Kurzer Erfahrungsbericht Ecopower

  • Hallo ihr alle,
    weil manche schon geschrieben haben, es sollen sich mal die Ecopowerbesitzer melden, tue ich das hier mal.
    Unser Ecopower hat nun knapp 10000 h und macht einen sehr guten Eindruck. Keinerlei größere Störungen. Die kleineren waren:
    1.) Lief einmal nur noch bei max 40 % Leistung: Grund: Rücklauf war verstopft. Nach Reinigung des Schmutzfängers war alles in Ordnung. Kmmentar vom Hersteller am Telefon: Stellen sie sich nun mal vor was nun wäre, wenn das BHKW nicht modulieren würde: Aus, An, Aus, an etc. Das Ecopower lief trotzdem den ganzen Tag ununterbrochen.


    2.) Kurz vor der 2. Wartung lief es gar nicht mehr. Dann kam der Wartungsmensch, machte die Wartung und sonst nichts und das Ecopower lief wieder wunderbar. Was war der Grund: Verstopfter Luftfilter.


    Noch was zu dem ganzen Glaubenskrieg Modulation ja oder nein. Das Ecopower hat die Möglichkeit die Modulation auszuschalten, dann läuft das Ding wie ein Dachs, ist doch nicht schlecht, oder?


    Was vielleicht eine kleine Schwäche ist: Es läuft relativ oft leicht gedrosselt, obwohl es Vollgas laufen sollte, wegen erhöhter Mototemperatur. Hier ist das ganze recht restriktiv gehalten um den Motor zu schützen, aber vielleicht sollte man mal wieder den Schmutzfänger reinigen, was man problemlos selber tun kann.
    Also alles in allem: Eine tolle kiste.

  • Hallo


    dass ist wirklich schön, dass es auch einen positiven Bericht gibt.
    In Foren ist ja oftmals das Problem, dass nur Negativ-Meldungen von vermeintlichen Montagskisten eintrudeln.


    ...Schön also was zu hören
    und noch schöner, dass es auch was positives gibt.


    Dir viel Spaß mit Deinem Gerät und noch viele sorglose Stunden

  • Hallo - es wird nach Erfahrungsberichten zum ecopower gefragt. Da möchte ich ein klein wenig beisteuern :tanz:
    Um es vorwegzunehmen : Ab 25.01.2010 solle mein bestelltes "Gerät" nach vielen Geburtswehen laufen... :santa:
    Angefangen hat's mit einem Vortrag in Nürnberg von M. Gailfuß vom BHKW-Zentrum Rastatt ca. Anfang des Jahres - war nicht gerade billig, aber hilf- und aufschlußreich. Dann stieß ich auf dieses Forum hier und wähnte mich unter "Leidensgefährten" |:-( Spät - aber nicht zu spät. So viele Tipps konnte ich gar nicht verkraften und wußte erst einmal gar nichts mehr... :sos: Da kam mir das Forentreffen in Goslar sehr recht. Nachdem mich "Bernd der Dachsausbeuter" auf diverse Grundlagen hinwies, dachte ich mir - jetzt gilt's. Viel gelesen, viel gefragt und Partner gesucht - das ist bei einer solchen Investition unerläßlich !!!
    MFH mit 735 qm beheizter WFl., Jahreswärmebedarf um die 100.000 kWh, bei allen 12 Mietern - die ich jetzt zur Stromabnahme "bewegen" konnte - mit Allgemeinstrom und meinem eigenen (wohne selbst auch darin) kam ein Jahres-Strombedarf um die 24.000 kWh heraus. Also: naheliegend "ecopower". Einen vorhandenen Spitzenlastkessel mit 500-Lit. WW-Boiler wollte ich nicht aussondern, obwohl mit 73 kW und Baujahr 1993 überdimensioniert und etwas ältlich - aber "topfit".
    Diverse ( :wissenschaftler: ) Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen streuten von "gerade noch vertretbar" bis "schnellstens einbauen". Insbesondere die Hersteller waren da "sehr entgegenkommend optimistisch". Die Spitze war eine Amortisationsteit von sage und schreibe 2,7 Jahren... :rosabrille: Das machte mich natürlich etwas übervorsichtig @:pille Auch ließ sich niemand so richtig greifbar über Preise/Kosten im kompletten Umfang aus - nur das "Ding" selbst wollte jeder flott verkaufen :applaus: Nachdem ich mich für eine Aufstellung im KG neben dem Heizungsraum entschieden hatte, tauchte die Frage "Abgasanlage" auf. Glücklicher Weise habe ich gesamt 17 nicht mehr benutzte Schornsteinzüge - jedoch in welchem wurden bei früheren Modernisierungen keine TV-Kabel oder TW/AW- bzw. Heizungsrohre verlegt ??? :suchend: Also Kamera-Befahrung (vom Kaminbauer als kostenfreie Service-Leistung) jedoch reichte sein 20 m Fernsehkabel nicht vom Schornsteinkopf bis zum Reinigungsschacht im Keller... Übrig blieb ein einziger (!), der in vertretbarer Anschlussnähe lag und mittels Rollmaß (3 x leicht gezogen) dann 22,5 m Länge aufwies - also kam nur flexibles Rohr in Frage. Angebot: Edelstahl zu 47,50 € Brutto je lfd. m - d.h. mit allen Zusatzarbeiten bis zum Abgasausgang vom BHKW "schlappe 1.800 €". Dank Tipps hier aus dem Forum konnte ich das jetzt auf vernünftige 800 € kürzen.
    Die von ECOPOWER abgeforderten Planungsunterlagen forderten ein Fundament als "Schwingungsabsorber" mit mind. 400 kg Masse - ohne Maße anzugeben. Also Skizzen dort "interpoliert" und 800x1200x300 ausrechnen lassen, nur zertifizierten Beton, keine Billigware nehmen !!! Drunter noch eine 1,5 cm Dämpfungsmatte - da mein Schlafzimmer drüber liegt und ich nicht so laut schnarchen kann, wie ein BHKW leise läuft... Mit einer Lebensdauer von 20 Jahren rechnend habe ich noch einen Ringanker aus Winkelstahl obendrauf mit eingegossen. Dann mußte noch eine Brandschutztür eingebaut werden, die Frischluftzufuhr gelegt werden und Elt-seitig einige Änderungen vorgenommen werden. Alles in allem bin ich jetzt bei einer Bruttoprojektgesamtsumme von rd. 33.000 € angelangt. :schimpf: Das sollte aber im Rahmen liegen. Zumal ja (vermutlich noch) die volle BAFA-Förderung bereitgestellt wird entpr. errechneten 5.100 Volllast-Stunden. Von dort kam die Eingangsbestätigung binnen 2 Tagen zurück und es konnte losgehen mit den Beauftragungen. Bei ecopower konnte eine "zerlegte Anlieferung mit Hersteller-Erstinbetriebnahme" (Aufpreis 300 €, aber nur noch rd. 250 kg Transportgewicht und 66 cm breit für die engste Stelle ! Man muß ja auch mal an die Monteure denken... ;-_ ). Mit Ansteuerung Spitzenlastkessel bei Bedarf (wurde auf die 1.Stufe reduziert mit nun ca. 40 kW) und Software ecoHome, GSM-Fernüberwachung dafür bei Vorkasse und 4% Skonto 17.803 € Brutto - Anlieferung und Aufbau an einem Tag. Da von dort die Pufferspeicher zu teuer waren, hat mir der HB einen "Wikora 1000 Lit." für 1.039 € Brutto "vermittelt". Hinzu kam noch ein hydraulischer Abgleich - ganz wichtig ! -aus dem der Einbau von 2 Differenzdruckreglern je Heizungsstrang und eine elektronische Pumpe MAGNA 32-60(Förderantrag !) resultierte. Gasleitungsänderungen, Ausdehnungsgefäß und die Umbindung der letzten (DG) Wohnung, die noch über Einzeltherme versorgt wird, in die Zentral-Anlage liessen dann o.g. Summe entstehen. Aus gesundheitlichen und Altersgründen (61) kann ich nicht mehr viel in EL erbringen.
    Die "Immobilien-Lage" PLZ 02828 hat bei Nettomieten um die 4 €/qm keine Rücklagenbildung bisher nennenswert hergeben können, so daß ich zu 100% über meine Hausbank Sparkasse mit 3,7% Zins finanziere. Durch parallele Anspargestaltung wird das Darlehen über 28.000 € in ca. 7 Jahren abbezahlt sein. D.h. noch vor Ende der KWK-Förderung.
    Nach der aktuellen Wirtschaftlichkeitsprognose sollten trotzdem rd. 1000 € p.a. Überschuss bis zur Abzahlung verbleiben... Da ich auch konsequent Gasanbieterwechsel verfolgt habe, bin ich jetzt ab bzw. seit 01.11.2009 bei 4,9 Cent/kWh Brutto (ohne GP, aber Vorkasse !) angekommen... Das sollte sich auch insgesamt positiv auf die Heiz-/ WW-Kostensenkung auswirken. Steuerlich nehme ich das in's Betriebsvermögen meines Einzel-Gewerbes "Hausverwaltung", wobei da noch nicht alle Komponenten abgeprüft sind. Da waren und sind also allerhand "Schularbeiten" angefallen binnen ca. 10 Wochen... ^^|__|
    Jetzt kann ich nur noch hoffen, das alle (errechneten) Prognosen und Erwartungen auch so eintreffen und bis zum 25.01.2010 "die Beine vorerst hochlegen" :pfeifen:
    Wenn Interesse am weiteren Werdegang besteht, laßt es mich wissen - ich gebe gern meine gemachten Erfahrungen (und auch Fehler) weiter :-)@@(-: Wenn ich heraus-finden kann, wie es zu machen ist, würde ich das BHKW auch hier in's Internet stellen wollen zum Verfolg der Ergebnisse. Gibt es da jemand der helfen kann ???


    Grüße an alle BHKW-Anhänger und nochmals Dank an die Runde in Goslar !!!
    pamiru48

  • Schön zu lesen das das ganze reden, ein schönes und vor allem durchdachtes Projekt geworden ist!
    Dafür ist das Forum ja auch da, im Vorfeld Infos sammeln um dann das optimale für die Liegenschaft zu finden.


    Na dann auf ein langes sorgenfreies BHKW Leben und viel Eigenstromnutzung! :-)@@(-:

  • Hallo an alle,


    also ich betreue nun seid einem Jahr mehrere ecopower. u.a. das bei meiner Mutter im 7 Parteien MFH, und ausser einem defekten Fühler kann ich absolut nichts negatives über das ecopower Berichten. Auch nicht zum Kontakt und Service von powerplus.


    Ich hoffe das sich in Zukunft noch mehr BHKW Interessenten fürs ecopower entscheiden.



    Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.



    Gruß Martin

  • Zitat

    Hallo ihr alle,
    hoffentlich habe ich es richtig eingestellt. BHKW läuft seit ziemlich genau 2 Jahren (Nov. 2007.)


    Der ecoPower ist ja mittlerweile schon 5,5 Jahre im Einsatz. Wie sind inzwischen die Erfahrungen? Immer noch positiv gestimmt? 8o
    Wie hoch ist die Lebenserwartung des Motors?

  • Nun - dann will ich mal kurz antworten:
    Da ich mich im Beitrag #5 "zu den Anfängen" geäußert hatte, ein Resümè-Versuch:
    Im Anhang eine (noch nicht ganz fertige) Excel-Tabelle vorerst für 2013. Hatte schon mal eine 3-Jahres-Übersicht eingestellt in einem anderen Tread. Werd's irgendwann noch vervollständigen. Wichtig (für mich) ist der nun erreichte Deckungsgrad von 93% der Hausstromversorgung insgesamt im 1.Quartal 2013 (vom BHKW 85%, PV 8%). Das wird sich über das Jahr zu Gunsten der PV dann verschieben. Alle Anlagen sind zu 100% fremdfinanziert, auf die Kleinunternehmerregelung habe ich verzichtet - und bin noch nicht pleite... ^^


    Per heute 19.540 BH mit 74.235 kWh P el. und 205.295 kWh Q therm. - nach den BHKW-Anzeigen ! X( Gasverbrauch insgesamt bisher 32.025 cbm - wer Lust hat, mit NZ und BWZ nun nach Output/Input = putputt den Wirkungsgrad nachzurechnen - Fehlanzeige, 90% werden nicht erreicht !!! Hier spielt jedoch die gelieferte Gasqualität entscheidend mit hinein - nicht nur das BHKW selbst. Auf jeden Fall ist der Gasverbrauch zu hoch ! :cursing:


    Der Nettostromzähler zeigt 69.530 kWh und der Wärmezähler nach BHKW 196.345 kWh an... - hatte mich verschiedentlich zu den Differenzen geäußert, will's hier nicht wiederholen. Da ich das BHKW in Kombination mit einer nun 9,92 kWp-PV-Anlage betreibe, wurden 31.180 kWh (nur durch das BHKW !) in's Netz eingespeist und 35.350 kWh im Gebäude verbraucht. (Differenz rd. 3.000 kWh ist "echter BHKW-Eigenbedarf"). Der Mieterstromverkauf steht mit 76.950 kWh zu Buche, was bisher rd. 25.520 kWh Fremdstrombezug - neben der PV-Erzeugung - erforderte. Letzterer zeigt jedoch sehr stark fallende Tendenz - im 1.Quartal 13 nur noch 470 kWh... :thumbsup:
    Alles in Allem zufriedenstellende Ergebnisse - trotzdem gibt es gegenüber Vaillant noch div. Baustellen zu bereinigen ! An Reparaturen waren anfänglich div. GM-Probleme in der Garantiezeit. ein Statorwicklungsschluß - auf Kulanz geregelt - im Moment deutet sich ein BHKW-Mischerwechsel an. Also auch von daher im "verträglichem Rahmen". Wartungen mache ich inzwischen selbst.


    Ich würde wieder zu diesem Produkt greifen - jetzt jedoch die nächste Gerätegeneration in 2014 abwarten... Das Beistellen eines 2. 1000-Lit.-Pufferspeichers hat sich ebendso bewährt wie der MSB-Wechsel und Tausch aller ITRON-Stromzähler gegen Kamstrup. Da ich "überm BHKW schlafe", kann ich die Arbeitsweise sanft summend als Einschlafmusik nutzen - ich glaub fast, ohne dem könnte ich's vielleicht gar nicht mehr... :D
    Achtung: Die hier geschilderten Ergebnisse in einem 12-WE-MFH sind nicht ohne weiteres vergleich- bzw. übertragbar !

  • Hallo!


    Wenn ich richtig gerechnet habe hast du aber immer noch ca. 47% des erzeugten BHKW-Stromes ins Netz eingespeist. Doch eine ganze Menge. Das nicht der Deckungsgrad des Strombedarfes das Maß der Dinge sondern der Anteil des selbst verbrauchten Stromes ist weist du aber? Kann das Eco nicht lastabhängig seine Leistung anpassen?


    Viele Grüße
    Joachim

  • Hallo!


    Wenn ich richtig gerechnet habe hast du aber immer noch ca. 47% des erzeugten BHKW-Stromes ins Netz eingespeist. Doch eine ganze Menge. Das nicht der Deckungsgrad des Strombedarfes das Maß der Dinge sondern der Anteil des selbst verbrauchten Stromes ist weist du aber? Kann das Eco nicht lastabhängig seine Leistung anpassen?


    Viele Grüße
    Joachim