Dachs: Störung 65 - Leistung zu gering

  • Mein Dachs (MSR1) Heizöl schaltet seit Tagen immer nach ca. 2-4h mit der Störungsmeldung 65, "Leistung zu gering" ab. Im Betrieb schwankt die Leistungsanzeige zwischen 4,8 kW und 5,8 kW im Sekundenrhythmus; die Reglerspindel fährt dauernd auf und ab. Mehrmals täglich Rußabbrand. Eine Wartung und die Reinigung des Wärmetauschers hat nichts gebracht (Abgasgegendruck 120 mbar), Einspritzdüse wurde auch getauscht. Mein Wartungstechniker möchte jetzt die Regel- und Überwachungsplatine tauschen (teuer!). Ich bin aber nicht überzeugt, ob es daran liegt. Es gibt keinerlei Fehlermeldungen bezüglich der Reglerplatinen. Weiß jemand Bescheid, woran es liegen könnte? Was man noch testen könnte? Da das Gerät immer stehen bleibt, ist es jeden Morgen zum Zähneklappern kalt - brauche also dringed Hilfe! ;(

  • Hallo,

    Mehrmals täglich Rußabbrand.


    Alle 4 Stunden ist normal!


    Weiß jemand Bescheid, woran es liegen könnte? Was man noch testen könnte?


    Wieviel Bth hat der Dachs den schon gelaufen?
    Mir würde so aus dem Bauch heraus die Einspritzpumpe einfallen....
    ....wenn der Regler die Spindel verstellt, ändert sich denn dann die Leistung synchron dazu, oder läuft der Motor rel. unbeeinflußt?


    Wenn man den Stecker vom Stellmotor abzieht, dann müßte die Leistung doch eigentlich gleichbleiben, auch ohne Nachregeln, oder?
    Der Stellmotor soll doch eigentlich nur den Rußabbrand sowie den Leistungsabfall durch den sich zusetzenden Rußfilter nachregeln, oder? (Die ersten Öler hatten ja gar keine Leistungsnachregelung)


    Gruß Dachsgärtner

  • Wieviel Bth hat der Dachs den schon gelaufen?

    Das war die 4. Wartung, also ca 10 000h.
    Ich glaube nicht, dass die schwankende Leistung an der Spidelregelung liegt, die Schwankungen sind zu schnell; betrachtet man die Motordrehzahl, so ändert die sich immer nur wenig. Aber ich werde mal den Spindelmotor lahmlegen. Kann es an undichtem Kolben, verschmutzten Ventilen liegen?

  • Hallo,

    betrachtet man die Motordrehzahl, so ändert die sich immer nur wenig.


    Es ist natürlich so, das eben rel. geringe Drehzahlunterschiede ziemlich viel Leistungsunterschied bewirken...
    ...stell dir mal vor, du wolltest eine Kurbel, die sich fix mit 10 ump dreht, mit 11 umdrehungen drehen, wenn daran das ganze Stromnetz hängt...
    ...so in etwa geht es dem Dachs, aber der ist ja durch seinen Asynchrongen. ein wenig entkoppelt, aber trotzdem.


    Kann es an undichtem Kolben, verschmutzten Ventilen liegen?


    Ich denke, dann würde die Leistung nicht schwanken, sondern insgesamt absinken! Ist aber nur |__|:-)


    Tut mir Leid, aber da sollten sich evtl. mal ein paar andere "Öler" zu wort melden!


    Gruß Dachsgärtner

  • Hallo gmehrke,


    wie sieht denn der Kabelbaum aus? bevor ich die teuren Platinen wechsle, würde ich die Isolierung und die Stecker des Kabelbaum gründlich checken.


    Ich hatte auch schonmal einen Wackelkontakt am Stecker des Hubmagneten und der Dachs ging mit Fehlercode "Rückleistung" in Störung!


    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Hallo,


    wie siehts denn mit der Brennstoffversorgung aus? Für mich höhrt sich das an, als würde er nicht genügend Heizöl bekommen. Schau mal ob in der Filterrtasse genug nachkommt, evtl. die Kiste mal aus einem Kanister betreiben. Vielleicht ist auch dein Öl oder die Ölleitung aufgrund der Kälte schon fast eingefroren.


    Viele Grüße
    Joachim

  • wie sieht denn der Kabelbaum aus? bevor ich die teuren Platinen wechsle, würde ich die Isolierung und die Stecker des Kabelbaum gründlich checken.


    Alles im Schaltkasten sieht eigentlich gut aus; die über die Lüsterklemmen angeschlossenden Kabel (ext. Sensoren etc.) habe ich alle schon auf schlechten Kontakt geprüft; ich kann natürlich mal die Steckverbinder auf den Platinen runterziehen und wieder stecken.

  • wie siehts denn mit der Brennstoffversorgung aus? Für mich höhrt sich das an, als würde er nicht genügend Heizöl bekommen.


    Am Öl kanns nicht liegen; hat sich bei der Wartung gezeigt, Pumpe funktioniert, Filter wurden gewechselt (Filtertasse hat sich nach Filterwechsel schnell wieder befüllt), Einspritzdüse auch erneuert.
    - Habe gestern die Leistung von 5,3 kW auf 5,0 reduziert; die Schwankungen sind nach wie vor da, jetzt auf niedrigerem Niveau, aber er schaltet jetzt nicht mehr ab, ist jedenfalls bis heute früh durchgelaufen. Ist natürlich keine Dauerlösung.

  • Hallo gmehrke,

    Zitat

    ich kann natürlich mal die Steckverbinder auf den Platinen runterziehen und wieder stecken.


    das aber nur, wenn der Dachs vom Netz getrennt ist ! @:pille .


    Mit "Kabelbaum checken" meinte ich auch besonders die Leitungen innerhalb der Schallkapsel, die der Wärme ausgesetzt sind!


    Da kann es Scheuerstellen, oder bröselnde Isolierung geben.


    AxelF

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    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Mit "Kabelbaum checken" meinte ich auch besonders die Leitungen innerhalb der Schallkapsel, die der Wärme ausgesetzt sind!


    OK; ich habe jetzt einige Vorschläge was ich noch überprüfen kann. Werde am Wochenende also alles nochmal testen. Vielen Dank schon mal allen Ratgebern; werde berichten was herausgekommen ist.
    Schöne Grüße :rolleyes:

  • Wenn man den Stecker vom Stellmotor abzieht, dann müßte die Leistung doch eigentlich gleichbleiben, auch ohne Nachregeln, oder?


    Hallo zusammen, ich habe jetzt den Einfluß des Stellmotors getestet: nach Abziehen des Steckers ging dem Dachs der Saft aus und er hat sich mit einer Fehlermeldung verabschiedet.
    Ich bin dann dem Tipp nachgegangen, dass Verschmutzungen an den Ventilen zu Undichtigkeiten und damit Schwankungen führen. Habe also die Ventile bei weggedrehten Nocken eingedrückt und dann schnalzen lassen; mehr fach mit beiden. Wollte dann, wie in der schönen Anleitung hier das Ventilspiel prüfen, dabei fiel mir auf, dass in der Anleitung bei zweiten Ventil lechts und rinks vertauscht wurde (Bilder korrekt). Also, ich konnte aber nicht wie dort angegeben die Zungen meiner Ventillehre weder saugend noch schmatzend zwischen Nocken und Ventil bekommen. Erst als ich das Ventil mit dem Schraubendreher eindrückte, konnte ich links die 0,5 Lehre dazwischen bekommen. Das sollte also OK sein. Bei gleicher Methode rechts, konnte ich aber locker 1,0 dazwischen bekommen. Spiel also viel zu groß. Oder mache ich etwas falsch? Spiel einstellen ist nicht beschrieben. Braucht an wohl Spezialzange?
    Jedenfalls, nach Zusammenbau und und mehreren Startversuchen mit wieder eingestecktem Stecker des Spindelmotors, sprang der Dachs wieder an und, oh Wunder, schwankt in der Leistung wieder nur noch wie üblich um eine Kommastelle. Frei nach Wilhelm Busch: 10 Tage war der Dachs wohl krank, jetzt läuft er wieder, gottseidank. :)
    Herzlichen Dank an alle Helfer im Forum!
    Gruß, Gerhard