Wirtschaftlichkeit Ecopower 3.0 für Mehrfamilienhaus

  • Hallo,


    so..ich bin ganz frisch in der Materie BHKW und habe daher eine Frage zur Wirtschaftlichkeit des Ecopower 3.0 für mein Mehrfamilienhaus.


    Hier ein paar Daten:


    Stromverbrauch eigene Wohnung: 8500 kw,


    Stromverbrauch kleine Wohnung 45qm (von Single bewohnt mit E-Heizung und Durchlauferhitzer): 5000 kw


    Stromverbrauch 3. Wohnung (vermietet, 86 qm): unbekannt


    Stromverbrauch 4. Wohnung (vermietet, 65qm): unbekannt



    Gasverbrauch eigene Wohnung (für Heizung und Warmwasser): 500 m³


    Gasverbrauch 3. Wohnung (Heizung und Warmwasser): 600m³


    Gasverbrauch 4. Wohnung (nur Heizung, Warmwasser über Durchlauferhitzer): 350m³



    Auf dem Haus befindet sich bereits eine Photovoltaikanlage.


    Warmwasser der eigenen Wohnung wird im Sommer durch eine Solaranlage gedeckt.



    Ein Außenpool (3x7m, 1,20m tief) könnte ggfs. auch durch das BHKW beheizt werden um die Betriebsstunden zu erhöhen (wäre auch schön für mich....könnte den Pool dann besser nutzen).



    Evtl. könnte ja auch die Stromheizung der kleinen Wohnung durch Wärme des BHKW sowie die beiden Durchlauferhitzer der kleinen Wohnung und der Wohnung 4 durch Wärmeerzeugung des BHWK ersetzt werden.?.



    Reichen diese Angaben? Lohnt sich der Ecopower 3.0? Oder ein anderes Gerät?



    Wäre toll!!!



    VIELEN DANK SCHON MAL FÜR EURE MÜHEN!!!



    Gruß


    Easy65

  • Hallo


    und herzlich Willkommen im Forum


    als erstes folgendes
    Bitte die Verbrauchsdaten nochmal prüfen
    und Angaben zum Objekt (Alter/baulicher Zustand) liefern


    denn,
    mit Verbrauchswerten von deutlich unter 100kwh/m²a erscheinen die Angaben kaum plausibel (auch wenn z.T. WW, bzw Heizung anders bereitet wird)

  • Hallo firestarter,


    vielen Dank für die schnelle Antwort. Leider verstehe ich die Berechnung von unter 100kwh/m² nicht!?!



    Das Haus hat im letztem Jahr lt. den 3 Gasuhren (für Flüssiggas) für 3 Wohnungen rund 1450 m³ (350m³+500m³+600m³)verbraucht und meine eigene Wohnung und die kleine Wohnung haben rund 13.500kwh Strom verbraucht.


    Es fehlt nur noch der Stromverbrauch der 3. Whg (65qm) und 4. Whg (85qm).


    Die Größe meiner eigenen Wohnung beträgt rund 120 qm.


    Wo mache ich den Fehler? Was kann daran nicht stimmen?



    Gruß


    Easy65

  • Hallöche nochmal,


    also "stimmen" könnte es schon,
    allerdings wäre es sehr ungewöhnlich.


    Ich hatte kurz überschlagen (da wusst ich noch nicht, dass es Flüssiggas ist)


    aber gut,
    machen wir es nochmal


    Die mit Gas beheizten Wohnungen brauch rund 1500 m³ Flüssiggas
    Wenn mich nicht alles täuscht, dann hat Flüssiggas so knapp 13kwh/m³...also insgesamt (für die Wohnungen) so knappe 20.000kwh


    ..und die damit beheizten Wohnungen eine Wohnfläche von 270m²


    Das macht also reinen Energiebedarf von 20.000kwh/270m² = 72kwh/m² und Jahr


    Das wäre sehr wenig und ist eigentlich nur von jüngeren Energiesparhäusern zu schaffen...zumal, evt. Anlagenverluste nichtmal mit drin sind.


    Bei älteren Gebäuden ist problemlos das doppelte, wenn energettisch nicht so prall sogar das dreifache drin.


    Drum,
    meine Frage nach dem Gebäudezustand um erstmal zu überprüfen, ob's plausibel ist.


    Nächste Frage, wurde wirklich in einem jährlichen Zeitraum abgerechnet? Welchen?
    Gibt es noch andere Wärmeerzeuger, z.B. Öfen?
    Mal die Tankrechnung der letzten Jahre verglichen?

  • Hallo firestarter,



    ah...jetzt verstehe ich die Rechnung. DANKE!



    Also, das Haus (ein ursprünglich alter Bauernhof) ist in den letzten Jahren immer wieder verbessert worden (neue Fenster, neue Türen, dicke Dämmung und Klinkersteine etc.) Vielleicht drehen die Mieter auch einfach die Heizung nicht so weit auf und frieren ;-))


    Ich habe in meiner Wohnung noch einen Kaminofen im Wohnzimmer....wird viel genutzt im Winter (habe gerade erst wieder Holz eingelagert).


    Der Abrechnungszeitraum ist jährlich vom 01.01. - 31.12. (ist immer etwas blöd, denn wenn noch im Dezember der Tank gefüllt werden muss, dann kommen die Tankkosten noch voll in die Abrechnung mit rein, obwohl der Tank am 31.12. fast noch voll ist.) Aber dafür wird die Abrechnung im Folgejahr günstiger. Ich lese also immer am 31.12. die 3 Gasuhren ab und schaue wieviel Einheiten in m³ verbraucht wurden.


    Die Einheiten halten sich die Waage. In 2007 wurden insgesamt sogar nur knapp 1200 m³ verbraucht.



    Und? Wie sieht die Wirtschaftlichkeitsrechnung aus? Lohnt es sich so ein Ding zu finanzieren und den Strom bzw. Wärme an die Mieter zu verkaufen etc? Ich bin mir da total unsicher. Ich weiß auch nicht, ob es wirtschaftlich sinnvoll ist (wenn ich das BHKW anschaffe), im Sommer den Pool damit zu beheizen um das BHKW mehr in Betrieb zu haben!??! Verdient man durch höhere Laufzeiten? Sind die Kosten für den Gasverbrauch (zum Betrieb des BHKW) niedriger als der Ertrag und die lfd. Kosten des Gerätes?



    Gruß


    Easy65

  • Hallo,


    also wenn ich mich nicht bei der Umrechnung vertan hab,
    dann ist der Verbrauch also tatsächlich so niedrig....wirklich äußerst selten.


    Zitat

    Und? Wie sieht die Wirtschaftlichkeitsrechnung aus? Lohnt es sich so ein Ding zu finanzieren und den Strom bzw. Wärme an die Mieter zu verkaufen etc?


    Dass kann man diesmal echt kurz machen,
    denn hier gibts ein klares NEIN


    Das ecopower ist nunmal schon eins der kleinsten am Markt (gibt noch paar kleinere, aber dazu keine Erfahrungswerte)
    Euer Verbrauch ist so niedrig, dass selbst das ecopower kaum auf Laufzeiten kommen würde. Der Hersteller gibt selber an, dass so ab 25.000kwh es passen könnte...da seid ihr mit Euren nichtmal 20.000kwh schon nen Stück entfernt.


    Zitat

    im Sommer den Pool damit zu beheizen um das BHKW mehr in Betrieb zu haben!??! Verdient man durch höhere Laufzeiten? Sind die Kosten für den Gasverbrauch (zum Betrieb des BHKW) niedriger als der Ertrag und die lfd. Kosten des Gerätes?


    Wer den pool beheizt, leistet sich ein bissl Luxus,
    und die beheizung verbraucht Energie, die halt kostet. Das kann sich zwar etwas billiger gestalten lassen, wenn man bei BHKW-Einsatz und guter Eigenstromnutzung halt es etwas günstiger bekommt, aber so, dass die Wärme kostenlos anfällt ist es nicht.


    Kurzum,
    bei Deinem thermischen Bedarf seh ich im Moment kein sinnvoll kleines Gerät am Markt.


    Sicherlich, wären die Laufzeiten höher, wenn man den tatsächlichen Verbrauch (hier also mit dem Kamin) kennen würde...Stichwort Holzverbrauch, aber selbst dann würfte es eng werden.



    vielleicht mal ein anderer Hinweis...mit den einzelnen Thermen, und insbesondere der Stromheizer...schonmal über eine zentrale Versorgung nachgedacht?


    ...obwohl,
    ehrlich gesagt, sind Eure Werte so gering...bloß nichts anfassen...vom Energieberater einen recht grünen Ausweis austellen lassen...und zusammen mit den Mietern über wirklich akzeptable Betriebskosten freun.

  • @ firestarter.


    DANKE für die Antwort. Sieht wirklich so aus, als rechne sich das nicht....schade...wo ich doch so technikbegeistert bin. Heute kommt ein Heizungsmonteur zu mir, mal gucken ob der mir was anderes berechnet (und sein Gerät verkaufen will). Ich werde berichten ;-))



    Was ist denn eigentlich ein "normaler" Gasverbrauch (nur für Wärme)? Gibt´s da Durchschnittswerte?


  • DANKE für die Antwort.


    Lass Dir doch auch noch mal ein Angebot vom LION-Vertreter geben. Die hatten zwar vor einiger Zeit technische Probleme bei einem Kleinteil eines Zuliefers (Dichtringe), aber das ist hoffentlich behoben.


    Wichtig ist aber auch, die Elektroheizung und den elektrischen Durchlauferhitzer rauszureissen und auf eine zentrale Warmwasserheizung umzustellen. Wärme aus Strom zu machen ist nur dann sinnvoll, wenn wir nicht mehr wohin wissen mit der elektrischen Energie. Das wird in Deutschland noch ein paar Jahre dauern - selbst die Schweizer, die sich mit CO2-armer Kern- und Wasserkraft versorgen, machen sich momentan Gedanken, wie der Klimawandel mit trockenen Sommern und weniger Gletscherschnee sich auf die Stromversorgung auswirken wird.


    Auf Samsø, so habe ich vor kurzem gelernt, hat man vor gut 10 Jahren eine Initiative gestartet, die das Eiland in eine Energie-Insel wandeln soll, die sich zu 100% aus Erneuerbaren versorgen soll. Hat bis auf den Transportsektor auch gut geklappt - Bruno, dein Einsatz;-)


    Gruß aus dem sonnenverwöhnten Fehmarn,


    Gunnar


    PS. Apropos Energie-Insel - Kennt Ihr schon die auf Second Life?

  • Hallo,
    ich habe mich nochmal schlau gemacht:
    1 kg Flüssiggas hat einen Brennwert von ca 13 kwh, bei einem m³ sind es ca. 26 kwh.
    Somit errechnet sich ein Energiebedarf von 145 kwh/m³ und der Wert ist für das beschriebene Gebäude wofl realistisch
    Gruß
    Jörg

  • Hallo,
    ich habe mich nochmal schlau gemacht:
    1 kg Flüssiggas hat einen Brennwert von ca 13 kwh, bei einem m³ sind es ca. 26 kwh.
    Somit errechnet sich ein Energiebedarf von 145 kwh/m³ und der Wert ist für das beschriebene Gebäude wofl realistisch
    Gruß
    Jörg


    oooh ha,
    ja manchmal lohnt doch der Blick ins gute, alte Tafelwerk
    Sorry, ich hatte mit dem Energieeinheitenrechner ermittelt....der funktioniert sehr gut,
    aber in diesem Fall war die Unterscheidung m³ oder kg wohl nicht so eindeutig


    Also,
    es ist tasächlich so wie von Klärer gesagt...Brennwert pro m³ liegt bei guten 26kwh
    daraus ergeben sich vollkommen andere Bedingungen
    -> realistische Verbrauchswerte für's Objekt
    -> höherer Energieverbrauch
    -> vermutlich bessere Wirtschaftlichkeit für BHKW-Lösungen


    Easy
    Ich hoffe, Du wurdest nciht gleich verschreckt....also wenn Du magst,
    rechne ich das mit den neuen Werten gern nochmal durch