Dachs: BHKW ohne Zusatzheizung!?

  • Hallo,


    wahrscheinlich habe ich wieder etwas falsch verstanden!? Vielleichtkönnt Ihr mir ja helfen.


    Kann man nur den Dachs mit einem Kondenser plus Heizstab ausrüsten? Der hätte dann genug KW für mein 8 Familiehaus. Das geht aber nicht, oder? Ich würde nämlich gerne auf den Höchstlastkessel verzichten! Oder ist das idiotisch???

  • HolyMoly123


    Da hast du nichts falsch verstanden, sondern einen Wunsch den alle BHKW Betreiber haben und leider sich nicht immer erfüllen lässt.
    Ist aber einfach erklärt.
    Nehmen wie die tiefste Außentemperatur die bei euch in der Gegend üblich ist, für diese Temperatur ist deine Heizungsanlage ausgelegt.
    So das alles schön warm wird.
    Wenn man dein BHKW auf so einen Leistung bringt taktet das nur und die Jahreslaufzeit ist so gering das es zur Geldvernichtungsmaschine wird .
    Dann wird es nichts mit dem Sparefekt.
    Die thermische Leistung eines BHKW muss sich an dem Grundwärmebedarf orientieren damit es zu einer höchst Möglichen Jahreslaufzeit kommt, dann hat man den größten Sparefekt erreicht.
    Nun kenne ich dein Objekt nicht und will dir die Lösung ohne Spitzenlastkessel nicht ausreden, aber vorstellen kann ich mir das nicht.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • Hab mir das schon gedacht. Nur, nach Sanierung würde mir eine 25 kw Gasbrennwertanlage langen. Wenn ich jetzt lese - und ich weiß nicht, ob ich das richtig verstanden habe - dass der Dachs plus Kondenser plus Heizstab bis zu 20 KW mach, dann dachte ich halt, dass müsste doch langen. Schade

  • Hallo Holy Moly 123


    Da ist es neue Wärmedämmung , so gesehen kann das funktionieren.


    Aber um dort auf Nummer sicher zugehen würde ich die preiswerte 25Kw Brennwerttherme nicht außer acht lassen.


    25 Kw Heizleistung bei einem 8 Familienhaus erscheint mir sehr wenig, bei einer gut gemachten und ausgeführten Dämmung aber möglich.


    Wird das Warmmwasser auch zentral erzeugt?


    Da mir der Wärmebedarf die Heizleistung 25 Kw als sehr wenig erscheint würde ich die Spitzenlasttherme finanziell ruhig schon mal mit einplanen.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
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  • Nunja, wie GB schon geschrieben hat sollte ein BHKW für die Grundlast ausgelegt sein.


    Ein Dachs mit Kondenser sollte so um die 15KW bringen - also im Dauerlauf 24*15 = 360KWh am Tag.


    Denke dein Objekt sollte damit im Winter auskommen - aber was wenns länger kälter bleibt?? Dann werden die Mieter ekelig - mit recht.


    Also Du könntest folgende Konfiguration einbauen: Dachs(mit Kondenser) + Puffer 1500-2000Liter(+Heizstab 9KW)+ Warmwasserboiler 300Liter (+Heizstab 3KW) damit wären wohl alle eventualitäten abgedeckt, ausser ein längerer Dachsdefekt!!!
    Mit dem großzügigen Puffervolumen können Spitzen abgefangen werden, und sollte mal Sibirischer Winter kommen haste die 9KW Patrone in Petto. Wenn mal gar nix mehr geht ist zumindest Warmes Wasser über die 3KW Patrone im WW Speicher möglich.


    Damit haste maximale Sicherheit im Monovalenten BHKW Betrieb - und im Hochsommer kannste den Dachs abstellen und WW nur über Patrone machen.Natürlich ist eine Spitzenlasttherme noch sicherer!!


    MfG

  • Mein ganzes Haus wird ja auf den Kopf gestellt. 7 Kammer Fenster plus dreifach Verglasung 14 cm Dämmung auf die 5cm die schon da sind. Dachboden isoliert usw.


    Im Grunde habe ich gar nix gegen Gas Brennwert dabei. Ich hab halt nur Angst, dass sich der Dachs dann zu schnell ausschaltet und weniger läuft. Ihre würdet den Kondenser also kaufen?


    Danke Danke Danke für die Antworten :party:

  • Hallo Holy Moly 123


    Klar würde ich den Kondensor nehmen. Aber ich würde auch die Therme nehmen.
    Regelungstechnisch kann man die Therme so ansteurn das die nur in Betrieb geht wenn der Dachs es nicht schaffen sollte.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
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  • Hi,


    für dein Gebäude kommt eigentlich der Dachs SE Brennwert in Frage. Da hast du einen Spitzenlastkessel integriert und es passt auch von der Steuerung her alles zusammen.



    Kurzbeschreibung:



    Die modulare Energiezentrale besteht aus der bewährten
    Dachs Heiz-Kraft-Anlage mit Brennwert-Kondensationswärmetauscher,
    einem 750-Liter-Wärmespeicher, einem Warmwassermodul
    SE 30 sowie einem zusätzlichen, am Wärmespeicher
    integrierten SEplus Gas-Brennwertgerät. Während
    der Dachs mit 12,5 kW und der Brennwert-Kondenser mit bis
    zu 2 kW thermischer Leistung die Wärmegrundlast des
    Gebäudes abdecken, wird die Gastherme mit zusätzlichen
    10 bis 20 kW Heizleistung zur Spitzenlastabdeckung eingesetzt.
    Auf die Installation eines separaten Wärmeerzeugers
    kann somit verzichtet werden. Der Einbau einer zweiten Abgasleitung
    ist nicht erforderlich, da die Abgase aus Dachs und Gastherme
    gemeinsam über eine Abgasführung mit Nennweite
    DN125 im Überdruck abgeführt werden. Aufeinander
    abgestimmte Systemkomponenten mit klar definierten Schnittstellen
    für Hydraulik und Abgasführung erleichtern erheblich
    die Planung, Installation und Inbetriebnahme und minimieren
    den dafür erforderlichen Zeitaufwand. Die Infrarot-Schnittstelle
    am Regler ermöglicht die komfortable Wartung vor Ort
    mit Laptop und Wartungssoftware, ein integriertes Modem darüber
    hinaus die Fernüberwachung und -konfiguration der gesamten
    Energiezentrale. Auch der Betreiber kann über das Internet-Portal „DachsWeb“ jederzeit
    auf seine Energiezentrale zugreifen.


    Denke damit hast du alles erschlagen ;)


    Gruß
    Tom

  • Hallo Alikante


    Mach den Dachs nicht Leistungsstärke als er ist.


    Er hat eine elektr. Leistung von5,3Kw und eine therm. Leistung ohne Kondenser von 10.3, mit Kondenser bei optimalen Rücklauftemperaturen 12,5,
    Warum wählst du eine Heizpatrone mit 9Kw elektr Leistung, ich könnte mir vorstellen das sich das dann auf die gesamt Bilanz eher ungünstig aus wirkt.
    Da ist mir die Spitzenlasttherme syphatischer.
    Die Brennwerttherme ist bei der therm. Energieausbeute dem Dachs etwas im Vorteil, da sie keinen Strom produziert ist das ein klarer Nachteil.
    Wenn man das rein energetisch ausrechnet ohne Anschaffung ist die kombination mit der Spitzenlasttherme preiswerter als eine 9Kw Heizpatrone.
    Wenn man das genaue therm. Spitzenlastverhalten kennen würde könnte man das perfekt aus rechnen.
    Ich habe vor meiner Energiespar Idee auch den Strom in meiner Prozesswärme zum größten Teil verheizt.
    Daher habe ich die meisten meiner unefektiven Verbraucher im Wald vergraben, äh bei EBay verkauft.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
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  • Also ich würde in deinem Fall auch entweder den Dachs mit intergrierter Therme nehmen.
    Oder halt eine seperate Therme, die sind in der Leistungsklasse inzwischen richtig billig geworden.
    Mit einer seperaten Therme hast du auch die möglichkeit andere BHKWs ins Auge zu fassen.
    Regelungstechnisch ist das alles schon gemacht worden und funktioniert.


    Wenn du schon soviel Geld in die Hand nimmst und ein 8 Familiebhaus auf 25 KW gedrückt hast, wieso machst du dann nicht auch mit Solar weiter?
    Thermische Kollektoren gibt es inzwischen schon fast zum Preis der Förderungssumme, Speicher etc. würdest du ja schon vom Dachs haben...
    Also bei mir kommen die jetzt auch noch aufs Dach, egal ob der Dachs dadurch unrentabler wird,
    je nicht verbrannte KW Gas spart da mehr ein.


    Bernd

  • Das genaue Angebot stelle ich moregn rein. Also Solar ist unrentabel, da mein Dach schlecht liegt. Auch würde es die Laufzeit des Dachses minimieren, und ich bin schon im unteren Sektor. Gut die Therme nehme ich dazu. Ich bin ja mal gespannt, ob sich das Ganze rechnet. Ich kann mich für solche Dinge wirklich begeistern. Nur die Lieferzeit von 6 Wochen nervt wirklich.

  • Gut Ding will Weile haben.

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  • Ich habe nicht vom Dach gesprochen!
    VRK's kannste senkrecht an die Wand bauen, 60 Grad sollte die Kollektoren eh stehen, denn wir wollen doch so lange wie möglich in die Zwischenzeiten mit Solar heizen.
    Im Sommer ist eh genügend Einstrahlung da, da brauchste nur minimale Flächen.


    Das das BHKW kontraproduktiv ist, stimmt, aber es spart dir am meisten Kosten, da kein Primärenergieverbrauch vorliegt.
    allerdings ist Solar in einem Mietshaus schlecht abrechenbar, bzw. nur die Installationskosten, die positive Seite wird dem Mieter geschenkt.
    Da die Sonne gottseidank noch keine Rechnung schickt, der Staat wirds schon irgendwann ändern wenn er zuwenig Primärtreibstoffe besteuern kann.


    Bernd