Dachs auch für Einfamilienhaus. Spitzenlastkessel nicht nötig. - KDachs, SenerTeceine Heizkosten mehr ....

  • ... so ist der Dachs hier von einem örtlichen Heizungsbauer gestern auf der Energie-Messe in Timmel
    http://www.me-management.com/i…t=detail&id=29&p=2&art=ja
    angeboten worden.
    Im Winter würde er dann eben durchlaufen, im Sommer springt er nur alle anderthalb Tage mal an.
    Ständig laufen müsste der sowieso nicht, dauert dann nur etwas länger, bis er sich selbst bezahlt hat.
    Im Hotel dagegen würde man sich damit "dumm und dusselig" verdienen...
    Gezeigt wurden dann auch Stromabrechnungen etc. vor und nach Einbau vom Dachs mit den entsprechend geringeren Gesamtkosten und dem "Guthaben", das vom Energieversorger zurückgezahlt wird.
    Der Mann konnte jedenfalls gut reden, mir fielen dann auf Anhieb nicht direkt die passenden Argumente ein.
    Die aktuelle Bafa-Förderung wurde auch nicht mit einem Wort erwähnt.
    War ja ganz nett - aber ob der Dachs-Kunde da in jedem Fall mit glücklich werden kann????


    Gruss
    Hartmut

  • Hallo Hartmut,


    ich finde es schade, das die Firma Senertec so eine Art von Vertrieb nötig hat. Anscheinend ist das Produkt wirklich nicht so gut wie es immer behauptet wird, oder?


    Viele Grüße


    Bernigo

  • Solange das Einfamilienhaus für >4.500 std. Betrieb sorgt wird die Aussage des Verkäufers auch richtig sein.
    Andernfalls sorgt es nur für seine Verkaufsprovision.
    Und sich dumm und dusselig verdienen kann man sich mit den kleinen Werten von denen wir hier reden auch nicht.
    Dumm und Dusselig fängt bei mehr als 6 Stellen/anno für mich an.
    Ansonsten ist es ein Zubrot für die sonstigen Einkünfte.
    Leben kann man davon nicht!!


    Ob diese aussagen so vom Vertrieb Senertec kommen wage ich zu bezweifeln, die haben ihre Werbung schon vor längerer Zeit umgestellt.
    Mag sein das es einige Verkäufer noch nicht mitgebekommen haben.....
    Von der Qualitätseite kann ich nur sagen das es halt genügend einfach laufende Geräte gibt,
    wahrscheinlich halt % ebenso viele wie bei den anderen Herstellern.
    Sieht man ja am Verhältniss Betreiber zu Anmeldungen hier.


    Bernd

  • ich finde es schade, das die Firma Senertec so eine Art von Vertrieb nötig hat.


    die Firma Senertec distanziert sich inzwischen meines Wissens von so Aussagen wie "kostenlos heizen" etc.


    Senertec Partner (Installateure) sind eigenständige Firmen und werben leider teilweise immer noch auf so eine unsägliche Art und Weise. Senertec Center (selbständige Vertriebsfirmen) kenne ich keine mehr, die so wirbt.


    Grüße


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
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  • RE: Dachs auch für Einfamilienhaus. Spitzenlastkessel nicht nötig. - Man hat keine Heizkosten mehr ....


    ...das ist schlichtweg unseriös. Richtig ist: Ein BHKW muss möglichst viel laufen, was dazu führt, dass es bei Minusgraden durchaus mal Unterstützung braucht. Besonders aber dann, wenn Mietwohnungen oder Gewerbeflächen zu beheizen sind, ist der Verzicht auf einen Spitzenlastkessel grob fahrlässig. Und wer eventuell schon mal länger auf den Monteur warten musste, war bestimmt froh, wenn der Backup-Brenner problemlos einspringen konnte.


    Dass man überhaupt keine Heizkosten mehr hat, ist genauso ein Unsinn. Im Vergleich zu einem atmosphärischen Brenner oder einem Brennwertkessel fährt man mit dem Saldo der Betriebsausgaben, Abschreibungen sowie Einnahmen durch Stromverkauf, KWK-Zuschüsse und Mineralölsteuerrückzahlungen bei einem BHKW zwar nachweislich günstiger, was aber durch die höheren Anschaffungskosten z. T. wieder aufgezehrt wird. Voraussetzung ist natürlich, dass das BHKW mit dem Energiebedarf der betreffenden Immobilie harmoniert.


    Gerade was die Eignung für ein Einfamilienhaus betrifft, wäre ich da vorsichtig: Bei einer Durchschnittsfläche von 150 qm zu beheizender Wohnfläche, zeitgemäßer Isolierung und einem jährlichen Stromverbrauch von 7.000 bis 8.000 kWh ist ein DACHS unterfordert. Erst ab einem Zweifamilienhaus oder einem Nachbarschaftsprojekt mit deutlich höherem Wärme- und Strombedarf wird es interessant.


    Fazit: Jener Berater weiss nicht, wovon er spricht. Wenn er selbst einen DACHS betreiben würde, würde er bestimmt nicht so einen Quatsch verbreiten. Schade, dass Senertec offensichtlich auf solche "Partner" angewiesen ist.


    Gruß, maxnicks

  • Es gibt Verkäufer die machen das ganz einfach:


    es muss erst einmal geklärt werden, was für ein Berechnungsverfahren man wählen soll. Hier im Forum wird fast täglich gefragt "lohnt sich bei mir ein BHKW?" Die Antwort kann man erst geben, wenn man herausfindet, was der Fragesteller unter lohnen versteht. Es gibt Betreiber (und so manche Verkäufer), welche unter lohnen verstehen, dass sich der reine Betrieb lohnt. Also die Anfangsinvestitionen bei der Berechnung ausssen vor bleiben. Die Argumentation geht da von: "die Alufelgen an meinem BMW lohnen sich auch nicht" bis zu "die Investition ist gemacht, mich interessiert der laufende Betrieb" oder "hauptsache dem Energieversorger ein schnippchen geschlagen" und nicht zuletzt "die Investition ist für die Umwelt".


    WIr hier im Forum wollen die Verbreitung von KWK , und wenn jemand so denkt, ist es legitim, dass er davon redet, dass sich eine Investition für ihn lohnt.


    Es ist aber ein unlauteres Geschäft, wenn man diese Denkweise einem Interessenten unterschlägt, und als Grundvoraussetzung in seine Berechnungen einfließen lässt. Und genau das machen manche Verkäufer. Wenn ich persönlich nach lohnen frage, dann möchte ich als Privatmann eine Aussage, ob die Mehrnvestitionen im Laufe des Lebens des Gerätes mindestens wieder hereinkommen. Frage ich als Unternehmer, dann muss der ROI (return of Invest) wesentlich früher eintreten.


    Grüße


    Bruno

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  • Er betreibt selber einen Dachs ...
    Daher ja auch die vorgelegten Abrechnungen und die Erfahrungen zur Laufzeit.


    Hallo Hartmut,


    frag ihn doch einfach mal, ob er Dir seine (anonymisierten!) Verbrauchsdaten und Kennzahlen für den Erfahrungsaustausch mit anderen BHKW-Nutzern überlässt. Dann können wir exakt sagen, wo "der Hund begraben" ist. Tut er sich damit schwer (auch trotz der Bitte, den Namen, Standort etc. wegzulassen), ist das auch eine klare Botschaft.


    Gruß, maxnicks


  • Ja so ähnlich sieht die Werbung inzwischen aus!


    Auch Elektrofirmen verkaufen den Dachs! |__|:-)


    Wir haben uns im Rahmen des Aufbaustudiums"Energie und Umwelt" ausführlich mit Dimensionierung und Betrieb von Mini-BHKWs befasst. Seit Jahren wird von Profis und Software-Programmen wie BHKW-Plan dazu die sogenannte geordnete Jahresdauerlinie des Wärmebedarfs herangezogen, die aussagt an wieviel Stunden pro Jahr welche Heizlast(füher Wärmebedarf) anfällt. Unterm Stich ergibt sich dabei eine Dimensionierung für etwa 20% der maximalen Gebäudeheizlast, da die maximale Heizlast nur an wenigen Tagen im Jahr anfällt! Dann erreicht man mindestens 4000 Jahresbetriebsstunden.Die maximale BAFA-Förderung (MAP) wird bei prognostizierten 5000 BH/a erreicht! Wird das BHKW größer dimensioniert, dann taktet es in der Übergangszeit und die Lebensdauer des Motors nimmt stark ab. Genau dieser Fehler hat die BHKWs in Verruf gebracht! Selbstverständlich kann man dieses Takten durch einen Pufferspeicher reduzieren und neben der wärmegführten eine Eigenstrom-Verbrauch-gesteuerte Betriebsweise anpeilen, was bei hohen Öl-Und Gaspreisen die Rendite stark verbessert. Der erwartete Gewinn schrumpft jedoch sehr schnell zusammen, wenn statt der versprochenen 80T Betriebsstunden der Motor nach 20-25T Bh erneuert werden muß!


    MfG heizerhermann1

  • Hallo heizermann,


    nun ja...da hast du einige wahre Worte gesagt,
    ...aber die 20% sind für meinem Dafürhalten äußerst niedrig angesetzt.


    ...klar,
    Jahresdauerlinie schweift auch sehr von der Klimazne ab
    individuelle Objekt-Vorraussetzungen...insbesondere WW-Bedarf, aber auch Gebäudezustand (für Heizgrenztemp.) spielen mit rein
    und und und


    aber ich komme beim, typ. Wohnhaus durchaus auf höhere Werte
    ...bei vielen dürften 50% immernoch über 4.000Bhs bringen (und das beim "ungünstigeren BHKW-Klima" von Berlin)


    natürlich nur,
    wenn die Heizlast nicht so überdimensioniert wie in der nun-alten EN sind und das System wirklich genau passt


    ...aber wolln wir uns nicht streiten, ob 20...oder vll. sogar 60%



    Klar ist,
    dass solche Aussagen wie im Eröffnungsthread schon an Betrug grenzen

  • Hallo in die Runde


    Das blinde Vertrauen ist ja schön und gut, aber wenn man von 2-6er Kaskaden liest, dann krieg ich ich Pickel, das ist in meinen Augen verschwendetes Potenzial. Egal Hauptsache der Verkäufer ist glücklich. Ich bin der Meinung das so etwas eigentlich nur was mit einer Fehlberatung zu recht fertigen ist.


    Wenn dort jemand ein Argumente hat was meine Sichtweise dort zu verändert , die solche Kaskadenlösungen für mich verständlich machen ich lerne gerne dazu, bitte erklärt sie mir dann.


    Ich habe mir den TV Totalbeitrag angesehen das halte ich für rechts widrig der Saldierende Zähler ist leidere nicht die Realität.


    Ich kann mir nicht vorstellen das Senertec sowas gut heißt.


    Für den Autor (Verantwortlichen der Homepage gibt es von mir ;-)_)

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • .....aber ich denke, dass es nicht schaden kann, wenn zu all den Vermutungen über die Rentabiltät noch einige andere Fakten hinzukommen.
    nach den ersten 3500 h hat unser Dachs Kosten ( einschl. Wartung ) in Höhe von 4.535,25€ verursacht und dabei einen Gesamterlös von 6584,95€ erzielt. Bleiben unterm Strich 2439,14€. Damit amortisiert sich der Dachs in ca. 12,5 Jahren und bezahlt auch noch seine eigenen Wartungskosten.
    Das sind Fakten, die eine herkömmliche Heizung nicht bieten kann, denn die amortisiert sich, richtig gerechnet NIE

  • Hallo Dachs Weilburg


    Herzlich willkommen hier im Forum :thumbsup:


    Dein RoI ( Return of Investment) liegt bei 12,5 Jahren, wenn die Anlagen größer werden geht das immer schneller,
    Wenn es eine zum Objekt passende größere Anlage ist kann das auch schon mal innerhalb von 2 Jahren der Fall sein.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
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