Sinnvolle Investition BHKW?

  • Hallo zusammen!


    Informier mich jetzt schon länger über BHKW´s und bin jetzt auf das Forum gestossen.


    Da glücklicherweise ein bisschen Geld übrig ist wurde im Familienrat beschlossen es für die Haussanierung zu verwenden.
    Angedacht wurden hier nun ein Blockheizkraftwerk oder eine Photovoltaikanlage.


    Wobei das größere Interesse immoment an einem BHKW besteht.


    Zu den Gegebenheiten:
    Das Haus besteht im Prinzip aus 2en. Einen "Neubau" Bj 70er mit ca 150m² Wohnfläche und einem Stromverbrauch von ca 3500kWh. Zusätzlich ist noch unter der Wohnung ein Gewerbe "Lebensmittel Geschäft" welches mit 200m² und 12000kWh zubuche steht. Daneben ist der Altbau mit ca 200m² und 3000kWh Strom ,wobei diese auch nicht komplett beheizt werden, aber sicherlich den größeren Wärmeverlust hat.


    Geheizt wird mit Öl und einem Heizkessel für Alt und Neubau. Der Jahresverbrauch liegt bei ca 5000l Öl. Der Kessel hat eine Leistung von 38 bis 42kW und ist Bj 91.
    Kann ich nun von diesen Daten schon darauf schließen das sich ein BHKW lohnt?


    Kann der erzeugte Strom eines BHKW auch an das Gewerbe verkauft werden?


    War mir am Anfang meiner Überlegung eigentlich sicher das sich sowas rechnet. Inzwischen bin ich mir immer unsicherer, da ich mir über die Wärme und Stromnutzung im unklaren bin.
    Würde man beides reduzieren, wäre ein BHKW weniger sinnvoll. Das heisst eine Sanierung weniger ratsam wenn ein BHKW angeschafft wird und umgekehrt.


    Hoffe es kann mir der ein oder andere eine Antwort geben.


    Gruß Profiler

  • Hallo Profiler
    und Herzlich Willkommen im Forum


    so so,
    etwas Geld über geblieben...sowas hört man gern (und hätts auch gern) :)


    hmm,
    BHKW oder PV...haben ja nur bedingt was mit Sanierung zu tun...aber gut,...und warum nicht beides?


    zur PV mal am Rande
    ...wenn die Lage und co stimmen, könnt es im Moment recht interessant sein, da die Preise deutlich gefallen sind.
    ...und da (kommt natürlich auch auf die persönliche z.B. steuerliche Betrachtung an) ist es gar nicht mal schlimm, wenn man nur wenig Eigenkapital mitbringt. Zinsen sind Verluste, die sich halt steuerlich geltend machen ;)


    zum Thema BHKW
    also....was auffällig ist,
    - ihr habt relativ hohen Strombedarf (insebsondere durch das Geschäft). Dies ist günstig für eine bhkw-Lösung, da so eine hohe Eigenstromnutzung möglich wär und damit die wirtschaftlichkeit verbessert
    - Euer Wärmebedarf hält sich ziemlich in Grenzen
    Dadurch sollte ein BHKW ziemlich klein ausfalllen.....ein BHKW in Dachs-Klasse würde z.B. "nur" errechnete 3.800h im Jahr laufen.
    Erfüllt zwar nicht den BaFa-Wunsch mit 5.000...aber vertretbar wär es vielleicht noch.
    Andere Typen wie ecopower und co sind wohl auch drin (wenn möglich mit noch weniger als 13kw thermisch)


    Ein BHKW ist keine Gelddruckmaschine und man muss schon aufpassen, dass man keine Miese macht
    ...bei Deinen Vorraussetzungen lässt sich jedoch bestimmt was finden, was wirtschafltich ist.



    PS:
    - wollt/müsst ihr bei Öl bleibnen, oder ist evt. Gas angedacht?
    - Euer bisheriger Kessel ist sowas von überdimensioniert....ich tippe eher auf eine Spitzenlast von nichtmal 20kw bei Euch

  • Die Hoffnung das eine Gelddruckmaschine für privat gibt hab ich auch aufgegeben :crygirl:


    Beim Öl müsste es nicht bleiben. Ich denke hier spielt die Wirtschaftlichkeit eine Rolle. Ob es sich lohnt alles auf Gas umzubauen, oder ob die Anlage nur leicht modifiziert werden muss.


    Die Anlage ist sicherlich überdimensioniert. War halt damals die Zeit zum übertreiben.

  • Hallo Profiler (etwa bei der Kripo?),


    ich hab' mal versucht, die Wirtschaftlichkeit zu beleuchten.
    Dabei bin ich auch auf 3650..3800 Jahresbetriebsstunden gekommen. Aber nur mit Pufferspeicher (1000l)! Das bedeutet eine 86..93%ige Jahreswärmebedarfsdeckung bei einer Stromeigennutzung von maximal 47% (Zukauf knapp 9MWh).
    Die Amortisationszeit liegt dann bei etwa 10 Jahren bei zentraler WW-Bereitung. Ohne Zentral-WW ist die reichlich ein Jahr kürzer. - Also mehr Heizbedarf => mehr Laufzeit => kürzere Amortisationszeit. Kann man den Altbau nicht intensiver nutzen???
    Um überhaupt eine Amortisation innerhalb des Förderzeitraumes von 10 Jahren zu erreichen, bin ich von 100% Eigenkapital (23.500 EUR netto) und 0% Verzinsung dafür ausgegangen. Für diesen Preis wirst Du aber wohl keinen Gas-Dachs eingebaut bekommen.
    Vergleichsweise habe ich noch den Whispergen (15.150 EUR netto) betrachtet. Bzgl. Wärme nahezu identisch erreicht er fast 99% Stromeigennutzung (Zukauf aber 14,7MWh) und amortisiert sich niemals.


    Für eine genauere Betrachtung braucht man noch Angaben zum Stromtarif, Stromnetzbetreiber, Höhe des VNNE , Kosten Gashausanschluß + Gastarif, Restlebenserwartung Ölkessel und Art der Warmwasserbereitung mit Menge WW. Sind schon Speicher im Heizsystem enthalten?


    Da in nächster Zeit die Stromvergütung nach EEX rückläufig sein wird und einige andere Hersteller im Mikro-BHKW Bereich hoffentlich zu Potte kommen werden und dann auch die Preise sinken könnten, würde ich wahrscheinlich abwarten. Allerdings ist ungewiss, ob ab dem 3. Quartal noch Mittel für den Mini-KWK-Zuschuß zur Verfügung stehen, bzw. ob diese Förderung 2010 fortgeführt wird. (Also vllt. erstmal Antrag stellen (verfällt erst nach 9 Monaten).)
    Schonmal an eine Pellets-Heizung gedacht?


    Gibt es vielleicht einen direkten Nachbarn, den Du mit Strom und am besten auch mit Wärme beliefern könntest?
    Geht die Kühl- und Klimaanlagen-Abwärme des Lebensmittelmarktes ins Freie? - Hast Du schonmal einen mit Klimatisierung & BHKW vertrauten Energieberater hinzugezogen?



    Denkmaler

  • Hallo Denkmaler,


    erst einmal danke für deine Bemühungen.


    Zuerst einmal, ich arbeite nicht bei der Kripo und mein Geld soll nicht ausgegeben werden. Ist das eines nahen Verwandten.


    So nun zu deinen Fragen:
    Wir haben einen Speicher von 350l. Was eigentlich vollkommen ausreicht. Der Altbau soll immoment nicht mehr benutzt werden. Ist wage Zukunftsmusik bis da mal wieder mehr Leben ist.
    Für Strom zahlen wir rund 700€ für die 3500kWh.
    Einen Nachbarn mit Strombeliefern brauchen wir ja nicht, verbrauchen ja selber genug. Die Interessantere Sache wäre mit Wärme. Stell mir das aber schwierig vor und halte es für eher nicht realisierbar.
    Über eine Pelletsheizung hab ich noch nicht nachgedacht.Werde das mal mit aufnehmen. Am Dienstag kommt der Heizungsbauer. Werd mich mal mit dem besprechen.
    Der soll mir mal ein paar Rechnungen darlegen. Vielleicht bekommt er ja was verkauft .||. .


    Kühlanlage für das große Kühlregal steht im Keller. Ist aber auch nicht gerade groß. Klimatisierung gibt es nicht. Ist ein kleiner Laden und wirft nicht sehr viel :crygirl: ab.


    Stimmt es eigentlich das man eine Heizungsanlage spätestens nach 25 Jahren erneuern muss?
    Was mich dann noch interessiert. Wie habt ihr die 5000l Verbrauch umgerechnet. Würd mich doch mal interessieren
    Mfg
    Profiler

  • Hallo Profiler,


    da fange ich am besten von hinten an (is' einfacher):


    1 Liter Heizöl EL hat 10,08 kWh (Heizwert) [Brennwert das 1,06fache)]


    Der schwarze Mann legt Dir Deine Heizung still , wenn sie die entsprechenden Abgaswerte nicht mehr erfüllt. Das hat mit dem Alter nur bedingt etwas zu tun. Dein HB kann Dir da aber konkreter was dazu sagen. Alte Heizkessel haben schlechte Wirkungsgrade , aber als selten gebrauchter Spitzenlastkessel (nur ca. 10% Anteil an Wärmeerzeugung) fällt das kaum ins Gewicht und erspart (vorerst) eine Neuanschaffung (ab ca. 2000 EUR). :)


    Von den erzeugten ca. 20 MWh bleiben nur knapp die Hälfte im Haus, der Rest wird zu schlechten Konditionen (derzeit etwa 5ct/kWh + 10jähriger Bonus 5,11ct/kWh) an das EVU verkauft. Wenn Du statt den 5ct 20ct bekommen würdest, wären das bis zu 1600 EUR pro Jahr mehr auf der Haben-Seite bei einem überschaubarem Investitionsaufwand von x Metern Erdkabel + Zählern zu den Nachbarn. Eine Nahwärmeleitung wäre weitaus teurer (ab ca. 40EUR/m + Verlegung + Anbindung + WMZ ...).
    Haben denn Deine Nachbarn auch so alte Heizungen?? Das wäre ein gutes Argument was Gemeinsames / Kostendämpfendes für die Zukunft auf die Beine zu stellen.



    Denkmaler

  • Wiederspruch euer Ehren!!
    Wenn ich buddeln muss um eine Stromleitung zu verlegen, kann ich in den gleichen Graben auch gleich die Wärmeleitung legen.
    Da BHKWs sich nur über die möglichst lange Laufzeit und einen hohen Eigenstromverbrauch rentieren,
    kann ich nur dringend empfehlen sich mit den Nachbarn zusammen zu setzen.
    1. Teilen aller Anschaffungskosten
    2. Vermeidung von Grundkosten, Schorni, Zählergrundkosten für Strom und Gas sowie bessere Großeinkäufertarife.
    3. Einsparungen durch bessere Auslastung und moderne Anlagentechnik.
    etc.
    Das Nachbarn nicht immer einfach sind weiß ich selber, aber ohne Versuch und ein bischen Hartnäckigkeit, kommt man auch sonst im Leben nicht weit.


    bernd

  • ...zu Bernd's posting
    kann man ergänzend anmerken, dass der Aufbau eines Nahwärmenetzes (<-klingt gewaltig) auch staatlich gefördert wird und man somit die Kosten etwas drücken kann.


    Denkmaler,
    schön, dass wir auf ähnliche Laufzeiten kommen, aber
    - bei den ersten Werten (ich nehm mal an, Du schautest hier auch etwas in der Dachs-Klasse)
    erscheint mir die Stromeigennutzung, auch wenn mit maximal angegeben recht optimistisch.
    Dazu wäre eine eine genauere Kenntnis des Verlaufs der Stromlast hilfreich,
    aber vermutlich wird die eher glatt über den Tag sein (durch Kühlung) und wenn der Dachs nichtmal das halbe Jahr läuft, wirds knirsch
    - zum Thema whisper,
    erscheint mir der Anschaffungspreis sehr hoch...gut, gab schon welche hier, denen Angebote von 18k gemacht wurden, aber auch einige die für 12k fix und fertig-Pakete angeboten bekamen.
    dass sich ein BHKW (selbst wenns der winzling ist) bei 99% Stromeigennutzung nicht rentieren soll, mag ich kaum glauben


    @profiler
    - mach Dich mal schlau (am einfachsten wohl über verivox), was bei Euch eine kwh Gas, und eine kwh Strom kostet
    - das kleine Geschäft...ist das in Eurer Hand? (oder doch vermietet...stand bisher nichts dazu)
    - wie schätzt Du den Bedarf an Kühlleistung ein?...also gerade zeitlich. powert die hauptsächlich Tag's, weil viel Publikumsverkehr (Theke auf und zu und immer frishe Ware rein) oder eher statisch über den Tag verteilt?


    Pellets, kann man drüber nachdenken,
    aber braucht Pellet-Bunker....Anlagen sind auch recht teuer, und ob die Preise wirklich billig bleiben??? Ich denke, günstiger schon, aber wenn Öl+Co mal wieder anziehn, werden die auch steigen (auch wenn nen tick dahinter)
    ...und vor allem, das groh der Energiekosten fallen beim Strom bei Euch an, und da wärs nett, wenn man hier was schafft.


    evt.
    ....und da wirds aufwändiger (aber auch interessanter) könnte man sogar noch weiter gehn
    ...und sich die Hauptverbraucher, also Kühlung anschaun
    - evt. per Absorber Kühlleistung genererieren, könnte direkt per Gas-Absorber sein (billigeres Kühlen), oder auch BHKW+Absorbtionskühler (längere Laufzeit)
    - oder auch, ob nicht die Kühlleistung per Wärmerückgewinung sich sinnvoll nutzen lässt.
    könnte aber alles etwas zu groß für Euch sein


    ...ich denke da eher an was kleineres,
    vll neben dem WW-Puffer auch einen Kühlpuffer
    ...dann könnte man die Laufzeit des BHKWs mit dennen der Kühlaggregate in Einklang bringen und somit eine höhere Eigennutzung erreichen.

  • Danke erstmal für die ganzen Antworten


    Strom liegt bei ca 0,21€/kWh und Gas bei 0,06/kWh, wenn ich das richtig recherchiert habe.


    Der Lebensmittel Laden ist in Familienbesitz. Zu den Verbrauchern ist zu sagen das es viele gibt :verrueckt:
    Trotzdem ist es ein kleines Geschäft. Wer die ganzen Aldi´s kennt kann sich die Hälfte oder gar ein Drittel vorstellen. Das trifft dann in etwa die größe.
    Mal ne kleine Auflistung: im Verkaufsbereich: 2 TK Truhen je ca 400W, 1 SB Wurstwaren ca 200W, 1 Kühltheke die ja ihr Kühlaggregat im Keller hat.
    Dazu kommet noch 1 Tk, und ein Kühlschrank (begehbar :sehrgut: ). Dann steht noch von privat 2 Tk´s. Das ganze gibt ne solide Grundlast. Wobei die auch nur laufen wenn Sie kühlen müssen. Das heisst es kann durchaus vorkommen das gar nichts benötigt wird. Die Powern eigentlich wie Sie´s brauchen und im Sommer natürlich mehr.


    Zum Thema Nachbarn.
    Wie würde das ganze denn Aussehen. "Hey Nachbar lass uns die Straße aufreißen hab da was günstiges für dich, leg ich dir rüber, sparst Geld!"
    Geht das ganze so einfach. Ist der Aufwand nicht riesig wenn ich zu meinem Gegenüber eine Leitung legen lasse. Mal davon abgesehen von evtl Streitigkeiten. Man will ja nichts beschwören, aber es kommt immer mal vor.


    Das mit dem Kühlpuffer fass ich mal ins Auge. Finde ich eine gute Idee. Hast du dazu vielleicht noch mehr Info´s.


    Morgen gehts jetzt erstmal mit dem ersten Heizungsfachbetrieb los. Mal schauen was der zur Situation sagt.

  • Hallo Profiler,

    Das ganze gibt ne solide Grundlast. Wobei die auch nur laufen wenn Sie kühlen müssen. Das heisst es kann durchaus vorkommen das gar nichts benötigt wird. Die Powern eigentlich wie Sie´s brauchen und im Sommer natürlich mehr.


    Nun ja, ich bin zum BHKW gekommen:
    1. Weil ich viel Strom brauche.
    2. Weil mich die Technik fasziniert.
    3. Weil ich mich über ne´derbe Strompreiserh. geärgert habe.


    Nun ja, ich habe das "Glück" das ich eine Gärtnerei habe, die mir zumindest im Winter eine solide Grundlast liefert, aber im Sommer ist es genau so ein Chaos wie bei dir. Und wie der Teufel es so will läuft das BHKW immer dann wenn nichts läuft! |:-(


    Nun ja, ich liege so bei 80% Eigenverbrauch, so mit meinem Reparaturpech der letzten Zeit, möchte ich so aus dem Bauch heraus sagen kommt, wenn man die Anschafungskosten mit einrechnet, eine schwarze Null hinten raus!
    Nun ja, ein neuer Kessel hätte sich eben nicht selbst bezahlt. Aber reich wird man damit nicht, und "Umsonst Heizen" ist leider auch nicht! :crygirl:


    Geht das ganze so einfach. Ist der Aufwand nicht riesig wenn ich zu meinem Gegenüber eine Leitung legen lasse.


    Wenn ich das so richtig deute, das hierbei öffntliche Straßen überquert werden müßen, dann kann man das in den allermeisten Fällen vergessen, denn das wird zu teuer!
    Wenn kein fremdes Grundstück dazwischen liegt, dann geht es!


    Gruß Dachsgärtner

  • Nahversorgung ist solange kein öffentlicher Grund berührt wird wirklich so einfach!
    Also schön auf der einen Strassenseite bleiben und alle links und rechts fragen.

    Zitat

    Hey Nachbar, hast du auch so exorbitante Heizkosten?
    Ich hab mir da eine simple und kostengünstige Lösung gesucht,
    die lohnt sich aber nur wenn sich mehrere zusammentun.
    Hast du Interesse?
    Komm wir gehen zu den anderen um noch mehr ins Boot zu holen.
    Schliesslich haben wir alle nix zu verschenken!


    Ich würde einfach mal ein Grundkonzept erstellen und alle Nachbarn fragen.
    Je mehr zusammenkommen umso besser für alle sich mitreissen zu lassen...


    Bernd

  • Hallo zusammen,


    haben uns jetzt klar gegen ein BHKW entschieden.


    Spricht unterm Strich schon viel dagegen. Die Heizung ist eine der besten die man kaufen konnte und hat immer noch einen guten Standard.
    Dazu kommen noch ein paar andere Dinge.
    Es wird jetzt wahrscheinlich eine Kombination aus Dachsanierung, neue Fenster, einer Solaranlage und einem Ofen.


    Jetzt erst mal Angebote einholen und dann weitersehen :popcorn: .

  • Schade, ob das gesamt gesehen günstiger wird, als eine Gemeinschaftsanlage, wage ich zu bezweifeln.
    Dachsanierung und neue Fenster sind so oder so immer eine bessere Lösung egal welche Heizung rein kommt.


    Dann viel Erfolg!
    Bernd

  • Ich versuch' mal die Wiedereinspielung der Anschaffungskosten eines Whispergen im Komplett-Paket u.a. mit "Durchlauferhitzer-Pufferspeicher", UVR 1611 - Regelung, Abgasleitung, etc. ohne Einbau zu etwa 15.000 EUR für den Endverbraucher zu betrachten:


    Objekt mit 5000 Jahresbenutzungsstunden & vollständigem Stromselbstverbrauch & Spitzenlastheizung & Gaspreis 6,0ct/kWh Ho


    Die technischen Daten des Whispergen sind nicht gerade 'stimmig':
    Unter welchen Bedingungen soll er 1000W elektrisch erzeugen können???
    Der el. Normnutzungsgrad ist mit 7,2% bzw. 4,2% angegeben und die th. Nutzungsgrade mit 84,9% und 89,8%. Der Gasverbrauch ist dagegen in Kubikmetern angegeben: 1,0 bzw. 1,55m³/h. Der Energieinhalt eines Kubikmeters Erdgas L ist variabel und schwankt je nach Anbieter und Zeit. Angegeben werden meist Jahres-Durchschnitswerte. Aus den Werten des Datenblattes ergeben sich dafür 9,152 bzw. 9,570kWh/m³. Wie kommt da ein Unterschied zustande?
    Das wären auf Ho bezogen 9,152 bzw. 14,833kWh pro Betriebsstunde. Das entspricht dann bei den angegebenen el. Wirkungsgraden etwa 594W bzw. 561W.
    Um vom günstigsten Fall (?) auszugehen, nehme ich die durchschnittliche el. Leistung zu 594W an (Hilfsbrenner immer aus).


    MiniKWK-Zuschuss 1550EUR ?
    (Ist aber immer noch nicht in der Liste der förderfähigen Anlagen vertreten!)
    10jähriger Bonus auf Stromerzeugung 2970kWh * 5,11ct/kWh = 151,77EUR/Jahr
    Stromerzeugung 2970kWh - Eigenverbrauch Whispergen 500kWh = 2470kWh * 20ct = 494EUR/Jahr
    Erstattung Energiesteuer 0,55ct/kWh Gas für 9,152kWh Gas Ho = 5,0336 ct/Bh * 5000 = 251,68EUR
    [7kWth + 0,594kWel bei Wirkungsgrad 92,1% mal Faktor Ho/Hu 1,11 = 9,152kWh Gas]
    Gaskosten für Strom 594Wh / 92,1% * 1,11 = 715,9Wh * 6ct/kWh = 4,295ct/Bh * 5000Bh = 214,77EUR/Jahr
    Wartungskosten (ähnlich Gastherme) 120EUR/Jahr ???


    Auf 10 Jahre gerechnet (ohne Zinsen, Reparaturen, Preisänderungen):


    Einnahmen: 1550 + 1518 + 4940 + 2517 = 10.525EUR
    Ausgaben: 2148 + 1200 = 3348EUR


    Anfangsinvestition 15.000EUR
    - Einnahmen 10.525EUR
    + Ausgaben 3348EUR
    = Restschuld nach 10 Jahren 7823EUR


    Ab dem 11. Jahr fällt der Bonus weg und in den theoretisch verbleibenden 6 Jahren lassen sich (keine Reparaturen) noch etwa 2465EUR 'einspielen'. Da bleibt also ein dickes Minus im Endeffekt!


    Also für welchen Einsatzfall ist der WhisperGen-Preis gemacht? - Rosacea hatte diesbezüglich schon mal was geschrieben.


    Bernd
    Es gibt auch grabenlose Verlegungsarten (z.Bsp. mittels Erdrakete), wo sich das Buddeln in engen Grenzen hält. Da kostet dann der Meter ab 20EUR (kleine Durchmesser). Wenn man aber eine 150er Nahwärmeleitung da durchschieben will, ist das deutlich aufwendiger und teurer.


    @fire
    Bei dem WhisperGen-Preis hatte ich brutto und netto verwechselt. Das ändert aber leider nichts an der prinzipiellen Aussage zum Whispergen .
    Für den zeitlichen Verlauf des Energiebedarfs (Jahres-/Tagesgang) bin ich von Wohnnutzung ausgegangen. Real dürfte die Stromselbstnutzng durch den anteilig höheren Sommerbedarf geringer sein.



    Denkmaler



    p.s. Im Installationshandbuch auf Seite 34 ist für den maximalen Brennstoffverbrauch 1,55m³/h die Leistung vom 16kW genannt. Das entspricht dann einem Erdgas-Energieinhalt Ho von 10,32kWh/m³ (kann lt. Wikipedia Erdgas H oder L sein). Gemäß der Normnutzungsgrade lt. Datenblatt ergeben sich für die nutzbare Leistung 12,94kWth (Datenblatt max. 12kWth) und 605Wel bei Hilfsbrennerbetrieb und ohne Hilfsbrenner 7,895kWth (Datenblatt max. 7,0/7,5kW) und 669Wel. Da ich aber den Angaben im Datenblatt mehr traue als den 16kW im Installationshandbuch (würde schlechterer Wirkungsgrad bedeuten) ändert sich an meiner obigen Rechnung nichts!

  • @ Denkmaler - Also ich muß noch mal blöd fragen. Bin nämlich kein Rechenkünstler :tommy:


    Du schreibst Energieaufname 17,825KWh Gas pro Bth - rechnest aber bei der Energiesteuerrückerstattung nur mit 9,34KWh.


    Also bislang war ich der meinung die Energiesteuer gibts für den gesamten verbrauchten Treibstoff zurück - nicht nur für den anteiligen zur Stromerzeugung.


    Dann hast Du in Deiner gesamten Rechnung nur jeweils die Stromseite beleuchtet - alles Wärmeseitige bleibt aussen vor!!
    Das halte ich nicht für richtig, denn die 6378€ "Restschuld" sind ja in etwa der Preis einer guten Gasheizung und Fakt ist ohne Heizung im Haus gehts schlecht.
    Der schlechte elt. Wirkungsgrad rührt ja nicht zuletzt von der Tatsache das "alle" elt. Verluste in Wärme gewandelt werden und somit Wärmeseitig zur Verfügung stehen.


    Und es fehlt komplett der umstrittene Punkt Vorsteuer/Mehrwertsteuer. Mittlerweile ist man ja im Richterrecht so weit, auch im EFH Vorsteuer anzuerkennen - das darf in einer korrekten Berechnung nicht fehlen!!


    mfg