Powertherm: Erfahrungen mit modulierenden BHKW?

  • Hallo @all,


    hat hier jemand Erfahrungen mit modulierenden BHKW`s?


    Uns wurde u. a. im Vorfeld ein Powertherm von Spilling angeboten. Gibt es hierzu Erfahrungen?


    Sonst noch andere Hersteller bzw. Erfahrungen von/zu modulierenden BHKW´s?


    Was sind die Vorteile und auch Nachteile?; bitte aus der Praxis (von Euch) für die Praxis (unsere Eigentümergemeinschaft)!!!


    Wie wären, wenn nicht modulierend, die Alternativen???


    Unsere Situation (energetisch und elektrisch) hatte ich in vorherigen Topics schon sehr breit erklärt.


    Bitte versucht die gestellten Fragen kurz und knapp zu beantworten, da ich mal wieder im Ausland (siehe Bild) weile.


    Vielen Dank für Eure Hilfe. :hutab:


    Gruß
    nightharvest

  • Hallo nightharvest,


    also auf der technischen Seite gibt es eher keine Probleme mit dem modulieren.(evt. minimaler Wirkungsgradverlust?)


    Aber monitär wirkt es sich negativ aus, weil die Wartungsintervalle meist auf Betriebstunden festgemacht werden. Wenn also das BHKW moduliert, produziert es bei gleichen Wartungskosten weniger Energie(Einnahmen) pro Zeit!!!


    Zum Spilling kann ich nix sagen - da fällt mir aber auch kein User ein.


    Mfg

  • Hallo Niteharvest


    Die Powertherm Anlage kennt die Fa. Krallman aus mehr jähriger Erfahrung.
    Das EC power ist auch was modulierendes wir haben auch einige User die es nutzen.
    Die Capstone Turbine ist auch modulierend und macht in den Nebenkosten, Wartung den besten Eindruck.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • Ich betreibe ein Power Therm von Spilling seit 2003.
    Meine Erfahrungen gut bis mässig.
    2 ter Motor, eine Überholung Anfang des Jahres wegen erneutem Schaden.
    Laufleistung 32593std 469401 KWH.
    Bei Interesse einfach melden.


    Didi


    [mod: fire]
    Hallo Didi
    herzlich Willkommen im Forum
    und vielen Dank für Deinen bericht.
    Die Farbe blau ist für Kommentare von Moderatoren reserviert,
    so dass ich hier in Deinem Beitrag die Formatierung geändert hab ;)

  • Auch ich hatte, bzw. habe noch ein modulierendes BHKW .
    Ich hatte einige Jahre ein Ecopower und jetzt ein Eigenbau, beide modulieren, der Vorteil ist dass du weniger Strom aus dem Netz kaufen musst als bei nicht modulierenden Anlagen.
    Nachteile wie sie die anderen geschildert haben, kann ich eigentlich nicht feststellen.


    Ich konnte aber feststellen dass die erste Anlage zu klein dimensioniert war, deshalb habe ich dann ein etwas größeres gebaut.
    Zu den Wartungskosten kann ich nur sagen, wenn die Betriebsstunden erreicht sind muss oder sollte nun mal die Wartung gemacht werden, ob nun unter Volllast gelaufen oder nicht, das Öl und die anderen Verschleißteile sind dann nun mal verbraucht und sollten getauscht werden.


    Wenn ich davon ausgehe, dass ein BHKW wenn möglich immer laufen soll, damit es sich überhaupt rechnet, denn lieber modulierend.
    Wie gesagt, kann ich mehr von dem eigen produzierten Strom verwerten.

  • Hallo Gamma 34


    Kannst du bitte ausführlicher über deine Erfahrungen berichten.


    Ich kann nur soviel das zu sagen im allgemeinen wird bei größeren BHKW´s eine Vollwartungsvertrag abgeschlossen das macht auch Sinn, die Wartungsverträge laufen dann bis 40.000 Bh dann wird den Kunden eine GR ( Generalüberholung ) angeboten ,wenn er diese nicht möchte wird die Wartung in den meisten Fällen nach Aufwand abgerechnet. Wenn man das mal genau bewertet und ein Motor ohne Ventile einstellen und Kolben, Zylinder und Kopf Wechsel läuft ist das schon eine beachtliche Leistung, auch bei Senertec (Dachs) werden des öfteren solche Arbeiten aufgeführt bevor die Anlagen 40000 Bh erreicht haben.


    Wir haben bei uns Kunden die lassen nur das nötigste machen bei dem einen Kunden ist der Motorverschleiß soweit fortgeschritten das der Motor sich zur Ölpumpe entwickelt hat ich habe mal den Ölverbrauch hochgerechnet und der Ölverbrauch ist so hoch das sich eine Überholung schon alleine aus diesem Grund sich rechnet.


    Nun kam was kommen musste die Zylinderköpfe haben den Geist auf gegeben, die Zylinder waren wie poliert und wiesen keine Hohnungsspuren mehr auf die Kolben konnte man 3 Millimeter hin und her bewegen also Verschleißgrenze überschritten ,
    Trotz alle dem wollte der Kunde neue Zylinderköpfe das ging dann noch 2000 Bh gut , nun hat der Motor ein Bein aus dem Motorblock gesteckt (Pleuelbruch) das Öl verteilte sich über die ganze Anlage , Gott sein Dank hat es nicht gebrannt.


    Man war der sauer, und der Gutachter hat den Kunden auch nochmal Komplett aufgeklärt, was wir auch gemacht haben, nun hab ich Ihn eine neue Anlage verkauft.


    Moral der Geschicht ab 40000 Bh setzt ein gewisses Risiko ein und sollte gut überlegt sein ob man das Risiko eingeht oder nicht.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • Hallo zusammen,


    ich bin seit heute neu hier und möchte mal kurz meine Erfahrung zum BHKW von Spilling mitteilen.


    ich betreibe 2 Powertherm in einem Wohnkomplex mit 113 Wohnparteien, teils Mieter, teils Eigentümer. Die erste Anlage hat nun rund 50.000 Betriebsstunden. Bisher habe ich den Anlasser ausgetauscht und 1 Kühlwasserpumpe ( UPS 25/40). Ansonsten ist die Anlage bis auf einen Kabelbruch super gelaufen. Trotz der hohen Betriebsleistung ist der Ölverbrauch o.k. , 4 - 6L auf 2.000 Betriebsstunden. Die Modulation klappt wirklich ohne Wirkungsgradverluste bis in den tiefen, thermischen Bereich. An der Anlage sind Wärmemengenzähler, Gaszähler und Stromzähler montiert, so dass alle Leistungsbereiche messbar sind. Im untersten Bereich ist der elektr. Wirkungsgrad sogar noch etwas höher als bei Vollast. Wichtig ist, dass ein Zusatzschalldämpfer montiert wird. Das Gerät selber ist nicht sehr laut, die Abgasgeräusche sind jedoch sehr durchdringend. Also habe ich einen Nachschalldämpfer hinzugebaut und alles war im grünen Bereich.


    Im Februar habe ich eine 2. Anlage zugebaut, da die Wohnanlage ebenfalls in 2 zeitlich unterschiedlichen Bauabschnitten erstellt worden ist. Diese hatte bis gestern 1.600 h auf der Uhr. Die Anlage ist von Hause aus deutlich leiser als die alte Anlage. Trotzdem habe ich hier direkt einen Zusatzschalldämpfer montiert. Gern hätte ich auch einen Kondensationswärmetauscher eingesetzt, da jedoch im Heizungsraum seitens der Baufirma jeglicher Abfluss vergessen wurde, die Rohre liegen zwar, enden jedoch im Beton ohne Weiterführung?? kann das Kondensat nur mit großen Aufwand durch die Keller der Mieter abgeführt werden. Hierfür benötige ich einen Eigentümerbeschluss. Ob ich den bekomme? Warten wirs ab.


    Man sieht hier schön, bei direktem Vergleich alt gegen neu, dass einiges von Spilling optimiert und weiterentwickelt worden ist.

  • Also ich habe hier eine Kondensatpumpe, findest du auch im BHKW-Skop,
    die kostet nicht viel und pumpt das Kondensat durch eine "dünne" flexible Leitung bei einem meiner Dachse 25 Meter weit zum nächsten Abflußrohr.
    Dazu haben wir 4 10er Löcher in die Wände böhren müssen.
    War kein Akt!!


    Bernd

  • Danke Bernd,


    das Problem ist, dass zwischen dem Heizungsraum und dem nächsten Abfluß 15 Kellerräume liegen. Um dort nun eine Leitung oder wenigstens einen Schlauch zur Abführung des Kondensates zu verlegen, muß ein Beschluß der Eigentümerversammlung her. Ich versuche das zwar, ob die Eigentümer dem eigentlich kleinen Problem zustimmen, bleibt abzuwarten. Die angesprochene Kondensatpumpe wäre jedenfalls gut daür geeignet.


    Viele Grüße,


    G109

  • Hallo Bernd,


    danke für Deine Antworten.


    leider befinden sich die beiden BHKW in einer Tiefgarage unterhalb des Kanals. Wir haben alle Möglichkeiten abgecheckt. Es geht nur über die Keller der Mieter in den Waschraum des Gebäudes. Vielleicht bekommen wir ja die Zustimmung.
    Ich habe damals das Thema Brennwertnutzung einfach nicht auf dem Schirm gehabt und muss nun auf die Einsparungen u.U. verzichten. Also immer vorher alles abklopfen. Hätte ich das damals gemacht, wäre es bei dem Neubau kein Problem und ohne Mehrkosten möglich gewesen.


    Schöne Feiertage,


    G109

  • Hallo Nightharvest sollte deine Suche noch aktuell sein melde dich ich habe sowohl ein Gas als auch einen Öler im Programm die modulieren können Im Moment habe ich ein Projekt in der Nähe
    Gruß Udo (und nicht den Sand unter den Füßen verlieren :D )