Frage zu Benzinaggregat + GAS-Umrüstung + Wechselrichter Kombi (Parallelbetrieb)

  • Hallo,
    ich bin neu hier im Forum und habe eine Frage. Angesichts inzwischen mindestens 1x jährlich steigender Strompreise denke ich immer öfter darüber nach, wie man dem "Problem" Stromkosten abgesehen von sämtlichen Energie-Sparmaßnahmen entgegenwirken kann.


    Nach einigen Überlegungen hatte ich den Einfall, dass man doch ein Benzin-Stromaggregat (230V) auf Gas umrüsten könnte. Ein entsprechendes Umbaukit habe ich sogar im Internet zu einem erschwinglichen Preis gefunden. Da es aus meiner Sicht wenig sinnvoll wäre ein Stromaggregat 24/7 laufen zu lassen (insbesondere Nachts, bei geringerem Strombedarf), kam mir folgende Idee. Man könnte das Stromaggregat mit einem Wechselrichter kombinieren. Somit wäre je nach Leistung (Stromaggregat / Wechselrichter) eine höhere Gesamtleistung möglich und zeitgleich eine Abschaltung des Stromaggregat möglich (Betrieb über 12V Batterien + Wechselrichter). Die Wechselrichter-Batterie könnte über das Aggregat mitgeladen werden - einige Aggregate haben sogar einen direkten 12V Ausgang (Ladegerät mit zusätzlichem "Verlust" würde entfallen).


    Mir schien nach einigen Recherchen in Solarforen das BHWK-Forum hier am geeignetsten für Erfahrungsaustausch und Feedback zu meiner Idee. Mir ist klar, dass es hier noch einige Haken gibt und vielleicht ist es auch keine optimale Lösung.


    Nach meiner bisherigen Recherche habe ich bereits folgende Fragen:

    • Kann man ohne weiteres ein "einfaches" (im billigsten Fall "Baumarkt Stromaggregat") mit einem 12V/230V Wechselrichter parallel betreiben?
    • noch zu 1) Synchronisiert sich die Wechselspannung (Wechselphasen) zwischen Stromaggregat / Wechselrichter automatisch oder kommt es zu problemen / Kurzschlüssen?
    • Lassen sich mehrere Sinus/Wechselrichter problemlos parallel betreiben an einem gemeinsamen Verbrauchernetz?
    • Gibt es Erfahrung zu der Effizienz von Benzin bzw. Gas Stromaggregaten?
    • Rechnet sich der Betrieb einer solchen Anlage gegenüber den jetzigen, steigenden Energiepreisen über den Stromanbieter?
    • Wie wäre eine Einspeisung in das Hausnetz (nicht ins öffentl. Stromnetz) möglich?
    • Kann ggf. sogar auf den normalen Stromanbieter verzichtet werden, um das Problem aus 6. zu umgehen / vereinfachen?
    • Welche Technik ist abgesehen von Stromaggregat und Wechselrichter/Laderichter/Akku notwendig?


    Ich würde mich sehr über Feedback zu diesem Thema freuen.


    MfG
    Gabriel

  • Hallo Gabriel,
    erstmal herzlich Willkommen hier im Forum!
    Zu deinem Vorhaben kann ich zwei Dinge anmerken:
    -Hast du dir Gedanken zur Nutzung der Abwärme des Stromaggregates gemacht? Nur so können sich "irgendwann" die Gaskosten rechnen!
    - Die Standzeit eines solchen Notstromers aus dem Baumarkt dürfte sich auf wenige Hundert Betriebsstunden belaufen!


    Wie sieht es denn bei dir mit Fotovoltaik aus? Da gibt es doch nach dem neuen EEG die Möglichkeit den Strom auch selbst zu nutzen und die Förderung zu kassieren!
    Zweite Möglichkeit: Kleines Windrad auf dem Dach oder Grundstück? Da gibt es auch schon einige Anlagen im Netz! (einfach mal googeln oder unseren KayT aus dem Forum mal Fragen!)


    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • hallo ... da bin ich doch schon :-)_:-)


    also zu dem vorhaben kann ich sagen , die idee ist gar nicht schlecht. bei ibey gibt es sogar anbieter die solche " baumarkt " aggis schon umgebaut auf gas anbieten ist nicht immer im angebot.
    da gibt es sogar verschiedene größen , ich denke 2 kw el. sollten ausreichen für einen privaten haushalt. kosten tun die teile auch nicht die welt .
    dazu kann ein abgaswärmetauscher mit gekauft werden. der passt genau an die teile und gibt die wärme dann ins haus ab.
    man kann dann entweder das teil als insel betreiben ( also nur dort die großen verbraucher anschlieseen ) oder über einen konfigurierbaren wechselrichter ( leistungskurve anpassbar )
    den Strom ins hausnetz einspeisen.
    es sollte ! auch im betrieb mit 2 oder mehr wechselrichtern nicht zu problemen kommen.
    gut wäre es wenn man die WR auf verschiedenen Phasen im Haus betreibt.
    axel hat auch die möglichkeit eines windrades angesprochen. das wäre dann auch so zu lösen über einen wechselrichter , aber bitte keine Wunder erwarten !
    so ein windrad ist nicht ganz günstig in der anschaffung und man sollte auch in einem windigem gebiet wohnen also küste oder hoch oben auf einem berg.
    bei fragen .. immer her damit.

  • Hallo,
    danke für den freundlichen Empfang hier im Forum und die Beteiligung zu meinen Fragen.


    KayT
    Wenn ich das richtig verstehe, ist es also ohne weiteres Möglich einen Wechselrichter und ein Stromaggregat miteinander zu koppeln. Muss ich bei der Anschaffung des Wechselrichter auf irgendwas achten? Ich habe mittlerweile gelesen, dass es z.B. nur bestimmte Wechselrichter gibt die an das öffentl. Netz speisen dürfen und an anderer Stelle hieß es, dass auch parallel anliegende 230V Spannung dem Eingang eines Wechselrichter schaden kann.


    Wie könnte man die Steuerung für Wechselrichter/Generator realisieren? Ich stelle mir das in der Theorie erstmal so vor:
    Der Generator lädt die Batterie des Wechselrichter und speist zeitgleich 230V in das Hausnetz. Ist die Batterie geladen, so wird der Generator automatisch abgeschaltet/vom Netz getrennt (Zwischenfrage: Ist ein Relais o.ä. zur Netztrennung beim Generator notwendig?). Der Generator wird automatisch zugeschaltet sofern der Wechselrichter nicht ausreichend Netz-Leistung liefert oder die Batterie geladen werden muss.


    Jetzt wäre natürlich noch die Frage, wie man die Netzlast des Wechselrichter überwacht, um so den Generator im Bedarfsfall anstarten/stoppen zu können? Gibt es dazu Erfahrung hier im Forum?


    Gruß
    Gabriel

  • @ d-angel


    also ich denke wir reden hier über zwei verschiedene sachen .
    hier mal der link zu bay http://cgi.ebay.de/Stromerzeug…toren?hash=item5884751565


    weiter... was du machen willst , denke ich , ist das laden einer batterie zum betrieb mit einem dc - ac wechselrichter . aufladen von bat. und betrieb von geräten an diesem wechslerichter ins haus einspeisen geht da nicht oder nur sehr aufwendig. weiterhin ist da der verlust der jeweiligen umwandlung der energie und das speichern dieser energie mit recht großem aufwand und verlusten behaftet. das meine ich nicht !
    wie sowas funktionieren kann , kann ich leider nicht sagen .gibt aber hier im forum schon meinungen dazu. suche mal im forum.

  • Hallo,


    nur um nochmal eventuelle Missverständnisse zu klären. Mir geht es bei meiner Frage darum, ob es möglich ist eine Parallel-Lösung aus Stromaggregat (12V / 230V) und Wechselrichter (mit z.B. mehreren parallelen 12V Batterie als Puffer) zu realisieren.


    Sowohl Wechselrichter als auch Stromaggregat sollen beide direkt 230V liefern. Zeitgleich soll der Generator den Akku des Wechselrichter bei Bedarf nachladen. Der Wechselrichter soll somit zusätzlich 230V liefern. Das wäre in meinen Augen (sofern wirklich so realisierbar) sinnvoll, damit der Generator z.B. Nachts nicht für ein paar Lampen+Kühlschrank dauerhaft laufen muss und somit nur bei Bedarf zugeschaltet wird.


    Gruß
    Gabriel

  • Moin angel,


    einen "billigen" Baumarkt Notstromer kann man weder parallel zum Netz noch zu einem Wechselrichter betreiben.
    Einfache Sinuswechselrichter sind ebenfalls nicht parallelfähig, dafür benötigst Du Netzwechselrichter.
    Da das Hausnetz in der Regel mit dem öffentlichen Netz verbunden ist kannst/darfst Du auch hier nur "zugelassene" Eigenerzeugungsanlagen einsetzen.
    Wenn Du autark arbeiten möchtest kannst Du "belibige" Stromerzeuger (PV,Wasser,Wind,Aggi) verwenden um zb. eine Batteriebank zu speisen und von dort mit Inselwechselrichter(n) Dein Haus versorgen. Vorbilder dafür gibts genug in den Alpen - abgelegene Hütten oder Höfe ohne Netz.


    mfg

  • Hallo,


    danke für das Feedback. Mal angenommen ich würde einen Wechselrichter ohnehin betreiben wollen (z.B. für Solarstrom) und parallel einen Generator für Leistungsstärkere Geräte dazu verwenden wollen. Wäre dann z.B. die hier im Forum Mehrfach genannten China-Geräte geeignet oder handelt es sich dabei auch nur um etwas hochwertigere "Baumarktgeräte"? Oder anders Formuliert - welche Anforderung benötigt ein Stromaggregat um z.B. mit einem Wechselrichter gekoppelt zu werden? Soweit ich es bei anderen Beiträgen hier im Forum verstanden habe, wird teilweise auch Strom aus Aggregaten in das Netz eingespeist, oder? Der "Dachs" z.B. - soweit ich bisher folgen kann ist das ein richtiges BHKW zum Heizen und Stromerzeugen als Nebenprodukt.


    Gruß
    Gabriel

  • Hallo d-angel,


    möglich ist das alles N U R: macht das Sinn? Ist das auch wirtschaftlich? Ist das dann Benutzerfreundlich und auf Dauer durchführbar?


    Mein Selbstbau BHKW läuft z.B. versuchsweise jetzt seit 300h mit E85, also Ethanol: Verbrauch über 0,5Liter für 1KWh im Durchschnitt. Das BHKW baut auf einem Luftgekühlten 2,8 KW Asynchron Stromerzeuger auf. Vorteil: wenns dann kaputt ist, geht es entweder noch auf Garantie zur Reparatur, oder wird Ersatzteilspender für die nächsten 2 Generatoren. Und jetzt die Nachteile: die Hz (Frequenz) schwanken trotz der eingebauten Fliehkraftregelung, die angeschlossene Beleuchtung flackert, ist unruhig. Das Ding macht Radau, Schallschutz ist wegen der Luftkühlung nur bedingt realisierbar. Ölwechsel mache ich derzeit alle 250 Bh, hat ja auch nur knapp einen Liter Ölinhalt und das ungefiltert....


    Vergiss den 12V Anschluss, da kannst du max. 100Watt Leistung Zapfen und brauchst somit 10 Stunden um eine 80 Ah Batterie vollzubekommen... Ich mach dass derzeit über ein Ladegerät und mache drei Akkus damit voll, mehr sind natürlich geplant.


    Meinen Zweck erfüllt das Ganze, da ich damit eine Tiefgarage bzw. Werkstatt heize und Trockenlege (Probleme mit Kondenswasser etc.), Dank meiner "Brennwerttechnik" mit Raumtemperatur das Abgas ausbringe: ich habe wahnsinnig viel Kondenswasser in den Abgaswärmetauschern, das sind an einem Tag locker 5-8 Liter! die ich derzeit mit zwei Kanistern auffange. Das blüht dir mit Gas ebenfalls, je mehr Wasserstoffanteile der eingesetzte Brenstoff hat, um so mehr Kondenswasser fällt insbes. bei Brennwerttechnik an! Also wenn möglich gleich mit Schläuchen an einen automatischen Wasserabfluss denken.


    Wechselrichter: ich verwende einen 30€ Trapezrichter, um die Energie aus den Batterien abzurufen: kannste für empfindliche Verbraucher nicht hernehmen, die brauchen reinen Sinus! Auch ist bei 600W Schluss, dann löst der Überlast richtigerweise aus. Geht dann halt nur für die Beleuchtung, ich bin auch die ganze Zeit am Umstecken, je nach Betriebszustand, und das nervt, wenn du das so jeden Tag betreiben willst. Also auch meine Überlegung: grundsätzlich die Batterien laden und die Verbraucher auch nur über einen größtmöglich dimensionierten Sinuswechselrichter (1200-3000€) betreiben. Derzeit habe ich aber nicht mal Geld für die anvisierten 10 x 100 Ah Akkus, also vorerst mal weiter wie bisher und später China Böller via Heizöl beteiben, dann wirds auch bei mir witschaftlich!


    Also wenn du das finanzieren kannst, mach gleich was vernünftiges und mit Wasserkühlung, dann kannste wenigstens den Motor geräuschtechnisch dämmen un die Wärme speichern. Wohnhaus ist was anderes als Werkstatt und Tiefgarage, bei mir kommt es auf schnelle Wärmeentwicklung an, womit ich bei Luftkühlung gute Ergebnisse beziehe...


    Ach ja, anfällig bei den Billig Generatoren ist auch der Abgasstrang, da das Material nicht den Vibrationen gewachsen ist, da nehme ich die sauteure Edelstahl Wellrohrvariante (üblich bei Standheizung).


    Grüße