BHKW Eigenbau mit Stromspeicher

  • Hallo, ich habe mal wieder eine IDEE..........


    (Zeit ist Mangelware bei mir, aber zur Zeit habe ich wieder welche zur Verfügung)


    Stecke immer noch in der Planungsphase Fest


    Bitte lest euch meine Idee mal durch und schreibt Fragen und Kritik in diesen Thread--Danke


    Jetziges System
    Öl ZH ZWW Verbrauch 2300-2500Ltr


    Demnächst soll es etwa so aussehen:
    Pufferspeicher mit ca 700-900L(+ 10qm Solar)
    Pelletheizung NMT mit 15KW(ist gerbraucht steht jetzt noch Rum, soll aber angeschlossen werden)
    und
    BHKW: Eigenbau
    Chinadiesel+Lima+Akku+Wechselrichter


    Chinadiesel 200-400€ Etwas Regelbar von 2-3KW (E-Starter)


    Lima 12V Leistung auch 2-3KW


    Akkus: Dachte an Yuasa 3*100Ah (Wecher Ladestrom wäre Optimal)


    Wechselrichter der 2500-3000W Leistung haben sollte


    Mein Budget liegt bei ca 2000-2500€


    Das BHKW soll nur im Inselbetrieb laufen und mit Heizöl/Pflanzenöl angetrieben werden, es muss sich nicht Amotisieren oder wirtschaftlich ein Non+Ultra sein, ich will einfach nur etwas Unabhängiger von unserm EVU werden etwas für die Umwelt tun und KEINEN AKW STROM beziehen


    PS: Mein Strom den ich beziehe ist auch ÖKo

    Hallo, RWE,EON, Vattenfall und EnBW
    ich habe jetzt meinen eigenen Meiler im Keller(MUHAHAHAHAHAAH)

  • Hallo mrtux ,


    bei 2,5 bis 3 kW Wechselrichterleistung würde ich dringend raten auf 24 Volt im Gleichstromzwischenkreis zu gehen. Das kommt dem Wirkungsgrad der Anlage zugute und wenn eh alles erst gekauft werden muß hast Du auch keine Mehrkosten.
    Das mit der Lichtmaschine als Generator würde ich auch nochmal überdenken weil Lichtmaschinen im allgemeinen miserable Wirkungsgrade haben. In meinem BHKW arbeitet ein Drehstromasyncronmotor als Generator. Die erzeugten 400 Volt werden anschließend auf 27 Volt runtertransformiert und gleichgerichtet , mit einer Staplerbatterie gepuffert und über einen Sinuswechselrichter ins Hausnetz gespeist. Wenn die Staplerbatterie voll ist wird ein Teil der elektrischen Leistung (4 kW) verheizt damit der Diesel weiterhin genug Abwärme erzeugt.
    Wenn Du genug Platz hast besorge Dir eine gebrauchte Staplerbatterie. Die mußt Du vorher allerdings persönlich in Augenschein nehmen damit Du keinen Schrott erwischt.
    Der Ladestrom von einem Bleiakku ist relativ unkritisch solange die Spannung nicht so hoch wird das er auskocht. Ein Bleiakku (insbesondere die offene Panzerplattenausführung) ist kein rohes Ei.
    Als Lebensdauerverkürzend wirkt sich eher dauernde Unterladung aus.


    Mit freundlichen Grüßen
    prüflampe

  • hallo beinander,


    als ich gestern den Beitrag von Prüflampe gelesen habe fühlte ich mich urplötzlich angekommen. Seit Monaten studiere ich Internetseiten, lese Forenbeitrage und zerbreche mir den Kopf über eine Insellösung mit Pflanzenöl. Jetzt kann es endlich losgehen.


    prüflampe: würdest Du bitte auf den Motor und Trafo / Gleichrichter näher eingehen ?


    Danke & Grüße
    Franz

  • OKAY, wo du jetzt schon einmal angefangen hast könntest du alles etwas ausführlicher beschreiben.


    Bitte: Beschreibung mit Teilen usw..
    Danke der TUX

    Hallo, RWE,EON, Vattenfall und EnBW
    ich habe jetzt meinen eigenen Meiler im Keller(MUHAHAHAHAHAAH)

  • Hallo miteinander!


    Auch ich möchte mich den Wünschen von TUX und Franz anschließen und PRÜFLAMPE bitten uns etwas mehr von seinem BHkW zu mailen.
    Für mein Gartenhäusle, neudeutsch auch DATSCHE genannt, möchte ich ein kleines BHkw bauen, ca. 2-3 kw, soll es zusammen mit einem
    Windrad, ca 300 bis 600 Watt ,und einer kleinen PV-Anlage, mein Traum von Unabhänigkeit erfüllen. Profit steht nicht im Vordergrund.
    Alles just for FUN. Achso, kosten sollte es natürlich auch fast nichts. Da ich von Elektronik keine Ahnung habe sollte die Steuerung überschaubar bleiben.


    Also Prüflampe, stell uns doch bitte dein BHkW etwas näher vor.

    Es grüßt Euch,
    Ortwine

  • Mein Budget liegt bei ca 2000-2500€


    Das BHKW soll nur im Inselbetrieb laufen und mit Heizöl/Pflanzenöl angetrieben werden, es muss sich nicht Amotisieren oder wirtschaftlich ein Non+Ultra sein, ich will einfach nur etwas Unabhängiger von unserm EVU werden etwas für die Umwelt tun und KEINEN AKW STROM beziehen


    Damit wird sich allerdings kaum Geld verdienen lassen. Die Stromspeicherung kostet pi mal Daumen 10 ct/kWh und auch eine kWh Strom aus einem Pflanzenöldiesel ist eine teure Angelegenheit - sonst würden sich die RS Dachse wie warme Semmeln verkaufen, es sind aber eher noch Exoten in der BHWK-Landschaft.


    Wenn aber ein Basteltrieb zu befriedigen ist, na dann ok - lass aber bitte noch die normale Heizung drin, falls mit der Anlage etwas schief gehen sollte. Alternativ kann das Budget auch dazu benutzt werden, in den nächsten 10-20 Jahren den Aufpreis für Ökostrom zu decken. Die EWS macht zum Beispiel ein "kleines EEG im Privaten" und fördert Anlagen (u.a. auch BHKWs) bei denen Wirtschaftlichkeit knapp auf der Kippe steht.


    Gruß,
    Gunnar

  • Also.....
    die Ölheizung hat noch gnadenfrist. so lange er funktionstüchtig ist (Blaubrenner von MAN tut seine Dienste seit 3.'88, Kessel von Buderus auch3.'88 )


    Die Hauptenergieerzeuger sollen mein Chinatöfftöff sein und der NMT Pelletkessel mit 15KW(BJ 12.2008 habe ich gebraucht gekauft, Besitzer war damit nicht zufrieden(Reinigung??, Billigpellets??) der war ganze 5Monate im Betrieb, alles voll funktionsfähig und OK, aber ohne Pufferspeicher.
    Und vielleicht auch die Sonne.


    UND es soll einfach nur ein kleiner Wiederstand gegen die 4Großen sein!!


    PS: Zum Besseren verständniss habe ich eine grobe Skizze mit Paint gemacht

    Hallo, RWE,EON, Vattenfall und EnBW
    ich habe jetzt meinen eigenen Meiler im Keller(MUHAHAHAHAHAAH)

  • Das habe ich vergessen zu erzählen,
    den Frischwasserspeicher haben wir vor einem Jahr erneuert, da unser alter Defekt war. Damals haben wir mehr bezahlt um uns die Option mit Solar freizuhalten.

    Hallo, RWE,EON, Vattenfall und EnBW
    ich habe jetzt meinen eigenen Meiler im Keller(MUHAHAHAHAHAAH)

  • meine derzeitigen sehr vereinfachten Gedankengänge:


    Wirbelkammerdiesel - Drehstromasyncronmotor - Staplerladegerät - Batteriebank - 220V Wechselrichter


    oder


    Wirbelkammerdiesel - Drehstromasyncronmotor - sehr große USV mit Batteriebank


    oder


    Wirbelkammerdiesel - eScooterMotor (mehrere) - Gleichrichter - Batteriebank - 220V Wechselrichter


    was meint Ihr ?


    Wieso ist eigentlich der Wirkungsgrad von Lichtmaschinen so schlecht ?


    Grüße, Franz

  • Hallo ,


    wegen der Fragen zu meinem BHKW :


    in meinem BHKW werkelt ein 1,6L / 54PS VW Saugdiesel der auf der Strasse schon über 400.000km zurückgelegt hat bevor er im September 2005 in eine dunkle Blechkiste (Schallschutzkapsel) eingesperrt wurde.
    Den Motor habe ich für PÖL angepasst, dh. andere Düseneinsätze, höherer Öffnungsdruck früherer Förderbeginn - das übliche PÖL-Programm gewissermassen.
    Der Einspritzpumpe habe ich eine Reglerfeder für Generatorbetrieb spendiert, damit bleibt die Motordrehzahl ausreichend konstant, egal ob der Motor ohne oder unter Vollast (das sind knapp 5kW el.) läuft. Und das ganz ohne aufwendigen technischen Schnickschnack mit Stellmotoren o.ä. .
    Dieselmotor und Generator sind fest auf einen Rahmen aus 80er U-Stahl montiert. Die Generatorwelle ist über eine 48er Bowex Flanschkupplung mit dem Diesel verbunden (die hält jetzt schon den 3. Winter).
    Den Anlasser habe ich auf die andere Seite (also Auspuffseite) gesetzt da er an der "normalen" Stelle dem Generator im Weg ist.
    Als Generator fungiert ein 7,5kW Drehstrommotor der über Kondensatoren (3 x 79,5µF im Dreieck) erregt wird. Die Drehzahl ist so justiert das bei 4kW el. ziemlich genau 400 Volt erzeugt werden. Die Frequenz beträgt dann 48 Hz ( ja ich weiß, 50 wär eine runde Zahl , aber dann wird mir die Spannung zu hoch) .
    Mit dieser Einstellung schwankt die Ausgangsspannung zwischen 430 Volt im Leerlauf und 390 Volt bei Vollast.
    Die 400 V werden einmal mittels dicken Drehstromtrafos und Gleichrichtern auf 27 Volt runtertransformiert und mit bis zu 180 Ampere in eine Staplerbatterie gedrückt. Aus dieser bezieht ein 1500 Watt Sinuswechselrichter seine Energie und versorgt in unserem Haus das Licht und empfindliche Verbraucher.
    Die Steckdosen für unempfindliche Verbraucher werden solange das BHKW läuft über einen 2kVA Einphasentrafo versorgt . Mit den 48 Hz kommen in unserem Haushalt alle Geräte zurecht.
    Ein Abgaswärmetauscher kühlt die Abgase auf max. 80°C runter bevor sie in den Auspuff gehen.
    Die Steuerung ist auf Lochraster selbstgestrickt und überwacht Temperaturen, Öldruck, Kühlmittelstand, Drehzahl, Betriebsspannungen und Kraftstoffvorrat.
    Die Motorwärme geht über einen Plattenwärmetauscher in den Heizkreislauf bzw. Pufferspeicher.


    Mal sehen ob das mit einem Bild klappt :
    [Blockierte Grafik: http://s12.directupload.net/images/091111/temp/lfotatgl.jpg]
    der Motor


    [Blockierte Grafik: http://s1.directupload.net/images/091111/temp/fxfmryr9.jpg]
    die Kupplung
    [Blockierte Grafik: http://s5.directupload.net/images/091111/temp/8hyjfpbk.jpg]
    eine der Steckkarten von der Steuerung


    soviel erstmal dazu.


    @ Franz : LiMas haben schlechte Wirkungsgrade weil die Hersteller an Wickelkupfer und Eisen sparen. Hebe mal eine 1000Watt LiMa hoch und vergleiche ihr Gewicht mit einem 1000 Watt Drehstrommotor.


    Mit freundlichen Grüßen
    prüflampe

  • Okay, .....
    Danke für deine IDEE, und jetzt bitte eine genaue Anleitung deiner Steuerung
    Was für ein GENERATOR ist es denn,


    bitte mehr Details dazu ....
    Danke im Vorraus TUX

    Hallo, RWE,EON, Vattenfall und EnBW
    ich habe jetzt meinen eigenen Meiler im Keller(MUHAHAHAHAHAAH)

  • Hallo mrtux ,


    einen (kompletten) Schaltplan von meiner Anlage habe ich (noch) nicht weil die Steuerung nach und nach entstanden ist und ich zwischendrin immer mal wieder etwas verändert (verbessert) habe .
    Von der Vorglüh und Startanlage habe ich seinerzeit einen Plan gemacht:
    [Blockierte Grafik: http://s2.directupload.net/images/091115/temp/ahgiquji.jpg]
    [Blockierte Grafik: http://s8.directupload.net/images/091115/temp/lb9g8vit.jpg]


    Um den Diesel zu starten müssen an den Anschluss oben im Plan +12V angelegt werden, dann öffnet der Absteller an der EP und gleichzeitig wird bei Bedarf vorgeglüht. Ist die Glühzeit abgelaufen schließt der Öffner von K1 und gibt das Anlasserelais frei. Der Anlasser A läuft solange bis er entweder über D+ und den Öffner von K2 "Motor läuft" gemeldet kriegt oder falls die Maschine z.B. wegen Spritmangel nicht starten kann max. 10 Sekunden (vom Anlasserrelais AR zeitlich begrenzt).
    Wer die Schaltung nachbauen möchte bitte auf die korrekte Teilenummern (den letzten Buchstaben davon) der beiden Vorglührelais achten, damit die Zeiten eingehalten werden.


    Dann habe ich noch die Bosch Teilenummer der Reglerfeder für Generatorbetrieb rausgesucht:
    1 464 650 366 (Feder)
    1 463 161 366 (Verstellhebel).
    Bei meiner Einspritzpumpe hat der Verstellhebel jedoch nicht gepasst. Ist aber nicht schlimm, da der alte Teillastregler sowieso raus muss und aus diesen Teilen kann man sich einen passenden Verstellhebel "selberschnitzen".
    Wenn ich die Fotos von meinem Umbau finde stell ich sie noch ein.
    Mit dieser rein mechanischen Drehzahlregelung fällt die Frequenz des erzeugten Stromes bei Vollast nur um ca. 2 Hz. Außer netzsyncronen Uhren stört das keinen Verbraucher.


    Die Daten von meinem Motor (Generator):
    7,5kW ; 1450U/min ; 220 / 380 Volt ; 27 / 15,5 Ampere ; cos. 0,85 .
    Wenn dieser Motor 220 Volt liefern soll muss er im Dreieck angeschlossen werden und die Kapazität der Kondensatoren auf 3 x 150 µF vergrößert werden.


    Mit freundlichen Grüßen
    prüflampe