Rntabilitär BHKW für Schule und Turnhalle

  • Hallo,




    Ich bräuchte mal ein paar Argumentationshilfen, bzw Kostenansätze bezüglich der Rentabilität von Blockheizkraftwerken


    In der Grundschule meines Heimatortes wird jetzt die heizanlage ausgetauscht und wieder eine herkömmliche Heizung eingebaut.


    Ich hatte angeregt den einbau eines Miniblockheizkraftwerkes in verbindung mit einem Brennwertgerät zur Abfederung der Spitzenlast als Alternative in Betracht zu ziehen.
    Diese Konstellation wurde aber auf Druck des Bürgermeisters mit sehr fadenscheinigen Argumenten abgelehnt.


    Da aber in naher Zukunft weitere solcher Projekte anstehen bräuchte ich mal ein paar Informationen, insbesondere Erfahrungen von betreibern


    Wie hoch ist der Anschaffungswert von Blockheizkraftwerken?


    Wie hoch ist die Einspeisevergütung real?


    Wie hoch sind die Jährlichen Wartungskosten?


    Gab es ausserplanmäßiger Reparaturen, und in welcher Höhe?


    Welche Jahreslaufzeit und welche Leistung hat die Anlage.


    Welche Reduzierung ergibt sich aus der Einsparung der Mineralösteuern auf den Energieträger.



    Wäre für konkrete Daten dankbar.

  • Schon mal im Foum nach den Fragen gesucht?


    Als erstes sind Zahlen vom jetzigen Verbräuchen nötig.
    Dann ist daran zu denken das Schulen nicht 4 Std. in Betrieb sind,
    dadurch Sprünge im Tagesverbrauch.


    Invest eigentlich 0€ da voll über KFW Kredit finanzierbar.
    Ansonsten so zwischn 22 bis 30.000 €, kommt auf den Aufstellort und den Händler an.


    Einspeise im Moment so zwischen 10 und 12 Ct/Kwel.


    Wartungskosten so um die 2 Ct/Kwel. produzierter elektrischer Energie.


    Ausserplan mässige Reperaturen? Ouhh, 3x Nein, 1x Zylinder, 1x Zylinder Kabelbaum und Totalausfall. ;(


    Laufzeit abhängig von dem Wärmebedarf , Energiemenge abhängig vom Typ und ob Brennwert oder nicht.
    Dazu unter http://www.senertec.de die entsprechenden Anlagenunterlagen herunterladen!


    Abhängig vom Typ


    So viel Spass beim Einlsen,
    ist dein Bürgermeister evtl. in einen Beirat für ein Enrgieversorgers?
    Ist manchmal automatisch.

  • Hallo Klaus,


    schonmal daran gedacht das du das Wärmecontracting übernimmst??
    Wir (da wo ich arbeite) haben schon des öfteren mit einer Firma zusammengearbeitet die das macht. Die haben in Schulen die Heizungsanlage modernisiert (Kessel, Dachs) und der Schule dann die erzeugte Wärme und den Strom verkauft. Wir haben uns da dann um die Regelungstechnik gekümmert (Einzelraumregelung usw.).
    Was ich mitbekommen habe rentiert sich das für die Firma.
    Die Schule hat dadurch erstmal keine Kosten.


    Gruß
    Thomas

  • Zitat

    Original von Klaus´R


    In der Grundschule meines Heimatortes wird jetzt die heizanlage ausgetauscht und wieder eine herkömmliche Heizung eingebaut.


    Ich hatte angeregt den einbau eines Miniblockheizkraftwerkes in verbindung mit einem Brennwertgerät zur Abfederung der Spitzenlast als Alternative in Betracht zu ziehen. Diese Konstellation wurde aber auf Druck des Bürgermeisters mit sehr fadenscheinigen Argumenten abgelehnt.


    Ich bin ein großer Fan von Mini-BHKW, aber eine Schule ist ein kritischer Installationsort. Wenn nur Heizwärme benötigt wird, ist es viel schwieriger die Rückflüsse zu generieren, um die Investitionssumme in 10-15 Jahren wieder rein zu bekommen.


    Hier nun Punkte, die nachteilig für die Schulinstallation sind:
    a) wenig Wärmebedarf im Sommer, da wenig Warmwasserverbrauch. In der Turnhalle sollte es ein paar Duschen geben, aber Grundschüler sind bekannt dafür, dass sie diese nur selten nutzen.
    b) Es gibt Zeiten über mehrere Wochen, wo das ganze Gebäude leer herumsteht, die sogenannten Ferien. Dann ist der WW-Verbrauch fast null, gleiches gilt für den Strom und in der Heizperiode gibt es wohl auch eine Temperaturabsenkung. Gleiches gilt für das Wochenende.
    c) Am Nachmittag und am Abend ist das Gebäude überwiegend ungenutzt, so dass sich der dann erzeugte Strom nicht selbst verbrauchen lasst, sondern man muss ihn zu geringerem Tarif einspeisen.


    Was tun?
    Um Argumente pro BHKW zu sammeln, müssen erstmal genaue Daten vorliegen. Das wäre zum einen mal die Verbrauchsmessungen für Warmwasser und die Stromlastgänge über mehrere Tage. Des Weiteren die Jahresdauerlinie für den Wärmebedarf . Die kann ein Fachmann abschätzen mit Daten zum Gebäude wie Isolierung und Größe, Lage, Nutzungszeiten etc.


    Wenn die Schule nicht allein auf weiter Flur steht, sondern Nachbargebäude hat, sollte man mit den Bewohnern reden über die Möglichkeit einer gemeinsamen Wärmeversorgung. Wie gesagt eine Schule ist schwierig (sofern es kein Internat ist), weil der Wärmebedarf nicht kontinuierlich genug ist und der Strombedarf auch nicht. Altenheime, Gefängnisse, Krankenhäuser etc. sind von der Hinsicht weniger problematisch.


    Ökologisch sinnvoll ist Mikro-KWK auch in Schulgebäuden, aber sofern eine Heizungsanlage mit BHKW das zwei- bis dreifache kostet wie eine ohne, macht sich die Investition so richtig erst ab zigtausend Vollaststunden im Jahr bezahlt. Vielleicht hilft es auch Senertec oder die PowerPlus Leute davon zu überzeigen für gemeinnützige Zwecke wie einer Schule Vorzeigegeräte zum reduzierten Preis abzugeben. 'Das 100 Schulen Programm mit dem gläsernem Heizungskeller'. Sowas läßt sich ja auch werbewirksam ausschlachten.


    Gruß
    Gunnar

  • Hallo Gunnar,


    das was du schreibst ist so richtig. Die Entscheidung BHKW in der Schule fällt mit der Nutzung. Oft werden die Turnhallen für andere Sportliche Ereignisse genutzt (auch an Wochenenden und Abends) wo dann ein hoher WW-Bedarf besteht. Auch wird in den Abendstunden oft Unterricht gehalten (VHS) so das diese Zimmer beheizt und beleuchtet werden müssen. Meist ist in Schulen auch eine Hausmeisterwohnung die beheizt werden muss.


    Wenn diese Nutzungen gegeben sind sollte der Dachs eigentlich auf entsprechende Laufzeiten kommen um rentabel zu arbeiten ;)


    Das größte Problem sind die Ferien (die müssen weg :P) , die kosten Laufzeit.


    Gruß
    Thomas