BAFA und Gebrauchte

  • Hallo,
    ich möchte nochmals nach Erfahrungen und Meinungen bzgl.
    Gebrauchte und BAFA einholen.


    Gibt es neue Erkenntnisse oder Aussagen über Stromspeisezuschlag für Gebrauchte seitens der BAFA .


    Hat irgendjemand Erfahrungen?


    Danke Andreas

  • Hallo Andreas,


    meine letzte Info ist das ein BHKW wohl an die Seriennummer gekoppelt ist. Somit gibt es auch nur eine erste Aufnahme des Dauerbetriebs. Schriftlich gibt es das aber scheinbar nicht. Das sicherste wird wohl sein sich direkt bei der BAFA zu informieren um kein Risiko einzugehen.


    Gruß
    Thomas

  • Gebrauchte haben auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung.
    Aber die Inbetriebnahme sollte auf jeden Fall mit der BAFA abgeklärt werden, und zwar vor dem Kauf.
    So Blauäugig, meinen die merken das nicht, sollte man nicht sein.
    Und wenns garnichts wird mit dem Aufschlag kann man auch ohne den Dachs betreiben, durch den geringeren Kaufpreis sollte das zu verschmerzen sein.

  • So ein Schmarrn,


    nur weil ein Dachs gebraucht ist und die vollen 10 Jahre noch nicht in Anspruch genommen hat soll man auf die Förderung verzichten.


    Das Argument: man hat für den Gebrauchten schließlich weniger gezahlt ist doch wohl nicht ernst gemeint. Man hat ja schließlich auch das Risiko auch das man keine Garantie hat oder er früher den Geist aufgibt.


    Mich würden hier nicht Meinungen interressieren.
    Mich würden Tatsachen interessieren.


    Mittlerweile existiert doch ein Markt für Gebrauchte. Was macht denn die BAFA bei denen.


    Gruß Andreas

  • Siehe mein Beitag unter:
    BHKW-Forum » Fiskus & Co. » Steuern und Recht » Achtung BAFA-Zuschlag kann gefährdet sein


    Konsequenz: Restlaufzeit wird mit ursrpünglichem Förderbetrag bezahlt, wenn kein zweites BHKW im Haus ist (Erstinbetriebnahme vor 2002 keine 5,11ct sondern weniger). Beim Zweitgerät wirds kompliziert.


    Grüße


    Bruno

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    Einmal editiert, zuletzt von Bruno44 ()

  • Hallo,
    vielen Dank für Deine Auskunft.
    Hast Du bzgl. Restlaufzeit und Vergütung was schriftliches?
    Ich bräuchte da einfach eine Referenz vorbeugend.


    Gruss Andreas

  • Hallo Andreas,


    nein, wie im Beitrag geschrieben ist das nur eine Fernmündliche Aussage.


    Einzige Möglichkeit sich rechtlich hier abzusichern ist eine schriftliche verbindliche Auskunft von der BAFA für den Einzelfall einholen.


    Grüße


    Bruno

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  • Hallo,


    ich muß nochmals nachfragen ob Du vielleicht schon einmal die
    Erfahrung gemacht hast oder davon gehört hast, daß so verfahren
    wurde.



    Danke Andreas

  • Hi Andreas,


    Wenn Du den oben erwähnten Beitrag von mir aufmerksam durchliest, dann stellst Du fest, dass ich die Absicht habe, einen zweiten Dachs in den Keller zu stellen und daraufhin mich bei der BAFA telefonisch informiert habe.


    eine praktische Umsetzung finde ich aufgrund der angegebenen Sachverhalten für mich für fragwürdig.


    Grüße


    Bruno

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  • Auf meine Anfrage bei der BAFA hab ich auch nur die schriftliche Standartantwort bekommen, daß für die Förderung das Datum der Erstinbetriebnahme der Anlage zählt.
    Auf meinen Einwand, daß dies nicht aus dem Gesetz ersichtlich ist und ich der Meinung bin, daß die Erstinbetriebnahme in meinem Haus ausschlaggebend ist für die Förderung, habe ich keine Antwort mehr erhalten.
    Habe darin auch um die entsprechende Stelle des Gesetzestextes gebeten, die dies eindeutig regelt.


    Keine Antwort heißt für mich, daß eine gewisse Unsicherheit dort herrscht.


    Ohne die Förderung kann man eine gebrauchte Anlage vergessen.
    Bei mir bedeutet Verzicht auf die 5,5 Cent = ca 5-600 € Verzicht pro Jahr.
    Also auf 10 Jahre Förderung bezogen ca 5-6000 €.


    Dies dem Preis einer gebrauchten Anlage (6-7000 €) zugeschlagen + evtl Umbauten auf neuesten Stand + Garantielosigkeit + einige Zusatzteile zu erhöhten Preisen (Wärmespeicher, Kondensor, etc)
    machen diese Idee von einer gebrauchten Anlage völlig undiskutabel.


    Schade - aber so sehe ich es.

  • Hallo Kazumba,


    stimmt, aber:


    wenn die Erstinbetriebname des Dachses ab 2002 erfolgte bekommt man bis die 10 Jahre erschöpft sind noch eine Restförderung


    wenn die Erstinbetriebname vor 2002 erfolgte, bekommt man einen verminderten Betrag, der zu der Zeit gültig war bis die 10 Jahre erschöpft sind.


    Insoweit müssen Deine Verlustzahlen wegen weniger Zuschlag korrigiert werden.


    Grüße


    Bruno

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  • Hallo Kazumba,


    Keine Antwort heißt für mich, daß eine gewisse Unsicherheit dort herrscht


    versteh ich nicht, denn Du schreibst, man hat Dir schriftlich bereits geantwortet. Die Antwort war korrekt und zutreffend.

  • hallo,


    für mich war die Antwort nicht korrekt / ausreichend, weil sie nicht mit einem Absatz aus dem Gesetz belegt war. Mein Wunsch nach diesem Beleg wurde ignoriert.
    Da die meisten gebrauchten Anlagen aus den Jahren 1999 bis 2003 stammen kann man die Restförderung vernachlässigen. Wenn man's sehr genau nimmt, müßte meine Rechnung diesbzgl. unwesentlich korrigiert werden.
    Die Schlußfolgerung bleibt für mich aber die gleiche.

  • Was soll denn diese Aussage. Ich bin der Meinung, daß bzgl. BAFA nichts zu vernachlässigen ist. Insbesondere Anlagen aus dem Jahr 2003 haben noch 7 Jahre Förderung vor sich. Also wo bitteschön gibt es was zu vernachlässigen?

  • Und ich bin der Meinung, daß es sich ohne volle Förderung und den weiter oben angegebenen zusätzlichen Nachteilen nicht lohnt, das zweifellos größere Risiko einer Gebrauchtanlage, die erst noch komplettiert (Puffer,Kondenser, SE-Platine) und auf den neuesten Stand (Steuerung) umgebaut werden muß, einzugehen.
    So hat halt jeder seine Meinung.

  • Moin,


    vielleicht sollte man die Angelegenheit der Förderung relativieren. Es fällt ggfs. die Förderung von 5,11 ct/kWh des IN DAS ÖFFENTLICHE NETZ eingespeisten Stroms weg. Nicht betroffen ist m.E. die Ökosteuervergütung auf den GESAMTEN eingesetzten Brennstoff des BHKW . Nicht betroffen ist der Differenzbetrag zwischen eigenverbrauchter oder bezogener kWh Strom.


    Jammern kann doch also sinnvoll nur derjenige, der den erzeugten Strom komplett oder zu wesentlichen Teilen in das Netz einspeist


    Gruß Dietrich

  • Hallodele,


    ich verstehe Euch nicht. Der Entfall von 5,11 Cent ist bares Geld welches sicherlich bei der Berechnung und Kauf eingerechnet wird. Denn auch ein gebrauchter kostet Geld.
    Nochmals warum sollte man auf etwas verzichten worauf man Anspruch hat.
    Ich bin der Meinung das für BHKW ohnehin zuwenig vom Gesetzgeber gefördert wird. Siehe Vergleich Photovoltaik (wobei nach meinem Kenntnisstand 50Ct für die KwH bezahlt wird. Ist denn dieser Strom besser?


    Auch in Skandinavien wird es einem schmackhafter gemacht.


    Also nochmals wer kann hier klare Aussagen über Förderung für gebrauchte oder nicht geben. Ich glaube das war hier die Intention des Threads.


    Was steht einem zu?

  • Hallo Dietrich,


    das ist mir schon klar. Es geht einzig um die 5,11 Cent - Förderung.


    Habe unterstellt, daß ich 50 % meines Strombedarfs (10000 kw) selbst verbrauche (schon recht optimistisch) - und 18000 kw ins Netz verkaufe (bei Laufzeit 5500 Std/Jahr).
    Das ist nach meinen jetzigen Energieverbräuchen eine halbwegs realistische Annahme (10000 L Öl und 20000 kw Strom) - denk ich mal.


    Restförderung mal außer acht gelassen, fehlen mir dann 900 €/jahr x 10 jahre = 9000 €


    Selbst wenn ich eine Restförderung (auch etwas optimistisch) mal von 40% ansetze, fehlt mir dennoch ein erheblicher Betrag von ca 5500 €.


    Gebrauchtanlage mit 40% Restförderung und bis 15000 Laufstd. = 8000
    (so eine Anlage muß ich erstmal finden, meist sind sie älter)
    Fehlbetrag aus Förderung = 5500


    Puffer + Platine WW Bereitung + Kondenser
    (Einzelteile sind teurer als im Paket, Preise liegen mir vor)
    und sonstiges (?)
    = 3100
    Total = 16600
    Umbaukosten auf neue Steuerung ???


    Neue Anlage (SE Brennwert HR 5.3) 17900 + Mwst
    minus Rabatt und 1.Wartung (in meinem Angebot) ca = 19500


    Es bleibt ganz grob gerechnet wahrscheinlich eine Differenz von knapp 3000€ zwischen alt und neu - wobei ich den Rabattverlust auf sonstige optionale Teile (WW Modul,etc) und Montage gar nicht rechne (Rabatt bekomm ich nur bei Neukauf).
    Habe keine Werksgarantie, vermutlich fallen bald Ersatzteile (Anlasser z.B.) an, ca um drei Jahre verkürzte Lebenszeit, etc


    Lohnt sich das wirklich ?

  • Hallo Kazumba,


    also auf neue Steuerung würde ich nicht grade umbauen, aber sonst geb ich Dir von der Sache her recht. Hier muss man schon genau rechnen und sich nicht von einem dem Anschein nach sehr günstigen Gebrauchtpreis blenden lassen. Ich glaube wohl, dass es unterm strich günstiger ist, wobei die fehlende Garantie und evtl. Folgekosten da nicht eingerechnet sind. Es muss jeder selbst wissen, was er da tut, und was er dafür zahlt, dass er keine Garantie etc. hat.


    Grüße


    Bruno

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