Dachs mit Nachbarn zusammen: viele offene Fragen!

  • Hi,


    Zitat

    Wie Tom nun auf 2.500 l kam,
    weiss ich nicht??? TOM?


    na in dem du die genannten 3,5kWh / Tag für die WP auf ein Monat hochrechnest und dann die damit erwärmte Wassermenge bei 35K deltaT errechnest (hab da mit 1 gerechnet, bei 2 wären es dann 5000 l, die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen) _()_
    Da kommt dann nun mal nicht mehr Liter raus. Beim Kessel wird mit 200*31= 6200 L gerechnet, das meinte ich mit die Zahlen kommen mir merkwürdig vor, ist ja ein kleiner Unterschied ;)


    Gruß
    Tom

  • Hallo,


    gut, gehen wir davon aus der bestehende Kessel hat einen solch schlechten Wirkungsgrad und der Nutzwärmebedarf der beiden Gebäude beträgt 60.800 kWh.

    Die vorhandenen Ölkessel haben dafür 8.500 Liter Heizöl benötigt. Das ist ein Energieeinsatz von 85.000 kWh.


    Der Dachs mit Kondensor benötigt für die 60.800 kWh Wärme etwa 4.200 Betriebsstunden. Entsprechend den Angaben zur Energiesteuererstattung werden für diese Laufzeit 96.100 kWh Gas benötigt. In dieser Energiemenge ist natürlich auch der Anteil für die Stromerzeugung enthalten.


    Würde auf die Stromerzeugung verzichtet und anstelle der Ölkessel für die Wärmelieferung moderne Gasbrennwertthermen verwendet, läge der Gasverbrauch bei etwa 63.500 kWh. Wie soll ich nun diese Differenz von über 30.000 kWh im Brennstoffverbrauch bezeichen? Auch wenn ich dafür Strom erhalte, muss ich für den Brennstoffeinkauf erst mal mehr bezahlen. Selbst wenn es in Wirklichkeit um ein paar Tausend kWh hin und her gehen sollte, zwischen 40 und 50 % sind es schon. Somit müsste doch jedem klar sein, das ich den Strom nicht geschenkt bekomme und für 10.000 kWh Strom eben auch mindestens 10.000 kWh Gas mehr kaufen muss.


    Der Wirkungsgrad des alten Kessels hat auf dieses Verhältnis keinen Einfluss. Wenn der alte Kessel wirklich sehr schlecht wäre, dann ist es prinzipiell schon möglich, dass mit dem gleichen Energieeinsatz nun Strom und Wärme gemacht werden kann. Im Gegenzug würde aber in diesem Fall durch die Umstellung auf einen aktuellen Wärmeerzeuger ohne Stromerzeugung der Energieverbrauch gewaltig sinken. Ich hätte also nach wie vor diesen Mehrverbrauch für die Stromerzeugung.


    Trotz höherem Brennstoffverbrauch kann ein BHKW schon wirtschaftlich erfolgreich sein. Entscheident dafür ist Höhe der Vergütung für den gewonnenen Strom. Aber das ist eine andere Geschichte.




    Mit freundlichen Grüßen

  • Na holá,


    eigentlich wollt ich mich auf Fuchs'ens Kommentare zurückhalten


    aber in diesem Fall :schimpf:


























    ..........kann man diesen Erklärungsversuch doch tatsächlich
    mal absolut gutheissen:)
    Hut ab :hutab:


    ;)





    Gut,
    der Nutzungsgrad für nen neue Therme wär evt. etwas zu hoch angesetzt
    und manch andere Zahlen könnt man auch etwas anders hin und her betrachten
    Aber die Kernaussage

    Zitat

    Somit müsste doch jedem klar sein, das ich den Strom nicht geschenkt bekomme und für 10.000 kWh Strom eben auch mindestens 10.000 kWh Gas mehr kaufen muss.


    unterschreib ich und sicherlich auch die anderen sofort
    ...und selbst der böse Dachsverkäufer hat dies so angenommen
    Von nüscht kommt nüscht
    und wenn ich eine kwh Gas für 5ct kaufe, da noch die Wartungskosten von 3ct draufpack und somit Strom für 8ct produziere
    ...und ich mir damit Strombezug aus dem Netz von 20ct erspare und das ganze sogar noch mit 5ct gefördert bekommen, dann ist dass eine sehr wirtschaftliche Sache. Und da ich sogar Strom ersetze, der eine mindestens 3mal so hohe Co2-Last aufweist, bin ich sogar noch ein absoluter grüner Stromproduzent.


    Bis hierhin alles rosig,
    was die Sache vermieseln kann, ist eine zu geringe Eigenstromnutzung, damit Netzeinspeisung...die VNNE , die viel zu gering ist (weil Leistungsmessung zu teuer und somit nur ein lächerlicher Arbeitspreis ankommt), die Stromsteuer, die man i.d.R. bei Einspeisung nicht erstattet bekommt, obwohl man müsste (in diesem Fall lacht der Peer)....und nicht zu vergessen auch die sehr hohen Anschaffungskosten.

  • na er kann doch wenn er will.


    Dann wollen wir doch mal mit diesen Fakten ne Bierdeckelrechnung machen, ala Friedrich Merz. Gegenübergestellt wird ein alter Öl-Kessel und ein Öl-Dachs:


    Das ganze ist nicht opimal für ein BHKW aber trotzdem wirds gerechnet, wir wollen ja nichts schön rechnen und ich nehm extra nen Öl-Dachs.


    Also wir benötigen für das Gebäude 60800kWh (Heizung/WW).
    Benötigter Stromverbrauch in diesem Gebäude angenommene 6000kWh/a (ist suboptimal).


    Erst mal mit Kessel rechnen:


    Kessel benötigt bei einem Wirkungsgrad von 70% ca. 87000kWh also ca. 8700 Liter Heizöl.
    Das kostet dem guten Mann bei einem Literpreis von 0,75€ glatte 6525€
    Für den Strombezug von 6000kWh darf er bei einem kWh - Preis von 0,20€ dem EVU 1200€ überweisen
    Wartung Kessel wird mit 100€ angesetzt und der Betriebsstrom mit 60€.


    Das ergibt also gesamt eine Belastung von 7885€/a bei Kesselbetrieb und Strombezug



    Jetzt mit BHKW:


    Das BHKW benötigt für die geforderten 60800kWh eine Laufzeit von ca. 5790h was einen Brennstoffbedarf von ca. 10364 L entspricht. Die Brennstoffkosten belaufen sich damit bei einem Preis von 0,75€ - 0,0614€ (MinÖlSt) = 0,69€ auf 7151€/a.
    Nebenbei hat das BHKW 5790h * 5,3kW = 30687kWh Strom erzeugt.


    Dann vermeiden wir natürlich Strombezug den ich mit 3000kWh ansetze bei dieser Laufzeit. Dadurch vermeide ich Kosten in Höhe von 3000kWh * 0,20€ = 600€
    Den Rest (30687kWh - 3000kWh = 27687kWh) verkaufe ich zu 0,10€ (bisschen weniger als momentan) an das EVU , also erhalte ich hier 2768€.
    Dann bekommt man neuerdings für den selbst genutzten Strom auch noch 5,11Cent/kWh also 3000kWh * 5,11 = 153€.
    Der Reststrombezug beläuft sich dann auf 3000kWh * 0,20 = 600€/a.


    Wartungskosten werden mit 1000€/a veranschlagt.



    Damit ergeben sich Gesamtkosten um das gleiche Gebäude mit einem BHKW zu beheizen und mit Strom zu versorgen von 7151€ -2768€ - 153€ + 1000€ + 600€= 5830€


    Die Differenz zwischen Kessel und BHKW beträgt dann gesamt 7885€ - 5830€ = 2055€ zu Gunsten des BHKW .


    Hier müssen dann noch evtl. Zinsen und die Anschaffung berücksichtigt werden. Wenn man von 23000€ Invest ausgeht (sollte mit den momentanen Förderungen leicht zu schaffen sein), sollte sich das BHKW also in ca.12 Jahren abbezahlt haben, kann das ein Kessel auch, der kostet in dieser Zeit nur ???


    Selbst wenn man den Kessel tauschen würde, gegen einen mit 95% Wirkungsgrad , würde das ca. 400€ beim Kessel im Jahr ausmachen.


    Die Rechnung ist wie gesagt nicht optimal für ein BHKW , da der Stromverbrauch einfach zu gering ist. Mit steigendem Strombedarf sieht es besser aus.



    Gruß
    Tom



    P.S. Rechenfehler sind mein geistiges Eigentum, dürfen aber gerne berichtigt werden :P
    P.S.S hab noch nen Fehler gefunden und berichtigt.

  • Nun ja,


    zum Thema WW müsst man evt. auch auf die Hydraulik schaun


    Was ist das denn für ein WP-Puffer? Wie ist da der Kessel eingebunden?
    evt. mal ein Skizze?
    Ist eine WW-Zirkulation vorhanden? Rohre gedämmt?


    Ich habe leider kein Scanner daheim, werde das Datenblatt am Montag vom Büro aus hinzufügen.
    Als die WP kam wurde das alte WW-Speicher ausser Betrieb genommen und als neue Speicher der WP-Puffer verwendet.
    Somit kann ich entweder die WP oder mein Ölheizung für WW-Zubereitung verwenden.
    Bei WP-Betrieb: WP anmachen mit WW-Temp auf 45 °C, gleichzeitig WW-Temperatur beim Kessel auf 10 °C einstellen;
    Bei Kessel-Betrieb: WP ausschalten, gleichzeitig WW-Temperatur beim Kessel auf 45 °C einstellen.




    ...aber erstmal
    - evt. wär's mal nicht schlecht, wenn Du noch was zu Deinem Objekt erzählst...ungedämmt, freistehend hatten wir schon. Auch, dass 3 Personen drin sind. Wie schauts denn mit der genutzten Wohnfläche aus?
    Wie schauts da bei Deinem Nachbarn aus?
    - WW-Bedarf
    Das kommt natürlich schwer auf's nutzungsverhalten an...20-50 Liter pro Person und Tag findet man öfters. Da Du ja wirklioch nur WARMWasser (45°C) nutz und nicht HEIsSWasser (wie ander bei rund 60°C) könnten die 50 l schon überschlägig passen.


    In meinem Haus wohnen wir zu viert (2 Erwachsene + 2 Kinder mit 8 und 3 Jahre), ich bin irgendwie missverstanden worden. :P
    Die genutzte Wohnfläche liegt bei 125 qm.
    Bei meinem Nachbar ist es auch ein freistehended ungedämmtes Haus, oben wohnen 3 Personen, unten 2 Personen, die Wohnfläche liegt bei ca. 150 qm.



    mal gleich ne andere Frage,
    als Du im Mai Deinen Test gemacht hast, war da die Heizung auch AUSSCHLISSELICH auf WW-Bereitung gestellt?


    Ja, sonst würde den Test keinen Sinn machen :D



    Deine Rechnung sollte wie gesagt auf 4 Personen hochgerechnet werden, ansonsten werde ich den Prospekt am Montag uploaden. Für mich bleibt immernnoch die Frage o als ffen, ob meine WP anstatt den gebotenen WW-Speicher HLS200 (200 Liter) eingesetzt werden könnte.



    ................
    und wenn ich eine kwh Gas für 5ct kaufe, da noch die Wartungskosten von 3ct draufpack und somit Strom für 8ct produziere
    ...und ich mir damit Strombezug aus dem Netz von 20ct erspare und das ganze sogar noch mit 5ct gefördert bekommen, dann ist dass eine sehr wirtschaftliche Sache. Und da ich sogar Strom ersetze, der eine mindestens 3mal so hohe Co2-Last aufweist, bin ich sogar noch ein absoluter grüner Stromproduzent.


    Bei den 3ct für die Wartung komme ich irgendwie nicht mit. Bei einem angenommen Brennstoffverbrauch von 96100 kwh hätte ich dann glatte 2883,- EUR im Jahr nur für die Wartung??
    Laut Senertec müsste ich mit meine 4200 Bh bei 740,- EUR liegen...oder habe ich etwas übersehen? ?(




    Bis hierhin alles rosig,
    was die Sache vermieseln kann, ist eine zu geringe Eigenstromnutzung, damit Netzeinspeisung...die VNNE , die viel zu gering ist (weil Leistungsmessung zu teuer und somit nur ein lächerlicher Arbeitspreis ankommt), die Stromsteuer, die man i.d.R. bei Einspeisung nicht erstattet bekommt, obwohl man müsste (in diesem Fall lacht der Peer)....und nicht zu vergessen auch die sehr hohen Anschaffungskosten.


    Bezüglich Anschaffungskosten, mein Nachbar war heute bei seiner Hausbank.
    Leider hat sich die Lage seit April geändert, man darf NICHT den BAFA-Zuschuss und ein Kfw-Zuschuss (oder KfW-Kredit) miteinander kombinieren... SCHADE!! :crygirl:


    Bezüglich der Entscheidung zwischen Erdgas oder Flüssiggas, ich werde es überdenken.
    Ich habe festgestellt dass Flüssiggas in den letzten Jahren immer teurer lag und dass beim Erdgas eine harte Konkurrenz gibt, so dass die kw-Preise recht nach unten gedrückt werden.
    Diese günstige Konstellation hätte ich niemals beim Flüssiggas mit einem ausgeliehene Tank im Garten, da könnte ich nicht so einfach zu einen günstigeren Anbieter wechseln...
    Bei meinen 96100 kwh würde ich z.B. bei verivox nur 4.100,- € (inkl. MwSt) zahlen (TelDaFax).
    Und auch EnBW-Gas bietet für ein Wechsel von Öl auf Gas mehere Zuschüsse, jenachdem wieviele Heizungen umgestellt werden + Herstellerprämie (muss ich noch herausfinden ob Senertec mit dabei wäre) + Brennwertprämie (wird beim Dachs ein Brennwertgerät eingesetzt??).


    @all (inkl. Fuchs):
    ich wollte mich hier kurz bedanken für die vielen "Denkanstösse" bei diesem schwierige Entscheidungsweg! :thankyou:

  • Zitat

    Bei den 3ct für die Wartung komme ich irgendwie nicht mit. Bei einem angenommen Brennstoffverbrauch von 96100 kwh hätte ich dann glatte 2883,- EUR im Jahr nur für die Wartung??
    Laut Senertec müsste ich mit meine 4200 Bh bei 740,- EUR liegen...oder habe ich etwas übersehen? ?(


    nee,
    also erstmal sorry falls falsch verstanden...ich meinte, wenn man alles auf elektrisch umrubelt, dann halt 3ct pro kwh...aber pro kwh el


    Also,
    wenn es rund 23.000kwh elektrisch macht, dann halt Wartungskosten von knapp unter 700 Euro


    Zitat

    Als die WP kam wurde das alte WW-Speicher ausser Betrieb genommen und als neue Speicher der WP-Puffer verwendet.
    Somit kann ich entweder die WP oder mein Ölheizung für WW-Zubereitung verwenden.


    Also gibts den alten Speicher noch??? der dann (also wenn Kesselbetrieb noch genutzt wird?)
    oder doch nicht, denn die scheinen ja doch am gleichen System zu hängen

    Zitat

    Bei WP-Betrieb: WP anmachen mit WW-Temp auf 45 °C, gleichzeitig WW-Temperatur beim Kessel auf 10 °C einstellen;


    z.B. ist das ein interessanter Punkt...wie reagiert der Kessel, wenn er lächerlich niedrige 10°C angesagt bekommt
    ist er dann wirklich komplett aus, oder springt er nie an um WW zu erhitzen, aber doch evt. um die Kesselmindesttemperatur (Korrosionschutz bei NTs) zu halten?


    Zitat


    Die genutzte Wohnfläche liegt bei 125 qm.


    ooh ha,
    also gehn wir mal von den ursprünglichen 3.000 l aus, dann wäre dass ein Energieeinsatz von 30.000kwh / 125 m² = 240kwh/m²a.
    Also meine Eltern, bewohnen eine wirklich alte Hütte...hier nur 24er Kalksander, freie Lage, ungedämmt 50% wirklich schlechte, alte Fenster, Kessel ein halbwegs laufender Öl-NT....die liegen mit grob 200kwh/m²a sogar noch drunter.
    Ich geh wirklich davon aus, dass die Verluste recht üppig bei Dir sind
    ..hat den Vorteil, dass der Einspareffekt recht hoch ausfallen kann
    ..aber auch den Nachteil, den Energiebedarf und damit die Laufzeit weiter nach unten drückt.
    hab jetz alle Deine Zahlen nicht mehr im Blick...da müssten wir nochmal neu rechnen.


    Zitat

    Bezüglich Anschaffungskosten, mein Nachbar war heute bei seiner Hausbank.
    Leider hat sich die Lage seit April geändert, man darf NICHT den BAFA-Zuschuss und ein Kfw-Zuschuss (oder KfW-Kredit) miteinander kombinieren... SCHADE!! :crygirl:


    ehrlich gesagt,
    hab ich hier Zweifel, ob es wirklich die KfW nicht macht, oder nur die Hausbank nicht mitspielt
    Kalr, Invest-Zuschüsse müssen vom Darlehensbetrag runtergenommen werden...aber dass es nun überhaupt keinen günstigne Kredit genen soll, kann ich mir kaum vorstellen (ohne nun aktuelle Info's dazu zu haben)


  • nee,
    also erstmal sorry falls falsch verstanden...ich meinte, wenn man alles auf elektrisch umrubelt, dann halt 3ct pro kwh...aber pro kwh el


    Also,
    wenn es rund 23.000kwh elektrisch macht, dann halt Wartungskosten von knapp unter 700 Euro


    Fiuuu, jetzt bin ich wieder erleichert! :aok:



    Also gibts den alten Speicher noch??? der dann (also wenn Kesselbetrieb noch genutzt wird?)
    oder doch nicht, denn die scheinen ja doch am gleichen System zu hängen


    WP und Kessel sind halt miteinander verbunden für den Fall dass ich mein WW doch über den Kessel heizen möchte.
    Ich kann aber auch nur die WP einschalten (und Kessel komplett ausschalten), so wie jetzt im Sommer. Das war übrigens die Konstellation für mein Experiment.
    Oder ich kann im Winter mein Kessel + WP einschalten, die Temp. beim Kesselregelung auf 10 °C einstellen, somit wird das WW nur über die WP gemacht. Laut Installateur ist sogar eine geschickte Kombination für den Winter, da mein Kessel den Heizraum richtig warm heizt (daher denke nicht dass es gedämmt sei) und die WP kühlt die warme Luft wieder ab und macht über Strom (4 kwh am Tag) mein WW auch im Winter...ob es wirklich rentabel ist, schwer zu sagen...



    z.B. ist das ein interessanter Punkt...wie reagiert der Kessel, wenn er lächerlich niedrige 10°C angesagt bekommt
    ist er dann wirklich komplett aus, oder springt er nie an um WW zu erhitzen, aber doch evt. um die Kesselmindesttemperatur (Korrosionschutz bei NTs) zu halten?


    Keine Ahnung... Ich habe die Unterlagen hier uploaded, vielleicht findest du darin eine Antwort...




    Ja, ich muss es sowieso neu rechnen mit Erdgasanschluss + Eigenanteil an strom bei 70%(?)...


    ehrlich gesagt,
    hab ich hier Zweifel, ob es wirklich die KfW nicht macht, oder nur die Hausbank nicht mitspielt
    Kalr, Invest-Zuschüsse müssen vom Darlehensbetrag runtergenommen werden...aber dass es nun überhaupt keinen günstigne Kredit genen soll, kann ich mir kaum vorstellen (ohne nun aktuelle Info's dazu zu haben)


    Doch es ist leider so und zwar seit April 2009, da hat die KfW neue Regeln aufgestellt und zwar die Möglichkeit auch einzelne Sanierpakete auszuwählen, aber nicht in Kombination mit BAFA-Zuschuss (siehe uploaded File), das geht nur wenn man ein umfangreicheres Paket wählt (z.B. Heizung + Dämmung + Solar).


    Gruss,


    WP.zip

  • Hallöche,


    also ich hab mal kurz ins Prospekt geschnuppert


    Dein Kessel ist also an den WP-Speicher direkt angeschlossen, da dieser extra für solche Fälle auch einen seperaten Wärmetauscher hat.
    Dieser Wärmetauscher hat eine Fläche von sagenhaften 1,3m²


    Leider ist die Übertragungsleistung des Wärmetauschers nicht angegeben,
    und ich bin auch kein Installateur, so dass ich Überschlagswerte gleich im Kpf hätte
    ...und eine genaue Berechnung ist auch ein wenig umfangreicher,
    aber mein gutes altes Tafelwerk gibt Übertragungkoeffizienten von 350...600 W/m²K an


    Wenn man nun annimmt, dass Dein Kessel da maximal mit 80°C reingeht und mit 50°C rauskommt, hätte man eine eine Temperaturdifferenz von 35 bis 30 K. Also eine mittlere von 16,5 K
    Wenn mans noch genauer macht, dann müsst mans logarithmisch angehn und würde grob bei 15 landen (glaub ich zumindest)


    Wenn man nun damit oben in die Formel reingeht, landet man bei
    350kw/m²K * 1,3 m² * 15K = 6,8 kw bzw
    600kw/m²K * 1,3 m² * 15K = 11,7 kw


    Wie gesagt, nicht mein Spezialgebiet und deshalb mit vorsicht zu genießen,
    aber ich denk auch ein großteil der Installateure wird es per Erfahrungswert dimensionieren.


    Ob die Werte nun stimmen???
    na selbst wenn sie doppelt so hoch wären, würden sie immernoch unter der Leistungsabgabe des Kessels liegen, so dass mein erster Verdacht, dass der Kessel mächtig ins Takten kommt, weil der Speicher gar nicht auf einmal soviel Wärme abnehmen kann, wohl durchaus im Rahmen des denbaren liegt :)



    Mit der KFW...
    also bitte mal selber schaun...ich bin heut kurz angebunden...ob nicht evt. noch andere Programme passen könnten. Co2-Programm ist eh das interessanteste (wenn mans schafft da reinzurutschen)

  • Hallo Tom,


    ein Kessel mit einem Wirkungsgrad von 95 % benötigt für 60.800 kWh Heizleistung 64.000 kWh und somit 6.400 Liter Öl. Beim Preis von 75 Cent pro Liter sind das 4.800 Euro, also 1.725 Euro weniger. Somit liegen die Gesamtkosten für den Ölkessel mit Strombezug bei 6.160 Euro. Die Differenz aus Kessel und BHKW beträgt dann 6.160 Euro - 5.830 Euro = 330 Euro zugunsten des BHKW. Bei 23.000 Euro Invest gibt das ohne Zinsen eine Tilgungszeit von 84 Jahren.




    Mit freundlichen Grüßen

  • Moin Fuchs,


    ups, da hast du recht. Ich habe vergessen beim beseitigen des letzten Rechenfehlers die Neuanschaffung zu berichtigen ;( .
    Du hast aber auch vergessen das der neue Kessel auch bisschen was kostet (habe mit 10000€ gerechnet).
    Das bedeutet wenn man auf die ca. 12 Jahre (wie beim BHKW) rechnet, dann kommen da noch 833€/a zum Kessel dazu (Anschaffung/12). Dadurch ergibt sich ein Vorteil beim BHKW von 833€ + 330€ = 1163€/a.


    Aber selbst dann komme ich auf ca. 20 Jahre (man sollte aber wenn möglich die 10 Jahre anpeilen, denn man weiss nicht wie es nach 10 Jahren mit der Vergütung aussieht). Hiermit ist also bewiesen das bei einem Gebäude mit diesen Verbräuchen ein BHKW unrentabel ist ;) Das liegt einfach daran das der Strombezug und die Eigennutzung des Stroms bei dieser Laufzeit zu gering ist. Das bestätigt genau das was wir die ganze Zeit Predigen.


    Schon alleine wenn man die Eigennutzung des Stroms auf 90% bringen würde (was rein theoretisch bei diesem Gebäude mit dieser Laufzeit möglich wäre) dann verschiebt sich das ganze so:


    Eigennutzung 5400kWh zu 3000kWh => 1400 * 0,20 + 1400 * 0,0511 = 351,54€ mehr pro Jahr und so sind wir schon bei 15 Jahren. Du siehst, das ganze steht und fällt mit der Höhe des eigengenutzten Stroms. Wenn das Gebäude also mehr Strom verbrauchen würde und dieser zum Großteil selbst erzeugt werden würde, gibts nichts besseres momentan. Natürlich sollte vorrangiges Ziel sein den Stromverbrauch von Haus aus schon so niedrig wie möglich zu halten. Eigentlich müsste man das BHKW auch noch mit Kondenser rechnen, aber das lassen wir mal, die Zinsen sind ja auch nicht so richtig mit im Spiel (Bierdeckel halt). Bei einem Gas-BHKW würde das ganze auch noch mal besser aussehen aber es bleibt grenzwertig.


    Wenn angenommen die Vergütung nach Ablauf des Föderzeitraums und das Verhälnis zwischen Strombezugskosten und Brennstoffbezugskosten so bleiben würde, dann hat das BHKW selbst hier eine klaren Vorteil, aber ne Glaskugel habe ich leider nicht.


    Bei diesem Gebäude (was wir hier fiktiv angenommen haben) würde sich z.B. eine Brennwertkessel oder Pelletskessel (mein Favorit) in Verbindung mit PV anbieten. Den PV Strom würde ich dann nach dem neuen EEG selbst verwenden und nur den Überschuss einspeisen. Mit jeder Strompreiserhöhung würde sich dann die PV mehr bezahlt machen.



    Gruß
    Tom


    P.S ich hoffe das mit dem Strom ist jetzt bei dir richtig rüber gekommen und du weisst jetzt auf was wir hinauswollen ;)

  • Ich verstehe eigentlich nicht wirklich was das Beispiel vom Tom mit dem fiktiven Gebäude und der Öl-Dachs soll.


    In meinem Fall geht es um zwei Szenarien:
    A) Mein Haus komplett dämmen inkl. Dach + neue Heizung mit Brennwerkessel einbauen
    B) Ein Gas-Dachs mit meinem Nachbar kaufen und auf die Dämmung verzichten


    Kostenlage:
    ----------------
    Einmalkosten:
    A) 55.000€ (laut Energieberater)
    B) 46.000€ (Dachs inkl. Leitungen) + 2.300€ (Gasanschluss) = 48.300€ (zu zweit)


    Laufende Kosten:
    A) 1.450€/Jahr (laut EB)
    B) Brennstoff: 95000 kwh * 5ct = 4.750€
    Wartung: 23166 kwh-el * 3ct = 700€
    Strombezug: 3000 kwh * 20ct = 600€ (Annahme: 70% eigenstromanteil bei 4200 Bh / Jahr)


    Laufende Einnahmen:
    A) keine
    B) KWK-Stromvergütung: 23166 kwh * 5.11ct = 1.200€
    Stromrückspeisung: 16100 kwh * 5.9ct = 950€
    Energiesteuerrückerstattung: 95000 kwh * 0.55ct = 520€


    Ergebnis:
    A) Investsumme von 55000€, Ersparnis pro Jahr ist 1.610€, ergibt eine Amortisierungszeit von 34 Jahre
    B) A) Investsumme von 48300€, Ersparnis gegenüber alte Ölkessel liegen bei (3.380/2)-3.060 = 1.370€, ergibt eine Amortisierungszeit von 17 Jahre


    Das ganze ist noch ohne irgendwelche Zuschüsse von BAFA/KfW oder Kredit.
    Oder wie sieht ihr das?

  • Hallo Tom,


    warum ist es eigentlich zu der vorübergehenden Erregung gekommen? So weit liegen wir nun wirklich nicht auseinander.
    Trotzdem sehe ich manches wie nicht anders zu erwarten etwas anders. Vorbeugend bitte ich, egal was kommt -Ruhe bewahren-


    1. Preise Ölkessel. Da mein eigener Kessel Baujahr 1993 nun doch schon etwas in die Jahre gekommen ist, habe ich schon mal ein Heizungsmenschen befragt, was ein Neuer im Falle eines Falles kosten würde. Jetzt halte Dich fest, z.B. deutscher Markenkessel mit einem Normnutzungsgrad ohne Brennwert größer 95% inklusive Einbau und Entsorgung Altgerät 2.800 Euro. Brennwertgerät wäre natürlich teurer, Kessel mit Hersteller aus Süd- oder Osteuropa nochmals 500 Euro billiger.


    2. Laufzeiten. Um 6.000 Betriebsstunden im Jahr zu erreichen, bedarf es im Sommer schon eines besonderen Wärmebedarf. Allein bei Wärmebedarf nach der Jahresheizkurve ergeben sich kaum Laufzeiten über 4.500 Stunden, da ich nicht einfach Wärmebedarf durch Kesselleistung teilen darf. Ein höherer Heizbedarf entsteht immer im Winter, ohne dass im Sommer mehr Wärme benötigt würde. Geht also nur mit Spitzenlastkessel.


    3. Anteil Stromeigenverbrauch. Ich kann mir nicht vorstellen mit 6.000 Betriebsstunden , dass sind 68,5% der Jahresstunden 90% meines Stromverbrauchs selber zu decken.


    Leider muss ich jetzt hier die Sache erst mal beenden, darf mich um den bevor stehenden Urlaub kümmern, sonst schaltet meine Frau den Computer aus. Also eine Woche habt ihr jetzt Ruhe vorm Fuchs, erholt euch schön.



    Mit freundlichen Grüßen

  • Hi,


    Zitat

    1. Preise Ölkessel. Da mein eigener Kessel Baujahr 1993 nun doch schon etwas in die Jahre gekommen ist, habe ich schon mal ein Heizungsmenschen befragt, was ein Neuer im Falle eines Falles kosten würde. Jetzt halte Dich fest, z.B. deutscher Markenkessel mit einem Normnutzungsgrad ohne Brennwert größer 95% inklusive Einbau und Entsorgung Altgerät 2.800 Euro. Brennwertgerät wäre natürlich teurer, Kessel mit Hersteller aus Süd- oder Osteuropa nochmals 500 Euro billiger.


    du vergisst hier den Einbau und einen Puffer, dann bist du ganz schnell bei 10000€ (habe Brennwertgerät gerechnet). Der Dachs nackig kostet um die 17000€ glaube ich. Ich habe das in den 23000€ mit drin. Hier schwirren ja immer so Beträge um die 25000-30000€ rum für alles komplett. Davon dann die Förderungen weg, habe ich mal 23000€ angenommen.


    Zitat

    2. Laufzeiten. Um 6.000 Betriebsstunden im Jahr zu erreichen, bedarf es im Sommer schon eines besonderen Wärmebedarf . Allein bei Wärmebedarf nach der Jahresheizkurve ergeben sich kaum Laufzeiten über 4.500 Stunden, da ich nicht einfach Wärmebedarf durch Kesselleistung teilen darf. Ein höherer Heizbedarf entsteht immer im Winter, ohne dass im Sommer mehr Wärme benötigt würde. Geht also nur mit Spitzenlastkessel.


    Ist klar war ja auch nur fiktiv und nicht gerade super für ein BHKW , wollte es trotzdem mal so rechnen. Spitzenlastkessel ist hier noch nicht unebdingt erforderlich, kommt auf den Puffer und die Intelligenz der Regelung an.



    Zitat

    3. Anteil Stromeigenverbrauch. Ich kann mir nicht vorstellen mit 6.000 Betriebsstunden , dass sind 68,5% der Jahresstunden 90% meines Stromverbrauchs selber zu decken.


    Wieso nicht? Es sind ja doch ein paar Betriebsstunden und wenig Strombezug. Ich habe gerade mal 2300h/a und komme auf ca. 40% Eigennutzung. Aber wie gschrieben alles nur ausgedacht und nicht aus der Wirklichkeit, es sollte nur veranschaulichen wie das ganze vom Strom abhängt und die Beträge sind auch alle nur Pi* Daumen.


    Zitat

    Leider muss ich jetzt hier die Sache erst mal beenden, darf mich um den bevor stehenden Urlaub kümmern, sonst schaltet meine Frau den Computer aus. Also eine Woche habt ihr jetzt Ruhe vorm Fuchs, erholt euch schön.


    Na dann erhol dich schön für die nächste Runde ;)


    Gruß
    Tom

  • Hallo,


    ich wollte mal mein Thread updaten, nach solange Zeit.
    inzwischen hat sich herausgestellt, dass mein nachbar von seiner Bank kein Kredit so schnell bekommt, sie werden erst in 6 Monate die Kreditvergabe erneut überlegen und bis dahin ist unser BAFA-Zuschuss schon hinüber :(


    Ich dachte eigentlich, ich werde das ganze projekt erst in einem Jahr wieder angehen, nun sagt der Dachs-Berater zu mir, es gibt die Möglichkeit den Dachs über ein Service Contractor laufen zu lassen (hat mir auf den web-link http://www.germancontract.com hingewiesen) und somit könnnte man die "Kreditproblematik" umgehen und auch den BAFA-Zuschuss behalten...


    Kann jemand mir sagen, ob so eine Anschaffung auf 15 Jahre über so ein Contractor irgendwelche "Haken" hat? :sos:


    Gruss,
    milvie

  • Nunja ein Dienstleister kann seine Arbeit ja auch nicht Verschenken.
    Daher wird er immer so kalkulieren müssen, das er im Worst Case, immer noch eine schwarze Null schreibt.
    Du bist natürlich befreit von allen Berechnungen und Sorgen um das BHKW , und hast einen fixen Preis je Betriebsstunde zu dem nur noch die Variabilität des Betriebsmittelpreises kommt.
    Allerdings sind Contractoren eher im Großbhkw Bereich zu finden, die Kleinen werfen einfach nicht genügend € ab.


    Also ich würde eher selber das Risiko tragen wollen und mir evtl. Einsparungen selbst einstreichen.
    Bernd