Hilfe totales Kaos BHKW Förderung bei Selbstbau Verbrauch und mehr ???

  • Hallo erstmal, ich wälze mich jetzt schon ca. 1 Woche durch Gesetzestexte Internet und Bücher. Das ergebnis ist die totale Verwirrung. Leider sind im Internet sehr viele Seiten nicht auf dem neuesten Stand und jetzt soll sich ja ab nächstem Jahr wieder was änder.


    Mein vorhaben:


    Ich möchte gerne ein BHKW installieren welches mit Rapsöl funktioniert. Dieses möchte ich selbst Konstruieren ( bin Maschinenbautechniker) bin zwar seit 3 Jahren in einer anderen Branche tätig aber ich denke der Technische bereich müsste machbar sein. Mein Problem sehe ich beim Elektrischen bereich da ich dort im wahrsten Sinne des Wortes "kein Plan"habe. Mein Ziel ist es mit diesem BHKW erstrangig Geld zu verdienen. Für die Elektroinstallation muss ich mir also einen Elektriker besorgen.


    Hier die Daten:


    Was soll es werden: BHKW Verbrennungsmotor auf Pflanzenöl umgerüstet. Leistung zwischen 20 bis 30 KW elektrisch. ( je nachdem was sich mehr lohnt )


    Oder was mir lieber wäre: ein Stirlingmotorder von einem Brenner zb MAN Raketenbrenner angetrieben wird. Hier ist der Wirkungsgrad besser. Als bei einem Verbrennungsmotor.


    Die Thermische Wärme ist bei mir überschuss. Ich werde einen kleinen Teil für die Heizung benutzen. Alles andere ist "Abfall". Habe jetzt ein 15 KW Gasheizung die aber nie an ist da ich das ganze Haus mit einem Ofen heizen kann.


    Zu dem was ich weiss: Soweit ich dies jetzt aus dem allgemeinen Chaos feststellen konnte ist das ich prokw/h eingespeisstem Strom 0,187 Cent bekomme.


    Dazu gibt es eine Förderung bei der Anschaffung von 500 Euro Pro kw. Ich hoffe das stimmt wenn nicht klärt mich bitte auf.


    Es soll ab nächstem Jahr eine änderung geben. Ist es jetzt besser wenn ich mein Vorhaben noch in diesem Jahr oder im nächsten Jahr reallisiere ?


    Ich habe zur Zeit die möglichkeit mein Pöl für ca. 1 Euro/Liter selbst zu poduzieren.


    Meine Fragen:


    Gibt es diese Förderung für die Anschaffung auch bei einem selbst gebauten BHKW ?


    Wie liegt der Verbrauch bei BHKW die mit PÖL laufen? Nehmen wir als beispiel ein 25kw el BHKW


    Bedeutet das wenn es 25 kw el heisst das maximal 25 kw pro stunde eingespeisst werden können ?


    Wenn die möglichkeit eines Stirlingmotors nicht funktioniert oder zu teuer ist möchte ich gerne einen kleinen Stirlingmotor


    imAbgasstrom des Motor integrieren um den Wirkungsgrad zu verbessern.Da die Wärme bei mir nicht so wichtig ist und ich diese Wärme auch in Strom umwandeln möchte.


    Ist dies laut Gesetz denn auch zulässig oder nicht? Da ja ohne mehrverbrauch mehr Strom produziert wird ! und sich dadurch die sache dann lohnend macht denke ich.


    Ich hoffe ihr könnt ein wenig klarheit in meine Verwirrung bringen :sos:


    Danke schon mal im Vorraus

  • Hallo und wilkommen Pölfan,


    Ein sehr interessantes Projekt das du da vor hast. Als erstes würde ich rechnen bevor ich zu den technischen oder sogar rechtlichen Dingen kommen würde.
    Du schreibst du könntest das Rapsöl für 1€/Liter bekommen (Hoffentlich mit NWRO Nachweis). Und die Vergütung liegt bei 0,187 ct/kWh, da denke ich du meinst 18,7ct/kWh.


    OK dann will ich mal meinen Gedanken dazu äußern:
    - 1 Liter Öl hat ca. 10kWh
    - Ich hoffe mal das zu einen Wirkungsgrad von 80% erreichen kannst, denn 70% sind vorgeschrieben.
    - Dann haben wie ein Verhältnis von 1 Teil elektrisch zu 2 Teilen Wärme
    - also gilt 10kWh * 0,8 / 3 für die Ausbeute an elektrischer Energie = 2,66kWh aus einem Liter Öl.
    - Erlös ist also 0,187€/hWh * 2,66kWh = 0,5€



    Wenn du die Wärme also nicht gewinnbringend einsetzen kannst, macht du mit jedem Liter Öl 50ct Verlust. Ich befürchte, die Idee ist nicht so gut.



    Aber vielleicht habe ich ja was falsch gerechnet. Was meint Ihr?


    Gruß
    Mofaklaus

    BHKW : Dachs Gas 5,5kW
    SolarTherm.: 10m² Kago mit 600l Systemspeicher
    PV: 4kWp / SMA SunnyBoy SWR3000 / 14x ASE-300-DG-FT
    Speicher : LG Chem 6.4 mit Effekta AX 5000 und ca. 2KWp Solar

  • Hallo,

    Wenn du die Wärme also nicht gewinnbringend einsetzen kannst, macht du mit jedem Liter Öl 50ct Verlust. Ich befürchte, die Idee ist nicht so gut.


    Ich sehe es wenn man die Wirkungsgrade von BHKW´s "von der Stange" nimmt, ein wenig positiver, also so 1Ltr ÖL erzeugt 3 Kwh Strom, aber es bleibt bei einem Minusgeschäft ....
    ...ohne vernünftige Wärmenutzung!


    Nun ja, ich kenne es aus meiner Branche, da wurden vor 2 - 3 Jahren diese Pöl - BHKW´s als Gelddruckmaschinen verkauft, bei heutigen Pöl - Preisen liegen die meisten still!


    Gruß Dachsgärtner

  • Moin Moin Pölfan,


    auch auf die Gefahr hin Dir vor den Kopf zu stossen - lass es sein!!!


    Du wirst keine mini KWK Förderung bekommen - weil nur Serienanlagen (ab 4 Stück) anspruch haben.


    Wenn Du die Wärme "wegkühlen" mußt erhälst Du auch keine 18,xx Cent vom Netzbetreiber. Weil bei EEG Anlagen ein Notkühler mittlerweile verboten ist - ist auch richtig so |__|:-)


    Und falls du dich doch entscheidest das Teil als "Geldvernichtungsmaschine" zu betreiben, dann wirst Du mit großen technischen Problemen (die jede PÖL Verbrennung mit sich bringt) kämpfen die dich Stunde um Stunde kosten werde!!


    |:-(


    Nimm mirs nicht übel, spreche aus eigener Erfahrung :-)_:-)


    Also wenn PÖL dann von der Stange ( kannst ja trotzdem noch verbessern, potential gibts immer )))) )
    Damit bekommst du auch die volle EEG Einspeisevergütung und hast auch ne Chance den mini KWK Zuschuss abzugreiffen. Voraussetzung ist natürlich das das BHKW und dein Objekt Wärmetechnisch zusammen passen.


    MfG

  • Auch nen guten Tach wünsch...


    Ohne Wärmeabnahme verfehlt ein BHKW seinen Sinn, sorry... finde ich nicht schlüssig die Überlegung.
    Da sollte man sich dann doch für eine Solarstromanlage entscheiden, aber das ist nen anderes Thema...

  • Ok also mit selbstbau ist dann nix. Da ich ja die förderung will. Aber bei der anderen sache haben wir glaube ich aneinander vorbei geredet. Ich möchte an dem BHKW nichts herunterkühlen weil ich die Wärme nicht nutzen kann (zumindest nicht Thermisch). Ich möchte dann in den Abgasstrom des BHKW einen Stirlingmotor einbringen der mir dann zusätzlich ca. 2.5 bis 5 kw bringen soll. Die Leistung ist jetzt nur geschätzt das müsste man halt noch ausrechnen. Aber fakt wäre das ich aus der für mich Nutzlosen Wärme, Energie in form von weiterm Strom produzieren könnte ohne zusätzlichen Pölverbrauch.



    Was mir noch eingefallen ist (jetzt haltet mich nicht für einen Spinner ich Experemntiere gern rum)


    ist wenn ich bei einem BHKW einen Abgaskrümmer baue auf den ich einen Abgasturbolader setzen kann und die Welle des Laders


    auf der Seite wo er normalerweise die Frischluft kompriemiert modifiziere und durch diese welle dann ebenfalls einen kleinen Stromgenerator antreiben könnte. ( die drehzahl könnte man mit unterschiedlichen Riemenscheiben regeln).Dann hinter den Turbo wo das Abgas am heissesten ist den Stirlingmotor hin. Dann müsste so ziemlich alles aus dem BHKW an Strom rauszunehmen sein was geht. Dann kann man natürlich immer noch die wärme benutzen da der Kühlkreislauf ja nicht beeinflusst wird und die Abgastemperatur auch nicht drastisch sinkt.


    Was haltet Ihr von der Idee? Ist halt nur mal so ne spinnerei die mir hier ---> :_:~ so gekommen ist.

  • Hallo,


    in der Theorie ist die Sache perfekt.


    Man könnte sogar noch einen draufsetzen und per ORC noch mehr Wärme entziehen und in Strom verwandeln.


    Großes ABER - sowohl der Stirling als auch der ORC benötigen eine Temperaturdifferenz - woher willst Du die Mengen an Kühlmedium nehmen??


    Nächste Frage, ist Dir ein Hersteller eines solch kleinen Stirlings bekannt??


    Das mit dem Turbo :?: , naja wieviel wird denn an der Welle anliegen?? wegen 100Watt lohnt sich die Sache doch nicht oder?


    MfG

  • Ok also mit selbstbau ist dann nix. Da ich ja die förderung will. Aber bei der anderen sache haben wir glaube ich aneinander vorbei geredet. Ich möchte an dem BHKW nichts herunterkühlen weil ich die Wärme nicht nutzen kann (zumindest nicht Thermisch). Ich möchte dann in den Abgasstrom des BHKW einen Stirlingmotor einbringen der mir dann zusätzlich ca. 2.5 bis 5 kw bringen soll. Die Leistung ist jetzt nur geschätzt das müsste man halt noch ausrechnen. Aber fakt wäre das ich aus der für mich Nutzlosen Wärme, Energie in form von weiterm Strom produzieren könnte ohne zusätzlichen Pölverbrauch.




    Was mir noch eingefallen ist (jetzt haltet mich nicht für einen Spinner ich Experemntiere gern rum)


    ist wenn ich bei einem BHKW einen Abgaskrümmer baue auf den ich einen Abgasturbolader setzen kann und die Welle des Laders


    auf der Seite wo er normalerweise die Frischluft kompriemiert modifiziere und durch diese welle dann ebenfalls einen kleinen Stromgenerator antreiben könnte. ( die drehzahl könnte man mit unterschiedlichen Riemenscheiben regeln).Dann hinter den Turbo wo das Abgas am heissesten ist den Stirlingmotor hin. Dann müsste so ziemlich alles aus dem BHKW an Strom rauszunehmen sein was geht. Dann kann man natürlich immer noch die wärme benutzen da der Kühlkreislauf ja nicht beeinflusst wird und die Abgastemperatur auch nicht drastisch sinkt.


    Was haltet Ihr von der Idee? Ist halt nur mal so ne spinnerei die mir hier ---> :_:~ so gekommen ist.



    Achso, ich hab noch was vergessen, oben schrieb Mofaklaus ob ich das Pöl mit Nawaro nachweis bekomme. Ich denk doch schon, ich bekomm den Raps vom Bauer im Nachbardorf und press mir das Pöl selbst. Daher komm ich auf den Preis. Dabei fallen auch Rapspellets an die einen höheren Heizwert wie holzpellets haben da hier immer noch ca. 10% pöl drinn ist. Es gibt Feuerstätten die mit Rapspellets funktionieren und auch Strom herstellen können. Leider ist es zu wenig Strom um über eine Anschaffung nachzudenken. Bei einer Tonne Raps komme ich auf ca 440 Liter Pöl und 600Kg Rapspellets. Also wärme habe ich ohne Ende. Gibt es vieleicht einen Weg die Wärme zu verkaufen ohne zig millionen in ein Rohrleitungssystem zu investieren?

  • Hallo nochmal,


    ich finde deine Überlegungen echt gut, habe so etwas auch schon alles durch gedacht. Da waren die wildesten Sachen bei. Z.Z. binn ich am rechnen um eine mini Windkraftanlage zu bauen so um die 1,5KW nur um meinen zugekauften Strom zu senken.


    Um aber nochmal zu meiner Rechnung von vorhin zurück zukommen. Ich war von 20% Verluten ausgegange, die du ja offensichtlich nutzen willst um noch mehr Strom zu machen. Selbst wenn du diese 20% voll nutzen könntest, währe immer noch der größte Teil der Eingesätzten Energie Wärme in Form von Motorkühlung. Wenn du jetzt also keine "Notkühlung" einsetzten darfst, muss die Wärme halbwegs sinnvoll ein setzen. Die Betreiber von Biogas anlagen haben das gleiche Problem, dort wir jetzt über eine Gülletrocknung nachgedacht. Ob das wirklich sinn voll ist sei dahingestellt, aber es wird dann wieder Bezuschußt.


    Ach ja ein Technisches Problen ist mir in deiner Überlegung auch aufgefalen, so ein PÖLer macht reichlich Ruß, ob das für den Stirling so gut ist weis ich nicht, aber für den Torbo sicher nicht.


    Lass dich bitte nicht entmutigen, ohne neue Überlegungen wir des nie Lösungen geben ;)
    Gruß
    Mofaklaus

    BHKW : Dachs Gas 5,5kW
    SolarTherm.: 10m² Kago mit 600l Systemspeicher
    PV: 4kWp / SMA SunnyBoy SWR3000 / 14x ASE-300-DG-FT
    Speicher : LG Chem 6.4 mit Effekta AX 5000 und ca. 2KWp Solar

  • so ein PÖLer macht reichlich Ruß

    Einspruch Euer Ehren!!! :warning:


    Wenn der Motor auf PÖl eingestellt ist und optimale Frischluft/Abgasverhältnisse hergestellt sind gibt es mindestens genau so wenig Ruß wie beim Diesel (eher weniger)


    :walklike: :walklike:

  • Hallo Pöfan,


    hach ja, die Spinnerei ist immer willkommen....Wer von uns hat nicht schonmal drüber nachgedacht, ob nicht mit nem Stirling, Piezzokeramiken oder sonst was die überschüssige Wärme in Strom umzuwandeln wäre...


    ...immer weiter dran rumbastln, und die Gedanklenexperimente machen ja auch Spaß,
    aber ich bleib mittlerweile skeptisch. Ein Stirling der ordentlichen Wirkungsgrad bringen soll, brauch recht hohe Temperaturunterschiede. Im Abgaskrümmer wirds noch warm genug sein...na sagen wir, dass er 20% Wirkungsgrad erreicht (wär schon echt gut).....und der Rest???
    Der Rest steckt in den weniger heissen Abgasen und dann auf der Kaltseite des Stirlings wo es weggekühlt werden muss.
    ...also in Dingen, wo auch ein Stirling nix mehr rausziehn kann.