreis !) in einem 5(!!!)A Zählerkasten. Nein @Profis, kein schreibfehler..wirklich 5 und nicht 6die Leute vom Netzbetreiber haben auch mächtig gestaunt und das Teil (BJ30) gleich ins Museum gebracht.
    Das hat für die Grundlast auch vollkommen egreicht und die Sicherung kam auch nur, wenn einer vergessen hat den Boiler fürs Handwaschbecken (sowas braucht ihr ja nicht) auszuschalten, bevor die Waschmaschine eingeschalten wurde.


    Das sollte schon gehn,
    nur mit der Wärmepumpe (wo viele hier eh keine Fans von sind) ;)
    wirds wohl nichts werden

  • Okay, 25A Anschluss ist ein Problem, wie viele Phasen bekommt ihr denn? 1x25A bei 230V oder 3X25A bei 230V?
    bei uns ist es so, dass wir 3X25A bei230V bekommen, da haben wir die Kreise gut aufgeteilt, und wir kochen mit Strom, uns ist noch niemals die Hauptsicherung durchgebrannt wegen Überlastung.
    Bei einem Neubau ist es gut, starke Verbraucher bei schwacher Zuleitung schon von vornherein außen vor zu lassen.
    Zum Kochen mit Gas: Wenn ihr mit Flaschengas Kocht und eine 11Kg-Flasche zu 13€ füllen lasst, kostet euch die KW/H ca 10ct. (1Kg Propangas hat ca 12,5-13KW/H), das ist nur halb so teuer wie Strom, bei Erdgas ist es noch günstiger. Zudem, es ist verwerflich ein Haus mit Strom zu beheizen, die Idee, die WP wegzulassen begrüße ich.
    Wie groß ist euer Wärmebedarf? wegen Laufzeit des BHKW's und was soll es für eine Leistung haben? Welcher Brennstoff soll benutzt werden, Heiz-/Pflanzenöl, Gas, Pellets?

    Hallo, RWE,EON, Vattenfall und EnBW
    ich habe jetzt meinen eigenen Meiler im Keller(MUHAHAHAHAHAAH)

  • Zu den offenen Fragen:


    - es soll nur einmal 25 A vorhanden sein, es wurde jedoch auch etwas von zwei Phasen/Leitung gesagt und
    wir bräuchten drei für einen modernen Anschluß
    - wir planen mit ca. 10.000 kw/h pro Jahr
    - beim Brennstoff sind wir offen, aber es bietet aus erster Sicht Gas an auch wegen der Herde,
    es sollte in jedem Fall eine wirtschaftliche Lösung sein


    Viele Grüße


    Stefan

  • 1x25A ist viel zu wenig!
    Bei fertig gekauftem und fertig installiertem BHKW--> Wirtschaftlich?--> nur teilweise wird es vorhanden sein.
    Besser wäre eine modulierbare Selbsbaulösung mit Batteriebank.
    Gas, ist ein guter Brennstoff: Brennwerteffekt kann ohne Probleme eingebaut werden, kein Rußproblem und es kann bei Brennwert ein Plastikrohr als Auspuff dienen.
    10.000kw/h bei einem BHKW mit 10kw thermischer Leistung wären dies 1.000 Betriebsstunden, und ca 5.000-6.000kw/h Strom.

    Hallo, RWE,EON, Vattenfall und EnBW
    ich habe jetzt meinen eigenen Meiler im Keller(MUHAHAHAHAHAAH)

  • Tja das mit der Spitzenlast ist so ne Sache
    240v und eine Phase reichen zur Syncronisierung
    eines Drehstromgenerators .
    Aber das ist nix Halbes und nix Ganzes
    Ein BHKW für die (starken Verbrauche) und teilweise E-Heitzung
    Wäre da die beste Lösung .
    GAS oder Heitzöl müßte man sich noch durchrechnen.
    Gibts da denn keine Wasserkraftmöglichkeiten?? :vinsent:

  • Hallo,

    Der nächste Anschlußpunkt der Eon liegt 700 m entfernt und ein neuer Anschluß soll 28.000 € kosten, die wir nicht eingeplant haben.


    Habt ihr schon einmal über eine PV-Anlage nachgedacht?


    Es gibt fälle, da mußte der Stromversorger das Netz ausbauen, damit so eine Anlage ans Netz gehen konnte....
    ...und zwar auf Kosten des Stromversorgers! ^^|__|


    Gruß Dachsgärtner

  • Vielen Dank mit dem Tip bezüglich der PV -Anlage, sieht nur ziehlich
    doof auf einem Reetdach aus. Wäre sonst die Lösung nummer eins. Danke!




    Wir haben auch gehört, das eve. das




    EVU bedeutet Energieversorgungsunternehmen.
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    EVU
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    auch ein Kabel auf seine Kosten verlegen muss bei einem



    KWK ist die Abkürzung für Kraft-Wärme-Kopplung.
    Mit Mausklick zu weiteren Infos!
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    BHKW
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    . Wir haben letzte Woche auch vorsorglich ein



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    Mit Mausklick zu weiteren Infos!', CAPTION, '
    BHKW
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    beantragt, vielleicht klappt es.


    Sonst müßten weiter versuchen um den 25 A Anschluß herum zu planen. Ich bin über jeden Tip diesbezüglich dankbar.




    Werde mich allerdings wahrscheinlich erst am 30.12. wieder melden können. Da wir nach HSV gegen Werder


    nach Nordfriesland fahren und ich dort offline bin. Schöne Weihnachten an alle. :santa:




    Viele Grüße