Dachs: Fehler 22

  • Hallo ducatiane,


    Dein Dachs hat Fieber! ^^|__|


    Spaß beiseite, Fehler 22, oder beim MSR2 122 ist zu hohe Motortemperatur, es gibt dafür viele Ursachen, ich hatte das auch mal, und es ist mehr oder weniger von selber wieder weggegangen.... _()_


    Hier Ist Unsere Fehlercodeliste, dort sind auch mögl. Ursachen genannt!


    Edit: Ich sehe gerade im Profil MSR2, vom IB-Datum könnte es aber durchaus noch MSR1 sein...
    ...nun ja, beim 2er muß man meist nur eine 1 vorsetzen!



    Gruß Dachsgärtner

  • bei mir wurde grade alles was dafür verantwortlich sein kann gewechselt:


    1. Thermostatumschaltventil. Dieses ist dafür verantwortlich, dass zunächst das Kühlwasser intern im Kreis gepumpt wird, bis der Dachs auf Temperatur ist, dann schaltet es nach extern. Schaltet es nicht, heizt sich der Dachs weiter auf bis er abschaltet.


    2. Interne Kühlwasser pumpe. Diese hat sich zwar gedreht, es hätte jedoch sein können, dass sie durch einen defekt nicht genug Förderleistung bringt, und dadurch nicht genug Wärme wegtransportiert wird. Feststellen kann man dies auch, wenn man nach dem BHKW einen Wärmemengenzähler hat, der misst ja auch die Durchflussgeschwindigkeit. War bei mir keiner dran und sowas hat der Monteur meist auch nicht grade im Auto liegen.


    3. Verdrängungsring. Die alte Bauart hat eine Beschichtung, die Blasen werfen kann, dadurch wird auch die Fördermenge an Heizungswasser gebremst. Der neue ist aus Edelstahl, da soll sowas nicht mehr auftreten können.


    4. Schläuche. Wenn sich diese zusetzen, reicht die Förderleistung auch nicht mehr aus um die Wärme wegzubringen. Diese wurden durchgespült, neue waren nicht notwendig, wenn wir nicht noch mit dem nächsten Punkt den Fehler dann eliminiert hätten, wäre nur noch das Spülen mit speziellem Reinigungsmittel des gesamten Heizkreislaufes im Dachs übrig geblieben.


    5. Letztendlich war eine Messinghülse dafür verantwortlich, welche sich am Vorlauf zum Puffer befindet, die aussieht wie eine Hahnverlängerung. Von aussen kaum erkennbar, hier wurde eine Rückschlagklappe eingebaut welche offenslichtlich durch Verschmutzung schwergängig geworden ist. Nach Aussage einer Fachkraft von Senertec direkt, darf so etwas überhaupt nicht dort sein, wenn keine zusätzliche Förderpumpe davor montiert wird, die interne Pumpe ist nicht dafür gebaut, hydraulische Einbauten zu überwinden. Der Monteur hat das teil einfach ausgeräumt (funktionslos gemacht), seither sind keine Probleme mehr.


    Es muss aber weiter beobachtet werden, da die Rückschlagklappe durchaus mit einem Grund eingebaut wurde. Parallel dazu gibt es nämlich eine Pumpe von der Heizung, welche unter ungünstigen Bedingungen das Heizungswasser rückwärts in das BHKW pumpen kann, was dann auch wieder zu einer Abschaltung führen kann.


    Grüße


    Bruno

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  • Hallo,

    Letztendlich war eine Messinghülse dafür verantwortlich, welche sich am Vorlauf zum Puffer befindet, die aussieht wie eine Hahnverlängerung.


    Mhmm, bei mir wurde mal diese "Hahnverlängerung" hinter der Umwälzpumpe verkehrt herum eingebaut, das einzige Teil, das an meiner Heizung heiß wurde war die Umwälzpumpe, die im eigenen Saft lief!


    Verdrängungsring.


    Was ist das? Ein Bauteil der Umwälzpumpe?


    @Bruno: die ganze Aktion hört sich aber nicht gerade billig an! :crygirl:


    Gruß Dachsgärtner

  • Der Dachs kann auch verkalkt (oder verschlammt) sein wenn er zu warm wird. Das kommt, wenn die Heizkreise mit kalkhaltigem Leitungswasser gefüllt wurden. Der Kalk lagert sich mit der Zeit auf den Dachs-Kühlflächen ab, da dort die höchste Temperatur herscht. Bei den großen Wassermengen zusammen mit dem Puffer kommt da recht viel Kalk zusammen.
    Daher sollte die Anlage grundsätzlich mit entkalktem (enthärtetem) Wasser befüllt werden.
    Bei der Entkalkung sind wichtige Punkte zu beachten und dazu gibt es im Forum eine Doku.
    Gruss
    Spornrad

    -- Die Sonne ist die Quelle unserer Energie, die es richtig anzuzapfen gilt ! ---
    „Nicht alles, was zählt, ist zählbar!“ „Nicht alles, was zählbar ist, zählt!“ Albert Einstein

  • servus, danke für Rückinfo,
    gestern war dann erste Störung, Generator + Motor zu heiß, der Service kam prompt, ich dachte an Thermostatventildefekt, denn Puffer + Boiler hätten locker Wärme vertragen, bekamen aber nix ab; es war aber schlicht die Pumpe defekt, wurde getauscht; er rattert schon wieder astrein und heizt jetzt nicht nur sich selbst, sondern auch unser Haus auf.


    Danke für die schnelle Rückantwort und den Link mit den Fehlerhinweisen.



    ducatiane

  • so langsam komm ich ans verzweifeln.


    Seit vorgestern ständig die Fehlermeldung 22, obwohl, wie Ihr oben lesen könnt ja alles dafür verantwortliche getauscht wurde.


    Werd morgen mal den Pfleger anrufen, sind nur noch 600h bis zur nächsten Wartung (35.000)
    Und bei der Gelegenheit werd ich den Dachs spülen lassen.


    Grüße


    Bruno

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  • Moin Bruno,


    ein wirklich blöder Fehler aber es gibt Schlimmeres. :-):-)


    Ich denke Du kennst die Vorschrift über die Spülung und was da verwendet wird.
    Wenn da mit dem falschen Mittel gearbeitet wird kann das Schäden verursachen. Also das mit dem Techniker vorher abchecken und monitoren.
    Vertrauen ist gut aber Kontrolle ist besser :P


    Gruss
    Spornrad

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  • Hallo Bruno,


    haben denn alle Absperrventile in Vor -und Rücklauf zwischen Dachs und Pufferspeicher freien Durchgang?


    Wenn da noch diese älteren Schieber und nicht die Kugelhähne verbaut sind, -könnten diese nicht den Durchfluss beeinträchtigen?


    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Wenn da noch diese älteren Schieber und nicht die Kugelhähne verbaut sind, -könnten diese nicht den Durchfluss beeinträchtigen?


    das wurde bei der BHKW-Installation alles neu gemacht.


    Grüße


    Bruno

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  • Hallo,

    Seit vorgestern ständig die Fehlermeldung 22, obwohl, wie Ihr oben lesen könnt ja alles dafür verantwortliche getauscht wurde.


    Ich hatte diesen seltsammen Fehler auch mal öfter, und einmal stand ich daneben und habe festgestellt, das die int. Umwälzpumpe festsitzt und brummt. Die Wellenabdeckschraube entfernt, Pumpe mit dem Schraubendreher gedreht - zugeschraubt. Seitdem (ca. 1 1/2 Jahre) nie mehr aufgetreten, es war vermutlich nur Luft in der Pumpe.


    Gruß Dachsgärtner

  • näher eingegrenz ergibt sich folgendes:


    solange eine gute Wärmeabnahme im System vorhanden ist, gibt es keine Probleme. Ab einer Rücklauftemperatur von ca. 50°C geht die Vorlauftemperatur hoch.


    Folgendes könnte hier sein: der interne Wasserkreislauf ist gestört (ablagerungen, Kalk etc) und die Pumpe schafft nicht die notwendige Fördermenge. Wenn ich das System richtig verstanden habe, ist die Fördermenge ja abhängig von der Temperaturdifferenz und bei großer Differenz (kleine Fördermenge) schafft es die Pumpe.


    Um die Zeit bis zur Wartung zu überbrücken werde ich heute abend folgendes versuchen: die maximale Rücklauftemperatur, welche zur Regelabschaltung führt werde ich auf knapp unter 50°C setzen, evtl. noch die Einschalttemperatur auch nach unten korrigieren. Damit sollte die Anlage nicht in die Störung laufen, sondern vorher abschalten, die gesamte Systemtemperatur kann nun absinken durch Wärmeabnahme. Das bringt zwar ein paar Starts mehr, aber besser als ständig in den Temperaturgrenzbereich reinzulaufen.


    Grüße


    Bruno

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  • Hallo Bruno,


    ich tippe auf ein defektes, weil nicht mehr vollständig öffnendes Thermostat. Diese Thermostate haben die Angewohnheit, wenn sie altern, das sie sich nicht mehr ganz öffnen und somit den "kleinen" Kreislauf im Gegenzug auch nicht mehr ganz verschließen, was dann zur Folge hat, das immer eine Teilmenge des Kühlwassers im kleinen Kreislauf zirkuliert und die restliche Wassermenge einfach nicht mehr ausreicht um die Wärme abzutransportieren. Dies fällt dann erst bei höheren Rücklauftemperaturen auf.
    Ich würde mal als erstes das Thermostat tauschen, das dürfte auch am billigsten sein.


    Viele Grüße
    Joachim

  • Hi Dachstreiber,


    das Umschaltventil wurde bei der letzten Aktion bereits gewechselt. Schau mal meinen obigen Beitrag vom 12.12.08 an, was alles gemacht wurde, nun bleibt eigentlich nur noch eine Verschmutzung des Kreislaufes übrig.


    Grüße


    Bruno

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  • Hallo Bruno,


    ich habe seit 4 Wochen denau das gleiche Problem und mein Senertec Mann verzweifelt auch langsam.


    Ich habe auch nacheinander 1) eine neue Pumpe 2) neuen Kondensor und 3) neues Thermostatventil eingebaut bekommen, aber leider ist das Problem immer noch das gleiche: Sobald keine Wäremabnahme da ist, läuft der Dachs auf Störung 22.


    Als nächste Maßnahme hat man mir nun das mit dem Verdrängungsring empfohle, das scheint aber etwas Zeitaufwändiger zu sein, als die bisherigen Maßnahmen.


    Was macht Dein Dachs mittlerweile? Klappt er nach der Spülung des Heizkreises?


    Viele Grüße
    Georg