NEU hier-Dachsanschaffung geplant

  • liebe dach-fan´s,


    ich bin erst heute auf dieses forum gestossen und, nun ja, ich bin hoch erfreut, hier beim stöbern so viele meinungen und standpunkte, negativ, wie auch positiv, erfahren zu haben,...., insofern ein echter zugewinn für mich als "neuling" in sachen bhkw...




    doch so neu ist die materie nicht wirklich, zumindest habe ich mich seit sommer 2008 mit dem gedanken angefreundet, mir und anderen, etwas gutes zu tun,..., mir (dem kaufmann / investor), den anderen ( die mieter )......




    die grundsätzliche wirtschaftlichkeitsberechnung zur bereitstellung eines Dachs HKA F 5.5 hat mich als der kaufmann ganz optimistisch eingestellt, die zahlen lt. energieeinsparungsprognose, die theorie, unterstützen mein anliegen,....,aber, ich hinterfrage gern und wende mich daher gern an die erfahrenen in dieser materie...




    Zu meinem anliegen: ich plane im jahr 2009 2 stück Dachs HKA F 5.5 in zwei verschiedene gebäude installieren zu lassen. das gebäude 1 ist ein selbst genutztes wohnhaus mit folgenden angaben lt. angebotserstellung:




    1 Dach SE Brennwert F 5.5 Propangas, incl. Wärmespeicher und Kondenser, incl. Zusatzplatine SE;


    1 SE Wärmespeicher 750l;


    1 Außentemperaturfühler;


    1 Bausatz Abgasführung DN 125 zum gemeinsamen Anschluß für Kondenser und SE Plus;


    1 Kupferrohr als Versorgungsleitung;


    1 Schlammabscheider Spirovent;


    1 Ausdehnungsgefäß Reflex;


    1 Heizkreisset (2 Kugelhähne,Schwerkraftbremse,Thermometer,Umwälzpunpe,3-Wegmischer);


    1 Transportpauschale;


    1 Inbetriebnahme HKA, incl. Einstellungen;


    1 Antragstellung Hauptzollamt (Einspeisevertrag EVU , Schornsteinfegerunbedenklichkeit, = 680,00€)


    1 Befüllen der Anlage;


    1 Auflage der HKA (1090,00€);




    Gesamtkostenangebot: 30.500,00 €




    Hinweis: der vorhandene Brennwertkessel (Buderus 29KW) + der WW-Boiler soll weiter betrieben werden für die Spitzenlastzeiten,


    d.h. das Angebot beeinhaltet nicht das SE30 WW-Modul für MSR2/SE Pufferspeicher und auch nicht die SE Plus Zusatzheizung!




    Meine Frage, die mich als Kaufmann interessiert:


    Nach meinen Online-Recherchen auf verschiedenen Seiten im Netz stoße ich auf Preisangaben bei ähnlich gearteter Zusammenstellung in Höhe von 18.000,00 bis 25.000,00 € Investitionskosten, auch, hier unter Beachtung der angegebenen Investitionszeiträume von 2006-2008....., d.h. eventuelle Preissteigerungen sind von mir zu berücksichtigen...




    Wie oben erwähnt, will ich in diesem Jahr 2 Dachs anschaffen, das hier beschriebene Angebot ist quasi der Eigentest, im kommenden Jahr plane ich dann eventuell 2 weitere für andere standorte,..., ihr werdet sicherlich verstehen, dass keiner von uns "übervorteilt" werden will, insofern hole ich mir hier gern den rat und die erfahrung von euch nutzern ein.....




    gern höre ich von euch und ich bin gespannt auf die resonanz!




    René

  • Hallo René,


    die wichtigsten Infos sind die Verbrauchsdaten Wärme (Erdgas oder Heizöl?) und Strom. Das Produkt Dachs ist hier im Forum bekannt, aber wo Du es einbauen möchtest, solltest Du noch genauer spezifizieren.


    Meine persönliche Meinung ist die, dass für ein Einfamilienhaus der Dachs ökologische Vorteile ist, die önomische Rahmendaten aber weniger geeignet sind. Wenn Du also keine große Villa mit Schwimmbad bewohnst, würde ich ggf. noch mal mit einem Nachbarn reden, ob man sich per Nahwärmestrang & Nahstromkabel ein Mini-BHKW teilen möchte. Von der Größe her und auch vom Wartungsaufwand ist IMHO der otag lion eher fürs EFH geeignet, auch wenn dieser noch nicht die selbe technologische Reife erreicht hat wie der Dachs, der über 10 Jahre Zeit hatte, seine Kinderkrankheiten auszukurieren.


    Gruß,
    Gunnar

  • Hallo ballonlight


    und Herzlich Willkommen im Forum


    Wenn für Dich als Kaufmann die Sache schon gut aussieht, dann immer rein damit


    aber, da Du auch gern hinterfragst (was absolut richtig ist)
    schadet es sicher nicht, wenn der ein oder andere hier sich die präsentierten Zahlen des Vertrieblers mal genauer anschaut. Dazu sind Gebäude und Verbrauchsdaten absolut unabdingbar.
    Also mal her damit, und wir schaun uns das gerne an ;)



  • danke gunnar, auch dir ein dankeschön, firestarter,


    ja, nachdem ich mich hier im forum so nach dem dachs umgeschaut habe,..., und,...., die vielen mitteilungen, erfahrungen und meinungen mit meinen "gebäudedaten" als leihe verglichen habe, ja,..., da habe ich so meine zweifel, bezüglich der richtigkeit für mein selbstgenutztes wohngebäude,..., hier sind die gewünschten daten:


    selbstgenutzter stromverbrauch ca. 5500kwh/p.a., eingesetzte primärenergie flüssiggas, hier ca. 7000l / p.a. (2 füllungen im jahr a´3500l / behälter erdgedeckt 4850l), z.zt. brennwertkessel buderus / wandgerät mit 28kw, bj. 1997;


    gebäude bj. 1923, dicke aussenmauern, 45cm bis unters traufgesims, originale alte kastenfenster, aufgearbeitet, bewusst nicht erneuert, wegen der natürlichen lüftung und des schönem aussehens wegen ....


    die möglichkeit der anbindung von nachbarn gibt es nicht, wegen der zu großen entfernungen und den vielen verschiedenen grundstückseigenümer dazwischen.


    neben der möglichen wirtschaftlichkeit eines bhkw´s, steht natürlich auch der sinn nach ökologie für den eigenen ego. gern höre ich die meinung der fachleute hier im forum...


    frage: ist denn eigentlich der einsatz eines kondensers notwendig???


    danke für eure meinungen im voraus!



    René

  • selbstgenutzter stromverbrauch ca. 5500kwh/p.a., eingesetzte primärenergie flüssiggas, hier ca. 7000l / p.a. (2 füllungen im jahr a´3500l / behälter erdgedeckt 4850l), z.zt. brennwertkessel buderus / wandgerät mit 28kw, bj. 1997;


    gebäude bj. 1923, dicke aussenmauern, 45cm bis unters traufgesims, originale alte kastenfenster, aufgearbeitet, bewusst nicht erneuert, wegen der natürlichen lüftung und des schönem aussehens wegen ....
    [..]
    frage: ist denn eigentlich der einsatz eines kondensers notwendig???


    Der Kondenser (=Brennwertnutzung) ist notwendig, um nicht zuviel Geld aus dem Schornstein zu pusten.
    Der Liter Flüssiggas hat rund 7kWh Energieinhalt, das wären also 50.000 kWh Jahreswärmebedarf.


    Dies ist für Dachs und Co meines Erachtens grenzwertig. Wenn Du mutig bist, versuche an einen Whispergen oder Lion ranzubekommen - davon gibt's aber noch nicht so viele mit langjähriger Felderfahrung wie bei den größeren Mini-BHKWs.


    Gruß,
    Gunnar

  • Ich würe auch eher zum Whispergen tendieren!
    Aber gibt es den auch mit Flüssiggas?


    Wie sieht es den mit weiteren Optimierungen am Heizkreis aus?
    So "alte" Gebäude mit dicken Mauern und Kastenfenstern, die übrigens nicht unbedingt schlechter sein müssen als "neue" Isofenster, kommen prima mit Flächenheizungen zurecht.
    Da ja meistens auch entsprechende Deckenhöhen vorhanden sind, kann man über Deckenheizungen nachdenken, sind einfach zu verlegen und unsichtbar.
    Vorteile der niedrigeren Systemtemperaturen sind ja hinlänglich bekannt.


    Bernd

  • Hallo,


    also wie meine Vorredner schon sagten,
    wirtschaftlich wäre das eine sehr enge Kiste.


    Ich würde grob mit "guten" 3.500, naja vll. sogar mit 3.700 h Laufzeit rechnen....das ginge besser, aber nicht so schlecht.
    Aber, Dein Eigensstrombedarf ist recht gering, so dass nur eine geringe Eigenstromnutzung gegeben wäre (und nur diese ist wirklich sehr profitabel)
    Das Teil könnte schon leicht wirtschaftlich laufen, wenn...ja wenn nicht die Kapitalkosten wären.


    Eine Nummer kleiner wär nicht schlecht
    - whsipergen fällt erstmal aus, weil nicht als LPG erhältlich
    - Lion??? hmm gunnar, Du hast in letzter Zeit öfters den angesprochen. Sind bei dem die Kinderkrankheiten beseitigt? Hab von dem Gerät lang nichts mehr gehört (weder positiv, noch negativ)...gibts da ne LPG-Variante?
    - selbst die sunmaschine solls als Gas geben (ob auch LPG?)
    aber da wurde auch jahrelang versprcohen und echte praxiserfahrungen sind rar
    - vll das kleine ecopower, das Gerät gibts schon läönger (als größere Variante, aber die wurde nur abgespeckt)
    die hatten auch anfangs Probleme, aber nun hofft man doch, dass es läuft


    Zitat

    Wie sieht es den mit weiteren Optimierungen am Heizkreis aus?


    na zum Beispiel ein Abrüsten des bisherigen Kessels ;)
    28kw erscheint mir ein bissl üppig. Evt. mal bei der nächsten Wartung ein Absenken der Leistung ansprechen. Größenordnung knapp unter 20kw sollte reichen. (Spart paar Verluste)...besser bei Terminvereinbarung ansprechen, dann kann er gleich kleinere Düse einpacken. Der Wechsel sollte fast nichts bis gar nix kosten (als langjähriger Wartungskunde ;) und der Aufwand ist auch gering)
    hydraulischer Abgleich schon gemacht? Welche typischen Temperaturen fährst Du so im system?...Wär nicht so teuer, wird gefördert (aktuell auch der Pumpentausch) und sollte auch was bringen


    Hast Du sonst noch Daten zum Objekt?
    z.B. Quadratmeter und Personenanzahl?
    Die 7.000l Flüssiggas find ich persönlich schon recht üppig und würde das gern mal im Verhältnis sehn. Evt. kommt man ja erstmal über die Frage "müssen 7000l/a bei dem Objekt wirklich sein" anderen Dingen auf die Spur.