Neuvorstellung: Dachs Stirling (Microgen)

  • Das ist genau das Gerät, welches Senertec dann (wahrscheinlich grün lackiert) als Dächschen vertickert.


    Grüße


    Bruno

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  • Ob das wohl am gemeinsammen Mutterkonzern liegt? :pfeifen:


    da wär ich jetzt nie drauf gekommen ^^|__|

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  • Zum Microgen-Konsortium gehören neben Senertec, Brötje, Baxi auch Remeha, Vaillant und Viessmann.
    Alle benutzen den gleichen Stirling-Motor, die Steuerung kommt von Siemens Building Technologies. Jeder Hersteller nutzt seine Komponenten der klassischen Gas- und Brennwerttechnik.


    Die Evita von Remeha kann auf etwa die Hälfte modulieren, was ich sehr wichtig finde. Weiss jemand von euch, ob die anderen Hersteller die Modulation auch mit drin haben, oder nutzen Sie dieses Feature nicht?


    Gruß,
    Gunnar

  • Die Evita von Remeha kann auf etwa die Hälfte modulieren, was ich sehr wichtig finde. Weiss jemand von euch, ob die anderen Hersteller die Modulation auch mit drin haben, oder nutzen Sie dieses Feature nicht?

    Auf dem letzten Stirlingkongress in Stuttgart haben sich 4 von denen vorgestellt, von Modulation hat da keiner geredet. Wäre vermutlich auch nicht sehr effektiv, weil der Wirkungsgrad im Teillastbereich sehr schnell und stark zurückgeht (was man an den Startprofilen sehen kann). Das macht dann bei dem sowieso schlechten Wirkungsgrad keinen Sinn, wobei bei 1 kW Leistung eine Stromführung sowieso eher zweckfrei wird.

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Zitat

    Wäre vermutlich auch nicht sehr effektiv, weil der Wirkungsgrad im Teillastbereich sehr schnell und stark zurückgeht (was man an den Startprofilen sehen kann). Das macht dann bei dem sowieso schlechten Wirkungsgrad keinen Sinn, wobei bei 1 kW Leistung eine Stromführung sowieso eher zweckfrei wird.


    Der Startvorgang dauert bei den Stirlings einige Zeit, bis die auf Temperatur und dann auf Leistung kommen. In der Zeit wird Gas verheizt, ohne Strom zu erzeugen. Mit einer Modulation kann man (auch mit Pufferspeicher) die Anzahl der Start-Stopp-Zyklen verringern und das verbessert den Nutzungsgrad.


    Der Teillastwirkungsgrad ist mit Sicherheit schlechter als der bei Volllast (ca. 15%) aber das juckt kaum, wenn der "ökonomische Wirkungsgrad", der im Falle der 100% Eigennutzung bei 20ct/kWh Ertrag liegt, auf ein rund Viertel sinkt. Die Wärme aus dem Gerät dient der Wärmegutschrift und ist äquivalent zu bewerten wie die Wärme aus dem Brennwertkessel. Das Mikro-BHKW verdient sein Geld damit, dass es Strom erzeugt und dieses möglichst ertragreich vermarktet. Es spielt keine große Rolle, wenn der Wirkungsgrad einsackt im Teillastbetrieb. Das Einfamilienhaus, für das das 1-kW-Gerät geeignet wäre, hat in der (durchschnittlichen) Spitze vielleicht 1-1,5 kW Bezug, aber normalerweise weit darunter, die nächtliche Grundlast liegt so bei 200-300 Watt.


    Gruß,
    Gunnar

  • Zitat

    Der Teillastwirkungsgrad ist mit Sicherheit schlechter als der bei Volllast (ca. 15%) aber das juckt kaum, . . .

    Der Betrachtung kann ich mich nicht anschließen. Zuerst mal halte ich die 15% Abstriche für unglaubwürdig, aber lassen wir die mal stehen.


    Ich kann mir schwer vorstellen, dass diese Freikolbenmaschinen an der Frequenz drehen können, die laufen ihre 50 Hz. Die Lineargeneratoren können auch nicht so einfach mehrpolig z. B. mit nur 25 Hz.laufen. Wenn / falls die Frequenz moduliert werden sollte, müssen die über FUs gehen und deren Verluste mitnehmen. Wobei sich der Freikolben auch nur mit extremem Aufwand auf eine andere Frequenz einstellen läßt. Ergo: ich kann mir nicht vorstellen, dass die an der Frequenz drehen.


    Dann gibt es nur zwei weitere Möglichkeiten die Leistung zu modulieren: Die Temperatur absenken, da geht der Wirkungsgrad aber so drastisch in den Keller, dass das keine macht. Eine Maschine, die bei 700°C 100% Leistung hat geht zwischen 500° und 400° auf Null zurück. Oder den Mitteldruck abzusenken. Das ist zwar mit weniger Einbusen, aber mit hohem technischen Aufwand verbunden. Und das ganze wofür ? Wieviel "Mehrertrag" wären da denn herzurechnen ?

    die nächtliche Grundlast liegt so bei 200-300 Watt.

    Für wieviele Betriebstunden brauchst Du dann die 90% Heizleistung ? Sagen wir 1000 Vollast und 4000 Teillast ? Das wären bei mir dann so 2.000 kWh pro Jahr. Sind bei 20ct so ca. € 400,- Gesamteinnahmen durch Einsparung. In welcher Größenordnung verschiebt sich das durch Modulation ?


    Keine Ahnung ob da überhaupt eine Rendite bei Berücksichtigung der Zusatzinvestitionen bleibt, aber die Bürokratie ist doch wie bei großen auch. Für mich stellt sich eher die Frage, ob sich der Aufwand überhaupt darstellen läßt.


    bluwi

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  • zur Wirtschaftlichkeit
    Die kleinen stirlings werden ja gerne belächelt.
    Klar, die Teile werden niemals ne Goldgrube werden,
    ABER das heisst nciht, dass es nur was für idealistische Spnner was sein muss, die bereit sind drauf zu zahlen.


    Ich hatte damals mal öfters den whispergen gerechnet.


    Im Prinzip kann man es hier ausnahmsweise mal recht einfach betrachten.
    Das Teil macht rund 10% el (ob nun die anderen mehr schaffen, erstmal egal)
    ....und, als KWK-Anlage bekommt man die Energiesteuer zurück,
    die ja ca. 10% (eher mehr) des Gaspreises ausmacht.
    Unterm Strich, bekommt man also den Mehrverbrauch an Gas durch die Erstattung für umme
    Und wenn die Dinger so wartungsarm sind, wie versprochen (alle 2 jahre die Zündelektrode prüfen)
    dann hab ich auch hier keine mehrkosten.
    Also alles in allem kommt der Strom dann für umme aus der Kiste und dann kann die Kiste durchaus den Mehrinvest wieder reinholen
    ..natürlich unter der Vorraussetzung, dass die wirklich langzeitstabil sind und auch die Wartung nciht ins Gewicht fällt.

  • und, als KWK-Anlage bekommt man die Energiesteuer zurück,
    die ja ca. 10% (eher mehr) des Gaspreises ausmacht.
    Unterm Strich, bekommt man also den Mehrverbrauch an Gas durch die Erstattung für umme

    Ok,die Steuer tendiert (wie alle Steuern) eher dazu zu steigen, als zu fallen, und damit steigt der Effekt sogar, aber der Trick mit minimalem Wirkungsgrad diese Steuer einzusparen wird vermutlich nicht ewig halten. Bisher war das kein großes Thema, aber demnächst wir einer einen Modellmotor mit 2 Watt Leistung (gibts im Internet) als BHKW verkaufen. Und wenn's um's kassieren geht, schläft unser Staat nicht.


    Das Problem ist aber doch die Laufzeit. Diese Maschinen haben den Wirkungsgrad und die Leistung doch nur bei Vollast der Therme. Wie viele Vollaststunden pro Jahr kommen denn zusammen ?

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  • Klingt doch gut


    was klingt gut???? das einzige was hier micro ist, ist die elektrische Leistung des Teils, wie es der Name ehrlicher Weise sogar zugibt. Die wahren Vorteil von Sterlings in der KWK habe ich bisher nicht wirklich verstanden. Aber vielleicht kann es ja hier im Forum jemand genauer erklären.


    Hab da aber noch eine Idee, könnte man einen Dachs nicht durch ein wassergekühlte Bremse zu vergleichbaren Tech. Daten upgraden 8o


    Gruss, KWK

  • Gut,
    weil bisher kaum marktverfügbare Geräte,
    die in der Leistungsklasse nen BHKW anzubieten hätten ;)


    zweitens,
    solln die stirlings im Gegensatz zu Motoren mit minimalen Wartungskosten auskommen.


    Bestimmt nciht für überall gut
    und die Effekte sind bescheiden...dennoch, zur Erschliessung des EFH-Bereiches genau richtig