BHKW kaufen???

  • Guten Morgen Dachsbetreiber


    Vielen Dank für die super Statistiken im Netz.


    Ich denke das könnten auch meine Daten werden.


    Seit Herbst stecke ich intensiv in der Auswertung meiner bisherigen Verbrauchsdaten meines Zweifamilienhauses das ausschließlich zu Wohnzwecken mit 8 Personen genutzt wird.


    Wir haben 50000 KWh Gasverbrauch und 10000KWh Strom pro Jahr. Die maximale Tagesheizleistung war diesen Winter 10 KW zuzüglich ca 5 KW aus einem Kachelofen.


    Das BHKW mit Gasmotor scheint für mich sinnvoll zu sein.


    Ernst zu nehmen sind nach meiner Einschätzung nur Ecopower und Dachs. Für den Dachs habe ich einen erfahrenen Anbieter mit angeschlossenem Heizungsistallationsgeschäft der mir die Bude einrennt.


    Ecopower ziert sich noch wird aber anbieten. Diese Anlage kann ich mit meienm Heizugsinstallateur als Erstlingswerk auf die Beine stellen. Dann werden wir auch die Schulungen in Anspruch nehmen. Dies ist dann deutlich mehr Lust als Last.


    Die Offiziellen Dachs zahlen sind für mich etwas schön gerechnet.


    Sie sagen etwa 2600 h Betriebsstunden was zur Folge hat das ich spürbar geringeren Gaseinstz zum Heizen rechnen muß. Zur Zeit betreibe ich eienen Atmospharischen Gasofen mit Technik aus Mitte der 80-ziger mit 94 % Abgaswirkungsgrad.


    Setze ich den gleiche Gaseinsatz zum Heizen vorraus, komme ich auf 3300 Betriebsstunden (ohne Kachelofen). Ohne Kachelofen werde ich dann wohl auf gut 4000 Betriebsstunden kommen. Ich habe schon eine


    Besonders interessant ist für mich die Farge welche Strommenge ich an das RWE verkaufen kann und beziehen muss. Das der Strom im Haus selbst verbraucht wird und der Dachs gerade soviel erzeugt wie benötigt wird, ist doch eher ein unwahrscheinliches Ereignis. Dies findet sich in Ihren Zahlen wieder. Es findet ein reger Stromaustauch mit dem EVU statt. Nach Ablauf der Förderung ist dies besonder wichtig eigengenutzten Strom in den Vordergrund zu stellen.


    Hier könnte die Anlage von Ecopower Vorteile bringen.


    Es wäre für mich hilfreich wenn ich von Ihnen eine Einschätzung meiner Situation aus erfahrenem Anwendermund zu bekommen. Senertec baut zur Zeit auch Entscheidungsdruck auf da mal wieder eine Preiserhöhung ansteht.


    Telefonisch bin ich unter 02427 1848 zu erreichen


    Gruß
    Jochen Gerards

  • Gast , Ich kann den Zusammenhang zu der Frage nicht finden. In dem anderen Posting will jemand unbedingt den empfohlenen Wartungsintervallen nicht folgen. Das er seinen Dachs bis ultimo orgeln lassen will, ist ja seine Entscheidung. Das Senertec da nicht mitspielt kann ich mir denken. Da wenn er seinen Dachs dann endlich kaputt gefahren hat die Schuld bestimmt bei jemand anderem suchen wird.
    Aber vielleicht schreibt er ja auch irgendwann seine weiteren Erfahrungen, ansonsten ist es still um seinen Wunsch geworden.


    Jochen , du hast ja schon hier Mein Dachs D2 wird 9 -jetzt mit PÖL! deine Werte angegeben.
    50.000 KW Gas ist für eine Zweifamilienhauus mit 8 Personen wirklich wenig, ich brauchte da vor dem Dachs glatt das doppelte.
    Auch wenn deine jetztige Heizung Schrott ist und bestimmt zuviel verbraucht würde ich 30% als Mehrverbrauch ansetzen.
    Wenns weniger wird kannste dich umso mehr freuen!


    Also 50.000 +30%=65.000 KW / 22KW/Std. = 2954 Std. Dachslaufzeit


    Gegenrechnung
    Alter Kessel 50.000 * 91% = 45500 KWth.
    Dachs 2954 x 15 KWth. = 44310 KWth.
    passt also so in etwa. Dabei erzeugst du noch 15.951 KWel.


    Du bist ungefähr n den Verbräuchen von Tom, sieh dir also bitte einmal genau seine Auswertungen an, dann siehst du auch den Jahresverlauf und kannst das in etwa auf dich anpassen.


    3000 Std. sind nicht der Brüller, du bist damit an der unteren Grenze der Rentabilität. Es kommt dann verstärkt darauf an was dich der Einbau kosten wird.


    Meine Abschlussfrage: Du bist dir wirklich sicher mit den Verbräuchen??
    Wie alt ist den das Haus wenn schon die Therme aus den 80er stammt? Hast du das Haus isoliert um auf den Verbrauch zu kommen?


    Wenn diene Daten stimmen, frag den Nachbarn ob er sich nicht beteiligen will. Dann sieht die Rechnung gleich viel besser aus!!!

  • Hallo allerseits,


    kann es sein, daß hier teilweise zur Rentabilitätsberechnung einer BHKW-Anschaffung die kompletten Kosten (Produkt, Einbau, etc.) angesetzt werden?
    Nach meiner Einschätzung dürfte hier sachlich gesehen nur der MEHRPREIS gegenüber der Erneuerung einer "Standart"-Heizungsanlage nebst Montagekosten angesetzt werden !!!
    Denn die Kosten würden ja schließlich in den meisten Fällen ohnehin anfallen. (Zumindest bei privaten, selbst genutzten BHKWs, nicht bei gewerblich gewinnorientiert vermieteten Anlagen).


    Wenn man diesen Mehrpreis diffenziert betrachtet, also den jährlichen Einsparvorteil gegenrechnet, ist das BHKW erheblich schneller bezahlt. Die normale Heizung würde ihre Anschaffung schließlich nie einsparen !!!


    Bei dieser Betrachtungsweise (Mehrpreis-Kalkulation) dürften sich private Anlage erheblich zeitnäher "amortisieren". So mache ich es schließlich selbst auch ...


    Gruß Andy der FrechDachs @:-


    Noch nebenbei: Ich lasse meine Anlage ordnungsgemäß warten und habe auch damit kein Problem!

    ... denn die Freude an der richtigen Entscheidung währt länger als die Freude am billigen Einkauf!

  • Hallo,
    Alles andere macht doch auch keinen Sinn. Irgend eine Anlage muß mann ja sowieso kaufen.
    Die Mehrkosten sind doch letzlich für die erste Berechnung als Grundlage entscheidend, wann habe ich diese Kosten im Sack. Und dann fängt das Sparen an.
    Mein Dachs macht im Jahr auch "nur" 3000 Stunden, aber es funktioniert. Die Energiekosten des Hauses sind geringer.
    Ist vielleicht ja auch etwas Ansichtssache.


    Gruß,
    Tommi

  • Ich ergänze mal mit folgender FAUST-FORMEL: MkD : HK x 1,2 ZF = tAmor


    Mehrkosten der Dachs-Investition gegenüber Erneuerung mit „Standart-Heizung“ in € = MkD
    Bisherige Heizkosten/Jahr in € = HK
    Zuschlagfaktor für „Unwegsamkeiten“ z.B. durch Energiepreisverschiebungen, teurere Wartungen, etc. = ZF
    Amortisationszeitraum in Betriebsjahre = tAmor


    Rechenbeispiel für 2-Familienhaus (bei üblichen 2500 € Heizkosten):
    18000 : 2500 x1,2 = 8,64 Jahre Amortisationszeit


    oder z.B.
    beim 1-Familienhaus (bei üblichen 1500 € Heizkosten):
    18000 : 1500 x1,2 = 14,4 Jahre Amortisationszeit


    Das heißt, daß der o.a. Beispiel-2-Familienhausbesitzer bereits ab dem 9. Jahr finanzielle Einsparungen hat und schon bereits ab dem 1.Tag ökologische Vorteile bewirkt!


    Dies ist keine betriebswirtschaftliche Kalkulation, wie sie z.B. bei gewerblichen Wärme-Contracting-Unternehmen durchzuführen wäre, sondern lediglich eine Faustformel für den privaten Renovierer unter der nach meiner Meinung durchzuführenden Betrachtungsweise!!!


    Gruß Andy der FrechDachs @:-

    ... denn die Freude an der richtigen Entscheidung währt länger als die Freude am billigen Einkauf!

  • Hall Bernd


    Ich habe die Zahlen in meiner Exel Tabelle noch mal auf Vordermann gebracht bevor ich deine Mail gelesen Haben. Insbesonder habe ich von der Erzeugten Strommenge 45% Strombezug und 62% Rückspeiseanteil zugrundegelegt. Diese Zahlen habe ich von Thomas entnommen. Die Zahlen liegen nun verdächtig nahe beieinander(2900 Betriebsstunden).


    Meine angegebenen Verbrauchzahlen (50000KWh thermisch und 10000KWh elekrisch als RWE Strombezug) sind die der alten Anlage aus 2004 die sich in 2005 bestätigt haben.Die Anzahl der wirklich anwesenden Personen ist mitlerweile schwankend eher schrumpftend. Die Küken werden langsam Flügge. Das damals nahezu abbruchreife Haus ist aus 1912 und von uns in 82 übernommen worden. Eigentlich sind bei der noch immer noch nicht beendeten Renovierung nur die Grundmauern stehen gebleiben. Wenn ich mit dem Haus fertig wäre hätte ich auch ein Problem. Diese Mentalität führt ja auch zu der BHKW Überlegung. Irgend ein Projekt, oder zwei oder drei habe ich immer am laufen. Mit Glaswolle wurde damals nicht gespart, ansonsten habe ich auch alles umgesetzt was mir sinnvoll erschien. Letztlich alle Potentiale werde ich wohl nicht erschlossen haben da auch das Haus teilweise einen energetisch beschissenen Grundriss hat. Der Standard eines Niedrigenergiehauses ist noch meilenweit entfernt.


    Mit meiner Wirtschaftlichkeitsberechung komme ich auf eine Armotasitationszeit von ca. 12Jahren bei 25000€ Investment netto(Eigenleistung natürlich mal wieder ohne Vergütung), 10 % Energiepreissteigerung und Anmeldung bei Finazamt als offizieller Stromerzeuger. Das reicht mir als Grundlage zur Entscheidung zum Dachs.


    Der Kommentar des Erfahrenen Dachsers würde mir hier wieder helfen. Hoffenlich habe ich die Sache nicht schön gerechnet.


    Gruß


    Jochen Gerards

  • "Schön gerechnet" hast du auf jeden Fall!
    Du hast dir schon selbst die Fakten bestätigt.
    Jetzt musst du diich entscheiden!
    Die errechnete Stundenzahl ist wie du weist am unteren Ende.
    Aber das sollte dich nicht abhalten.
    Evtl. kannst du die Nachban zu deinem nächsten Projekt machen :D

  • 25.000 € netto ??? Alternative neue Heizung schon abgezogen ?? Steuervorteil schon abgezogen ?? Günstige KfW Finanzierung berücksichtigt ( 1 bzw. 2 % ) etc etc. ;)


    Ich finde da passt der Dachs wie die Faust auf`s Auge. :P

  • Hallo Jochen, Mein Name ist Jürgen Brinkmann und wohne in 45549 Sprockhövel. Durch Zufall bin ich auf das BHKW-Forum gelangt, weil ich eine neue Heizung suche. Habe mit Interesse die vielen Beiträge gelesen. Ich stehe vor dem gleichen Problem wie Du: was ist die momentan sinnvollste Alternative zu meiner jetzigen Ölheizung. Beim Besuch bei der Messe SHK in Essen sah ich eine neue Alternative zum BHKW von der Firma Otag in Olsberg.Das Gerät nennt sich "lion-powerblock" und arbeitet mit Gas.Ein Gasbrenner erhitzt Wasser in einem Rohrverdampfer bis auf etwa 4oo Grad C mit 25 - 3o bar Druck.Ein Arbeitszylinder bewegt sich linear.An diesem Kolben ist eine Ankerspule befestigt, die sich durch ein Magnetfeld bewegt. Hierdurch wird Strom erzeugt. Das BHKW kann modulierend arbeiten.
    Leistung: elektrisch: o,2 kw-3 kw
    thermisch: 2 kw - 16 kw
    Nachzulesen unter http://www.otag.de
    Wenn jemand mit dieser Anlage Erfahrung hat, möchte ich gerne mehr hierüber wissen.
    brinkmann54@versanet.de


    Zum Dachs folgendes: habe mit zwei Anbietern gesprochen und um ein Angebot gebeten.
    Voraussetzung war: 2-Fam.-Haus, ca. 22o qm Wohnfl., Ölverbrauch ca. 42oo ltr.,Stromverbrauch ca. 75oo-8ooo kwh. Beim 1. Angebot spare ich ca. € 1.800,--/Jahr, beim 2. Angebot sind es € 1.300,--/Jahr.
    Auch wenn ich unterschiedliche Mengen an Strom einspeise, wie kommen solche Zahlen zustande ?

  • Hi,


    diese Berechnungen sind als Prognose anzusehen, die natürlich je nach Stromnutzungsprofil (Eigenverbrauch höher oder geringer), Personenzahl, Strom- u. Ölpreisentwicklung und, und, und, gewissen Schwankungen unterliegt.
    Du solltest nicht davon ausgehen, daß deine Einsparung beim Geschäft mit dem 1. Lieferanten genau 1800,- EUR beträgt und beim 2. 1300,- EUR.


    Aber bei typischer Nutzung des BHKW sollte sich die Einsparung irgendwo in diesem Bereich befinden.


    Gruß Andy

    ... denn die Freude an der richtigen Entscheidung währt länger als die Freude am billigen Einkauf!

  • Moin, also Otag ist ein wirklich interresante Alternative.
    Aber dran denken, er produziert wesentlich mehr Wärme als Strom.
    Durch weniger höherwertigen Strom ist die Kalkulationsgrundlage eine ganz andere. Hat sich schon jemand die Mühe gemacht den durchzurechnen? Ich meine nicht die "Berechnungen" des Herstellers!


    Bei 4.200 Liter bist du leider auch am unteren Ende der Wirtschaftlichkeit, da der Lion eine höhere Heizleistung hat, würde er noch weniger Std. als der Dachs machen.
    Dadurch natürlich noch weniger Strom liefern, und der bezahlt das Bhkw!
    Ich weiß das ich mich wiederhole :rolleyes: aber kann kein Nachbar dazugenommen werden?
    Alle Berechnungen sehen dnn VIEL besser aus.


    Dachs ansehen gefällig?
    Sprockhövel liegt direkt neben Bochum,
    also melden und Dachse incl. Auswertungen ansehen.
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