Frage zur Qualität verschiedener Hersteller der "Cinacracher" in Größe 180

  • Hallo zusammen,
    mich interessiert mal, welche Erfahrungen über verschiedene Hersteller im Bereich der Cginesischen Einzylinder bestehen. Auf den ersten Blick sehen sie alle gleich aus, alle werden mit dem Zusart beworben "Deuzpatent" und viele haben eine "Bosch" Einspritzpumpe drin, oder eine, die so aussieht. Tatsache ist, es gibt welche mit rollengelagerter Kurbelwelle, welch mit Ölpumpe und welchen Unterschieden auch immer. Frage nun, welche Hersteller gibt es überhaupt, was macht Sinn (rollengelagerte Kurbelwelle) oder nicht? Bringt es die "Boschpumpe" überhaupt, wenn diese nur für den Chinesischen Markt in China produziert wurde oder wird, und von einer Pumpe hier nix passt. Welche Einspritzdüsen passen, so dass man sie gegen Pöl geeignete austauschen könnte.
    Ich frage mich halt, wo die einzelnen Meinungen hin gehen. Da gibt es Leute die schreiben "Nie wieder ...." andere reden von 8000 Std. und dann soll ,man neue Kolbenringe montieren, vieleicht mal die Pleullager. Je breiter die Efahrungen sind, die hier stehen, des do besser für alle. Vieleicht sollten auch andere Sachen drin stehen, dann halt ergänzen.
    Schön wäre eine Liste, die man vervollständigen könnte. So dass positive aber auch negative Tatsachen drin stehen würden. Ich stelle mir folgendes vor:


    Danke
    Rudi



    Motor Hersteller: Typ:
    PS: KW: Bei Drehzahl:


    Drehmoment: NM Bei Drehzahl:


    Einspritzdüse: Eqi. Bosch Typ


    Einspritzdruck:


    Kurbelwellenlager:


    Betriebsstoff: Heizöl, Pflanzl. Öl, Halbfestes, Blockfett,......


    Ölwechselinterwall Std.: Ölsorte:


    Spritzschmierung:
    oder
    Druckumlaufschmierung:


    Ölfilter org.: Nachträglich angeb.: Keinen:


    Kraftübertragung Keilriemen: Kupplung/Welle:


    Bisherige Laufzeit:


    Überholung bei Std.: Überholarbeiten:


    Bisher aufgetretene Probleme:

  • Hallo Rudi,
    Alicante kann dir bestimmt ein paar Fragen beantworten. Er hat aber auch schon etliches in der Vergangenheit über die Chinaböller gepostet.
    Dass sich viele melden ist aber fraglich, denn wer gibt schon gerne zu wie oft er an seinem Konstukt am schrauben ist.
    Die Worte Bosch und Deutz haben wenig Bedeutung, denn die Chinesen benutzen diese schon wenn sich mal ein Monteur dieser Firmen an ihr Gebäude gelehnt hat.
    Es mag sein dass manches an ihren Motoren 1:1 kopiert wurde, aber sie haben weder die Fertigungstoleranzen noch bekommen sie die Stahllegierungen so hin wie Deutz oder Bosch.
    Dennoch kann man sich mit den Teilen ein preiswertes BHKW basteln, wenn es einem reicht seine Heizkosten beachtlich zu senken. Heizen zum Nulltarif ist aber bei den Verbräuchen ohne, Verbr......ung, nicht drin.


    Zwei Regeln sollte man beachten wenn sie ihre 8000 – 10000h erreichen sollen:


    1.Finger weg von Keilriemenscheiben. Wenn die gewünschte Leistung nicht bei 1500Umin
    anliegt dann einfach zum größeren Modell greifen. Mit den kleinen R175, R180 und wie sie alle heißen, kann man einen Rasentraktor bauen, aber 2200-2400Umin Vollast sind sie thermisch und mechanisch langfristig nicht gewachsen. Es gibt interessante Studien über die Auswirkungen der Drehzahl auf die Lebensdauer. Faustformel: 50% höhere Drehzahl = halbe Lebensdauer.


    2.Feinfilterung von Motoröl und wenn mit Pflanzenöl Pommesfett usw. gefahren wir auch dieses filtern. 2µ Filter gibt es für um die 10 Euro. Sicher gibt es einige die nichts davon halten, aber wer einmal nach 500 Betriebsstunden den Inhalt eines 2µ Filters gesehen hat wird schnell umdenken. Zentrifugen von Dieselcraft erledigen den gleichen Job ohne dass man dafür Filter braucht aber die Anschaffung kommt so um die 250 Euro.



    Gruß,
    AlgenZuOel

  • Hi Rudi,
    ich sehe es hat sich noch keiner für deine Sache interessiert. Normalerweise sind die Jungs mitteilungsfreudiger, jedenfalls solange man sich nicht mit ihnen angelegt hat.


    Wenn du in Google "Neukirchen Pöltreffen" eingibst, dann kommst du auf eine Seite, wo die Jungs
    einen ChangFa mit 3000 Pöl-stunden total zerlegt und instandgesetzt haben.
    Das ganze ist sehr gut mit Bildern dokumentiert.
    Schau es dir mal an.


    Ach ja, zum Thema Drehzahl noch kurz: Nicht nur die Lebensdauer leidet unter den hohen Drehzahlen alla Raptor,
    sondern auch der Verbrauch. Selbst modernere Diesel verbrauchen bei 2000Umin zwischen 10% und 15% mehr als bei 1500Umin.
    Das macht bei 10000 Betriebsstunden mindestens 2000Liter alleien durch die hohe Drehzahl und nocheinmal 1000 Liter durch die 5% Reibungsverluste des Riementrieb.
    Wenn ich einen Raptor hätte wüsste ich genau was ich tun würde.


    Gruß,
    AlgenZuOel

  • Ach nö, zu hohe Drehzahlen??


    Als ich gestern gekuckt habe warens noch 1650U/min.


    Ich geh erstmal zum Baumarkt und kauf ne Fuhre Sandkastensand.


    mfg


    PS. Rudi es gibt sicher x verschiedene Hersteller von Chinakrachern, die wenigsten wurden schon in BHKW verwendet. Deshalb wird es schwer sein hier eine vernünftige Aufstellung nach Deiner Gliederung hinzubekommen.
    Fakt ist alle diese Chinböller werden in Lizenz oder nach Deutz Patent gebaut. Das heist nix anderes als das irgendein Chinese mal ne Blaupause gekauft und evt. auch bezahlt hat.Da steckt also definitiv kein Gramm Kruppstahl drin, insofern passen auch keine 50Jahre alten Deutschen Ersatzteile.
    Ich kenne keinen BHKW Betreiber der tatsächlich die angegebene Lebensdauer (8000h) mit so einem Böller geschafft hat. Es ist wie beim Trabi -> immer nen Austauschmotor dabei ist Pflicht.
    Andererseits kostet so ein AT nicht mehr als ne große Wartung beim Marktführer.


    mfg

  • Gerade eben hatte ich ein interesanntes Gespräch mit einem ehemaligen Chinaböllertreiber. Habe mit ihm 2 Stunden lang Themen ausgetauscht, war hoch interesannt.


    Meine Liste ist halt auch als Hilfe für andere gedacht, die einsteigen wollen. Ich bin auch nicht auf einen 180er Motor fixiert, mir geht es ums Prinzip. Von Interesse wäre auch ein Petter oder Lister, wenn die viel länger halten, dies wäre eine Alternative.
    Ob was legales machbar ist, weiß ich nicht, so wie sich die Sache angehört hat, muss ein neues BHKW Euro 5 (?) erfüllen und das dürfte nicht machbar sein mit so einem Motor, selbst mein Golf 1 Motor wird da nicht drüber kommen. Bleibt warscheinlich nur die Version Gartenhütte mit Heizung und Strom ausrüsten, sich am tock tock freuen alles andere sein zu lassen, oder nicht an die große Glocke zu hängen.
    Die Liste ist trotzdem nicht überflüssig, wenn man bedenkt, dass da eine Nation ist, die die meisten unserer Konsumgüter fertigt, warum sollen die nicht auch einen solchen Motor hin bekommen, nicht alle, aber die eine oder andere Firma.
    Rudi

  • Ach nö, zu hohe Drehzahlen??


    Als ich gestern gekuckt habe warens noch 1650U/min.


    Ich geh erstmal zum Baumarkt und kauf ne Fuhre Sandkastensand.
    mfg


    Sorry ich sollte mich besser informieren. Ich bin davon ausgegangen dass ein Raptor den
    oben erwähnten R180 Motor drin hat.


    Feiner trockener Sandkastensand gibt ne gute Schalldämmung,
    Zwei dünne OSB Platten mit drei Zentimeter Sandschicht und im Keller ist ruhe.
    Ist zwar schweine schwer aber extrem Effektiv.


    Gruß,
    AlgenZuOel

  • Moin Rudi

    Gerade eben hatte ich ein interesanntes Gespräch mit einem ehemaligen Chinaböllertreiber. Habe mit ihm 2 Stunden lang Themen ausgetauscht, war hoch interesannt.

    Was heist "ehemaliger" hat es Ihm die Kiste zerpflückt ist er auf nen anderen Typ umgestiegen??


    Zitat

    Von Interesse wäre auch ein Petter oder Lister, wenn die viel länger halten, dies wäre eine Alternative.9

    Die Lister/Petter sollten schon wegen Ihrer Bauart (Langsamläufer ca.750U/min) länger halten. Aber die meisten Nachbauten kommen aus Indien - ich glaub die müssen in Sachen Qualität auch auf den Chinese erst noch 10Jahre aufholen!!

    Zitat

    Ob was legales machbar ist, weiß ich nicht, so wie sich die Sache angehört hat, muss ein neues BHKW Euro 5 (?) erfüllen

    Von Euro5 hör ich momentan das erste, mir ist nur bekannt das kleine BHKW nach dem neuen BimSchg zu den "nicht Genehmigungspflichtigen" Anlagen gehören. Allerdings muß der Schorni nach den neuen KüO eine CO Messung an BHKW durchführen als wäre es ein "normaler" Kessel.


    mfg

  • Gerade eben hatte ich ein interesanntes Gespräch mit einem ehemaligen Chinaböllertreiber. Habe mit ihm 2 Stunden lang Themen ausgetauscht, war hoch interesannt.


    Meine Liste ist halt auch als Hilfe für andere gedacht, die einsteigen wollen. Ich bin auch nicht auf einen 180er Motor fixiert, mir geht es ums Prinzip. Von Interesse wäre auch ein Petter oder Lister, wenn die viel länger halten, dies wäre eine Alternative.
    Ob was legales machbar ist, weiß ich nicht, so wie sich die Sache angehört hat, muss ein neues BHKW Euro 5 (?) erfüllen und das dürfte nicht machbar sein mit so einem Motor, selbst mein Golf 1 Motor wird da nicht drüber kommen. Bleibt warscheinlich nur die Version Gartenhütte mit Heizung und Strom ausrüsten, sich am tock tock freuen alles andere sein zu lassen, oder nicht an die große Glocke zu hängen.
    Die Liste ist trotzdem nicht überflüssig, wenn man bedenkt, dass da eine Nation ist, die die meisten unserer Konsumgüter fertigt, warum sollen die nicht auch einen solchen Motor hin bekommen, nicht alle, aber die eine oder andere Firma.
    Rudi


    Rudi, darf ich fragen warum du so auf die Einzylinder fixiert bist?
    Wenn man eh Selbstbauer ist kann man doch gleich sparsame Mehrzylinder einsetzen.
    Je nach eingesetztem Motor hat man den Mehrpreis ja recht früh eingefahren.
    Der Aufwand für das Drumherum, bleibt ja bis auf die reine Dimensionierung, weitgehend gleich.


    Gruß,
    AlgenZuOel

  • Nun ja, genau kenne ich mich in der Beantragung eines BHKW natürlich als schwer interessierter nicht aus, was ich definitiev sagen kann ist, dass der Schorni sehr eng mit dem Bauamt zusammenarbeitet und ich wegen zu hoher Abgaswerte meiner alten Heizung scon mal Post von denen bekommen hab. Bei einer Neuinstalation ist die Version, die ich gehört habe also schon glaubhaft. Wenn es einfach ginge, wäre es natürlich schön und unkompliziert.


    Betrieb ist selbstverständlich nur mit frischem Raps, evtl auch Heizöl geplant, da altes Frittenirgendwas halt Abfall ist und der muss fachgerecht entsorgt werden. Dies wird genau so dem Schorni gesagt.
    Zur Situation, es geht um ein Haus mit ca. 130m² Wfl mit ca 25000KW/h Gasverbrauch. Im Keller schon mal ein 750l Pufferspeicher plus 240l WW. Mein Gedanke war einen kleinen Motor zu nehmen, den man als "Dauerläufer" nehmen kann um morgens und abends für ca. je 5-6h in der dunklen Jahreszeit seinen Strom macht und den Rest in die Heizung einspeist. Mein Vorhaben war ursprünglich einen Golf 1 mit 50PS dafür zu verwenden. Dieser soll bei 1500U/min aber nicht so super laufen, außerdem hat er zu viel Leistung, sowie eine Verteilerpumpe, die empfindlich ist, dies habe ich schnell eingesehen. Die Qualität stimmt. Mein zweites Opfer ist 220er Motor aus dem /8, mit 15000Km, also neu, aber noch größer und noch besser geeignet. Ein wassergekühlter Stationärmotor wäre das beste, speziell in der 180er klasse, der 195 wäre für meine Fälle schon etwas zu groß. Ich bin auch ein Fan von klein und mobil, da ist ein 180er Motor leichter zu handeln, als der größere. Man könnte die Einheit auf um die 100Kg drücken, das ist schon angenehm.
    Die Schalldämmung stelle ich mir so schlimm vor, da gibt es Dämmmaterial im Innenausbau, den beschriebenen Sand, Schaubgummi und was sonst noch alles.


    Einzyliner halt wegen der Leistung, siehe oben.


    Die Lister drehen schön langsam und sind nicht so hektisch wie die Motoren, die 2600U/min Nenndrehzahl haben. Die Geschwindigkeiten sind langsamer und der Verschleiß auch. Es soll Einspritzdüsen geben, bei Vorstrahldüsen hat man Vorteile, vieleicht hat der Lister eine bessere Drehzahlregelung.
    Rudi

  • Es ist alles reine Rechensache.
    Die erste Frage ist: Wie viele Betriebsstunden brauche ich um den thermischen Bedarf zu decken?
    Dann kommt es darauf an wie viel thermische Leistung mein Motor hat.
    Was hat man von einem Motor der 40000 Stunden hält wenn er in dieser Zeit nur 0,4MW thermische Leistung produziert hat,
    aber dafür etliche tausend Euro Kraftstoff mehr verbraucht.
    Ein TDI hat nahezu die vierfache thermische Leistung der 5kw Chinaböller
    und damit auch eine um diesen Faktor geringere Laufleistung um den thermischen Bedarf abzudecken.


    Ich weiß, ich klinge hier im Forum wie eine ausgeleierte Schallplatte, aber das hat seine rationellen Gründe.
    Meine persönliche Prioritäten-liste eines Selbstbau BHKW:


    1.Verbrauch
    2.Verbrauch
    3.Verbrauch
    4.Standfestigkeit
    5.Kosten für Ersatzteile
    6.Verfügung der Ersatzteile


    In der Summe dieser Prioritäten ist der VW TDI Motor bei weitem an der Spitze.
    Schau dir mal meine Vergleichsliste an:


    http://www.directupload.net[/img]
    Gruß,
    AlgenZuOel

  • Ich bekomme das mit den Bildern nicht hin.
    Mal sehen ob das geht:
    http://img513.imageshack.us/i/vergleichvonmotoren.png/


    Gruß,
    AlgenZuOel


    na bitte,
    geht doch


    Ich hab nun Deine Liste nicht nachgerechnet...ist ja auch egal, denn

    Zitat

    Ein TDI hat nahezu die vierfache thermische Leistung der 5kw Chinaböller
    und damit auch eine um diesen Faktor geringere Laufleistung um den thermischen Bedarf abzudecken.


    hier ist leider ein Denkfehler.
    Klar hast Du recht...es wäre auch alles viel günstiger, wenn die Fördermechanismen und co. so wären, dass es problemlos möglich wäre auch größere BHKWs einzusetzen
    ...dummerweise ist es aber so, dass nur eigengenutzter Strom richtig rubelt
    und wenn nun ein TDI in einem relativ kleinen Objekt werkelt,
    dann läuft das Teil nicht mehr -meinetwegen- 4.000 SStunden im Jahr, sondern nur noch 1.000...also 3.000 Stunden weniger, wo ich vom günstig produzierten Strom profitieren kann.
    und wenn das Teil noch läuft, wird man einen großteil einspeisen müssen.


    Bei Deinem Beispiel -und potentieller Einspeisung nach EEG- wäre es noch verkraftbar,
    bei Einspeisung nach KWK ist es halt nicht den Bringer, drum die krampfhafte Suche nach möglichst kleinen Aggregaten

  • Moin,


    Frage 1: wieso elt. Wirkungsgrad beim TDI größer als beim 1Zyl. nur wegen der Leistung??


    Frage2: welcher TDI verträgt PÖL??


    Frage3: wie Pufferst Du die in 658h anfallende therm. Leistung um während 8760h heizen zu können??


    mfg

  • Mein Beispiel ist nur auf EEG ausgerechnet und dabei fährt der TDI ohne Wartung zu berechnen ins plus und zwar bei 75 cent/kg Rapsöl.
    Ich habe eine Angebot zum Rapsöl für 62 cent/kg, was die Bilanz noch deutlich verbessert.
    Wer möchte bei diesen Baseload-Preisen nach KWK einspeisen.
    Selbst bei letztjähriger KWK-Vergütung kommt man nicht in die schwarzen Zahlen, nicht mal mit nem 100kw BHKW .


    Gruß,
    AlgenZuOel

  • Zitat

    Selbst bei letztjähriger KWK-Vergütung kommt man nicht in die schwarzen Zahlen, nicht mal mit nem 100kw BHKW .


    Bei passender Dimensionierung (und dazu zählt natürlich auch der Eigenstrombedarf) kommt man richtig ins Plus
    ...eex juckt ja nicht, wenn man viel selber nutzt


    bei EEG kanns aber auch manchmal doof aussehn
    so z.B. vor 1,5 Jahren...wo man locker über 1€ lag.