Eigenbau: Spannungsabfall Synchrongenerator

  • Hallo Leute!


    Baue seit geraumer Zeit und mit wachsender Begeisterung ein Klein BHKW . Motor ist ein DH1100 einzylinder Diesel und Generator ein ST 5 Synchrongenerator. Habe jetzt schon einige Probeläufe hinter mir und es funktioniert eigentlich alles zur Zufriedenheit. Da es eine Insellösung werden soll, habe ich als Grundlast 2 Heitzpatronen mit je 2 kW Leistung dran. Letztens hatte ich statt der 2. Patrone die Waschmaschine als zus. Last mißbraucht (zur Freude meiner Frau). Leider trat plötzlich ein unerwarteter Zwischenfall ein. Die Ausgangsspannung des Generators fiel plötzlich von 230 auf ca.160Volt ab, dadurch auch mein Lastschütz. Auch eine Drehzahlerhöhung des Motors brachte keine Besserung. Also schaltete ich ab. ....Zigarettendenkpause...wieder eingeschaltet und siehe da... Alles wieder im Lot. Am nächsten Tag das gleiche Spiel!!! Aber: Heute ohne Waschmaschine und kein Zwischenfall..!?


    Hat jemand eine Idee woran das liegen könnte??? Bin für jeden ernstgemeinten Hinweis dankbar!!


    Bis später-der fred!!

  • Hallo Fred,


    Ferndiagnose ist immer schwierig und meist eher eine Vermutung.
    Aber es schein so, daß der Generator oder zumindest die AVR dem Anlaufstrom der Waschmaschinenmotoren nicht gewachsen ist. Tritt der Spannungsabfall immer noch auf?
    Ist es ein Einphasen- oder Dreiphasengenerator? Letzterer wäre bei Inselbetrieb nicht so leistungsstark.


    Gruß
    Technikfreak

  • Hallo,


    Die Ausgangsspannung des Generators fiel plötzlich von 230 auf ca.160Volt ab, dadurch auch mein Lastschütz. Auch eine Drehzahlerhöhung des Motors brachte keine Besserung.


    Zunächst mal, die Drehzahlerhöhung hat beim Synchrongen. nicht direkt was mit der Spannung zu tun, sondern in erster linie mit der Frequenz.
    Ich würde mit der Waschmaschine als "Versuchskaninchen" ein wenig vorsichtig sein, den darin ist jede Menge Elektronik, die könnte solche Spannungseinbrüche, oder auch evtl. Spannungsspitzen übel nehmen!


    Und Frauen können bei solchen Sachen schon mal recht nachtragend sein, nix gut für BHKW


    Was mir noch als Grund so durch den Kopf geht, heutige Waschmaschinen arbeiten mit eletr. gesteuerten Motoren, evtl. könnte dies die AVR durch Oberwellen o.ä gestöhrt haben, -trotz Ohmscher Grundlast(Heizstab), die ja normalerweise stabilisierent wirkt!


    (Hintergrund: In Modernen Leistungsverstärkern sind heute häufig auch Schaltnetzteile, wenn die an rel. kleinen Aggregaten betrieben werden, dann gibt es auch schon mal Probleme!


    Gruß Dachsgärtner

  • Hallo Freunde,


    erst mal Danke für die hoffentlich nützlichen Hinweise. Hatte gestern wieder einen Probelauf mit Waschmaschine und ohne Probleme. Der Generator ist übrigens ein 1 Phasen Gen. Hatte ich schon wegen der Insellösung so angeschafft. Interessant finde ich die Sache mit Anlaufstrom und Oberwellen. Dahingehend hatte ich auch schon ermittelt. Habe ein altes Analog Voltmeter zur Spannungsanzeige direkt am Generatorausgang und beim Betrieb mit Waschmaschine wackelt das Teil wie`n Lämmerschwanz zwischen 220 und 230V hin und her :tanz: während es mit rein Ohmscher Last beinahe still steht. Mal sehen was der nächste Probelauf bringt. Hatte gestern einen nicht planmäßigen Absteller wegen "Tanke leere". Muß erst mal entlüften... |:-(


    Bis später-der fred.

  • Hallo Leute,


    seid ihr sprachlos? Hatte die letzten Tage wieder Probeläufe mit unterschiedlichen Lasten. Die Absteller am Gen. kommen meist mit höherer Belastung. Nach Rücksprache mit dem Lieferanten kam heraus, dass die Umgebungstemperatur zu hoch sein könnte. Innerhalb der Schalldämmkapsel waren es während der Probeläufe aber kaum mehr als 50 Grad. Habe das Gefühl, der Lieferant weiß auch nicht so recht Bescheid...Habe allerdings jetzt einen neuen Verdacht. Für die Erregerspannung ist ein Brückengleichrichter eingebaut. vielleicht hat auch der ne Macke!! Werde morgen mal bei Conrad einen neuen bestellen. Mal sehen obs was bringt. Hat Jemand schon mal so ein Problem gehabt???


    Danke für eure Hinweise.


    Der Fred

  • Hallo,

    Innerhalb der Schalldämmkapsel waren es während der Probeläufe aber kaum mehr als 50 Grad.


    Könnte ja sein, das der Generator wegen der 50 Grad Kühllufttemperatur einfach seine Verlustleistung nicht mehr abgeben kann, und deshalb zu heiß wird. Ein Elektromotor hat ja bei "normalen Tenp." schon je nach Belastung eine Oberflächentemp. von 40...50 Grad.
    Ich würde des Lüfteransaugbereich des Generators einfach mit einem Aluflexschlauch mit kühler Aussenluft versorgen! |__|:-)


    Gruß Dachsgärtner

  • moin leute...


    also ich hab einen 3 phasen synchrogen. ab und zu am laufen und der wird unter Last mit Sicherheit wärmer wie nur 50 grad.
    der ist auch Luftgekühlt. Ich habe aber festgestellt das der Gen. bei höheren Temp. etwas an Leistung verliert.

  • Hallo fred,


    würde mich KayT und Dachsgärtner anschließen.


    Dein Generator bewegt sich wohlmöglich wirklich an der Leistungsgrenze, was sich dann immer als thermisches Problem zeigt. Bedenke das ein Temperaturanstieg in den Wicklungen den ohmschen Widerstand erhöht und somit noch mehr Wärme erzeugt. Wenn dann die Kühlungsleistung überschritten wird schaukelt das sich bis zur Notabschaltung oder einem unerweünschten Gleichgewicht auf. Und bei 50° ist die Grenze schneller erreicht als bei Raumtemperatur.


    Bevor ich beliebige Bauteile austausche, würde ich mehr messen. Temperaturen und Belastungsfähigkeit des Generators auch bei rein ohmschen Lasten.


    Gruß
    Technikfreak

  • @ technikfreak


    das ist mal ein guter ansatz. das ist vorallem kostengünstiger als neue teile bestellen und einbauen.
    in der e-bucht gibt es so schöne laser thermometer die die körpertemp. von verschiedensten teilen messen können, kosten um die 50 ,- eus.
    damit arbeite ich sehr gerne ( geht auch bei einem schnitzel recht gut :-)_:-) )

  • Blöder Beitrag! Ich krieg Hunger! :diablo:


    ich auch, und meine beiden kleinen werden sicher auch gleich was wollen. Also nix wie in die Küche.

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
    Ich Unterstütze den gemeinnützigen Gedanken dieses Forums und dessen gemeinnützigen Verein, der sicher nix gegen eine Spende hat, wenn ihm hier geholfen wurde.

  • Hallo Freunde,


    danke für eure Mitarbeit. Hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass die letzten Probeläufe nur mit ca. 2 kW Belastung und offener Schalldämmhaube erfolgten. Das sollte nun aber ein 5kW Generator doch auf Dauer abkönnen oder?? Im Gegensatz zu meinen Ohren...Den Tinitus hatte ich aber schon vorher. So teuer ist der Gleichrichter nun auch nicht. Unter 5 Euro bei Conrad. Das ist es mir Wert!! Leider muß ich noch bis morgen warten bis das Teil kommt. Dann sehen wir weiter.


    Viele Grüße aus Thüringen


    Der Fred.

  • Hallo Freunde,


    habe am Wochenende wieder mal Fehlersuche betrieben und nachdem ich kurz vorm Verzweifeln war aus lauter Gnatz den Gen. ausgebaut. Der war in Line mit dem Motor über einen Flansch verbunden. Nachdem ich nun auch noch den Gen. zerlegt hatte und wieder nichts fand, habe ich ihn über Keilriemen angetrieben einfach neben den Motor gestellt...und jetzt ratet mal...Fehler weg!!! Es ist kaum zu glauben aber offensichtlich haben die " bad vibrations" des ganzen Systems Motor-Generator die Sache ausgelöst. Eventuell liegen dann die Kohlen nicht mehr richtig an usw.Das wäre zumindest meine Vermutung. Schade, denn ich hatte diese in line Variante favorisiert. Naja, man kann nicht alles haben. Nun werde ich doch auf Riementrieb umbauen.Nochmals Danke für Eure Mitarbeit. Lasse den Beitrag noch ein paar Tage drin. Vielleicht will sich noch der Eine oder Andere dazu äußern.


    Bis später-der Fred.

  • Hallo, manche Generatoren haben ein strombegrenzung drin die den Ankerstrom begrenzen, da kann das mit dem Anlaufstrom schon stimmen wen der zu hoch ist das er nicht über den Kirpunkt kommt, zu der betriebstemperatur bei normaler F isolierung kann die Wicklung 140°c ab bei H sogar 160°c ist aber auf die Wicklung direkt bezogen. ich würde einfach Mahl 2 Kabel an die Kohlenhalter klemmen und die Spannung messen wen sie unter last irgendwann zusammen bricht ist der Generaltore überlastet der spannungsabfall kann sehr abrupt geschehen, und um einige Volt fallen oder er bleibt ab einer bestimmt Leistung konstant so das die maximale Leistung erreicht ist und er nicht höher erregt. bei deinem Gleichrichter kannst du seinfach Mahl messen die eingangsspannungen muss bei einweggleichrichtung X0,45 und bei brückengleichrichtern X0,95 sein. PS bin legastheniker habt nachsehen mit meiner Rechtschreibung