GAS-BHKW-PLANUNG

  • Hallo BHKWler,
    so, nachdem ein Holzgasbhkw gescheitert ist.... bin ich dabei ein Flüssiggasbhkw zu planen und diesmal auch zu bauen, mit der Unterstützung meines Vaters? :?: :?: :?:
    Es soll ein einfaches BHKW mit Asynchron-Generator werden, welches durch ein Gasmotor angetrieben wird und den elektrischen Strom in das öffentliche/ Hausnetz einspeisen soll. Für den Fachgerechten Anschluss ist mein Cousin zuständig, der bei EON Hanse als Installateur arbeitet.
    Nur bin ich jetzt auf der Suche mit meinem Vater nach einem geeigneten BHKW Gasmotor. Er sollte am Besten unter 5 Kw mechanischer Energie liefern, und dabei Wassergekühlt sein.
    Die Abwärme wird in den Puferspeicher unserer Solar/Flüssiggasbrennwert Kopplung eingespeist, die Baujahr 9/2009 ist.
    Vorher hatten wir eine Heizöl betriebene Heizung die im Jahr mit Warmwasser knapp 3m³ Öl verbrauchte. Wie viel Gas wir dieses Jahr verbraucht haben lässt sich nicht eindeutig klären, da zwischendurch der Tank gegen einen größeren Ausgetauscht wurde.

  • mmm nen kleinen und guten Gasmotor mit ca 5 kw
    warum so besscheiden??
    Schraub die Leistung hoch und die Betriebesstunden runter.
    Bissel reserve schadet nie.
    Als Motor würde ich nen VW Motor verwenden.
    Hat zwar Steuerriemen
    aber die Ersatzteile gibts günstig.
    :thumbup:

  • Hallo KPN-Service


    Der Steuerriemen ( Zahnriemen ) ist kein Problem, der hält locker 8000 Stunden.
    Wenn man ein wenig an den VW Motoren umbaut, eignen die sich hervorragend für den BHKW Betrieb.
    Bei Flüssiggas gibt es auch kein Problem, bei 5 kW Generatorleistung und 1500 U/min würde ich nen 1000 ccm Polo Motor nehmen.

  • JA
    Dachte aber an einen 1,8ltr(AAM,ABS)
    das sind freiläufer und haben nicht so probleme
    mit kolbenkippern.
    Würde ihn auch hoch verdichten da Gas sehr klopffest ist ((ca110okt.))
    oder so
    und die motoren sehr robust sind ((Audi S3 225Ps))

  • Ja was soll ich dazu jetzt sagen, der Polo Motor hat bei 1500 U/min genau das was er braucht, nämlich die Leistung die er für seinen 5 kW Generator braucht.


    Also wozu jetzt einen über dimensionierten Motor nehmen?
    Und Kolbenkipper ist für mich bei Motoren auch ein Fremdwort, hatte ich noch nie.
    Kann mir auch nicht vorstellen dass bei 1500 u/min so was passieren kann.


    Aber es muss ja jeder selbst wissen was er tut.

  • Also ich dachte immer man legt ein BHKW so aus, dass es möglichst lange Laufzeiten hat und zum Objekt passt. ;-_
    Ich kann mich da allerdings auch täuschen. |:-(
    Vielleicht sollte ich mich hier im Forum noch mal schlau lesen damit ich da auch mal was zu sagen kann. :hexe:


  • Aus welchem Grund soll es denn ca 18-22Std am tag rennen ?


    Damit bei kleiner Flamme nicht so viel Strom rückgespeist werden muss.


    Bei Vollgas hat man bei kleinen Objekten soviel Strom über, dass der ins Netz eingespeist wird. Auch braucht man dann in der Regel einen größeren Pufferspeicher. 1000 l sind schnell voll und die Wärmeverluste einer Pufferkaskade sind nicht zu vernachlässigen. In der Datenbasis gibt's dazu eine Beispielrechnung in dem Vortrag von Dr. Lange auf den BHKW-Info-Tagen.


    Gruß,
    Gunnar

  • Ich weiß das hier mehrere inzwischen die Meinung vertreten das "kleine" Langläufer unsinn sind.
    Aber im Gegensatz zu Lichtblick oder einem Stromhändler, kann der kleine BHKW Betreiber nicht mit seinem Strom an der Börse handeln.
    Da im Schnitt nur 8-10 Ct/KWh als Erlös für jede eingespeiste KWh, einem Wert von < 20Ct/KWh bei Eigenverwendung gegenüberstehen, ist eigentlich relativ klar warum Dauerläufer die nur die Stromgrundlast abdecken, besser sind.


    Ganz im Gegensatz zu einem Gewerbebetrieb der am Tag eine hohe Stromlast und ganztägig eine kleine Wärmelast benötigt.
    Dort ist die Überlegung das Strom nur erzeugt wird bei entsprechendem Bedarf der Maschinen,
    und die überschüssige Wärme für die nächsten 24 Std.bzw. zur nächsten Produktionszeit, reichen muß.
    Aber auch hier ist der Strom unter Berücksichtigung des Spitzenstromlastwertes das wertschöpfende Element!


    Sicher ist unbenommen ein Micro-BHKW "schlechter" im Wirkungsgrad als eine Großanlage.
    Aber wir müssen nunmal mit den vorhandenen Versorgungseinheiten zurecht kommen,
    die Zusammenlegung durch Nahversorgungsnetze ist erstrebenswert, allerdings aus mühseliger Erfahrung sehr schwer den Leuten zu vermitteln.
    Es herscht bei vielen immer noch die Meinung vor, Hauptsache nix vom Nachbarn sehen oder hören, Zäune 3 Meter hoch und fertig.
    In den meisten Siedlungen ist es leider so, dort ist eine Umrüstung fast unmöglich.
    Das gleiche gilt auch in den immer mehr werdenden Eigentumswohnanlagen.
    Da reichen bereits ein paar Rückständige um eine endlose Diskussion bis vor die Gerichte anzustoßen.

  • Hallo Bernd,


    das sehe ich genauso. Gerade die höchstmögliche Eigennutzung des Stroms forciert den Einsatz von Stromspeichermöglichkeiten. Überwiegend werden die BHKW "wärmegeführt" betrieben, und gerade deshalb sollte es auch für den privaten Bereich wirtschaftliche Lösungen zur Stromspeicherung geben. Übrigens machen das die großen Stromerzeuger genauso: die haben z.B. Druckspeicheranlagen, die bei Spitzenlast die gespeicherte Energie mit einem nochmals um 40% geringeren Wirkungsgrad zur Verfügung stellen: da gefällt mir die Speicherung in Akkus auch nicht schlecht, Wirkungsgrad geringfügig höher! Da muss man sich dann überlegen, wann die Waschmaschine oder der Trockner laufen sollen. Sinnvoller wird das ganze sowieso bei dem Einsatz eines E-mobils, die Schaltung, das Fahrzeug nur zu laden, wenn das BHKW gerade läuft, dürfte wohl auch kein Problem darstellen. |__|:-)

  • hallo leute ..


    ich will nur kurz was dazu sagen.. ich habe gelesen das im Moment in einem Frauenhofer Inst. in D mit hochdruck an dem Abschluss der Testreihe gearbeitet wird zur Speicherung von ( indirekt ) Strom.
    Dort wird mit Betonblöcken ( mischung ist geheim ) Wärme gespeiochert . In diese wurden metallröhren eingelassen und diese Blöcke wurden auf 400 Grad aufgeheizt.
    Braucht man nun Strom wird dort die Wärme abgezogen , es wird Hochdruckdampf erzeugt und der treibt nun wieder Generatoren an.
    Das wichtige daran ist das es der Beton durchhält und 2 das diese Blöcke im vergleich zu anderen Speichern relativ klein sind.
    Für den privaten Gebrauch sicher zu groß , aber für kleine und mittlere Firmen wahrscheinlich möglich.

  • MHHHH, oder einen luftgekühlten Motor mit nur 2KW nehmen , in den Kühlrippen Kupferrohr verlegen
    Motorumwicklung und Ölkühlung und Abgaskühler --> Wärme in Pufferspeicher
    Bewegungsenergie --> Generator
    Als Testobjekt Baumarkt aggi??