Dachs mit großem Puffer ohne Netzeinspeisung?

  • Hallo zusammen, ich habe ein paar fragen an die erfahrenen Dachs User. Ich habe eine kleine und sehr gut isolierte Gewerbehalle und möchte mir einen "gebrauchten" Gas Dachs zulegen. Es ist bereits eine relativ große Solaranlage (16qm) mit 750l Puffer installiert. Da ich einen sehr geringen Wärmebedarf habe (bei -5°C Außentemperatur nur 8KW), brauche ich das Gerät in Verbindung mit der Solaranlage eigentlich nur für die wirklich kalte Jahreszeit. Meiner Meinung nach lohnt daher ein Neugerät keinesfalls, da ich schätzungsweise mit ca. 2000 Bh pro Jahr hinkomme. Desweiteren würde ich mir gerne den Papierkram mit Einspeisevergütung etc sparen und das Gerät "stromgeführt" ohne Netzeinspeisung betreiben und evtl noch einen zweiten Puffer beistellen. Das Gerät sollte also nur laufen, wenn der Strom verbraucht wird. Ist das generell möglich/sinnvoll? Oder wäre es sinnvoller ein modulierendes BHKW für diesen Zweck zu verwenden.

  • Hallo master_328


    Meiner Meinung nach lohnt daher ein Neugerät keinesfalls, da ich schätzungsweise mit ca. 2000 Bh pro Jahr hinkomme.


    Nun ja, so wie Du es beschreibst, ist hier die Frage, ob es sich überhaupt lohnt....
    Wie sieht den der Stromverbrauch aus? Eher gleichmässig, oder schlecht zu planende, hohe Lastspitzen? Evtl. höherer Strombedarf, wenn auch Wärme gebraucht wird?


    Desweiteren würde ich mir gerne den Papierkram mit Einspeisevergütung etc sparen und das Gerät "stromgeführt" ohne Netzeinspeisung betreiben und evtl noch einen zweiten Puffer beistellen.


    nun ja, ganz ohne Papierkram wird es nicht gehen, denn das BHKW soll ja Netzparallel betrieben werden, außerdem möchtest Du ja bestimmt auch die Mineralölsteuer für das Erdgas zurück haben, oder?


    Ist das generell möglich/sinnvoll? Oder wäre es sinnvoller ein modulierendes BHKW für diesen Zweck zu verwenden.


    Möglich ist das, nur wie gesagt, es kommt sich auch ein wenig auf die gleichmäßigkeit des Stromverbrauchs an. Problem beim modulierenden BHKW ist, das auch Betriebstunden, wo nur 50% der Leistung erzeugt werden, mit 100% bei den Wartungskosten gerechnet werden, und dann lohnt es sich ganz schnell nicht mehr!


    Achso, herzlich willkommen hier im Forum!


    Gruß Dachsgärtner

  • Moin Master,


    ohne ins Detail zu gehen erstmal ne grundsätzliche Aussage zum Dachs. Das Ding ist nicht Insel/Notstromtauglich - es gibt dafür einen extra Schaltschrank mit gigantomanischer Schnappmatik die dem Gerät ein Netz vorgaugelt. Ob Du jemals einen solchen Dachs gebraucht bekommst ist fraglich.


    Willst Du nur aus Kostengründen nicht Einspeisen?? Wie wäre es dann mit nem einfachen Notstromdiesel es muß ja - wenn ich die richtig verstanden habe - kein BHKW sein.
    Wie groß ist die max.el. Last??


    MfG

  • Hallo, danke für die Antworten. Das BHKW soll in meine Werkstatt, wo öfters mal Kompressor oder Hebebühne läuft. Die Geräte laufen "leider" meist nur kurz. Ich möchte definitv ein BHKW , mir kommt kein normaler Kessel ins Haus. Ich möchte das Gerät selbst warten, die Wartungskosten werden also "nur" aus Ersatzteil- und Betriebstoffkosten bestehen. Notstrom wäre eine nette Option, aber das lohnt dann keinesfalls. Ich sehe das Hauptproblem darin, dass der Dachs nur volllast kann. Ich tendiere momentan eher zu einem gebrauchten Ecopower (falls ich eins finde) oder alternativ einem neuen Otag Power Lion. Ein Diesel geht keinesfalls, das Gerät steht frei in der Halle und soll nicht zu laut sein. Desweiteren habe ich einen Gasanschluss hier.

  • Hallo master_328,


    was die Lautstärke angeht, ist der Gasdachs nicht unbedingt sehr viel leiser als die Heizölmaschine. Der Vorteil vom Gasgerät sind die Wartungskosten, die dort wesentlich mehr zu buche schlagen. Ausserdem sind die Gasmaschinen standfester.


    Was die Sache mit der stromgeführten Betriebsweise angeht, wie Du sie nennst, hat Dachsgärtner recht, entweder Du baust eine Inselanlage auf, die kostenmäßig sicher deine Erwartungen sprengt, oder Du musst die Anlage netzparallel laufen lassen (mit allen Konsequenzen des Papierkrams). Auch ein Ecopower kann die elektrische Leistung weder im Milisekundenbereich noch in Milliamperebereich modulieren, auch hier wist Du um einen Netzparallelbetrieb nicht drum rum kommen. Obwohl, gegen eine Sache wird sich dein EVU möglicherweise nicht wehren: Wenn Du denen Dein Vorhaben schilderst, und diese Dir dann einen


    Übrigens sehe ich noch ein Problem, wenn Du eine Inselanlage bauen wolltest, was in Deinem Fall völliger Quatsch wäre, es sei denn Du willst vom EVU autark sein, koste es was es wolle. Was für eine Leistung braucht denn so eine Hebebühne, da reicht dann evtl. die Leistung eines Klein-BHKWs nicht aus.


    Grüße


    Bruno

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  • Ich glaube ich wurde falsch verstanden. Ich möchte die Anlage Netzparallel betreiben. Ich möchte halt nur so wenig wie möglich einspeisen. Bei Gebrauchtgeräten (deren Inbetriebnahme schon länger zurück liegt) gibt es da doch doch einen erheblichen Nachteil bei der Einspeisevergütung wenn ich mich recht entsinne?

  • Hallo master_328,

    Bei Gebrauchtgeräten (deren Inbetriebnahme schon länger zurück liegt) gibt es da doch doch einen erheblichen Nachteil bei der EinspeisevergütungTeil des erzeugten Stroms der in das öffentliche Netz eingespeist und somit verkauft wird. Mit Mausklick zu weiteren Infos!Einspeisevergütung wenn ich mich recht entsinne?


    Nun ja, die 5,11 Ct/Kwh oder im Klartext etwas weniger wie die hälfte fallen dann weg.
    Man müßte sich halt den Stromverbrauch näher anschauen, etwas an Beleuchtung, der ein oder andere PC und eine Kaffemaschine da kommt halt auch was zusammen!
    Man kann auch einen Dachs etwas drosseln, nur wird die Wartung pro Bth dann teurer, aber wenn Du selber wartest...


    Nun ja, eines sollte man bei diesen älteren Maschinen halt nicht unter den Tisch fallen lassen, bei einigen ist die eingebaute ENS nicht mehr zugelassen, dh. am alten Standort hatte die Maschine Bestandsschutz, nur für eine Neuzulassung für den Netzparallelbetrieb wird eine zusätzliche ENS mit so 5...700,--€ fällig!


    Gruß Dachsgärtner

  • dies ist abhängig davon, wann die Anlage zum ersten mal in Betrieb gegangen ist.
    Wann war das?


    Grüße


    Bruno

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  • Ich habe bis jetzt noch kein Gerät gekauft. Die Geräte sind meines Wissens 10 Jahre förderfähig? Wie würde es sich dann bei einem Gerät verhalten, dessen Inbetriebnahme über 10 Jahre zurückliegt?