Eigenbau: Motorleistung für den Generator berechnen

  • Hallo,


    irgendwie finde ich keine Hinweise, wieviel kw ein Dieselmotor braucht, um einen vorhandenen 22kw Generator mit 1500 U/min anzutreiben. Hat jemand eine Idee, wie ich das berechnen kann?




    :sos:

  • Hallo lino777,
    zunächst mal herzlich willkommwn hier im Forum!

    wieviel kw ein Dieselmotor braucht, um einen vorhandenen 22kw Generator mit 1500 U/min anzutreiben.


    Das ist von Motor zu Motor verschieden, meistens gibt es so ein Kennlinien diagramm, wo man ablesen kann welches Drehmoment, und welche Leistung bei der jeweiligen Drehzahl erreicht wird. :rtfm:


    Du kannst den Generator auch ein wenig größer nehmen, es wird immer nur in etwa soviel Leistung aufnenommen wie auch abgegeben wird (Umwandlungsverluste mal aussen vor gelassen) Natürlich kein 100 Kw Generator am Rasenmähermotor, dann hat dieser Probleme die Schwungmasse hochzudrehen. _:_


    Gruß Dachsgärtner

  • HI Lino


    den Generator wirst Du sicher nicht auf 100% betreiben - das wäre unklug. Also sagen wir mal 18KW Leistung, dividiert durch den Wirkungsgrad des Generator zb. 0,89 = 20KW das wäre dann auch die Wellenleistung des Motors. Dazu ein 30%tiger Sicherheitsaufschlag für lange Lebensdauer ;-_ das wären dann 26KW - wohlgemerkt bei 1500U/min.



    MfG

  • Wovon hängt es denn, bei Netzparallebetrieb, ab wieviel Leistung der Generator abgibt? Drehzahl?
    Bei einem Asynchrongenerator verstehe ich das ja noch, aber bei einem Synchrongenerator ist die doch fest vorgegeben.


    Gruß

  • Hallo Lino 777


    schau Dir mal die Seite http://www.schweizer-fn.de an.Dort gibt es jede Menge Berechnungsformeln für Stromaggregate,unter anderem für die Generatorleistung bzw. für die Motorantriebsleistung des Generators.Nach der Formel müsste ich allerdings einen 20Kw Generator an meinen 18,8Kw 1-Zyl. hängen,das erscheint mir ein wenig übertrieben.Generell habe ich mal gelesen das man einen Dieselmotor im Dauerbetrieb nur bei max. 75% seiner Nennleistung betreiben soll.


    Gruß Frisi

  • Moin,
    bei einem Synchrongenerator bleibt die Drehzahl gleich, aber der Polradwinkel ändert sich wenn der Antriebsmotor "Gas gibt".
    z.B. hier wird´s erklärt. Beim Elektomotor funktioniert es analog.
    http://www.8ung.at/elektrotechnik/FK/2f.htm


    Gruß
    Technikfreak

    Hi Technikfreak


    Danke für den Link, nur beantwortet das meine Frage nicht wirklich. Die "Belastung" des Synchrongen. ist doch durch die Netzimpedanz vorgegeben.
    Bei Inselbetrieb leuchtet mir das ja ein, wenn nur ein 5kw Verbraucher angeschlossen ist wird auch nur eine mech. Antriebsleistung von 5 kw mech. benötigt. (Verluste außen vor)


    Nochmal die Frage, wie kann ich meinen z.B 10kw Synchrongen. nur mit z.B 5 kw belasten? Meiner Meinung ist das nicht möglich wenn Frequenz und Spannung stabil bleiben sollen.


    Gruß

  • Hi Conqueror,
    einfache Antwort, durch den Gashebel am Motor.
    Entweder manuell oder durch eine Steuerung, die Zugriff darauf hat.


    Die Motorleistung hat beim Asynchrongenerator Einfluß auf die Drehzahl. Dadurch ezielt der Generator eine Erhöhung der Spannung gegenüber dem Netz und kann Strom abgeben. Die Spannung ist phasengleich zum Netz.


    Beim Synchron beeinflusst der Motor den Polradwinkel. Der Generator erzeugt eine vom Betrag her dem Netz genau gleich hohe Spannung aber entsprechend dem Polradwinkel leicht phasenverschoben. Durch diese Phasenverschiebung ergibt sich eine Differenzspannung zwischen Generator und Netz, die das Einspeisen ermöglicht.


    Durch Unter- oder Übererregung kann auch der Polradwinkel beeinflußt werden. Es ergibt sich dann eine Phasenverschiebung beim Strom, also dem cos phi.


    Gruß
    Technikfreak

  • Wenn du den Motor schon hast, schau nach wo er den geringsten Spezifischen Verbrauch hat. Wenn dieser zwischen 90% -100%
    Last liegt, dann kannst du ruhig diese Leistung dauerhaft abfragen, wenn:
    Dieser Motor in verschiedenen Varianten gebaut wird, und diese mehr Leistung haben, was bestimmt auf 75% aller Motoren in in Generatoren zutrift.
    Als Beispiel können wir die MWM d226 Baureihe nehmen. Diese werden grundsätzlich als natürlich beatmet und als Turbo angeboten die sogar über 50% mehr Drehmoment haben können. Der d226-3 hat seinen besten speizifischen Verbrauch
    bei 95-100% Last und liegt bei 75% etwa 10% höher. Das ist bei 10000 Stunden eine eine stattliche Menge Öl die man
    verliert wenn man die Faustformel die so gängig ist anwendet.
    Die Lebensdauer eines BHKW Motors hängt hauptsächlich von der thermischen Belastung, des Drehmoments und der
    Kolbengeschwindigkeit ab.
    Die thermische Belastung und die Kolbengeschwindigkeit liegen, bedingt durch die 1500u/min, meist nur um die 65-70%
    der Nennleistung und damit absolut im grünen Bereich und das Drehmoment erreicht auch nur etwa 65% des Turbomotors.


    Es lohnt sich auf jeden Fall die Ersatzteillisten zu studieren um herauszufinden ob die Motoren im Kurbelwellentrieb gleiche
    Ersatzteile benutzen.


    Gruß,
    AlgenZuOel