Kaminfegerärger bei Dachs und Therme

  • Hallo Dachsgemeinde,
    der Kaminfeger war zur Messung unserers Spitzenlastkessels mit Ölgebläsebrenner vorort.Er bemerkte auch sofort dass das Abgasrohr unsers Öldachses in das Rauchrohr des Kessels angeschlossen ist, was aber seiner Meinung nach in BW nicht zulässig ist.
    Nun meine Frage an euch, gibt es Reglungen oder Zulassungen zu diesem Thema und wenn ja, wie komme ich zu diesen.


    Grüßle Älbler

  • Hallo Älbler und Dachsfan,


    wenn keine Brennwerttechnik eingesetzt wird ist es zumindest bei Gasgeräten erlaubt!!! Hier hat Senertec ein Gutachten drüber. Ich kann mir kaum vorstellen dass es bei Ölgeräten anders ist.


    [Edit]wer lesen kann ist eindeutig im Vorteil, Rauchrohr ist natürlich nicht möglich, in einen Kamin sehr wohl [Edit]


    Grüße


    Bruno

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    Einmal editiert, zuletzt von Bruno44 ()

  • Aber denkt daran, (richtig lesen) er hat den Dachs im Rauchrohr des Kessels angeschlossen - nicht im Kamin.


    Dies ist nicht !!! zulässig

  • Hallo Dachsgemeinde,
    ich möchte mich zuerst bedanken für eure Antworten und euch ein Lob fürs Forum aussprechen. Ich hab mir einmal die Planungsunterlagen für die Abgasführung heruntergeladen und hoffe das ich mit dem Kaminfeger bei einer Tasse Kaffee zu einer guten Lösung des Problems komme.


    Grüßle Älbler

  • Hallo Dachsfan,


    bei den Planungsunterlagen für die Abgasführung auf Seite 10 die Abbildung: 3.1.5 Einbindung in das Verbindungsstück! -Ist dieses Verbindungsstück nicht das Rauchrohr?! ?(


    Grüße AxelF

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    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • AxelF da hast Du absolut recht. ;)


    Aber nicht alles kriegste auch zugelassen, nur weil es gezeichnet ist.


    Ich habe von den Schorni Innungen neues Infomaterial, wo es auch richtig lustig wird, wenn Du z.B. einen offenen Kamin und einen Dachs in seperaten Kaminen hast.


    Es ist leider zu Rückwirkungen gekommen, die die Schorni`s dazu bewogen haben, dies nicht mehr zuzulassen.


    Es gab und gibt immer die Empfehlung, v o r Realisierung Absprache mit Stromversorger und Schornsteinfeger.


    Dies wird ausdrücklich auch von SENETEC so empfohlen und sollte von jedem beherzigt werden.


    Und dann gibt doch kein Problem oder ????


    PS: Sicher willst Du den Grund wissen, warum so nicht zugelassen wird ??


    Wenn Du die "Düse" in den Kamin einbaust schiessen die Abgase nach oben - durch den Düseneffekt. So wie gezeichnet und von Dir realiesiert eingebaut entsteht eigendlich kein richtiger Düseneffekt.
    Wenn der Kamin warum auch immer nicht zieht, kommen die Abgase garantiert im Kessel raus. Und das will Dein Schorni vermeiden.


    Die Abgase werden mit Druck vom Dachs eingeblasen, wo immer diese auch hingehen. Ich setze voraus das es sich um einen Kessel handelt der raumluftabhängig betrieben wird.


    Auch ich halte diese Installation für lebensgefährlich.


    Hast Du Deinen Schorni vorher gefragt ???
    Hat er es Dir vorher erlaubt und jetzt verbietet er es ??

  • Hallo Dachsfan,


    danke für die Erklärung :rolleyes:


    Ich hab den schwarzen Mann in der Planungsphase angerufen und wollte mal hören wie das mit dem Dachs und dem Spitzenlastkessel an einem Kaminzug ist, hab aber dann nicht nachgeharkt weil der Dachs jetzt in einem andern Raum am eigenen Kamin läuft.


    Bei dem Anschluß am Kamin hat mein Dachs-Servicemann extra den Anschluß so angelegt, daß die Abgase im spitzen Winkel direkt nach oben in den Kamin geblasen werden.


    Das Problem beim Einleiten der Abgase in das Rauchrohr ist dann wahrscheinlich der Knick beim Übergang vom Rauchrohr in den Kamin? oder? (Strömungswiderstand)
    Naja, wie auch immer....


    Grüße AxelF

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  • Ja genau AxelF, der Knick ( Strömungswiderstand) ist das Risiko.


    Dein Servicemann hat das richtig eingebaut, der Dachs bläst die Abgase einige Meter hoch in den Kamin, da "sausen" sie weiter durch den termischen Aufrieb aufsteigen.


    Im Rauchrohr hat der Dachs aus meiner Sicht nichts zu suchen. Dort muss Unterdruck des Kamines herschen und nicht Überdruck durch die mit Druck eingeblasenen Abgase des Dachses.


    Wehe wenn die nicht durch den Unterdruck des Kamines weggesaugt werden!!!

  • Zitat

    Original von Dachsfan



    Hast Du Deinen Schorni vorher gefragt ???
    Hat er es Dir vorher erlaubt und jetzt verbietet er es ??


    Hallo Alle,
    zu der ersten Frage, nein ich habe den Kaminfeger vorher nicht gefragt.
    Da ich aber wußte das der Einbau eines zweiten Anschlußes in einen Kamin oder Rauchrohr eines Kessels mit Gebläsebrenner problematisch ist, sagte der Monteur von Senertec auf Nachfrage von mir, das dies Überhaupt kein Problem darstelle da sie eine Genehmigung hätten.
    Ich geb euch dann Bescheid was mein Kaminfeger dazu meint wenn er sich bei der Innung informiert hat.


    Grüßle Älbler

  • Hallo !


    Ich habe mittlerweile drei Angebote von verschiedenen Dachsdealern, zwei von drei haben mir dieses umstrittene "Rauchrohraufsatzstück" angeboten, und taten so als wenn dies der übliche Weg wäre, den Dachs Abgasseitig anzuschliessen.


    Frohe Ostern wünscht Dachsgärtner

  • Hallo,
    in BW ist das überhaupt kein Problem und das habe ich bestimmt schon 10 Mal dort gesehen. Ich würde den Kaminfeger unter keinen Umständen vorher hinzuziehen, denn viele Kaminfeger versuchen dann den Dachs zu verhindern. Es gibt leider viel zu viele Feinde des Dachses: Politiker, wenn sie nicht grün sind, Elektriker, die nicht lesen können, Heizungsbauer, die nichts von Hydraulik verstehen, Ehefrauen, die lieber das neue Sofa wollen, Nachbarn, die einen vor dem Fehler ihres Lebens bewahren wollen, Energieversorgungsunternehmen, die falsch und inkompetent beraten und eben auch Schornsteinfeger. Fällt Euch noch ne andere Berufsgruppe ein?
    Gruß
    gloton
    P.S. Das Teil das den Unterdruck herstellt nennt sich Einführungsstück EFS1 und kostet bei den Schweinfurtern ca. 50 Euro.

  • Wenn ich auch einigen Punkten zustimme, muss ich zumindestens zwei Punkten wiedersprechen.


    1. Der Stromversorger muss vorher um Erlaubniss gefragt werden, d.h. es muss eine Erlaubniss zum Netzparallel Betrieb eingeholt werden.


    Derzeit ist mit Ausnahme einiger Regionen der Anschluss kein Problem, wenn jedoch das Netz mit Stromeinspeisern überlastet ist, kann der Stromversorger den Anschluss verweigern.


    Dies zu Recht, denn es ist im Gesetz so vorgesehen.


    2. Jeder Schornsteinfeger in Deutschland hat eine autonome Stellung wie ein TÜV Beamter, ein Finanzbeamter etc.


    Das bedeutet, das er den Anschluss beurteilt.
    Auch wenn Senertec eine bestimmte Anschluss Art freigibt, bedeutet dies nicht zwingend, das in allen Objekten unter allen Umständen dies so realisiert werden darf.


    Dies sollte jeder wissen und beachten, ansonsten kann ein finanzieller Schaden entstehen !!!