Entscheidungshilfe gesucht

  • Hallo zusammen,


    Ich möchten unseren 17 Jahre alten Buderus Gasheizkessel, 24 Kw, erneuern und da stellt sich für mich die Frage, ob ein


    kleines BHKW für mich in Frage kommt.


    Es handelt sich um ein Zweifamilienhaus BJ 1973 mit ca. 250 qm Wohnfläche. Im letzten Jahr hatten wir einen Gasverbrauch von ca. 52000 KWh und einen Stromverbrauch von ca. 7500 Kwh.


    Kann mir von Euch jemand weiterhelfen, bzw hat jemand links/Adressen wo man eine Einschätzung über Rentabilität etc bekommt.


    Zu was würdet Ihr mir raten




    Gruß




    technikfan

  • Zitat

    Zu was würdet Ihr mir raten


    Hier erst einmal zu suchen....


    Nicht böse gemeint aber, die Frage wird laufend gestellt fast im selben Wortlaut.
    Da wird immer wieder alles durchgekaut.


    Auf jeden Fall benötigen wir mehr Infos zu deiner Umgebung.
    Warmwasser elektrisch oder Zentral.
    Dämmung geplant
    Aufzeichnungen über den Jahresgang vorhanden
    Personen im Haushalt
    Heizkörper oder Fußboden- Wandheizung



    Mal als erste Fragen
    Bernd

  • Bernd danke für die schnelle Antwort,


    das Wasser wird mit der Gasheizung erwärmt. Das Haus ist mit normalen Flächenheizkörpern ausgestattet und wird momentan von 6 Personen bewohnt


    Momentan habe ich Dämmungstechnisch bzw einen Austausch der Fenster nicht geplant, diese Maßnahmen wollte ich in Auge fassen, falls das BHKW sich für mich nicht rentiert.


    Ich habe hier schon einiges durchstöbert, deswegen hatte ich mich entschieden hier mal detaillierter nachzufragen.


    eine Jahreskennlinie besitze ich nicht.

  • Hallo technikfan,


    willkommen im Forum. Ich selbst bin Betreiber eines Ergas-DACHS und habe mal rasch Deine Angaben in eine Überschlagskalkulation übernommen. Dabei stütze ich mich auf meine Auswertungen und Beobachtungen beim Wechsel von einem atmosphärischen Brenner auf einen Brennwertkessel (atm. -30%) im ersten Haus sowie bei einem Wechsel von einem atmosphärischen Brenner auf einen DACHS (atm. +17%) im zweiten Haus. Eingesetzt habe ich dabei die Preise und Entgelte des Jahres 2008 meines Energieversorgers sowie meines lokalen Netzbetreibers.


    Bei meinem Altbau mit 230 qm und hohen Decken lag ich mit meinem atomsphärischen Kessel zuletzt bei 70.500 kWh pro Jahr. Deaher lässt Dein aktueller Gasverbrauch bei 250 qm Wohnfläche darauf schließen, dass Euer Haus offenbar schon besser gedämmt ist als unsere Hütte. Natürlich spielen witterungsbedingte Schwankungen wie milde Winter eine nicht unwichtige Rolle. Daher gelten alle im Folgenden von mir getroffenen Annahmen nur unter Vorbehalt und können in keinster(!) Weise die qualifizierte Beratung durch ein Fachunternehmen ersetzen.


    Ausgehend vom Gasverbrauch Deines atmosphärischen Kessels komme ich auf rund 2.500 DACHS-Betriebsstunden, wobei Du rund 13.500 kWh Strom erzeugen würdest. Da Dein Stromverbrauch nicht zwangsläufig mit den Betriebszeiten des BHKW zusammen fällt, gehe ich davon aus, dass Du weniger als 20% des erzeugten Stroms selbst verbrauchen kannst und daher mehr als 80% verkaufen musst. Zwar fährst Du mit einem BHKW vermutlich fast 1.900 Euro pro Jahr günstiger als mit einem atmosphärischen Kessel und rund 1.100 Euro besser als mit einem ein Brennwertkessel, doch stehen diesem die hohen Anschaffungskosten eines DACHS gegenüber. Da helfen auch die 3.681 Euro aus dem Klimaschutz-Impulsprogramm zur Förderung von Mini-BHKW’s nicht viel, die es ab einer Laufleistung von 2.500 Betriebsstunden pro Jahr gibt.


    Aber: Der Markt ist ziemlich in Bewegung, kleinere BHKW’s sind auf dem Vormarsch. Lass Dir Angebote von verschiedenen Anbietern machen. Vielleicht ist ja ein Gerät dabei, was mit Deinem Wärme- und Strombedarf gut zusammen passt.


    Gruß, maxnicks