Ist es möglich 3 Häuser mit einem Bhkw zu versorgen (250,250,350 qm)?

  • Hallo und guten Tag!
    Ich bin neu im Forum.



    Die Situation stellt sich fogendermassen dar.
    Die drei Häuser(rot) sind bisher mit Ölheizungen ausgestattet.
    Eine Scheune böte Platz für das Bhkw.(gelb)
    Bild 68m über Grund.




    Vielen Dank für Anregungen!


    tpr

  • Erstmal ja, da BHKWs in der Grundlast laufen sollen, dementsprechend kann man eigentlich soviel Fläche dranhängen bis es ganzjährig durchläuft.
    Den Rest macht dann der Spitzenlastkessel an Wärme.


    Jetzt hast du aber das Problem das deine Einspeiseorte über eine öffentliche Strasse verteilt sind, alle an einer Seite wäre ja kein Problem, aber über öffentlichen Grund musst du bei den entsprechenden Stellen nachfragen was die Genehmigung kostet und ob die es überhaupt zulassen.
    Nahwärmeleitungen und dementsprechende Stromversorgung zu legen sollte nicht das Problem sein, kann man auch prima in Eigenleistung machen.


    Welches BHKW in Frage kommen würde, liegt jetzt also an folgenden Infos.
    Könnt ihr über die Strasse verbinden,
    Welche Verbräuche haben die 3 Häuser bisher und wie ist das über das Jahr verteilt


    Warum nur die 3 Häuser?
    Das Gehöft scheint doch viel mehr an Gebäuden zu haben, sind die ungeheizt oder werden die jeweils aus den Häusern versorgt.


    Ich versorge hier auch 1.000 qm Altbau mit einem Öl-Dachs und Spitzenlastkessel, kein Leistungsproblem.


    Bernd

  • Hallo tpr,


    zunächst einmal herzlich willkommen hier im Forum, danke das Du den Link zum Foto instand gesetzt hast!


    Nun, ja, wie Bernd schon sagte, wenn das BHKW in der grundlast läuft, dann ist es für die Wirtschaftlichkeit am besten. Ich finde jedoch Scheune sowie das Whs. links davon recht weit weg vom Schuß, und so wie es auf dem Bild aussieht, müssen hier ziemlich viele befestigte Flächen überquert werden, das mach die ganze Sache nun einmal nicht unbedingt preisgünstiger ;(


    Und wie gesagt, wenn öffentliche Flächen dazwischen liegen, dann kommt es sich immer auf das goodwill der gemeinde an, ob man überhaupt, ob man evtl. sogar selber Baggern darf, oder ob´s nur der sauteure Vertragsunternehmer der Gemeinde machen darf. Ich sehe da auch eher schwarz für die Erlaubnis hier Stromleitungen zu verlegen, den i.d.r. hat die Gemeinde dieses exclusiv dem EVU erlaubt, und bekommt dafür Konzessionsabgaben! Ist halt von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich!


    Evtl. findet man ja in einem anderen Gebäude Platz für´s BHKW , so´n dachs nimmt auch nicht mehr Platz in anspruch wie eine Ölheizung.


    Gruß Dachsgärtner

  • In Ermangelung eines Zeichenprogramms versuchte ich die Grundstücksgrenzen grob mittels gelber Quadrate deutlichzumachen.
    zu den Fragen:
    Ja nur die bezeichneten Gebäude sind beheizt.
    das nördlichste mit einer kombinierten Öl-Holz Anlage ,das mittlere mit Herdheizung +10qm solaranlage(1000l Speicher der auch durch Herdheizung mit erwärmt werden kann)1+ Öl das unterste nur mit Schwedenofen Unterstützung.
    Die Verbräuche versuche ich mal genau zu eruieren.


  • Hallo tpr,


    zwischen den violetten Quadraten läuft eine genehmigte 380v Leitung in 5 mHöhe durch die Luft,


    Ist das deine Leitung, und bestehen da eingetragen Leitungsrechte? Die ganze Sache macht nur dann richtig sinn, wenn der Strom für alle Gebäude nur noch aus einem Zähler bezogen werden, damit der selbst erzeugte Strom zunächst einmal selbst verbraucht wird. Sost speist du in der Scheune für 10Ct ein, und kaufst im Whs. "deinem" Strom für 20 Ct zurück! :huh:


    Es ist ein wenig schwer zu schätzen, da solche Hofanlagen nicht gerade klein sind, wie weit ist es von dem südlichsten Haus bis zum nördlichsten?


    Auch wenn die modernen werksmäßig isolierten Nahwärmeleitungen recht verlustarm sind, jeder Leitungsmeter kostet zweimal Geld:


    Bei der Anschaffung, und im Betrieb.


    Ist das Haus unten neben der Scheune das kleinste? Ich denke darüber nach, ob es nicht evtl. Sinn machen würde, das BHKW zwischen die beiden oberen Gebäude zu platzieren (oder in eines) und nur die beiden Geb. mit Heizungsleitungen zu verbinden. Das 3. Haus könnte dann mit einem Elektrospeicher, oder einer E-WP Beheizt werden, mit BHKW Strom, der sonst ins Netz zurück geht...


    Wie sieht den der Stromverbrauch der Liegenschaft aus? Auch wenn viele Geb. nicht beheizt sind, so könnte dort ja einiges drin sein was viel Strom braucht, nämlich nur der Strom, den man auch selbst verbraucht rechnet sich richtig!


    Gruß Dachsgärtner

  • die Leitung ist eingetragen(ex Bauernhof) .Sollte man mal fragen was so eine Untertunnellung kostet ala Flowtex?
    Ich schreite gleich mal die Entfernung ab.


    -# - #- - #- - #- - -# - - #--#-# - #- - #- - #- - -# - - #--#/marschier marschier marschier/
    #- - #- - #- - -# - - #--#-# - #- - #- - #- - -# - - #--#


    So hab`ich gemacht!
    Draussen schneit`s schön und d`Sunna scheint... :thumbup:
    Vom Unteren bin ich die Strasse abgelaufen bis zum Oberen sind`s ca. 85m.
    (Jeweils Mitte unteres Haus und auf der Strassenmitte langmarschiert bis zum Giebel des ganz oberen Hauses)
    Die Leitungslänge beträgt ca.26m. 8) Das wär ja auch die Untertunnelungslänge(falls Heiz.)
    Das Untere ist in der Tat das Kleinste hat aber 3 Stockwerke.
    Na gut gehn wir doch mal von 350qm pro Haus aus (evtl Dachausbau).

  • Hallo Tpr
    Flotex ist schon eine gute Sache.Erkundige dich bei deinen EVU bei der Telekom und bei Kabel Deutschland was alles an Leitungen bei eich in der Straße liegt.


    Das Risiko eines Leistungsschaden ist bei offener Grabenachachtun am geringsten.Da du ja beim Nahwärmesythem auf die Entlüftung der Leitungen Achten must,
    würde ich auf jedenfall die offene Schachtung vorziehen.Ein ausgeprägter Luftsack in der Leitung kann zu erheblichen Fehlfunktionen führen.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • erwähnen: Das Ganze Gelände ist ein Hang.
    Die Straße steigt um ca 30 cm /auf die 80m nach rechts/nordost, der keller des untersten Hauses liegt dann aber schon 2m unter Straßenniveau,ebenerdig zum hinausgehen.



    Auch vergessen:Danke für`s herzliche willkommen.

  • Hallo tpr,


    Vom Unteren bin ich die Strasse abgelaufen bis zum Oberen sind`s ca. 85m.


    Nun ja, das sind ja schon ein paar Meter.... Und bei der Leitungslänge muß man ja schon ne´Dimension dicker nehmen, damit sich der rohrwiederstand in grenzen hält! Womit soll das BHKW den Betrieben werden? Bei "konventionellen" Brennstoffen wie Heizöl ist die Vergütung für den eingespeisten Strom nicht ganz so doll, Bei Biogenen Brennstoffen bekommt an zwar so um die 20 Ct/kw, aber dies ist dann auf gedeih und verderbt für die nächsten 20 Jahre fest, egal wie hoch die Brennstoffpreise steigen! :!:


    Ich denke auch für 3 X 250...300 Qm ist der Dachs zumindest als einzelanlage zu klein, oder? :?:


    Oder man orientiert sich an der Grundlast Strom, und macht den Rest an Wärme dann evtl. mit Holz? Der Pufferspeicher für den Holzvergaser ist ja dank BHKW schon da! :thumbsup:


    Zitat

    Draussen schneit`s schön und d`Sunna scheint... :thumbup:


    Danke hier auch, habe heute Rekordumsätze (eher nach unten) :-(/


    Gruß DAchsgärtner

  • Hallo TPR


    Da sollte man ein Geländeprofil planerisch erstellen, muß man einfach mal dran denken je 10 Meter Wassersäule erhöht sich der Druck um 1 Bar.


    Das Geländeprofil lässt sich einfach mit einen Niviliergerät erstellen,das ist für die Druckklassen (PN) ganz wichtig . Die Leitungsdimensionen errechnen die Rohrhersteller die sind da sehr routiniert.
    Das ist ein Projekt nach meiner Mütze, da kann man sich so richtig drann ausstoben. :rolleyes: :rolleyes:

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • Das ist ein Projekt nach meiner Mütze, da kann man sich so richtig drann ausstoben. :rolleyes: :rolleyes:

    Gibt es denn ein BHKW für diese Situation?


    Noch ein paar Einzelheiten:
    Haus unten links:
    5 Personen
    Haus mitte:
    3 Personen
    Haus oben:
    4 Personen

  • Hallo TPR
    Nein Ich bin Gastronom. Nicht wunder,ich war mal im Rohrleitugs-Tiefbau selbständig, gelernt habe ich Gas u. Wasserinstallateur und elektrisch sagen wir mal bin ich gut vorbelastet. Ich weis was die VDE100 ist die verstehe ich zum größten Teil.
    Und ich kenne mich mit meinen BHKW gut aus. Ich bin der Meinung das das Vorhaben sich gut anhöhrt und es viel versprechend ist.
    Wenn du schon das Nahwärmesythem legen must würde ich an deiner Stelle auf Erdkabel umstellen.,das ist nicht so anfällig wie Freileitungen.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • Hallo TPR


    Nun sind wir da wo sich die Spreu von Weitzen trennt,(Axel Schröder sagt dann immer mal sehen wo der Frosch die Locken hat) )))) )))) )))) ))))
    Nun mal zurück zum Thema.
    Man braucht ein elektrisches und thermisches Lastprofil, das wäre das optimum zur Leistungsklassen Ermittlung.
    Von allen Häusern die elektrischen und trhermischen Verbräuche, da kann man auch schon was mit anfangen,also Stromrechnungen und Brennstoffrechnungen der letzten 2 Jahre sammeln und auswerten.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH