Mini-BHKW in Mietshaus

  • Hallo Liebe BHKW Gemeinde,




    ich habe ein 5 fam. Mietshaus (ohne Eigennutzung) erworben, und möchte dabei nocheinmal investieren.


    Der erste Gedanke an Photopholtaik hat sich wegen der schlechten Ausrichtung des Hauses zerschlagen. :wacko:


    Nun schlage ich mich schon seit mehreren Wochen mit dem Gedanken an ein Mini-BHKW herum.


    Da am Haus ein Erdgasanschluss anliegt hatte ich einen Dachs & Ecopower ins Auge gefasst.


    Die zuständigen Fachfirmen rieten mir aber ab, wegen Unrentabilität, in ein BHKW zu investieren.


    Nur ein unabhängiger örtlicher Heizungsbauer riet mir zum Kauf eines niedrig dimensionirtes BHKW (z.B. Eco-Power 3.0) um eine hohe Laufleistung zu erhalten.


    Anschliessend mal ein paar Daten, vielleicht könnt ihr mir mal eure Meinung aufzeigen.




    Gebäudenutzfläche:384 m2


    Energieverbrauch (Gas): ca. 50000 KWH (Durchschnitt der letzten Jahre)




    Vielen Dank schon mal im Vorraus

  • Hallo danny79_3,


    und willkommen im Forum!


    Die Rentabilität ist maßgeblich abhängig von der 'Stromeigennutzung' durch die Mieter.
    Die wichtigste Angabe, die des Gasverbrauchs von 50MWh/a reicht für die Abschätzung der Amortisation nicht aus.
    Allerdings ist wohl ein ecopower 3.0 die richtige Anlagengröße für Dein Objekt. - Man kommt wahrscheinlich auf gut 5000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr. Dies ist auch ein Kriterium für den MiniKWK-Zuschuß von der BAFA . - Wann soll denn investiert werden?
    Da die Auszahlung der Zuschüsse ab November 2009 fraglich erscheint, ist es sinnvoll den Zuschußantrag baldmöglichst über einen ecopower-Händler einzureichen. Die Bearbeitungszeit ist möglicherweise über 3 Monate. (Auf reichlich 4500 EUR zu verzichten muß ja nicht sein.)


    Wird das Warmwasser auch zentral bereitet und ist es in den 50.000kWh mit drin? Oder kann auf zentrale Bereitung zumindest teilweise umgebaut werden? (Wie hoch ist der (Warm-) Wasserverbrauch oder wieviele Bewohner gibt es?)
    Welche Leistung hat die bisherige Heizung? Kann sie weiterbenutzt werden?
    Gibt es einen Energieausweis für das Haus?
    Ist ein Aufstellplatz (ca. 3m²) und ein freier Schornsteinzug vorhanden?
    Ist zusätzlich Platz für einen Pufferspeicher?
    Wie hoch ist der Stromverbrauch der Mieter? - Kann man sie zum Strombezug von Vermieter (bspw. Einsparung des Grundpreises/Zählermiete) überzeugen?
    Wichtig wären auch noch der Gaspreis, Strompreis und die VNNE (vermiedene Netznutzungsentgelte) des Stromnetzbetreibers.


    Das sind erstmal die wichtigsten Fragen.



    Denkmaler

  • Hallo danny79_3,
    Die wichtigste Angabe, die des Gasverbrauchs von 50MWh/a reicht für die Abschätzung der Amortisation nicht aus.
    Allerdings ist wohl ein ecopower 3.0 die richtige Anlagengröße für Dein Objekt.


    Der kleine Ecopower könnte durchaus passen: Wichtig ist aber die Stromverwertung im Haus selber. Welchen Strombedarf haben Deine Mieter und sind sie einem Vertragsmodell wie im Link aufgeschlossen? Du willst Dir nicht die Hacken wund laufen, sondern sie mit handfesten wirtschaftlichen Vorteilen zum Strombezug aus dem BHKW überzeugen. Christian Meyer hat zu dem Thema auf dem Foren-Treffen vor zwei Jahren einen Vortrag gehalten (siehe Database).


    Gruß,
    Gunnar